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News von heute Britische Impfkommission rät von Corona-Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

Corona-Impfung ab 12 Jahre
In Deutschland empfiehlt die Stiko die Corona-Imofung ab 12 Jahren – in Großbritannien sieht es anders aus
© portishead1 / Getty Images
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.18 Uhr: Libysche Armeeeinheiten beschießen sich in Tripolis mit Artillerie

Zwei Einheiten der libyschen Armee haben sich bei einem Feuergefecht in einem dicht besiedelten Teil der Hauptstadt Tripolis gegenseitig mit schwerer Artillerie beschossen. Der für Tripolis zuständige Kommandeur Abdelbaset Marouane erklärte in einer Videobotschaft, die angegriffene Brigade 444 habe "aufgehört, militärische Befehle zu befolgen" und sei in der Nacht zu Freitag auf seinen Befehl hin angegriffen worden. Der Lärm der Artillerie war ab Mitternacht bis zum frühen Morgen zu hören. Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur AFP nach dem Ende der Kämpfe im Südosten der Stadt von Rauchwolken, die nahe der al-Tekbali-Kaserne in der Luft hingen. Die Behörden machten keine Angaben zu möglichen Opfern, die Brigade 444 teilte aber im Online-Dienst Facebook mit, dass ein Offizier der Brigade getötet worden sei.

19.35 Uhr: Polizei: Vier Beamte in London bei Protesten von Impfgegnern verletzt

Bei einer Demonstration von Impfgegnern sind in London vier Polizisten verletzt worden. Einige Demonstranten versuchten am Nachmittag, in das Gebäude der britischen  Arzneimittelbehörde MHRA in Canary Wharf einzudringen, wie die Polizei mitteilte. Die MHRA ist für die Zulassung von Impfstoffen zuständig. Die Polizei riegelte nach eigenen Angaben den Zugang zu dem Gebäude ab. Die Demonstranten seien dann in das Stadtviertel South Kensington abgezogen. Am 23. August waren bereits dutzende Gegner der britischen Corona-Maßnahmen und der Impfkampagne in das Gebäude des britischen Nachrichtensenders ITN in London eingedrungen. Corona-Impfungen sind in Großbritannien nicht verpflichtend. Allerdings haben rund 90 Prozent der Erwachsenen zumindest eine Impfung erhalten. An der Pandemie sind im Vereinigten Königreich 133.000 Menschen gestorben.

18.56 Uhr: Fifa leitet Disziplinarverfahren nach England-Spiel in Ungarn ein

Der Fußball-Weltverband Fifa hat nach mutmaßlichen rassistischen Beleidigungen gegen englische Nationalspieler beim Länderspiel in Ungarn ein Disziplinarverfahren eingeleitet. In einer Stellungnahme am Freitagabend der Verband erneut, gegen "jede Form von Rassismus und Gewalt sowie jede andere Form von Diskriminierung oder Missbrauch zu sein". Am Vormittag hatte die Fifa mitgeteilt, "angemessene Maßnahmen" zu ergreifen, sobald sie den Bericht vom Spiel erhalten habe. Der Dortmunder Jude Bellingham und Raheem Sterling sollen beim 4:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Budapest rassistisch beleidigt worden sein. Einige Zuschauer sollen während der Partie Affenlaute in Richtung der beiden Profis gemacht haben. Nationaltrainer Gareth Southgate kritisierte die Vorfälle als "inakzeptabel".

18.44 Uhr: Drei finnische Jugendliche wegen grausamer Tötung von Ex-Klassenkamerad verurteilt

Wegen der grausamen Tötung eines ehemaligen Klassenkameraden sind drei Jugendliche in Finnland zu Haftstrafen zwischen acht und zehn Jahren verurteilt worden. Die damals 16-jährigen Täter hätten den Jungen mehr als drei Stunden lang auf "besonders brutale und grausame" Weise misshandelt, bevor er starb, erklärte das Gericht. Die vier Jugendlichen hatten sich seit dem Kindergarten gekannt. Vor der Tat hatten die drei Verurteilten ihr Opfer, das in einer Pflegeeinrichtung lebte, wochenlang gemobbt. An der Leiche wurden später mehr als einhundert Verletzungen festgestellt. Nach der Tat ließen die Angreifer den Jungen mit gebrochenen Rippen und Hirnverletzungen bei eisiger Kälte in einem Park in Helsinki liegen, wo er Stunden später starb. Erst Tage später wurde die Leiche gefunden.

18.31 Uhr: Kokain im Wert von 45 Millionen Euro in Mango-Container gefunden

600 Kilo Kokain im Wert von 45 Millionen Euro haben Fahnder im Rotterdamer Hafen in einem Container voller Mangos entdeckt. Der Fund wurde in einer Lieferung aus Brasilien gemacht, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Früchte waren für eine Firma in den Niederlanden bestimmt, die aber mit dem Schmuggel nichts zu tun habe, betonten die Ermittler. Für den Kampf gegen den Drogenschmuggel im Hafen haben die Schifffahrtspolizei, der Zoll, die Finanzfahndung und die Staatsanwaltschaft ein spezielles Ermittlungsteam gebildet. Das Rauschgift wurde vernichtet.

Krankenpfleger Teva Martinson überrascht mit eindrucksvoller Ballettaufführung in Krankenhaus in Utah.

18.29 Uhr: Drohnen am Strand - italienische Datenschützer besorgt

Die italienische Datenschutzbehörde will den Einsatz von Drohnen zur Überwachung von Menschen an Stränden und in Städten überprüfen. Die Fluggeräte würden immer häufiger und für verschiedenste Zwecke eingesetzt, was dem Datenschutz der gefilmten Leute schaden könnte, teilten die Garante Privacy in Rom mit. Die Datenschützer forderten demnach Informationen der Kommune Bari an der Adria-Küste an, um sicherzustellen, dass diese mit den Daten richtig umgeht. Bari wolle mit Drohnen zum Beispiel die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln an den Stränden überwachen. Auch Rom bekam Post von den Datenschützern. Sie wollen prüfen, ob die Hauptstadt die Daten der Drohnen korrekt verwendet. Rom habe sie etwa einsetzen wollen, um illegale Müllentsorgung oder den Verkehr zu überwachen.

18.22 Uhr: Fürstin Charlène von Monaco vorübergehend im Krankenhaus

Die nach Gesundheitsproblemen und einer komplizierten Operation in Südafrika festsitzende Fürstin Charlène von Monaco ist vorübergehend im Krankenhaus behandelt worden. "Sie wurde im Krankenwagen dorthin gebracht", sagte die Sprecherin ihrer Stiftung, Chantell Wittstock, betonte aber: "Es war kein Zusammenbruch; die Heilung machte einfach nicht die Fortschritte, die sich die Ärzte erhofft hatten". Am Abend gab sie Charlènes Entlassung bekannt. Die Fürstin hatte sich erst vor kurzem unter Vollnarkose einer vierstündigen Operation unterziehen müssen, bevor sie Besuch von ihrem Mann Fürst Albert II. und den beiden Zwillingen Gabriella und Jacques in Südafrika erhielt.

18.22 Uhr: Rocker-Mord - Polizei fahndet mit Instagram-Fotos nach Verdächtigen

Die Polizei hat eine Fahndung mit Instagram-Fotos nach einem "Hells Angels"-Mitglied begonnen, das vor sieben Jahren den Rockers Kai M. ermordet haben soll. Auch von einem zweiten "Hells Angel" wurden Fotos aus dessen Instagram-Account veröffentlicht. Er soll 2013 auf einen "Bandidos"-Rocker geschossen haben. Die Ermittler vermuten die Verdächtigen im Iran beziehungsweise in der Türkei. Ramin Y., gegen den ein internationaler Haftbefehl wegen Mordes besteht, hat bei Instagram 121.000 Abonnenten. Zugleich suchen die Ermittler nach Mustafa H. Er sei "dringend verdächtigt" am 10. November 2013 auf den damaligen Vizepräsidenten der Rockergruppierung "Bandidos" in Oberhausen geschossen zu haben.

18.18 Uhr: Britische Impfgegner greifen Sitz von Arzneimittelbehörde an

Eine Gruppe mutmaßlicher Impfgegner hat versucht, den Sitz der britischen Arzneimittelbehörde MHRA in London zur stürmen. Wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war, lieferten sich Demonstranten handgreifliche Auseinandersetzungen mit Polizisten, die verschiedene Eingänge zu dem Gebäude im Osten der britischen Hauptstadt bewachten. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Beamte verletzt. Britische Impfgegner haben in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, in die Gebäude von Medienhäusern in London einzudringen.

18.10 Uhr: Sportchef: Mainzer Corona-Not bei Saisonstart "Impuls für die Liga"

Die Corona-Notlage beim Bundesligisten FSV Mainz 05 zum Saisonstart hat womöglich zu einer höheren Impfquote bei anderen Fußball-Proficlubs geführt. "Was bei uns vor dem Leipzig-Spiel passiert ist, war auch ein wichtiger Impuls für die Liga", sagte 05-Sportdirektor Martin Schmidt den Zeitungen der Mediengruppe VRM. Sportdirektoren anderer Clubs hätten ihm in Gesprächen gesagt: "Euer Beispiel hat dabei geholfen, bei uns auch Tempo ins Impfgeschehen reinzubringen." Nach Corona-Infektionen bei Profis und Betreuern mussten vor der Auftaktpartie gegen RB Leipzig (1:0) insgesamt 14 Mainzer in eine zweiwöchige Quarantäne. "Plötzlich haben die Vereine ein Fallbeispiel gehabt, das gezeigt hat: Nicht nur die Infizierten müssen in Quarantäne, sondern auch die Nichtgeimpften", sagte Schmidt. "Da waren wir ein Auslöser dafür, dass sich auch in der Bundesliga die Impfquote deutlich verbessert hat."

18.08 Uhr: Deutsche Experten untersuchen Radioaktivität rings um Tschernobyl

Expertinnen und Experten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sowie der Bundespolizei untersuchen die radioaktive Verseuchung rings um den zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl in der Ukraine. Bis zum 19. September sollen sowohl am Boden wie auch von Hubschraubern aus Messungen vorgenommen werden. Ziel sei eine Neukartierung der radiologischen Situation in der Sperrzone von Tschernobyl. Dabei sollen die Höhe der vorhandenen Strahlung sowie die Art und Menge der am Boden abgelagerten Stoffe, die diese Strahlung verursachen, ermittelt werden. Der Teil der Sperrzone, die sich auf das benachbarte Belarus erstreckt, wird nicht betreten oder überflogen.

18.07 Uhr: Evakuierungsflüge: 20 "sicherheitsrelevante Fälle"

Über die Luftbrücke aus Kabul sind auch 20 Menschen nach Deutschland gekommen, die den Sicherheitsbehörden bekannt sind. Bis zur Stunde seien 20 Fälle bekannt, "die sicherheitsrelevant sind, die dadurch, dass sie nicht schon in Kabul geprüft wurden, jetzt in Deutschland sind", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kam auch ein Minister bei einem Evakuierungsflug nach Deutschland. Unter den Straftätern sind laut Seehofer unter anderem verurteilte Vergewaltiger. Nach Deutschland sei zudem ein Mann gelangt, "der nach übereinstimmender Ansicht von Deutschland, Amerika und Großbritannien noch höher einzustufen ist", so der Minister.

17.42 Uhr: Zehntausende zu "Unteilbar"-Demo in der Hauptstadt erwartet

Tausende Menschen wollen bei der Demonstration des Aktionsbündnis "Unteilbar" durch die Hauptstadt ziehen. Der Protest steht unter dem Motto "Für eine offene und solidarische Gesellschaft". Bei früheren "Unteilbar"-Demonstrationen waren mitunter Zehntausende Menschen mitgelaufen. Die Polizei geht diesmal von bis zu 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. "Die Menge müssen wir bewerkstelligen", sagte eine Polizeisprecherin. "Aber wir rechnen nicht mit gewalttätigen Auseinandersetzungen."

17.40 Uhr: Britische Impfkommission rät von Corona-Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

Die britische Impfkommission (JCVI) hat sich überraschend gegen flächendeckende Corona-Impfungen von 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen. Die Kommission erweiterte zwar ihre Impfempfehlung für an Herz, Lungen und Leber erkrankte Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe, eine allgemeine Impfempfehlung wollte sie aber nicht aussprechen. Zur Begründung hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Public Health England, die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien für gesunde Menschen diese Altersgruppe marginal. Bislang lautete die Empfehlung der Kommission, 12- bis 15-Jährige nur zu impfen, wenn sie in die Gruppe der besonders durch Covid-19 gefährdeten Menschen fallen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

Erst eine Woche zuvor hatte das britische Gesundheitsministerium mitgeteilt, sich auf die flächendeckende Impfung der 12- bis 15-Jährigen im größten Landesteil England vorzubereiten. Ob die Regierung der Empfehlung der Impfkommission folgen wird, war zunächst unklar.

17.28 Uhr: Nach Überflutungen in New York: Schäden an mehr als 1000 Häusern

Nach dem Unwetter in New York und Umgebung sind die Aufräumarbeiten in der Millionenmetropole in vollem Gange. 1300 nicht mehr fahrbereite Autos seien bislang abgeschleppt worden, sagte der städtische Kommissar für Notfallmanagement, John Scrivani am Freitag. Krankenhäuser, Regierungsgebäude und Wohnhäuser wurden demnach von den Einsatzkräften leergepumpt. An mehr als 1000 Gebäuden seien Schäden gemeldet worden.

Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, sich künftig besser um den Schutz jener New Yorker zu kümmern, die in Kellerwohnungen lebten. Mehrere Bewohner von solchen Apartments waren bei den gewaltigen Wolkenbrüchen in der Nacht zum Donnerstag wegen eindringendem Wasser ertrunken. De Blasio machte deutlich, dass er solche und ähnliche Wetterereignisse künftig immer wieder erwarte: "Wir müssen vom Schlimmsten ausgehen auf eine Weise, wie wir es noch nie zuvor gemacht haben: Dass Stürme schneller kommen werden, dass sie viel heftiger sein werden, viel plötzlicher und dass sie regelmäßig Rekorde aufstellen."

News von heute: Britische Impfkommission rät von Corona-Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

17.07 Uhr: Apple vertagt Maßnahmen gegen Kinderpornografie

Apple wird sein angekündigtes System zum Aufspüren kinderpornografischer Fotos nicht kurzfristig umsetzen, sondern sein Konzept noch einmal überdenken. Der Konzern reagiert mit der Vertagung auf massive Kritik von Sicherheitsexperten und Datenschützern, die einen Missbrauch des Systems für eine staatliche Überwachung befürchtet hatten. "Ausgehend von den Rückmeldungen von Kunden, Interessengruppen, Forscherinnen und Forschern sowie anderen haben wir uns entschlossen, in den kommenden Monaten noch mehr Zeit zu investieren", erklärte Apple. Man wolle nun "Input sammeln und Verbesserungen vornehmen, bevor wir diese äußerst wichtigen Funktionen zum Schutz von Kindern veröffentlichen werden".

Der iPhone-Konzern hatte Anfang August Maßnahmen für mehr Kinderschutz angekündigt. Dazu gehört auch, dass zunächst nur in den USA auf den Geräten der Nutzer Bilder mit kinderpornografischem Material entdeckt werden sollen, wenn sie den hauseigenen Online-Speicherdienstes iCloud für Fotos verwenden.

16.36 Uhr: Frauen ins Auto gezerrt und vergewaltigt: Zehneinhalb Jahre Haft

Junge Frauen wurden in Berlin von der Straße in ein Auto gezogen und von mehreren Männern sexuell misshandelt: Nach drei Übergriffen ist ein 28-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den Angeklagten am Freitag der besonders schweren Vergewaltigung, gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung sowie der Geiselnahme schuldig. Es seien schreckliche Taten, die fassungslos machen, sagte die Vorsitzende Richterin. Es habe sich um Gruppenvergewaltigungen zum Teil über Stunden hinweg gehandelt. "Die Frauen hatten Todesangst."

16.04 Uhr: Merkel sichert Betroffenen von Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz Solidarität zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Betroffenen der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz Solidarität zugesichert. "Die Botschaft, die ich als erstes sagen möchte, ist, dass wir diese Flut nicht vergessen - auch wenn schon ein paar Tage vergangen sind", sagte Merkel bei ihrem zweiten Besuch im Ahrtal auf einer Pressekonferenz in Grafschaft.

Es werde noch viele Monate und Jahre brauchen, um die Schäden zu beheben. Gleichzeitig sei in den vergangenen sieben Wochen viel geschafft worden. "Dieser Besuch ist natürlich auch ein Zeichen des festen Willens, dass wir von der Bundesregierung mit den betroffenen Ländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zusammenarbeiten und das leisten wollen, was wir überhaupt tun können", sagte Merkel.

15.55 Uhr: Vermieterin in München getötet: Tatverdächtiger festgenommen

Im Fall einer getöteten Vermieterin in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 52 Jahre alten Bosnier, der gerade erst nach Deutschland ausgeliefert und am Freitag in München dem Haftrichter vorgeführt wurde, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann am zweiten Weihnachtstag 2020 von der Frau überrascht wurde, als er in ihr Haus einbrach und dass er sie dann mit einem schweren Gegenstand erschlug.

Auf seine Spur kamen die Ermittler wegen einer DNA-Spur am Tatort. Nach umfangreichen Ermittlungen vor allem im Ausland konnten sie ihn identifizieren. Bereits im April war er den Angaben zufolge festgenommen worden, wurde aber nun erst nach Deutschland ausgeliefert. Nach Angaben der Kriminalpolizei schweigt er bislang zu den Vorwürfen.

15.31 Uhr: Gestohlene Goldmünze geht wieder zurück nach Italien

Eine aus einem Museum in Parma gestohlene Goldmünze ist in Hannover an Italien zurückgegeben worden. Die römische Münze mit dem Abbild von Kaiser Magnus Maximus stammt aus dem Jahr 385 nach Christus. Sie gehört zu 600 antiken griechischen und römischen Münzen, die vor zwölf Jahren in Italien entwendet worden waren, wie das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege mitteilte. Sie war kurz vor der Versteigerung in einem niedersächsischen Auktionshaus entdeckt worden.

Die italienische Staatsanwaltschaft hatte das Landesdenkmalamt hinzugezogen, das seit 2017 auch für den Kulturgutschutz zuständig ist und damit für die Kontrolle des Kunsthandels. Experten identifizierten das kostbare Objekt, bevor es versteigert werden konnte.

15.14 Uhr: Neuseeland erlebt wärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen

Neuseeland hat in diesem Jahr den wärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die Werte für den Zeitraum von Juni bis August - Winter in Neuseeland - hätten um 1,32 Grad Celsius über dem Durchschnitt gelegen und damit den bisherigen Rekordwert vom vergangenen Jahr überstiegen, teilte das zuständige Institut am Freitag mit. Verantwortlich für die Entwicklung seien unter anderem der Klimawandel und die Luftverschmutzung. 

Nach Angaben des "National Institute of Water and Atmospheric Research" (Niwa) wurden nunmehr bereits sieben der zehn wärmsten Winter in Neuseeland seit dem Jahr 2000 verzeichnet. Zuletzt habe es in den Jahren 1970 und 1971 zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Rekordwinter gegeben. "Was damals als ungewöhnlich warm wahrgenommen wurde, wird aber heute nicht länger als ungewöhnlich wahrgenommen", sagte Niwa-Meteorologin Nava Fedaeff. Die Aufzeichnungen des Instituts reichen bis ins Jahr 1909 zurück. 

14.45 Uhr: Antigen-Schnelltest für Bordellbesuch in Frankfurt am Main

Ein Besuch von Bordellen in Frankfurt am Main ist auch mit einem negativen Corona-Antigen-Schnelltest möglich. Das entschied das Verwaltungsgericht der hessischen Stadt nach Angaben in einem Verfahren um vorläufigen Rechtsschutz. Eine von den örtlichen Behörden verfügte strengere Regelung, die einen Besuch nur mit negativem PCR-Test erlaubt, ist damit hinfällig.

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14.40 Uhr: Norwegische Polizei beschlagnahmt archäologische Objekte aus Mesopotamien

Die norwegische Polizei hat bei einem Sammler im Südosten des Landes fast einhundert archäologische Objekte aus Mesopotamien beschagnahmt, deren Rückgabe vom Irak verlangt wird. Unter den beschlagnahmten Objekten befänden sich Keilschrifttafeln aus vorchristlicher Zeit, teilte die Polizei in Oslo mit. Es handle sich um Zeugnisse des "historischen kulturellen Erbes" der Menschheit. Das Verfahren zur Rückgabe der Objekte sei eingeleitet worden, sagte Staatsanwältin Maria Bache Dahl. Zunächst müsse aber die Echtheit der Objekte überprüft werden. Außerdem müsse die Regierung in Bagdad ihre Forderung schriftlich vorlegen.

14.35 Uhr: Fast 500 Festnahmen bei Extinction-Rebellion Protesten in London

Bei tagelangen Protesten der Klimaaktivisten von Extinction Rebellion in London hat die Polizei insgesamt 480 Menschen festgenommen. Etwa 2000 Beamte seien für die Demonstrationen an verschiedenen Stellen der britischen Hauptstadt eingesetzt worden. Sie hätten schnell gehandelt, wenn die Aktionen "schwere Störungen" für die Londoner bedeuteten, sagte der ranghohe Beamte Matt Twist dem Sender Times Radio. Die Polizei habe insgesamt 81 Menschen "entfernt", die sich an Bauwerken festgeklebt, sowie 52, die sich angekettet hatten. 31 Menschen wurden aus Höhen heruntergeholt.

14.29 Uhr: Bundesschülerkonferenz gegen Impfstatusabfrage bei Lehrkräften

Die Bundesschülerkonferenz lehnt wie auch die führenden Bildungsgewerkschaften in Deutschland eine Impfauskunftspflicht für Lehrkräfte ab. "Ich halte nichts davon, jetzt bei den Lehrerinnen und Lehrern die große Abfrage mit den Impfungen zu starten", sagte der Generalsekretär Dario Schramm der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies, wie die Gewerkschaften zuvor auch schon, auf eine ohnehin hohe Impfbereitschaft bei Lehrkräften. Der Ansatz im Bereich Vorsorge und Impfungen solle jetzt eher sein, Kindern und Jugendlichen ab 12 Impfangebote zum Beispiel an Schulen zu machen, sagte Schramm.

14.12 Uhr: Serbien und Albanien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Serbien und Albanien von Sonntag an als Hochrisikogebiete in der Corona-Pandemie ein. Auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die Palästinensischen Gebiete und Sri Lanka fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Dagegen gilt Kuwait dann nicht mehr als Hochrisikogebiet.

13.58 Uhr: Neuer Rekord bei Zulassung von E-Autos

Der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen in Deutschland hat im August einen neuen Rekord erreicht. 53.400 rein batterieelektrische Pkw und Plug-in-Hybride wurden angemeldet, ihr Anteil betrug damit 27,6 Prozent, wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) erklärte. Insgesamt wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im August 193.300 Pkw neu zugelassen, das waren 23 Prozent weniger als im August 2020.

13.50 Uhr: Haiti: Versorgung der Erdbebenopfer läuft schleppend

Fast drei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti warten vor allem die Menschen auf dem Land noch immer auf Hilfe. Zerstörte Straßen und Brücken erschweren den Transport von Hilfslieferungen und die Anreise von Einsatzkräften. Das Beben der Stärke 7,2 hatte am 14. August den Südwesten des Karibikstaates erschüttert. Mindestens 2207 Menschen kamen nach Angaben des Zivilschutzes dabei ums Leben, über 12.000 weitere wurden verletzt. Rund 130.000 Häuser wurden demnach beschädigt oder zerstört.

Laut UN-Kinderhilfswerk Unicef waren 1,2 Millionen Menschen von dem Erdstoß betroffen. Haiti, das ärmste Land Amerikas, erlebt immer wieder schwere Naturkatastrophen. Im Jahr 2010 waren dort nach einem Erdbeben mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen.

13.45 Uhr: Zwei Drittel aller Franzosen geimpft

Zwei Drittel der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. Parallel dazu sinkt die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten und die Sieben-Tage-Inzidenz ist rückläufig, teilten die Gesundheitsbehörden in Paris mit. Dies gilt auch für die von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika. Angespannt bleibt die Lage in den französischen Überseegebieten. Auch unter den Beschäftigten im Gesundheitsbereich, die von einer Impfpflicht betroffen sind, stieg die Quote weiter an.

13.23 Uhr: Russland soll eine neue Stadt mit Namen Sputnik bekommen

Der erste Satellit im Weltall war Namensgeber für den weltweit ersten Corona-Impfstoff Sputnik V. Nun will Russland eine komplett neue Stadt bauen, die ebenfalls Sputnik heißen soll. Eine entsprechende Vereinbarung ist beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok am Pazifik unterzeichnet worden, wie das zuständige Ministerium für die Entwicklung des Ostens Russlands mitteilte. Die Industriestadt Sputnik soll demnach etwa 30 Kilometer von Wladiwostok an der Grenze zu China auf einer Fläche von 925 Hektar entstehen. Rund 300.000 Menschen sollen in Sputnik wohnen.

13.19 Uhr: Spätsommer verwöhnt Deutschland weiter mit 28 Grad und viel Sonne

Das spätsommerliche Wetter der vergangenen Tage bleibt Deutschland bis weit in die kommende Woche hinein noch erhalten. Ursache dafür ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein neues Hoch mit dem Namen "Hermelinde". Dieses sorgt in den nächsten Tagen nicht nur für vielfach blauen Himmel sondern auch für Temperaturen von bis zu 28 Grad. "Lediglich in den Frühstunden ist zu spüren, dass die Jahreszeit allmählich auf Herbst getrimmt wird", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Über den Norden Deutschlands ziehen dichtere oder auch hochnebelartige Wolkenfelder hinweg. Abseits davon gibt es bei nur wenigen harmlosen Quellwolken viel Sonnenschein. Dabei steigen vor allem im Südwesten die Temperaturen kräftig an. Wie lange es dabei bleibt, ist allerdings noch unklar. "Voraussichtlich zum Ende der Woche stellt sich nach derzeitigem Stand die Wetterlage wieder um. Für genauere Details sind die Unsicherheiten derzeit jedoch noch zu groß", sagte der Meteorologe.

13.02 Uhr: Explosion in Oberbayern: Leiche in Trümmern gefunden

In der durch eine Explosion zerstörten Doppelhaushälfte in Oberbayern ist eine Leiche gefunden worden. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Zuvor hatte "Bild" über den Fund einer Frauenleiche berichtet. Die Identität der Person stehe noch nicht fest, teilte die Polizei mit. Es solle noch am Freitag eine Obduktion durchgeführt werden.

Nach der Explosion am Donnerstag in Rohrbach an der Ilm wird ein Ehepaar vermisst - ein 55-jähriger Mann und eine 54 Jahre alte Frau. Drei weitere Menschen, die dort lebten, waren laut Polizei zum Zeitpunkt der Explosion nicht zu Hause. In der angrenzenden Doppelhaushälfte, die ebenfalls stark beschädigt wurde, wurden zwei Menschen leicht verletzt. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass das Haus wahrscheinlich durch eine Gasexplosion zerstört wurde.

13.01 Uhr: Geschreddertes Banksy-Werk wird in London versteigert

Das während einer Kunstauktion geschredderte Banksy-Bild "Girl with Balloon" wird erneut versteigert. Das Londoner Auktionshaus Sotheby's rechnet bei der Auktion am 14. Oktober mit einem Erlös von vier bis sechs Millionen Pfund (4,66 bis 7 Millionen Euro) für "Love Is In The Bin", wie der mysteriöse britische Street-Art-Künstler sein Werk nach dessen teilweiser Zerstörung genannt hatte. Eine europäische Sammlerin hatte das Bild, das ursprünglich "Girl With Balloon" hieß, im Herbst 2018 für 1,1 Millionen Pfund ersteigert. Direkt im Anschluss an die Auktion bei Sotheby's wurde der untere Teil des Werks durch eine in den Rahmen eingebaute Konstruktion geschreddert.

News von heute: Britische Impfkommission rät von Corona-Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

"Girl With Balloon" zeigt ein Mädchen, das nach einem Ballon in Herzform greift. Es ist eines der bekanntesten Banksy-Werke und wurde etliche Male reproduziert, seitdem es erstmals an einer Wand in London auftauchte. Die Identität des Künstlers ist bis heute unbekannt.

12.31 Uhr: Söder nennt Umfragewerte der Union "alarmierend"

CSU-Chef Markus Söder hat die aktuellen Umfragewerte der Union als "alarmierend" bezeichnet. Dies gelte sowohl mit Blick auf den Trend der Umfragen als auch auf die für die Union prognostizierten Werte, sagte Söder im Anschluss an eine Sitzung des CSU-Vorstands in München. Die Aufgabe der verbleibenden Zeit bis zur Bundestagswahl sei es, diesen Trend zu brechen. Der CSU-Vorstand habe Unionskanzlerkandidat Armin Laschet dennoch "Solidarität und hundertprozentige Rückendeckung" zugesichert. "Er ist aus meiner Sicht ein überzeugender Kanzlerkandidat."

Die Union wolle nun beim am Freitag kommender Woche beginnenden CSU-Parteitag und dann beim nächsten Triell der Kanzlerkandidaten am Sonntag in einer Woche die Stimmung umkehren, erklärte Söder. "Es gibt eine Menge zu tun – und ja, die Zeit wird knapp."

12.17 Uhr: Niederlande verschärfen Einreiseregeln für Deutschland

Angesichts der verschlechterten Corona-Lage in Deutschland verschärfen die Niederlande ab kommendem Montag die Einreiseregeln. Erforderlich ist ab dann der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung, teilte das Außenministerium in Den Haag mit. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Wer mit dem Flugzeug in die Niederlande fliegt, muss künftig zuvor eine Gesundheitserklärung ausfüllen und bei sich führen. Auch geimpften Niederländern wurde bei der Rückkehr aus Deutschland zu einem Schnelltest geraten. Zuletzt gab es bei der Einreise von Deutschland in die Niederlande keine besonderen Restriktionen.

12.05 Uhr: Hessen weist Inzidenz künftig nach Geimpften und Ungeimpften aus

Hessen will die landesweite Inzidenz künftig getrennt nach geimpften und ungeimpften Menschen ausweisen. "Die Differenz ist groß", erklärte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden. Bezogen auf die Altersgruppe ab zwölf Jahren liege die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gruppe der Ungeimpften am Freitag bei 262,3 pro 100.000 Einwohner. Bei den vollständig geimpften Menschen betrage der Wert 12,7 pro 100.000 Einwohner. Zu den Ungeimpften werden nach Angaben des Ministers Nichtgeimpfte, Teilgeimpfte und Personen gezählt, bei denen Angaben zum Impfstatus fehlen. Laut Robert Koch-Institut lag die Inzidenz in Hessen am Freitag insgesamt bei 103,7.

"Diese Zahlen belegen eindrücklich, wie wirksam die Impfung ist", betonte Klose. "Es infizieren sich weit überwiegend Ungeimpfte." Eine Corona-Impfung sei der wichtigste Beitrag zum Selbstschutz, zum Schutz der Nächsten und zum Gemeinschaftsschutz, den jeder Menschen erbringen könne.

12.02 Uhr: Staatsagentur: Israels Luftwaffe greift Ziele in Syrien an

Israelische Kampfjets haben Ziele im Umland der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Die Luftabwehr habe die meisten Raketen abgeschossen, meldete die staatliche syrische Agentur Sana unter Berufung auf Militärkreise. Es habe Sachschaden gegeben. Zu möglichen Opfern machte Sana keine Angaben. Die Raketen seien aus dem Luftraum der libanesischen Hauptstadt Beirut abgefeuert worden. Dort waren am frühen Morgen Kampfjets zu hören.

Israels Armee bombardiert regelmäßig Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland. Damit will sie verhindern, dass vom Iran unterstützte Milizen ihren Einfluss weiter ausdehnen. Teheran sieht in Israel einen Erzfeind, ist aber eng mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad verbündet. Die pro-iranischen Milizen kämpfen in Syrien Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen.

11.17 Uhr: Großbritannien und Australien tauschen vier Millionen Impfdosen

Um den Kampf gegen das Coronavirus anzukurbeln, haben Großbritannien und Australien einen Impfstoff-Deal vereinbart. Zunächst schickt die britische Regierung vier Millionen Dosen Impfstoff nach Australien, das wiederum noch vor Jahresende dieselbe Menge zurücksenden soll. Eine ähnliche Abmachung hat Australien bereits mit dem südostasiatischen Stadtstaat Singapur getroffen, der eine halbe Million Dosen schickt und später dieselbe Zahl zurück erhält.

Die australische Regierung steht in der Kritik, sie habe lange nicht genug getan, um sich Impfstoff zu besorgen. Nun hat die hoch ansteckende Delta-Variante für die bisher größte Welle in dem Land mit 25 Millionen Einwohnern gesorgt. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid sagte, der Deal komme zur richtigen Zeit, um die Impfprogramme beider Länder zu stärken. Australien könne die Impfstoffausgabe beschleunigen, "und wir erhalten rechtzeitig neue Vorräte für unseren künftigen Bedarf", twitterte Javid. Großbritannien plant noch im September den Start eines Auffrischungsprogramms mit einer dritten Impfung für über 60-Jährige. Außerdem wird erwartet, dass schon bald Impfungen für 12- bis 15-Jährige erlaubt werden.

11.13 Uhr: Joseph Croitoru gewinnt Friedenspreis der Korn und Gerstenmann-Stiftung

Der Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung geht in diesem Jahr an Joseph Croitoru. Die Stiftung würdigt mit der Auszeichnung das literarische Wirken des in Israel geborenen deutschen Autors für den Frieden in Israel und der Welt. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre vergeben und zählt zu den höchstdotierten Kulturpreisen in Deutschland, wie das Historische Museum am Freitag in Frankfurt mitteilte.

11.10: Afghanische Airline nimmt Inlandsflüge wieder auf

Die afghanische Fluggesellschaft Ariana hat die Wiederaufnahme des im Zuge der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban ausgesetzten Inlandsflugverkehrs angekündigt. "Wir haben grünes Licht von den Taliban und den Luftfahrtbehörden erhalten und planen heute mit Flügen zu beginnen", sagte ein Unternehmensvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Ariana Afghan Airlines verfügt über eine kleine Flotte oft veralteter Flugzeuge. In der EU und den USA darf die Gesellschaft deshalb nicht operieren.

Auch die Vereinten Nationen fliegen erneut aus humanitären Gründen in den Norden und Süden Afghanistans. Die zuständige UN-Behörde unternehme Flüge, "um 160 humanitären Organisationen zu ermöglichen, ihre lebensrettenden Aktivitäten in den Provinzen Afghanistans fortzusetzen", sagte ein Sprecher.

11.03 Uhr: Brandenburg erneut beliebtestes Bundesland für Zuzüge

Brandenburg ist im vergangenen Jahr erneut das beliebteste Zielbundesland bei Umzügen innerhalb Deutschlands gewesen. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden mitteilte, geht das aus der Binnenwanderungsstatistik hervor, die es jährlich erstellt. Brandenburg verzeichnete demnach 2020 ein Wanderungsplus von 19.400. Den stärksten Wanderungsverlust ermittelte das Bundesinstitut für Berlin mit einem Minus von 19.200.

10.52 Uhr: Aktivisten: Israel beschießt pro-iranische Stützpunkte in Syrien

Das israelische Militär hat nach Angaben von Aktivisten Militärstützpunkte pro-iranischer Gruppen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus beschossen. Der Raketenbeschuss habe syrischen Regierungsmilitärstützpunkten gegolten, die von pro-iranischen Gruppierungen zur Lagerung und Entwicklung von Waffen würden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die in Großbritannien ansässige Organisation stützt sich auf ein Netz von Aktivisten vor Ort. Von unabhängiger Seite können ihre Angaben oft kaum überprüft werden. AFP-Reporter in Damaskus berichtete von lauten Explosionen.

"Die Luftabwehr der syrischen Armee hat nach Mitternacht einen israelischen Raketenangriff in der Nähe von Damaskus abgefangen", teilte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana mit. Demnach schoss die Luftabwehr einen Großteil der Raketen ab und der Angriff richtete lediglich Sachschaden an.

10.38 Uhr: Umfrage: Mehrheit würde Steuerbetrüger nicht melden

Für die meisten Menschen in Deutschland kommt ein anonymer Hinweis über Steuerbetrüger nicht in Frage. 59 Prozent der Befragten antworteten bei einer Umfrage des Instituts Yougov, ein solcher Tipp ans Finanzamt sei für sie nicht wahrscheinlich. Etwa jeder Fünfte (21 Prozent) gab hingegen an, er würde ein Angebot wie die neue baden-württembergische Online-Meldeplattform durchaus auch nutzen. 18 Prozent machten keine Angabe, wie die Umfrage ergab, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen.

Baden-Württembergs Landesfinanzminister Danyal Bayaz (Grüne) hatte das Portal am Montag freischalten lassen, um den Kampf gegen Steuerbetrüger zu verstärken. Darauf hatte es Kritik unter anderem von Union und FDP gehagelt. Bayaz verwies darauf, dass es ähnliche Projekte auch in anderen Bundesländern gebe, nur eben nicht online. Nach einer "Welt"-Umfrage (Freitag) können sich auch andere Bundesländer vorstellen, ein solches digitales Meldeportal einzuführen.

10.24 Uhr: Weiterhin keine Spur nach Giftattacke in Darmstadt

Knapp zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Giftanschlag an der Technischen Universität in Darmstadt haben die Ermittler nach eigenen Angaben weiter keine heiße Spur. Die zunächst 40-köpfige Mordkommission sei um weitere zehn Fahnder aufgestockt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Sieben Menschen hatten am 23. August Vergiftungserscheinungen gezeigt. Ein 30-Jähriger befand sich vorübergehend in Lebensgefahr.

10.07 Uhr: Griechen können sich von Theodorakis verabschieden

Der Sarg des verstorbenen griechischen Komponisten Mikis Theodorakis soll in der Kathedrale von Athen aufgebahrt werden, damit die Menschen Abschied nehmen können. Das berichtete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA. Ab Dienstag dürfen die Bürger die Trauerstätte tagsüber besuchen, bevor am Donnerstagmittag zum Abschluss eine Trauermesse gehalten werden soll. Unklar blieb, wo Mikis Theodorakis schließlich begraben wird; er selbst hatte schriftlich den Wunsch geäußert, in einem Vorort der Stadt Chania auf Kreta bestattet zu werden, wo sich auch das Grab seiner Familie befindet. Medienberichten zufolge könnte seine letzte Ruhestätte jedoch auch auf der Halbinsel Peloponnes sein.

9.40 Uhr: London: Schärfere Strafen für Diebstahl von Haustieren

Als Reaktion auf einen deutlichen Anstieg von Hundediebstählen während der Corona-Pandemie will die britische Regierung die Strafen verschärfen. Diebstahl von Haustieren soll als Straftat gewertet werden, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht einer Regierungskommission hervorgeht. Mit dem neuen Gesetz soll auch das emotionale Leid der Besitzer sowie der Tiere anerkannt werden. 2020 wurden der Polizei etwa 2000 Hundediebstähle gemeldet, die Preise für Welpen sowie die Zahl der Haustiere schossen während der Pandemie in die Höhe.

9.30 Uhr: Brite der IS-Terrorzelle "Beatles" bekennt sich schuldig

Ein britisches Mitglied einer als "Beatles" bekannt gewordenen brutalen IS-Terrorzelle hat sich vor Gericht in den USA schuldig bekannt. Alexanda Kotey soll gemeinsam mit drei weiteren Briten als Mitglied der Terrorgruppe IS in Syrien mehrere Geiseln enthauptet sowie viele weitere gefoltert haben. Videos der Taten lösten 2014 weltweit Entsetzen aus.

Der 36-jährige Kotey, der in London aufwuchs und 2012 nach Syrien ging, räumte am Donnerstag (Ortszeit) vor Gericht in Alexandria (Virginia) acht Terrorvorwürfe ein. Im Oktober 2020 hatte er noch auf nicht schuldig plädiert. Die Umkehr könnte nach Ansicht britischer Medien darauf hindeuten, dass Kotey doch mit den Behörden kooperieren will. Ihm droht lebenslange Haft. Auf die Todesstrafe hatte die US-Regierung im Rahmen der Auslieferung aus dem Irak verzichtet.

09.12 Uhr: Weniger Hochschulabsolventen wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Menschen die Hochschule abgeschlossen. Im Prüfungsjahr 2020 erwarben nur rund 477.000 Absolventinnen und Absolventen einen Abschluss an den deutschen Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einer Ausnahme im Jahr 2018 war die Zahl der Hochschulabschlüsse seit 2001 kontinuierlich gestiegen.

Die Absolventenzahlen sanken in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang gab es in Berlin mit minus zwölf Prozent, den geringsten in Nordrhein-Westfalen mit drei Prozent. Die Hälfte aller Hochschulabschlüsse im Jahr 2020 waren Bachelorabschlüsse, gut ein Viertel Masterabschlüsse. Den stärksten Rückgang gab es der Statistik zufolge bei den Geisteswissenschaften.

09.08 Uhr: Mehrere Verletzte nach Balkoneinsturz in Görlitz

Beim Einsturz eines Balkons eines Mehrfamilienhauses in Bautzen sind neun Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der Holzbalkon im Dachgeschoss des dreistöckigen Hauses stürzte am Donnerstagabend offenbar durch eine zu hohe Belastung in sich zusammen, wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte. Die Menschen auf dem Balkon sowie die Trümmer fielen rund drei Meter in die Tiefe auf den darunterliegenden Balkon. Der genaue Unglückshergang wird noch ermittelt. Offenbar betraten zahlreiche Menschen den Balkon während einer privaten Feier, was zu einer Überlastung führte.

8.57 Uhr: Umfrage: Zahl der Kurzarbeiter im August rückläufig

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter im August einer Ifo-Umfrage zufolge deutlich gesunken. Es habe einen Rückgang auf 688.000 von zuvor 1,06 Millionen Personen gegeben, teilte das Institut am Freitag mit. Ifo schätzt die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Die Zahl der Kurzarbeiter liegt damit nach Einschätzung des Instituts erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter einer Million. Den Anteil der abhängig Beschäftigten, die sich im August in Kurzarbeit befanden, schätzt das Institut auf 2,0 Prozent. Im Juli habe der Anteil noch bei 3,2 Prozent gelegen.

8.15 Uhr: Zahl der Lebensmittelwarnungen gestiegen

Die Zahl der staatlichen Warnungen vor gefährlichen und unhygienischen Lebensmitteln und weiteren Produkten ist seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. Das berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Demnach wurden auf dem staatlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" bis Ende August insgesamt 167 Warnungen veröffentlicht, 30 mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon betrafen 139 Meldungen Lebensmittel (39 mehr als im Vorjahreszeitraum), der Rest entfiel auf Bedarfsgegenstände und Kosmetika.

Im Lebensmittelbereich waren laut dem Bericht Grenzwertüberschreitungen, mikrobiologische Verunreinigungen und Fremdkörper-Funde häufig Anlass für eine Warnmeldung. Viele Rückrufe betrafen dabei Obst und Gemüse, Getreide und Backwaren, gefolgt von Fleisch, Geflügel und Wurst.

8.12 Uhr: Behörden: Angriff in Supermarkt war Terrorangriff

Bei dem Messerangriff in einem Supermarkt in einem Vorort der neuseeländischen Stadt Auckland handelt es sich nach Angaben der Behörden um eine Terrorattacke. Verantwortlich sei ein "gewalttätiger Extremist", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern bei einer Pressekonferenz. Einsatzkräften zufolge wurden im Einkaufszentrum LynnMall sechs Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Angreifer wurde nach Polizeiangaben von Sicherheitskräften erschossen. Es handele sich um einen Mann aus Sri Lanka, der den Behörden seit 2016 bekannt gewesen sei und unter Beobachtung gestanden habe, erklärte Ardern.

Den Angaben zufolge soll der Mann die Tatwaffe in dem Supermarkt gekauft haben, bevor er mit dem Messer auf Anwesende losging. Die Supermarktkette Countdown, zu der LynnMall gehört, teilte mit, das Management sei wegen des Vorfalls "am Boden zerstört". Erst im Mai hatte es in einem anderen Supermarkt der Kette eine Messerattacke mit fünf Verletzten gegeben.

7.05 Uhr: Neuseeland: Angriff auf Kunden im Supermarkt – Täter erschossen

In einem Supermarkt in einem Vorort der neuseeländischen Stadt Auckland hat ein Mann mehrere Menschen verletzt. Der Angreifer sei von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte die Polizei mit. Mindestens sechs Menschen seien in dem Ort New Lynn südwestlich des Stadtzentrums verletzt worden, einige davon schwer, berichtete der Sender "Radio New Zealand" unter Berufung auf die Hilfsorganisation St. John. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber im Einsatz war, sperrte das Gebiet um das Einkaufszentrum LynnMall großräumig ab.

Offizielle Details zum Tathergang gab es zunächst nicht. Augenzeugen zufolge soll der Mann mit einem Messer auf Menschen eingestochen haben. Anwohner berichteten neuseeländischen Medien von Panik und Schreien.

6.45 Uhr: Hausexplosion und rätselhafter Autounfall – Ermittlungen laufen

Nach der Explosion in einer Doppelhaushälfte in Oberbayern sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Sie prüft zudem, ob die Explosion mit einem tödlichen Autounfall in der Region zusammenhängen könnte, der sich nur 20 Minuten später ereignete – denn der Halter des Fahrzeugs war in dem eingestürzten Haus im Landkreis Pfaffenhofen gemeldet.

6.37 Uhr: Studie: Zwölf Euro Mindestlohn könnten die Wirtschaft ankurbeln

Eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung unterstützt die Forderung von SPD und Grünen nach einer Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro. Eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns auf diesen Satz helfe der deutschen Wirtschaft, zitiert die "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) aus der Studie der Böckler-Stiftung. Diese werbe dafür, den Mindestlohn von derzeit 9,60 Euro in drei Stufen bis Ende 2022 auf zwölf Euro zu erhöhen.

Bei zwölf Euro Mindestlohn gäbe es in Deutschland erheblich weniger Minijobs, dafür in gleicher Größenordnung mehr Jobs in Teil- und Vollzeit, heißt es laut "SZ" in der Studie. Dies würde Deutschlands Wirtschaftsleistung um 50 Milliarden Euro jährlich steigern, das entspreche etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

5.12 Uhr: Japans Regierungschef Suga tritt nicht zur Wiederwahl an

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will Medienberichten zufolge zurücktreten. Der japanische Fernsehsender NHK meldete, Suga habe auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung seiner regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) angekündigt, dass er bei der Ende dieses Monats geplanten Neuwahl des Parteivorsitzes nicht kandidieren werde. Daher scheint er zu beabsichtigen, auch als Regierungschef zurückzutreten. Sugas Amtszeit als Parteichef endet am 30. September. Wegen der Mehrheit der LDP im Parlament übernimmt der Parteichef der LDP gewöhnlich auch das Amt des Regierungschefs.

Suga hatte zu Beginn seiner Amtszeit in Umfragen hohe Zustimmungswerte um die 70 Prozent erzielt. Doch eine Serie von Skandalen um Vetternwirtschaft mehrerer Parteimitglieder sowie Sugas Umgang mit der Corona-Pandemie und die erst spät in Schwung gekommene Impfkampagne ließen seine Popularität im Volk stark absinken. Auch sein Festhalten an den Olympischen Spielen in Tokio trotz der Pandemie stieß auf Kritik.

4.14 Uhr: RKI registriert 14.251 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie bei 80,2 - am Vortag hatte der Wert bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 14.251 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.029 Ansteckungen gelegen.

4.02 Uhr: Trauerstaatsakt für verstorbenen CDU-Politiker Biedenkopf

Zu Ehren des verstorbenen früheren sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) findet am Freitagmittag in der Dresdner Frauenkirche ein Trauerstaatsakt statt. Zu dem Staatsakt wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, der eine Ansprache hält. Biedenkopf starb vor drei Wochen im Alter von 91 Jahren in Dresden. Der CDU-Politiker war der erste Ministerpräsident Sachsens nach der Wiedervereinigung. Zuvor war er unter anderem CDU-Generalsekretär und saß mehrere Jahre sowohl im Bundestag als auch im nordrhein-westfälischen Landtag.

3.25 Uhr: Kolumbien: U-Boot mit fast zwei Tonnen Kokain gestoppt

Vor Kolumbien ist ein U-Boot mit Kokain im Wert von mehr als 60 Millionen Dollar (rund 51 Millionen Euro) aufgespürt worden. Die Marine fing das Boot mit mehr als 1,8 Tonnen Kokain laut einer Mitteilung vom Donnerstag vor der Pazifikküste des Departments Nariño im Südwesten des Landes ab. Damit sei der Handel mit und Konsum von mehr als 4,5 Millionen Dosen Rauschgift in Ländern der Region verhindert worden. Als die Besatzung des Bootes die Sicherheitskräfte bemerkt habe, seien die Männer ins Wasser gesprungen und in unwegsames Mangrovengebiet geflüchtet. An Kolumbiens Küsten werden immer wieder U-Boote mit Drogenlieferungen beschlagnahmt. Das Land gilt als größter Kokainproduzent der Welt.

2.22 Uhr: Balkon bei Geburtstagsparty eingestürzt – neun Verletzte

Beim Einsturz eines Holzbalkons während einer Geburtstagsfeier sind in der sächsischen Stadt Bautzen neun Menschen verletzt worden. "Der Balkon im dritten Stock wurde von vielen Menschen betreten, und unter der hohen Belastung stürzte er zusammen", sagte ein Polizeisprecher. Die Partygäste hatten sich wegen des Geburtstags eines 17-Jährigen getroffen. Es gab acht Leichtverletzte, darunter ein vierjähriges Kind. Ein 50-Jähriger zog sich zudem schwere Verletzungen zu. Alle Verunglückten wurden in Krankenhäusern behandelt.

1.34 Uhr: Kleinflugzeug in USA abgestürzt – vier Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein Firmengebäude im US-Bundesstaat Connecticut sind einem Medienbericht zufolge alle vier Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Zeitung "Hartford Courant" berichtete unter Berufung auf die Behörden, vermutlich sei mechanisches Versagen für den Absturz kurz nach dem Start verantwortlich gewesen. In dem Firmengebäude in dem Ort Farmington habe niemand ernstere Verletzungen erlitten. Bei den Toten handele es sich um die beiden Piloten und die beiden Passagiere an Bord.

0.28 Uhr: Terrorismus-Experte sieht erhöhte Anschlagsgefahr

Nach dem Scheitern des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan sieht der Terrorismusexperte Peter Neumann eine erhöhte Anschlagsgefahr heraufziehen. "Für die Dschihadistenszene ist das, was aktuell in Afghanistan passiert, ein großer Schub", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag).

"Es wird auch schon propagandistisch ausgeschlachtet. Nach dem Motto: Das ist ein großer Sieg. Wenn die Taliban das können, dann kannst Du das auch." Dies sei ein wichtiger psychologischer Effekt, denn für die Dschihadisten habe es seit Jahren keine großen Erfolge mehr gegeben. "Jetzt geht wieder so eine Art Ruck durch die Szene. Das kann auf potenzielle Einzeltäter durchaus animierend wirken und soll es auch. Deswegen gibt es tatsächlich eine leicht erhöhte Terrorgefahr."

0.05 Uhr: Auskunftspflicht über Impfstatus für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte geplant

Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können. Das ist nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

Gerade in diesen Bereichen könne es "im Interesse des Infektionsschutzes" nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gibt, "unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen", heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

cl DPA AFP

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