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News von heute Ehemalige Sekretärin von Konzentrationslager Stutthof aus Haft entlassen

Besucher gehen am Eingang des Stutthof Museums in Sztutowo (Polen) vorbei
Besucher gehen am Eingang des Stutthof Museums in Sztutowo (Polen) vorbei, in dem an die Verbrechen im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Stutthof erinnert wird
© Piotr Wittman/PAP / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.50 Uhr: Unicef: Kindersoldaten in Mosambik durch Regierungstruppen befreit

In Mosambik haben Regierungstruppen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef Kindersoldaten befreit, die von Dschihadisten zu Kämpfern ausgebildet wurden. Das teilte Unicef-Sprecher James Elder in Genf mit. Elder wollte sich nicht zu der Zahl der Kinder äußern, die befreit wurden – und führte zur Begründung noch laufende Verhandlungen an. Elder betonte, die Kinder seien nicht von ihren Entführern freigelassen worden, vielmehr seien ihnen die Regierungstruppen "zu Hilfe gekommen".

Dschihadistische Gruppen versuchen seit Ende 2017, ein Kalifat in der Provinz Cabo Delgado zu errichten. Diese Provinz liegt an der Grenze zu Tansania und ist reich an Erdgas, ansonsten aber arm.

19.28 Uhr: USA und China planen Spitzentreffen in Zürich

Die USA und China halten am Mittwoch inmitten angespannter Beziehungen ein Spitzentreffen in der Schweiz ab. In Zürich werden sich der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, und der chinesische Spitzendiplomat Yang Jiechi treffen, wie das Weiße Haus mitteilte. Die Beratungen dienen demnach einer Fortsetzung des Austausches zwischen beiden Ländern nach einem Telefonat von Biden mit Chinas Staatschef Xi Jinping im September über einen "verantwortungsvollen" Wettbewerb. 

19.06 Uhr: Wüst soll am 27. Oktober als NRW-Ministerpräsident gewählt werden

Der Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst (46) soll voraussichtlich am 27. Oktober zum neuen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt werden. CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen gab bekannt, dass dieser Termin angestrebt werde. Das wäre ein Tag nach der konstituierenden Sitzung des Bundestags. Der Koalitionspartner FDP habe bereits Zustimmung zu dem Vorgehen signalisiert.

18.51 Uhr: Unwetter spült nach Müllabfuhr-Streik Abfall auf Marseilles Strände 

Nach einem Streik der Müllabfuhr in Marseille haben Unwetter tonnenweise nicht abgefahrene Abfälle über die überfluteten Straßen auf die Strände der Stadt gespült. Anwohner und Beschäftigte der Stadtwerke machten sich an das Aufräumen, berichtete der Sender France Bleu. Fotos und Filmaufnahmen zeigten großen Mengen leerer Getränkedosen, Plastikverpackungen und anderer Abfälle am Mittelmeerstrand.

Zwar war der Streik am Freitag nach gut einer Woche beendet worden. Die Müllabfuhr war mit dem Beseitigen von rund 5000 Tonnen aufgehäufter Abfälle aber noch längst nicht fertig, als sich am Sonntagabend und Montag wolkenbruchartige Niederschläge über die Stadt ergossen. Vor allem aus Vierteln in Hanglage schwemmten die Wassermassen den Abfall über einen Flusslauf oder direkt ins Meer. Auch rund 40 im Meer treibende Gasflaschen wurden geborgen.

18.48 Uhr: Fachkräftemangel in Großbritannien: Hunderte Schweine gekeult

Weil ein eklatanter Mangel an Schlachtern in Großbritannien zu übervollen Schweineställen geführt hat, haben die ersten Bauern nun mit Keulungen begonnen. Etwa 600 gesunde Tiere, die man nicht habe zum Schlachthof bringen können, seien getötet worden, teilte der Schweinebauernverband National Pig Association mit. Zwar gebe es noch keine Massenkeulungen, aber die Maßnahme zeige, dass die Krise Folgen habe. Der Verband hatte gewarnt, dass bis zu 120.000 Schweine gekeult werden müssten, falls nicht bald mehr Personal eingestellt werde.

Für viele Bauern sei es äußerst belastend, die Schweine grundlos zu töten, sagte der Sprecher. Viele holten sich Hilfe von außerhalb. In Großbritannien fehlen in vielen Branchen Fachkräfte, auch in der Fleischverarbeitung. Das liegt auch an den Folgen des Brexits, da viele Arbeiter vor allem aus Osteuropa während der Corona-Pandemie das Land verlassen haben, neue strenge Immigrationsregeln nun aber die Einreise für Arbeitssuchende erschweren. Schlachthöfe können wegen der fehlenden Spezialisten den Schweinebauern nicht mehr genug Tiere abnehmen – deshalb wird auf den Farmen der Platz knapp. 

17.28 Uhr: Italien von Unwettern heimgesucht – Catania spricht von Tornado

Italien ist zum Wochenstart von teils heftigen Unwettern heimgesucht worden. Am Nachmittag fegte ein Sturm mit Starkregen und Hagel durch Catania auf Sizilien, wie die Stadt bei Facebook schrieb. Sie sprach von einem "Tornado". Es war auch von Verletzten die Rede – laut Nachrichtenagentur Ansa musste aber niemand ins Krankenhaus. Vier ankommende Flugzeuge musste zu anderen Flughäfen umgeleitet werden. Die Bewohner der Stadt am Ätna wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Es gab den Angaben zufolge Schäden an Wohnungen und Geschäften, Bäume wurden entwurzelt und Straßen gesperrt.

In der Region Ligurien hatten massive Regenfälle am Montag und Dienstag dafür gesorgt, dass Flüsse über die Ufer traten. Eine kleine Brücke stürzte ein, zehn Familien mussten von den Rettungskräften evakuiert werden, wie italienische Medien berichteten. In Savona regnete es am Montag so stark wie noch nie in der Geschichte der Küstenprovinz, so dass es zu Murenabgängen und Überschwemmungen kam. Straßen- und Zugverbindungen mussten unterbrochen werden.

News von heute: Ehemalige Sekretärin von Konzentrationslager Stutthof aus Haft entlassen

16.58 Uhr: Berliner Senat entschuldigt sich für Probleme bei Wahlen

Der Berliner Senat hat die Wählerinnen und Wähler für organisatorische Probleme bei den Abstimmungen am 26. September um Entschuldigung gebeten. "Ich möchte mich auch namens des Senats offiziell bei allen entschuldigen, die Schwierigkeiten mit der Stimmabgabe hatten", sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD). "Das Wahlrecht, das Bürgerinnen und Bürger haben, ist konstituierend für eine Demokratie." Die Probleme dürften sich nicht wiederholen.

Landeswahlleiterin Petra Michaelis wurde vom Senat offiziell abberufen. Wirksam wird das mit Ablauf des 14. Oktober. An dem Tag will der Landeswahlausschuss mit Michaelis das amtliche Endergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus feststellen. Michaelis selbst äußerte in einer schriftlichen Erklärung nochmals ihr Bedauern: "Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in den ordnungsgemäßen und rechtskonformen Ablauf der Wahlen am 26. September 2021 in Berlin erschüttert ist."

16.43 Uhr: Unbekannte sollen in Sachsen 21-Jährigen aus Chile getreten und geschlagen haben

Zwei unbekannte Männer sollen in Sachsen einen 21-jährigen Chilenen geschlagen und getreten haben. Die Täter flüchteten anschließend. Der 21-Jährige wird derzeit medizinisch behandelt. Die Sicherheitsbehörden schließen eine politische Motivation für die Tat nicht aus. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz und das Landeskriminalamt (LKA) ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts einer fremdenfeindlichen Straftat und gefährlicher Körperverletzung, wie das LKA in Dresden mitteilte.

16.37 Uhr: Osnabrücker Zoll findet 50.000 Ecstasy-Tabletten in Kofferraum von Auto

Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 30 haben Zöllner aus Osnabrück am Montag 50.000 Ecstasy-Tabletten gefunden. Sie kontrollierten ein polnisches Auto, das aus den Niederlanden kam, wie der Zoll mitteilte. Im Kofferraum sei ein Karton mit den Drogen gewesen, die mehr als 400.000 Euro wert gewesen seien.

Der Fahrer sei vorläufig festgenommen worden, hieß es weiter. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sei ein Haftbefehl ergangen, der 49-Jährige befinde sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen habe das Zollfahndungsamt Essen übernommen.

16.24 Uhr: 18 afghanische Schleuser nach bayerischen Ermittlungen in Rumänien festgenommen

Polizisten haben in Rumänien 18 mutmaßliche afghanische Schleuser festgenommen, die in den vergangenen Monaten rund 200 Migranten auf teils höchst gefährliche Art und Weise nach Bayern eingeschleust haben sollen. Ausgangspunkt der Festnahmen seien Ermittlungen der Bundespolizei in Rosenheim und München gewesen, teilten die Ermittler mit.

16.12 Uhr: Ehepaar stirbt bei Schwelbrand in Wohnhaus in Baden-Württemberg

Bei einem Schwelbrand in einem Wohnhaus in Baden-Württemberg ist ein Ehepaar ums Leben gekommen. Ein 72-Jähriger und seine 69-jährige Ehefrau konnten nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte. Demnach wurden beide am Montagnachmittag in ihrer verrußten Wohnung in Schwieberdingen gefunden, als ein Taxifahrer den 72-Jährigen zu einem Arzttermin abholen wollte.

Als niemand auf sein Klingeln antwortete, rief er die Einsatzkräfte. Diese fanden das leblose Ehepaar. Bisherigen Ermittlungen zufolge entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt am Wochenende im Schlafzimmer ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung. Die Ursache dafür blieb unklar. Dem Ehepaar gelang es offenbar nicht mehr, die Wohnung zu verlassen. Die Polizei schloss eine Fremdeinwirkung aus.

15.57 Uhr: Zwei Männer und eine Frau in Dänemark wegen Terrorverdachts angeklagt

In Dänemark sind zwei Männer und eine Frau wegen eines Terrorverdachts angeklagt worden, teilte die dänische Staatsanwaltschaft in Kopenhagen mit. Die drei Angeklagten hätten sich unter anderem Chemikalien beschafft, um eine oder mehrere Bomben zu bauen, die bei terroristischen Angriffen in Dänemark oder im Ausland hätten eingesetzt werden sollen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Festnahme der 22 und 23 Jahre alten Männer habe die Pläne verhindert, sagte die Staatsanwältin Lise-Lotte Nilas. Sowohl die Männer als auch die Frau, die zusätzlich wegen der Finanzierung von terroristischen Aktivitäten angeklagt wurde, wurden im Dezember 2019 festgenommen. Die 39 Jahre alte Angeklagte soll zudem Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat bei der Online-Kommunikation und der Erstellung von Social-Media-Profilen geholfen haben. Im November soll der Fall vor einem Kopenhagener Gericht verhandelt werden.

15.51 Uhr: Ecuador will Kredite mit niedrigen Zinsen für Indigene vergeben

In Ecuador sollen Indigene ab Januar 2022 Kredite mit einem Prozent Zinsen bekommen. Das sagte der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso nach einem Treffen mit Vertretern der Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE) am Montagabend (Ortszeit) in Quito, wie die ecuadorianische Zeitung "El Comercio" berichtete.

Außer günstigen Krediten fordern die Indigenen, dass die Spritpreise eingefroren werden. Im Streit darum ist es in dem südamerikanischen Land immer wieder zu heftigen Protesten gekommen. Ecuador mit seinen rund 17 Millionen Einwohnern steckt wegen des Verfalls der Ölpreise und der Corona-Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskrise.

15.43 Uhr: Tschechien erwirbt Flugabwehrsystem "Spyder" aus Israel

Tschechien hat mit Israel einen Vertrag über den Kauf von vier Batterien des Flugabwehrsystems Spyder unterzeichnet. Wie das Verteidigungsministerium in Prag mitteilte, soll das neue Luftverteidigungssystem Waffen sowjetischer Bauart ersetzen, die in den kommenden Jahren ausgemustert werden sollen. Für die Waffenlieferung wurde ein Preis von umgerechnet 540 Millionen Euro vereinbart.

Experten der tschechischen Armee seien nach einem Vergleich von neun Angeboten zu dem Schluss gekommen, dass Spyder den Erfordernissen am besten genüge, erklärte der tschechische Verteidigungsminister Lubomir Metnar. Tschechien erwerbe damit "die modernste, kampferprobte Technik" und eine staatliche Garantie Israels, die in einem Abkommen zwischen beiden Regierungen vereinbart worden sei.

15.30 Uhr: Geiselnahme in französischem Hochsicherheitsgefängnis endet unblutig

Spezialkräfte haben in Frankreich eine mehrstündige Geiselnahme in einem Hochsicherheitsgefängnis unblutig beendet. Ein Häftling hatte in der Haftanstalt Condé-sur-Sarthe in der Normandie am Vormittag eine Wärterin und einen Wärter angegriffen und den Mann am Auge verletzt, teilte das Justizministerium in Paris mit. Dann nahm er beide als Geisel.

Verhandlungsexperten der Polizei bewegten den Mann nach knapp vier Stunden zur Aufgabe. Zwischendurch hatte er bereits die Wärterin freigelassen. Sie und ihr Kollege erhielten psychologischen Beistand, der Mann wurde ärztlich versorgt.

Nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" handelte es sich bei dem Häftling um einen wegen Sexual- und Gewalttaten zu lebenslanger Haft verurteilten 33-Jährigen, der auch "Monster von Colombes" genannt werde. In dem Ort hatte der Mann 2013 binnen einer halben Stunde zwei Frau attackiert - nach extremen Schlägen blieb die eine für ihr Leben behindert, die andere schlug und vergewaltigte der Mann. Ebenfalls nach Informationen der Zeitung hatte der Mann 2018 bereits in einem anderen Gefängnis zwei Wärter angegriffen.

15.14 Uhr. Bundesregierung würdigt Physik-Nobelpreisträger Hasselmann

Die Bundesregierung hat Physik-Nobelpreisträger Klaus Hasselmann gratuliert. Regierungssprecher Steffen Seibert dankte Hasselmann auf Twitter "für alles, was Sie zu unserem Verständnis des Klimas der Erde und des menschlichen Einflusses darauf beigetragen haben".

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nannte den Nobelpreis in dem Online-Dienst "hochverdient". Der Klimawandel sei "die größte Bedrohung unserer Zeit." Hasselmann habe "der Menschheit die Chance gegeben, das rechtzeitig zu verstehen, um ihr Überleben zu sichern. (...) Jetzt haben wir die Verantwortung, das Nötige zu tun", schrieb Maas mit Verweis auf die UN-Klimakonferenz vom 31. Oktober bis 12. November im schottischen Glasgow.

14.53 Uhr: Nachts am Handy gespielt: Polizei bringt müden Schüler in die Schule

Einen übermüdeten 13-Jährigen hat die Polizei in Unterfranken aus dem Bett geholt und in die Schule gebracht. Die Mittelschule habe die Beamten verständigt, weil der Junge zum wiederholten Mal unentschuldigt gefehlt habe, sagte ein Polizeisprecher. Daher habe eine Streife am Montag bei dessen Familie in Oberstreu im Landkreis Rhön-Grabfeld vorbeigeschaut.

Der Vater des 13-Jährigen erzählte den Angaben zufolge, dass sein Sohn nicht aus dem Bett zu bekommen sei. Offenbar habe der Mittelschüler bis tief in die Nacht an seinem Handy Videospiele gespielt und sei dementsprechend unausgeschlafen gewesen, sagte der Polizeisprecher. Nach einem Gespräch mit den Beamten habe sich der Junge aber ohne Probleme von seinem Vater in die Schule bringen lassen.

14.47 Uhr: Afghanische Taliban holen Frauen in Passbehörde zurück

Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben alle weiblichen Angestellten der Passbehörde in den Dienst zurückgerufen. Das sagte der Sprecher des Innenministeriums, Kari Said Chosty, in Kabul. Sie sollen die Anträge und biometrischen Daten von weiblichen Antragstellern bearbeiten. Bisher ist es vielen Frauen unter der Taliban-Herrschaft nicht gestattet, zu ihrer Arbeit zurückzukehren.

14.44 Uhr: Berliner Senat beruft Landeswahlleiterin ab

Der Berliner Senat hat nach dem chaotischen Ablauf der Wahlen in der Hauptstadt Landeswahlleiterin Petra Michaelis ihrem Wunsch entsprechend von ihrem Amt abberufen. Die Abberufung sei "mit Respekt für die Erklärung der Landeswahlleiterin, Verantwortung für die Umstände der Wahldurchführung am 26. September 2021 zu übernehmen", verbunden, hieß es. Der Senat spreche Michaelis für ihr über zehnjähriges nebenamtliches Engagement als Landeswahl- und Landesabstimmungsleiterin "seinen Dank aus".

14.29 Uhr: Rumänische Regierung durch Misstrauensvotum gestürzt

Die rumänische Regierung ist durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. 281 Abgeordnete sprachen sich dem Abstimmungsergebnis zufolge gegen die Regierung des Liberalen Florin Citu in Bukarest aus. Gegenstimmen gab es keine, da die Regierungspartei und ihre Verbündeten die Abstimmung boykottiert hatten.

14.23 Uhr: Britische Diplomaten sprechen in Afghanistan mit Taliban

Führende britische Diplomaten haben sich in Afghanistan mit Vertretern der militant-islamistischen Taliban getroffen. Der Afghanistan-Beauftragte Simon Gass sowie der Geschäftsträger der britischen Botschaft in Afghanistan, Martin Longden, seien in das Krisenland gereist, sagte ein Regierungssprecher in London. Dabei hätten sie diskutiert, wie das Vereinigte Königreich Afghanistan während der humanitären Krise unterstützen könne. Angesprochen wurden demnach auch Themen wie eine sichere Passage für alle Ausreisewilligen, die Rechte von Minderheiten sowie von Frauen und Mädchen.

14.16 Uhr: Arbeiter stirbt nach Stromschlag auf Autobahnbaustelle in Bayern

Auf einer Autobahnbaustelle in der Nähe von Neumarkt in der Oberpfalz hat ein Arbeiter am Montag einen tödlichen Stromschlag erlitten. Der 21-Jährige war auf der A3 dabei, einen Kompressor mithilfe eines Autokrans zu verladen, als der Kranausleger offenbar eine Hochspannungsleitung berührte, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Der junge Mann habe das Bewusstsein verloren und sei einige Stunden später in einer Klinik gestorben.

Der Kranführer sei durch den Stromschlag leicht verletzt worden, hieß es weiter. Die Kriminalpolizei Regensburg nahm Ermittlungen auf.

14.00 Uhr: Taliban exekutierten 13 Angehörige einer Minderheit

Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben nach Angaben von Amnesty International Ende August 13 Angehörige der Volksgruppe der Hasara exekutiert. Die Hasara gehören zur Minderheit der Schiiten in dem vorwiegend von sunnitischen Muslimen dominierten Land. Unter den Getöteten seien elf Mitglieder der ehemaligen afghanischen Streitkräfte sowie zwei Zivilisten gewesen, teilte Amnesty in einem Bericht mit. Die Exekutionen hätten sich in der zentralafghanischen Provinz Daikundi zugetragen.

13.42 Uhr: Ehemalige Sekretärin von Konzentrationslager Stutthof aus Haft entlassen

Die am Landgericht Itzehoe angeklagte ehemalige Sekretärin des Konzentrationslagers Stutthof ist unter Anordnung von Sicherungsmaßnahmen aus der Haft entlassen worden. Das Gericht setzte den Haftbefehl auf eine Haftbeschwerde der 96-Jährigen hin außer Vollzug, wie es mitteilte. Es sei sichergestellt, dass die Angeklagte zum nächsten Gerichtstermin erscheinen werde, hieß es auf Anfrage.

Der Prozessbeginn hatte sich am Donnerstag verzögert, weil die Frau nicht bei Gericht erschienen und stattdessen aus ihrem Heim geflohen war. Erst nach einigen Stunden wurde sie aufgegriffen und danach in Haft genommen.

Die 96-Jährige muss sich vor dem Gericht in Schleswig-Holstein wegen Beihilfe zum Mord in mehr als elftausend Fällen und einigen Fällen von Beihilfe zu versuchtem Mord verantworten. Laut Anklage arbeitete sie in dem Lager von 1943 bis 1945 als Stenotypistin und Schreibkraft der Kommandantur. Im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig starben während des Zweiten Weltkriegs schätzungsweise 65.000 Gefangene.

13.37 Uhr: Angeblicher Paketbomber wegen neuer Gutachten aus U-Haft entlassen

Wegen neuer Gutachten ist ein für die Absendung explosiver Postsendungen an süddeutsche Lebensmittelfirmen angeklagter Mann aus der Untersuchungshaft gekommen. Die neuen Erkenntnisse hätten zu einer neuen Gesamtbewertung geführt – es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Heidelberg. Eines der Gutachten sei Gegenstand der Verhandlung am Freitag kommender Woche (15. Oktober). Ein Urteil sei Mitte November zu erwarten. "Er ist froh, nach so langer Zeit wieder auf freiem Fuß zu sein", sagte der Rechtsanwalt des 66-Jährigen, Steffen Lindberg. Sein Ziel sei ein Freispruch seines Mandanten.

13.29 Uhr: Rechtsextremisten nehmen Einfluss auf Anti-Corona-Proteste

Sachsen-Anhalts Verfassungsschützer beobachten eine verstärkte Einflussnahme von Rechtsextremisten bei Anti-Corona-Protesten. Mehrere rechtsextremistische Protagonisten und Organisationen hätten dazu aufgerufen, sich an Demonstrationen gegen staatliche Eindämmungsmaßnahmen zu beteiligen und so auch außerhalb der rechtsextremistischen Szene in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen. Das geht aus dem in Magdeburg vorgelegten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2020 hervor.

"Seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich, dass Verfassungsfeinde die damit verbundenen Ängste und Sorgen der Menschen für eigene Zwecke missbrauchen, um die Spaltung der Gesellschaft gerade in unsicheren Zeiten voranzutreiben", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). Insgesamt beziffert der Verfassungsschutz das extremistische Personenpotenzial in Sachsen Anhalt auf 2970.

12.58 Uhr: Französischer Häftling nimmt zwei Gefängniswärter als Geisel

In einem französischen Hochsicherheitsgefängnis in der Normandie hat ein Häftling zwei Wärter als Geisel genommen. Zunächst habe der Mann die Beamten am Morgen in der Haftanstalt Condé-sur-Sarthe angegriffen und einen von ihnen am Auge verletzt, teilte das Justizministerium in Paris mit. Danach habe er die beiden als Geisel genommen. Mit dem Häftling werde verhandelt, ein Kriseninterventionsteam habe sich auf den Weg zu dem Gefängnis gemacht. Wie die Zeitung "Libération" berichtete, befand sich der Häftling erst seit gut zwei Wochen in dem Gefängnis.

12.55 Uhr: Mann bei Suche nach Fischködern in Indonesien von Krokodil getötet

Auf der Suche nach Fischködern ist ein junger Mann auf der indonesischen Insel Sumatra von einem Krokodil angefallen und getötet worden. Der 23-Jährige habe in der Provinz Riau an einem Flussufer nach Würmern gesucht, als das Reptil ihn ins Wasser gezogen habe, sagte Rio Putra von den örtlichen Rettungsdiensten. Die Leiche sei mittlerweile gefunden worden. "Sein Körper war intakt, aber die Bisse des Krokodils waren sichtbar", so Putra. Krokodil-Angriffe in der Region seien keine Seltenheit, in den Gewässern lebten zahlreiche Exemplare.

12.31 Uhr: Philippinen: Sohn von Ex-Diktator Marcos will Präsident werden

Auf den Philippinen will sich im kommenden Jahr auch der Sohn des früheren Diktators Ferdinand Marcos (1917-1989) um das Präsidentenamt bewerben. Ferdinand Marcos Jr., der unter dem Spitznamen Bongbong bekannt ist, kündigte an, den Inselstaat vereinen und die Corona-Krise bekämpfen zu wollen. "Wir müssen uns der Herausforderung gemeinsam, als ein Land, als ein Volk stellen", sagte der 64-Jährige. "Deshalb gebe ich heute meine Absicht bekannt, bei den bevorstehenden Wahlen im Mai 2022 für die Präsidentschaft der Philippinen zu kandidieren."

12.21 Uhr: Amtsrichterin soll Akten manipuliert haben: Teilgeständnis

Gefälschte Verhandlungsprotokolle, rückdatierte Urteile und Akten, die zu Hause im Keller versteckt wurden: Die Staatsanwaltschaft Hagen erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Richterin am Amtsgericht Lüdenscheid. Die 37 Jahre alte Juristin muss sich unter anderem wegen Rechtsbeugung und Urkundenfälschung vor dem Hagener Landgericht verantworten. Zu Prozessbeginn legte die Angeklagte ein Teilgeständnis ab. Der Prozess soll noch bis Mitte November dauern. 

Die 37-Jährige räumte ein, ab 2018 mehrere Strafsachen oder familienrechtliche Angelegenheiten irgendwann einfach nicht mehr bearbeitet zu haben. Stattdessen habe sie die Akten einfach mit nach Hause genommen und schließlich im Keller in einem Umzugskarton gelagert.

12.12 Uhr: "The Wave" gewinnt Deutschen Musical-Theater-Preis 2021

Das Musical "The Wave" (Die Welle) vom Landestheater Linz in Österreich hat den Deutschen Musical-Theater-Preis 2021 gleich in mehreren Kategorien gewonnen. "The Wave" nach dem gleichnamigen Buch und Film über das Sozialexperiment eines Lehrers zu faschistischen Bewegungen wurde als Bestes Musical, sowie in den Kategorien Beste Komposition und Bestes Buch (Or Matias), Beste Regie (Christoph Drewitz) und Bester Darsteller in einer Hauptrolle (Lukas Sandmann) ausgezeichnet, teilte die Deutsche Musical Akademie mit.

11.58 Uhr: Physik-Nobelpreis für drei Klimamodellierer – ein Deutscher dabei

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe (USA) und den Italiener Giorgio Parisi für physikalische Modelle zum Erdklima. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

11.53 Uhr. 17-Jähriger stürzt mit Traktor Hang hinab – tödlich verletzt

Bei einem Unfall mit einem Traktorgespann ist in Nordwestmecklenburg der 17 Jahre alte Traktorfahrer getötet worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, stürzte der Traktor samt Maishänger am Montagabend bei Mallentin in der Nähe von Lübeck eine Böschung hinab. Dabei sei der 17-Jährige herausgeschleudert, vom Traktor überrollt und tödlich verletzt worden. Passanten entdeckten den Unfall erst so spät, dass dem Verunglückten nicht mehr geholfen werden konnte.

11.48 Uhr: Verletzte bei Kollision von Schulbus an finnischem Bahnübergang

In Finnland ist ein mit Schulkindern besetzter Bus an einem Bahnübergang mit einem Zug kollidiert. Der zuständige Rettungsdienst sprach am Morgen zunächst von zwölf verletzten Menschen, zehn leicht und zwei schwerer. Der Rundfunksender Yle berichtete später, sieben Schüler seien ins Krankenhaus und ein Gesundheitszentrum gekommen, auch der Busfahrer musste behandelt werden. In Lebensgefahr schwebte demnach niemand. Der Unfall ereignete sich in dem westfinnischen Ort Kaskinen rund 300 Kilometer nordwestlich von Helsinki.

11.33 Uhr: Angeklagter in Heidelberger Paketbombenprozess auf freiem Fuß

Der Angeklagte im Heidelberger Prozess um drei Paketbomben, von denen zwei im Februar bei den Firmen Lidl und Wild explodierten, ist wieder auf freiem Fuß. Wie eine Sprecherin des Heidelberger Landgerichts bestätigte, steht der angeklagte Rentner nicht mehr unter dringendem Tatverdacht. Zu dieser Überzeugung war das Gericht demnach nach zwei Gutachten gekommen, die noch nicht in den Prozess eingeführt wurden. Der Haftbefehl gegen den Mann sei aber trotzdem sofort aufgehoben worden, teilte die Sprecherin mit. Er hatte bereits sieben Monate in Untersuchungshaft verbracht.

11.30 Uhr: Prozess um in Auto gefundene Leiche in Fulda begonnen

Vor dem Landgericht Fulda hat der Prozess um eine in einem Auto gefundene Leiche begonnen. Ein 38-Jähriger muss sich wegen Mordes verantworten. Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft seinen ehemaligen Freund auf seinem Weg zur Arbeit in Fulda aus Eifersucht erschossen haben.

Er soll dem Opfer am frühen Morgen des 15. Februars 2021 vor seiner Wohnung aufgelauert und durch die geschlossene Scheibe der Fahrertür drei gezielte Schüsse auf ihn abgegeben haben. Zwei davon verfehlten den 41-Jährigen, der dritte traf ihn in der linken Gesichtshälfte und drang in den Schädel ein.

11.15 Uhr: Russisches Filmteam startet mit Sojus-Rakete zur Raumstation ISS

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist ein Filmteam zur Raumstation ISS aufgebrochen. Die russische Schauspielerin Julia Peressild und der Regisseur Klim Schipenko starteten planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien.

Livebilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Staatsfernsehens zeigten, wie die Sojus-Rakete bei Sonnenschein in den wolkenlosen Himmel aufstieg. "Alles läuft normal", hieß es aus der Flugleitzentrale. Nach mehr als drei Minuten erreichte die Rakete die Erdumlaufbahn. Zu sehen war zudem die Besatzung in der Raumkapsel. Am Boden verfolgten Schaulustige und Roskosmos-Mitarbeiter den Start.

11.03 Uhr: "Pandora Papers": Staatsanwaltschaft in Montenegro ermittelt

Die Sonderstaatsanwaltschaft in Montenegro hat infolge der Enthüllungen der "Pandora Papers" Vorermittlungen eingeleitet. Die Dokumente betreffen auch das kleine Balkanland und seinen Präsidenten Milo Djukanovic. "Die Sonderstaatsanwaltschaft unternimmt alle Maßnahmen und Handlungen im Rahmen ihrer Zuständigkeit, die nötig sind, um die Sachverhaltslage aufzuklären", teilte die Behörde in Podgorica mit. Nähere Angaben machte sie nicht. Hunderte Politiker, Amtsträger, Firmenvorstände und Spitzensportler in aller Welt sollen jahrelang Finanzdienstleister genutzt haben, um ihre Vermögen und Wertgegenstände zu verstecken.

10.55 Uhr: Studie – 330.000 Missbrauchsopfer in katholischer Kirche in Frankreich

In der katholischen Kirche in Frankreich sind seit den 1950er Jahren nach Hochrechnungen einer Untersuchungskommission 216.000 Kinder und Jugendliche Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Unter Einbeziehung der von der Kirche betriebenen Einrichtungen werde von 330.000 Opfern ausgegangen, sagte der Präsident der Unabhängigen Missbrauchskommission in der Kirche (CIASE), Jean-Marc Sauvé, in Paris. 80 Prozent der Opfer seien Jungen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren gewesen, 20 Prozent Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen. Bei den Taten habe es sich in fast einem Drittel der Fälle um Vergewaltigungen gehandelt.

10.51 Uhr: Rauch an ICE: Kölner Hauptbahnhof vorübergehend gesperrt

Der Kölner Hauptbahnhof ist am Morgen für etwa 20 Minuten gesperrt worden, weil es an einem aus Aachen kommenden ICE zu einer Rauchentwicklung gekommen war. Der ICE hielt kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof an. Die alarmierte Feuerwehr stellte nach Angaben eines Sprechers Rauch unter dem hintersten Waggon des Zuges fest. "Das wurde abgelöscht", sagte der Sprecher. Die Reisenden hätten den Zug über den vorderen Teil des Zuges verlassen können. Niemand sei verletzt worden. Anschließend habe man den Zug zur weiteren Untersuchung zu einem Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn gebracht.

10.40 Uhr: 39-Jähriger stirbt nach Taser-Einsatz der Polizei

Ein von der Polizei überwältigter Mann aus Garbsen bei Hannover ist noch am gleichen Tag in einer Klinik gestorben. Bei dem Einsatz am frühen Freitagmorgen hatten Spezialkräfte der Polizei nach Behördenangaben einen sogenannten Taser eingesetzt. Taser sind Elektroschocker, die eine kurzzeitige Lähmung im Nervensystem verursachen. Aus den Geräten fliegen Pfeilelektroden in den Körper des Angreifers, an daran befestigten Kabeln werden anschließend Stromimpulse abgegeben. "Es gab eine Bedrohungslage", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover. Die Ursache für den Tod des 39-Jährigen solle jetzt eine Obduktion klären.

10.34 Uhr: Forscher finden in Jerusalem antike Privattoilette

Archäologen haben in Jerusalem eine rund 2700 Jahre alte Privattoilette gefunden. Das stille Örtchen sei Teil eines prächtigen königlichen Anwesens aus dem siebten Jahrhundert vor Christus gewesen, teilte Israels Altertumsbehörde mit. Die Toilette ist ein quadratischer Block aus Kalkstein mit einem Loch in der Mitte. Darunter liegt eine aus dem Felsen gehauene Klärgrube, ähnlich wie bei einem Plumpsklo.

Nach Angaben des Ausgrabungsleiters Jaakov Billig handelt es sich um einen sehr seltenen antiken Fund. "Nur die Reichen konnten sich Toiletten leisten", sagte Billig. Eli Eskosido, Leiter der Altertumsbehörde, sagte dazu: "Es ist faszinierend zu sehen, wie etwas heute für uns so Alltägliches wie eine Toilette zur Zeit der Könige von Judäa ein Luxusgegenstand war."

10.04 Uhr: 216.000 Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche Frankreichs

Etwa 216.000 Minderjährige sind seit 1950 Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche in Frankreich geworden. Das teilte eine unabhängige Untersuchungskommission in Paris mit. Der Bericht wurde der Bischofskonferenz übergeben.

9.50 Uhr: Umwelthilfe reicht Klimaklage gegen Energie-Konzern Wintershall Dea ein

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Landgericht Kassel eine Klage gegen den Kasseler Energiekonzern Wintershell Dea eingereicht. Zuvor habe es der Öl- und Gas-Konzern abgelehnt, sich zur Einhaltung eines CO2-Budgets auf Basis der Pariser Klimaziele zu verpflichten, erklärte die DUH. Der Konzern plane im Gegenteil eine Ausweitung seiner Erdöl- und Gasproduktion. Die DUH beruft sich in ihrer Klage auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts.

8.32 Uhr: Özdemir und Trittin hinterfragen Verhandlungsfähigkeit der Union

Die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Jürgen Trittin haben vor dem Sondierungsgespräch mit der Union Zweifel an deren Verhandlungsfähigkeit geäußert. Dass aus dem Treffen von Union und FDP am Sonntag bereits Ergebnisse durchgesickert seien, sei nicht gerade ein Vertrauensbeweis und ein "Zeichen für interne Führungsprobleme", sagte Özdemir in der Sendung "RTL Direkt". Das sei ein Signal, dass die Union ein massives Problem habe.

Trittin sagte: "Der entscheidende Punkt am heutigen Tag wird sein, ob eigentlich die CDU willens und fähig ist, überhaupt solche Verhandlungen und entsprechende Vereinbarungen zu treffen." Einen monatelangen Klärungsprozess "kann sich Deutschland schlicht und ergreifend nicht leisten", erklärte er im Deutschlandfunk. 

7.24 Uhr: Facebook – Konfigurationsfehler war Grund für Ausfall

Der stundenlange Ausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram wurde dem Online-Netzwerk zufolge durch eine fehlerhafte Änderung der Netzwerk-Konfiguration ausgelöst. Der Fehler sei auf den Routern passiert, die den Datenverkehr zwischen Facebooks Rechenzentren koordinierten, hieß es in einem Blogeintrag. Als Folge sei die Kommunikation zwischen den Rechenzentren unterbrochen worden. Dies habe zum Ausfall der Dienste geführt.

6.25 Uhr: Schwerer Unfall auf dem Nürburgring – ein Toter, sieben Verletzte

Bei einem Unfall auf dem Nürburgring ist ein Autofahrer ums Leben gekommen, sieben Menschen wurden zudem verletzt. Nach Angaben der Polizei starb der Autofahrer, als er am Montag auf ein stehendes Abschleppfahrzeug auffuhr. In den Wagen seien danach weitere Fahrzeuge gekracht. Es gebe zwei Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte. Nach Angaben der Polizei Adenau ereignete sich der Unfall bei einer touristischen Fahrt auf der berühmten Rennstrecke in Rheinland-Pfalz.

5.56 Uhr: Kerze löste Brand auf Insel vor Honduras aus

Ein Großbrand auf der kleinen honduranischen Karibikinsel Guanaja am Wochenende ist aus Versehen mit einer Kerze ausgelöst worden. Das teilte die Zivilschutzbehörde des mittelamerikanischen Landes, Copeco, mit. Das Feuer war in der Nacht zum Samstag ausgebrochen. Copeco zufolge wurden 136 Häuser beschädigt, 600 Familien seien betroffen. Auf der Insel, die etwa 70 Kilometer vor der Küste von Honduras liegt, leben rund 5000 Menschen. Viele mussten sich in Booten in Sicherheit bringen. Es gab auch mehrere Verletzte. Bilder zeigten fast die gesamte pittoreske Insel von dunklem Rauch umhüllt.

5.46 Uhr: "Pandora Papers" – Chiles Präsident betreibt Schadensbegrenzung

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera hat nach den Veröffentlichungen aus den "Pandora Papers" die Beteiligung an Geschäften mit einem umstrittenen Bergbauprojekt im Norden Chiles auf den Virgin Islands von sich gewiesen. "Über den Verkauf von 'Minera Dominga' 2010 bin ich weder informiert noch dabei konsultiert worden", sagte Piñera, einer der reichsten Männer des südamerikanischen Landes, in einer Pressekonferenz. Die Fakten in den Berichten seien nicht neu. "Sie wurden 2017 öffentlich bekannt, von der Staatsanwaltschaft untersucht und von den Gerichten 2017 aufgeklärt." Demnach lag keine Straftat vor.

5.39 Uhr: Australischer Bundesstaat Victoria meldet nationalen Corona-Rekord

Die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria steigen trotz eines seit zwei Monaten andauernden Lockdowns weiter und haben einen neuen Höchstwert erreicht. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne meldeten 1763 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, und mehr als jemals in einem anderen australischen Bundesstaat oder Territorium verzeichnet worden waren. 

Derzeit lägen mehr als 500 Einwohner Victorias in Verbindung mit Covid-19 in Krankenhäusern, davon rund 100 auf der Intensivstation, sagte Regionalpremier Daniel Andrews. 66 Prozent der Patienten seien nicht geimpft, 28 Prozent hätten eine Impfdosis erhalten und sechs Prozent seien vollständig geimpft.

5.30 Uhr: Afghanistan-Einsatz kostete mehr als 17,3 Milliarden Euro

Der 20 Jahre dauernde Einsatz deutscher Soldaten und Entwicklungshelfer in Afghanistan hat nach Angaben der Bundesregierung mehr als 17,3 Milliarden Euro gekostet. Den weitaus größten Posten machte dabei das Militär aus. "Für die Beteiligung der Bundeswehr an den Einsätzen 'International Security Assistance Force' (ISAF), 'Operation Enduring Freedom' (OEF) und der 'Resolute Support Mission' (RSM) in Afghanistan wurden durch den Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung von 2001 bis zum 31. August 2021 insgesamt rund 12,3 Milliarden Euro an einsatzbedingten Zusatzausgaben geleistet", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Antwort lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

3.15 Uhr: Ölpest vor der kalifornischen Küste weitet sich aus

Die Ölpest vor der Küste Südkaliforniens hat weitere Strände verschmutzt. Die Reinigungsarbeiten dauern an, nachdem seit Samstag aus einer Leck geschlagenen Pipeline mehr als 475.000 Liter Öl ausgetreten waren. Der Küstenwache zufolge wird der Ölteppich mit Hilfe von Schiffen eingegrenzt und von der Oberfläche abgeschöpft. Einsatzteams legten Barrieren aus, um bedrohte Feuchtgebiete vor der Verseuchung zu schützen.

Auch in dem beliebten Strandort Laguna Beach wurden nun die Strände für Besucher gesperrt. Im nördlich angrenzenden Huntington Beach waren Schwimmer, Surfer und Spaziergänger schon am Sonntag aufgefordert worden, das Strandgebiet zu verlassen.

2 Uhr: Lehrerverband fordert einheitliche Corona-Regelungen

Der Deutsche Lehrerverband hat ein Ende der unterschiedlichen Corona-Regelungen an Schulen gefordert. Vor der Tagung der Kultusministerkonferenz Ende der Woche forderte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger in der "Rheinischen Post" einheitliche Kriterien für Testungen, Maskenpflicht und den erforderlichen Mindestabstand in Schulen bei stark steigenden Inzidenzen. Ebenso müssten die Infektions- und Quarantänezahlen wöchentlich bundesweit erfasst werden. "Das größte Ärgernis für uns als Lehrerverband ist die Tatsache, dass bei den Corona-Maßnahmen derzeit wieder ein Rückfall in die wildeste Kleinstaaterei stattgefunden hat", sagte Meidinger der Zeitung.

Kurswechsel in der Pandemie Weitere Bundesländer lockern Maskenpflicht an Schulen

1.44 Uhr: Biden – Zusammenarbeit zwischen USA und EU im Indopazifik wichtig

US-Präsident Joe Biden hat die Europäische Union in einem Telefonat mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen als "fundamentalen Partner" gewürdigt. Nach Angaben des Weißen Hauses betonte Biden die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit beider Seiten im indopazifischen Raum. Der US-Präsident und von der Leyen sprachen außerdem über die Bewältigung der Klimakrise mit Blick auf den Klimagipfel in Glasgow Ende des Monats. Beide tauschten sich auch über die erste Sitzung des neuen europäisch-amerikanischen Handels- und Technologierates in der vergangenen Woche aus. Biden habe zudem betont, wie wichtig gleiche Wettbewerbsbedingungen im internationalen Steuersystem seien, hieß es in Washington.

0.14 Uhr: Althusmann hält Unions-Regierungsbeteiligung für unwahrscheinlich

Der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann rechnet nach dem Wahldebakel seiner Partei bei der Bundestagswahl nicht mit einer Regierungsbeteiligung der Union. "Unabhängig von einer eher unwahrscheinlichen Regierungsbeteiligung" müsse der Erneuerungsprozess der CDU noch in diesem Jahr starten, forderte Althusmann in der Zeitung "Welt". Er sprach sich zudem für eine breitere Einbindung der Parteimitglieder bei "wichtigen personellen Entscheidungen und inhaltlichen Positionen" aus.

0.04 Uhr: Facebook-Dienste gehen wieder online

Facebook scheint seinen großen Ausfall nach rund sechs Stunden in den Griff zu bekommen. Kurz vor Mitternacht deutscher Zeit berichteten immer mehr Nutzer, dass die Dienste des weltgrößten Online-Netzwerks für sie wieder funktionieren. Dass sie nicht für alle auf einmal ansprangen, ist nicht ungewöhnlich. Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, Facebook habe zwischenzeitlich ein Mitarbeiter-Team für einen "manuellen Reset" der Server in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken müssen.

Am Montag waren neben der Plattform des Online-Netzwerks auch die zum Facebook-Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram ausgefallen.

fs / rw DPA AFP

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