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News von heute Erneut 90-Millionen-Euro-Jackpot in Deutschland geknackt

Auf einem Plakat ist der Euro Jackpot von 90 Millionen Euro zu sehen
Auf einem Plakat ist der Euro Jackpot von 90 Millionen Euro zu sehen. Der Mega-Jackpot hat sich über sechs Ziehungen hinweg aufgebaut. 
© Rolf Vennenbernd / DPA
Iris Hanika gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse 2021 +++ Papst Franziskus ordnet Untersuchung von Situation in Kölner Erzbistum an +++ Bundespräsident Steinmeier strebt zweite Amtszeit an +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker:  

21.56 Uhr: Erneut 90-Millionen-Euro-Jackpot in Deutschland geknackt

Der mit 90 Millionen Euro maximal gefüllte Eurojackpot geht an einen einzigen Gewinner in Hessen. Mit den Gewinnzahlen 15 - 26 - 35 - 37 - 43 und den beiden Eurozahlen 3 und 8 lag nach sechs Wochen ohne Hauptgewinn dieses Mal ein Spieler richtig, wie Westlotto am Freitagabend nach der Ziehung in Helsinki mitteilte.

21.22 Uhr: Überreste von 215 Kindern kanadischer Ureinwohner entdeckt

Überreste von 215 Kindern kanadischer Ureinwohner sind auf einem Grundstück einer sogenannten Residential School in Kanada entdeckt worden. Sie seien bei Radar-Untersuchungen des Grundstücks in der Nähe der Stadt Kamloops im Westen Kanadas gefunden worden, teilte Rosanne Casimir, Chefin der dort lebenden Ureinwohner-Gruppe mit. "Unseres Wissens nach handelt es sich um nicht dokumentierte Todesfälle. Manche waren nur drei Jahre alt."

An der Stelle war zwischen 1890 und 1969 die Residential School in Betrieb – eine Art Internat, von denen es in Kanada tausende gab und in die Kinder von Ureinwohnern gezwungen wurden. Ein vollständiger Bericht über die Funde werde folgen, kündigte Casimir an. Die Nachricht breche sein Herz, teilte Premierminister Justin Trudeau am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Es ist eine schmerzhafte Erinnerung an dieses dunkle und schamvolle Kapitel in der Geschichte unseres Landes."

17.50 Uhr: Lukaschenko wirft Westen Versuch der Destabilisierung Belarus' vor

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat dem Westen vorgeworfen, sein Land destabilisieren zu wollen. "Es ist ein Versuch im Gange, für Aufruhr zu sorgen, um das Niveau vom vergangenen August zu erreichen", sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi.

Im August vergangenen Jahres war es nach der von massiven Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl in Belarus zu beispiellosen Massenprotesten gekommen. Lukaschenko ließ die Anti-Regierungs-Proteste brutal niederschlagen und zahlreiche Menschen festnehmen.

17.18 Uhr: EU will Militäreinsatz in Mali trotz Putsch-Chaos fortsetzen

Die EU will den auch von Deutschland unterstützen Militäreinsatz in Mali ungeachtet der chaotischen politischen Situation in dem westafrikanischen Staat fortsetzen. Die Aktivitäten der Ausbildungsmission gingen angesichts ihres wichtigen Beitrags zum Kampf gegen den Terrorismus weiter, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einem EU-Verteidigungsministertreffen in Lissabon. Von dem Einsatz profitierten auch andere Länder in der Sahel-Region und die EU.

In Mali hatte es Anfang der Woche zum zweiten Mal im Zeitraum eines Jahres einen Putsch gegeben. Dabei waren Interimspräsident Bah N‘Daw und Premierminister Moctar Ouane zum Rücktritt gezwungen worden. Die Lage sei weiter unklar und unbeständig, sagte Borrell.

16.59 Uhr: Laschet in Sachsen-Anhalt – Sorge vor "bösem Erwachen" nach Wahl

CDU-Chef Armin Laschet hat vor einem "bösen Erwachen" nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni gewarnt und die Bürger zur Stimmabgabe aufgefordert. Es steht eine Menge auf dem Spiel, sagte Laschet während eines Besuches des Bauhaus Museums in Dessau-Roßlau mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Das Land brauche einen Ministerpräsidenten, der "versöhnt und nicht spaltet". In Sachsen-Anhalt stellt die CDU nach jüngsten Umfragen die stärkste Kraft vor der AfD.

Am Sonntag in einer Woche sollen rund 1,8 Millionen Sachsen-Anhalter einen neuen Landtag wählen. Haseloff kann laut jüngsten Umfragen mit einer dritten Amtszeit rechnen.

16.56 Uhr: Iris Hanika gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse 2021

Die Schriftstellerin Iris Hanika hat den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Die 58-Jährige wurde in der Sparte Belletristik für ihren Roman "Echos Kammern" ausgezeichnet. Nach der erneuten Absage der Buchmesse fand die Preisvergabe unter Corona-Bedingungen im Rahmen einer Sonderausgabe des Lesefestes "Leipzig liest" statt. Die Jury war in Leipzig vor Ort, die Nominierten wurden zur Verleihung per Video zugeschaltet.

Der Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Für den Sieg gibt es in jeder Kategorie 15.000 Euro, die fünf Nominierten in jeder Sparte erhalten jeweils 1000 Euro.

16.38 Uhr: Museen sollen ökologische Mindeststandards erfüllen

Museen in Deutschland sollen bei Nachhaltigkeitsthemen wie Klima- und Umweltschutz künftig besser aufgestellt sein. Dazu will eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Deutschen Museumsbundes konkrete Maßnahmen und Praktiken entwickeln. Als Orte der Bildung und der Begegnung trügen Museen im Bereich Nachhaltigkeit eine hohe Verantwortung, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. Es gelte, wissenschaftlich basierte ökologische Mindeststandards für Museen zu erarbeiten. Die Herausforderung sei, Museen klimaneutraler zu machen, ohne die museumsspezifischen Aufgaben zu vernachlässigen.

16.14 Uhr: Rund 400.000 Menschen nach Vulkanausbruch aus Goma geflohen

Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo sind hunderttausende Menschen aus der nahegelegenen Millionenstadt Goma geflohen. "80.000 Haushalte, das sind rund 400.000 Einwohner, wurden am Donnerstag aus Goma in Sicherheit gebracht", hieß es in der Zusammenfassung einer Krisensitzung der örtlichen Behörden. Zahl und Intensität der Erdbeben infolge des Vulkanausbruchs nahmen derweil ab, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ein erneuter Vulkanausbruch wurde jedoch nicht ausgeschlossen.

15.44 Uhr: EU-Kommission legt Plan für Drei-Milliarden-Paket für Belarus vor

Die EU-Kommission hat fünf Tage nach der erzwungenen Flugzeug-Landung in Minsk einen Plan für ein drei Milliarden Euro starkes Unterstützungspaket für Belarus vorgelegt. Es soll aktiviert werden, "sobald Belarus einen demokratischen Übergang eingeleitet hat", teilte die Brüsseler Behörde mit. Bereits beim EU-Gipfel Anfang der Woche war das Drei-Milliarden-Paket angesprochen worden, nun sollen die EU-Staaten darüber beraten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte an die Behörden in Belarus gewandt: "Kein noch so großes Maß an Repression, Brutalität oder Zwang wird Ihrem autoritären Regime irgendeine Legitimität verschaffen."

15.28 Uhr: Deutschland stockt Unterstützung für Menschen im Gazastreifen auf

Deutschland stockt seine Hilfszusagen für die Menschen im Gazastreifen auf. Für humanitäre Hilfe in den palästinensischen Gebieten würden weitere 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, teilte das Auswärtige Amt mit. "Ein großer Teil davon wird für die Versorgung der Menschen in Gaza genutzt, die wir damit in diesem Jahr bereits mit über 50 Millionen Euro unterstützen."

Die humanitäre Unterstützung für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen sei "ein zentrales Anliegen der Bundesregierung", erklärte das Ministerium. Diese sei zugleich ein "wichtiger Baustein zur Stabilisierung und Verstetigung der nun seit einer Woche anhaltenden Waffenruhe". Mit den zugesagten Mitteln werde vor allem weitere Nahrungsmittelnothilfe ermöglicht.

15.28 Uhr: Schwer misshandelter Säugling in Düsseldorf gestorben

Ein fünf Monate altes Baby ist nach einer mutmaßlichen Misshandlung durch den Vater gestorben. Das Kind erlag am Donnerstagnachmittag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mitteilte. Der dringend tatverdächtige Vater des Kinds sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft, ist nach Angaben Ermittler aber nicht geständig. Die Leiche des Säuglings soll obduziert werden, für die kommende Woche wird ein erstes Ergebnis erwartet.

15.27 Uhr: Länder fordern Nachbesserungen am Klimaschutzgesetz

Der Bundesrat fordert Nachbesserungen am geplanten Bundesklimaschutzgesetz. Die bisher geplanten Regelungen würden dem Ziel, die negativen Folgen des Klimawandels auf die Grundrechte der Menschen abzumildern, noch nicht ausreichend gerecht werden, erklärte die Länderkammer nach einer längeren, ersten Beratung des geplanten Gesetzes. Der Bundesrat mahnte darüber hinaus eine faire und verhältnismäßige Verteilung der finanziellen Lasten des Klimaschutzes zwischen Bund, Ländern und Gemeinden an. So müsse der Bund etwa bei Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr unterstützen. Außerdem äußerten die Länder die Erwartung, dass der Bund die zusätzlichen Investitionen in den Gebäudebestand mit angemessenen Förderprogrammen auffange.

15.22 Uhr: Polizistin bei Messerangriff in Frankreich lebensgefährlich verletzt

Im Westen Frankreichs ist eine Polizistin bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Bei der Festnahme des zunächst flüchtigen Verdächtigen wurden zwei weitere Polizisten sowie der mutmaßliche Angreifer verletzt, der wenig später starb, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Der mutmaßliche Täter soll unter schweren psychischen Problemen gelitten haben. Die Tat ereignete sich Polizeiangaben zufolge am Morgen im Polizeigebäude von La Chapelle-sur-Erdre nahe Nantes. Die Polizei hatte zunächst mit 80 Polizisten, zwei Hubschraubern und drei Hundestaffeln nach dem bewaffneten Täter gesucht, der zu Fuß geflüchtet war.

15.13 Uhr: Unbekannte werfen Scheibe von NS-Dokumentationszentrum in München ein

Mit einem Stein haben Unbekannte eine Scheibe des NS-Dokumentationszentrums in München eingeworfen. Wie die Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte, ereignete sich die Tat bereits in der Nacht zum Montag. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Die Beamten sprachen von einem Sachschaden im unteren vierstelligen Eurobereich. Sie baten mögliche Zeugen, sich zu melden.

15.09 Uhr: WHO-Mitgliedstaaten fordern Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen gegen Helfer

Dutzende Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen gegen WHO-Mitarbeiter gefordert. Insgesamt 53 Länder zeigten sich in einer in Genf veröffentlichten Erklärung besorgt über Berichte, wonach die Spitze der WHO Fälle von mutmaßlichem sexuellen Missbrauch in der Demokratischen Republik Kongo nicht gemeldet habe.

Es geht um Vorwürfe der sexuellen Ausbeutung, Missbrauch und sexuelle Belästigung. Die Anschuldigungen sollen demnach nicht wie vom Protokoll der Vereinten Nationen und der WHO gefordert gemeldet worden sein. Es gebe auch Vorwürfe, wonach Mitarbeiter versucht hätten, die Anschuldigungen zu vertuschen. 

15.08 Uhr: Anklage gegen vier mutmaßliche Mitglieder von linksextremistischer Vereinigung

Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung erhoben. Der in Leipzig gegründeten militanten Gruppe um die Beschuldigte Lina E. werden fünf gewaltsame Angriffe auf mutmaßliche Rechtsextreme und weitere Straftaten zur Last gelegt, wie der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mitteilte. Sie sollen ihre Tatopfer im Vorfeld ausgespäht und brutal attackiert haben.

E. soll sich spätestens im August 2018 der überregional vernetzten Vereinigung angeschlossen und dort eine "herausgehobene Stellung" eingenommen haben. Bei Angriffen führte sie unter anderem das Kommando, bereitete die Taten vor und stellte ihr Auto als Fluchtfahrzeug bereit. Die drei beschuldigten Männer sollen im September beziehungsweise Dezember 2019 dazugestoßen sein.

15.07 Uhr: Nach Afghanistan-Einsatz erinnert Bundeswehr an gefallene Soldaten

Am "Wald der Erinnerung" des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Schwielowsee bei Potsdam ist ein Gedenkstein errichtet worden. Der Findling, der seit 2007 in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans stand, soll nun in Deutschland an die im Norden des Landes gefallenen Soldaten erinnern, wie die Bundeswehr mitteilte. Gegen Ende ihres Einsatzes in Afghanistan bildet die Bundeswehr ihre dortigen Gedenkorte in Deutschland nach. Der 27 Tonnen schwere Gedenkstein aus Afghanistan ist der fünfte und letzte, der nach Deutschland gebracht wurde. Am Freitag wurde der Stein zunächst provisorisch am "Wald der Erinnerung" aufgestellt, da sein finaler Standpunkt noch vom Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen geplant wird, wie es hieß.

14.41 Uhr: Malediven versteigern 16 unbewohnte Inseln

Die Regierung der Malediven versteigert 16 der mehr als 1000 mehrheitlich unbewohnten Inseln. Wer den Zuschlag bekommt, pachtet das Eiland für 50 Jahre, heißt es aus dem Tourismusministerium. Eine Bedingung sei, dass die Pächterinnen und Pächter auf ihrer Insel ein Hotel mit jeweils mindestens 100 Betten bauen. Mit der Auktion wollen die Malediven ihrem Tourismus nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie helfen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Eine 1,2 Hektar große Insel gibt es ab etwa 173.000 Euro, die 10,4 Haktar große Variante ab etwa 1,2 Millionen Euro. Bei ihren Projekten müssen sich Pächterinnen und Pächter in dem sensiblen Ökosystem an Umweltauflagen halten – etwa mehrheitlich Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen, und rund die Hälfte der Vegetation soll sicher stehen bleiben. Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. Den Zuschlag erhalten aber nicht unbedingt die Höchstbietenden. Es gibt ein Punktesystem. 60 Punkte gibt es für das höchste Angebot, 20 Punkte, wenn mindestens 70 Prozent der Angestellten einheimisch sein sollen, darunter mindestens 5 Prozent Frauen, und 10 Punkte gibt es für Geld in einen Tourismusfonds der Regierung.

14.22 Uhr: Bundesrat beschließt Verbot des Tötens männlicher Küken

Das Töten männlicher Küken wird in Zukunft verboten sein. Der Bundesrat billigte eine vom Bundestag vergangene Woche beschlossene Änderung des Tierschutzgesetzes, mit der das Kükentöten ab dem 1. Januar 2022 beendet werden soll. Im vergangenen Jahr waren mehr als 40 Millionen männliche Eintagsküken geschreddert oder erstickt worden, weil ihre Aufzucht unrentabel ist. 

14.15 Uhr: Hamburg und Ludwigsburg müssen laut Gericht mehr für saubere Luft tun

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat zwei deutsche Städte zu stärkeren Anstrengungen im Kampf gegen schlechte Luft verurteilt. Hamburg und das baden-württembergische Ludwigsburg müssen ihre Luftreinhaltepläne überarbeiten und schnell mit konkreten Maßnahmen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) einhalten, wie die höchsten deutschen Verwaltungsrichter urteilten. Zumindest für einen Straßenabschnitt in Hamburg wären demnach auch Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge verfassungskonform.

14.11 Uhr: Elvis Presleys BMW ab sofort in München zu sehen

Der BMW von Elvis Presley ist seit heute in München zu sehen. Wie das Museum des Autoherstellers mitteilte, wird der originale BMW 507 des Rock-'n'-Roll-Musikers in der "Motorworld" im ehemaligen Bahnausbesserungswerk Freimann ausgestellt. Presley hatte den Wagen nach Angaben von BMW kurz nach Antritt seines Militärdienstes 1958 in Frankfurt gekauft und rund zwei Jahre später in den USA wieder verkauft.

Das über Jahrzehnte eingelagerte Auto hatte die BMW Group Classic zwischen 2014 und 2016 originalgetreu restauriert. Eigentlich sollten Besucher in München neben Presleys rotem Cabrio zu dessen Liedern Karaoke singen können. Laut einer Sprecherin ist das vorerst wegen der Corona-Beschränkungen aber nicht möglich. Ein genaues Datum zur Inbetriebnahme der Karaoke-Maschine gebe es noch nicht.

14.04 Uhr: Mutmaßlicher Angreifer nach Attacke auf Polizistin gefasst

Nach einem Messerangriff auf eine Polizistin in Frankreich ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Dabei seien zwei weitere Polizisten angeschossen und an Hand und Arm verletzt worden, wie die Deutsche Presse-Agentur von der Gendarmerie Nationale erfuhr. Innenminister Gérald Darmanin schrieb in einem Tweet, dass der Mann "neutralisiert" wurde. "Neutraliser" kann im Französischen unter anderem "ausschalten" oder "töten" heißen. Die Gendarmerie Nationale sprach von einer Festnahme.

Ein Angreifer hatte am Vormittag nahe der französischen Großstadt Nantes in La Chapelle-sur-Erdre eine Polizistin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Der Täter war anschließend geflüchtet und soll auch die Dienstwaffe der Frau gestohlen haben. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar. Die Stadt La Chapelle-sur-Erdre war nach dem Vorfall abgeriegelt worden, die Einsatzkräfte suchten mit einem Großaufgebot nach dem Täter.

13.49 Uhr: Europäische Airlines dürfen Moskau weiter anfliegen

Russland will nach Verwirrungen um einige nicht genehmigte Flüge aus der EU die Verbindungen nach Moskau weiter erlauben. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, es handele sich um "technische Probleme", die ausgelöst worden seien durch die Empfehlung der EU, den Luftraum über Belarus zu umfliegen. "Die Luftfahrtbehörden arbeiten in diesen Tagen angestrengt daran, sie (die Probleme) zu beseitigen." Die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija teilte mit, die Genehmigung von Alternativrouten dauere derzeit aufgrund der vielen Anfragen länger. Innerhalb der letzten 24 Stunden hätten aber insgesamt 53 Maschinen Russland auf neuen Routen anfliegen können.

Als Antwort auf die erzwungene Landung einer Passagiermaschine und die Festnahme des Regierungskritikers Roman Protassewitsch am Sonntag in Minsk hatte sich die EU am Dienstag neue Sanktionen gegen Belarus vereinbart und Fluggesellschaften mit Sitz in der EU aufgefordert, den Luftraum über Belarus zu meiden. Sowohl die österreichische Austrian Airlines als auch die französische Air France mussten daraufhin einzelne Flüge nach Moskau absagen, weil sie von den russischen Behörden zunächst keine Genehmigung für ihre Alternativrouten erhielten.

News von heute: Erneut 90-Millionen-Euro-Jackpot in Deutschland geknackt

13.22 Uhr: Messerangriff auf Polizistin in Frankreich - Täter flüchtig

Im Westen Frankreichs ist eine Polizistin bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Der bewaffnete Täter befinde sich auf der Flucht, hieß es aus Polizeikreisen. Die Tat ereignete sich demnach am Morgen in La Chapelle-sur-Erdre nahe Nantes. Die Schulen in der Umgebung wurden nach Angaben eines Sprechers der Stadtverwaltung alarmiert und angewiesen, die Schüler nicht aus dem Gebäude zu lassen. Die Polizei fahndet unter anderem mit 80 Polizisten, zwei Hubschraubern und drei Hundestaffeln nach dem Täter, der zu Fuß geflüchtet war. Via Twitter rief die Gendarmerie die Bevölkerung auf, das betroffene Gebiet zu meiden.

Vor gut einer Woche hatten zehntausende Sicherheitskräfte nach dem gewaltsamen Tod zweier Polizisten in Paris mehr Unterstützung durch die Politik gefordert. Anfang Mai war ein Polizist bei einem Einsatz gegen Drogenhändler in Avignon in Südfrankreich getötet worden. Wenige Tage zuvor hatte ein mutmaßlicher Islamist eine Polizistin in Rambouillet südlich von Paris mit einem Messer tödlich verletzt.

12.49 Uhr: Säugling nach mutmaßlicher Misshandlung gestorben – Vater in U-Haft

Ein fünf Monate altes Baby ist nach der mutmaßlichen Misshandlung durch den Vater gestorben. Wie die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigte, erlag das Kind im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Gegen den Vater des Kindes war bereits gestern Haftbefehl erlassen worden. Der Deutsche sitzt weiter wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts in Untersuchungshaft, hat aber laut Staatsanwaltschaft die Tat nicht gestanden.

Eine Obduktion des Kindes soll nun die Todesursache klären. Über das Geschlecht des Säuglings und das Alter des Vaters wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauerten noch an. Die Eltern hatten das Baby am Dienstag mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Düsseldorfer Uni-Klinik gebracht. Dort kam den Ärzten der Verdacht, dass der Säugling misshandelt worden war.

12.44 Uhr: London weist deutlich mehr EU-Bürger an Grenzen ab

Seit dem Brexit am 1. Januar hat Großbritannien mehr als 3000 Bürger aus Staaten der Europäischen Union an der Grenze abgewiesen. Allein im ersten Quartal wurden insgesamt 3294 EU-Bürger davon abgehalten, ins Vereinigte Königreich einzureisen – sechs Mal so viele im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Tageszeitung "The Guardian" berichtete. Der deutsche Botschafter in London, Andreas Michaelis, zeigte sich besorgt über die Entwicklung.

"Man kann sagen: Dies musste angesichts des Endes der Bewegungsfreiheit so kommen", schrieb Michaelis auf Twitter. "Aber dennoch: Es schafft eine neue Realität und eine Atmosphäre, in der es immer schwieriger wird, in Verbindung zu bleiben." Dem britischen Innenministerium zufolge waren im ersten Quartal insgesamt 22 Bundesbürger von Einreiseverboten betroffen – doppelt so viele wie vor einem Jahr. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre bedeutet das aber keinen deutlichen Anstieg. 

12.34 Uhr: Gesetz gegen Verdrängung von Mietern passiert Bundesrat

Mieter sollen mit einem neuen Gesetz besser vor Verdrängung aus gefragten Wohngebieten geschützt werden. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das sogenannte Baulandmobilisierungsgesetz. Es sieht vor allem Änderungen im Baugesetzbuch vor. Ziel ist es, mehr Flächen für den Wohnungsbau zu schaffen, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu beschränken. 

Gemeinden können künftig brachliegende Flächen leichter für den Bau von Wohnungen nutzbar machen – vor allem in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten. Zusätzlich können sie vorschreiben, dass neue Wohnungen die Voraussetzungen für die soziale Wohnraumförderung erfüllen müssen, also etwa günstig vermietet werden.

12.17 Uhr: Papst Franziskus ordnet Untersuchung von Situation in Kölner Erzbistum an

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen der Vertuschung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln hat Papst Franziskus eine Untersuchung angeordnet. Die Bischöfe von Stockholm und Rotterdam, Kardinal Anders Aborelius und Johannes von den Hende, sollen sich in der ersten Junihälfte ein Bild von der Situation in der Diözese verschaffen, wie die vatikanische Botschaft in Berlin mitteilte. Dabei sollen sie auch mögliche Fehler von Kardinal Rainer Maria Woelki und weiteren Kirchenvertretern im Umgang mit Missbrauchsfällen untersuchen.

11.48 Uhr: Heimkehr nach Rom zum Geburtstag seiner Tochter bringt Drogenhändler in den Knast

15 Jahre lang ist ein italienischer Drogenhändler seiner Festnahme entgangen – und nun doch geschnappt worden. Wie die italienischen Polizei mitteilte, war David Cittadini wegen internationalen Drogenhandels und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zu 13 Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden, seiner Festnahme aber entgangen. Die Ermittler wussten, dass der 49-Jährige irgendwo in Spanien lebte, aber weiter zu seiner Familie in Rom Kontakt hielt, besonders zu seiner Mutter und seiner Tochter, denen er "sehr zugetan" sei. Vor dem 23. Geburtstag der Tochter hielten daher Polizisten in Zivil vor dem Haus der Familie in Rom tagelang Wache. Schließlich sahen sie einen verdächtigen Mann hineingehen.

Getarnt als Lieferanten stürmten Polizisten die Wohnung und entdeckten Cittadini mitsamt dem gefälschten Ausweis, mit dem er immer wieder unter falschem Namen von Barcelona nach Rom geflogen war. Der Kriminelle sei festgenommen worden, als er gerade versucht habe, sich im Schlafzimmer zu verstecken, teilte die Polizei mit.

11.21 Uhr: Begriffe "Schwuchtel" und "Pussy" laut Gericht als Beleidigungen strafbar

Die Beleidigung eines Manns als "Schwuchtel" oder "Pussy" ist einem Gerichtsurteil zufolge strafbar. Das Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilte in diesem Zusammenhang laut Mitteilung einen Angeklagten zu einer Geldstrafe. Geklagt hatte ein Mann, der online eine Uhr gekauft hatte und später mit dem Verkäufer wegen Mängeln und Lieferproblemen in Streit geriet. Als der Käufer eine Teilrückzahlung vorschlug, bezeichnete der Verkäufer ihn in einer SMS als "kleine Pussy". Der Geschädigte drohte mit einer Strafanzeige, was der spätere Angeklagte mit den Worten "Mach das, Schwuchtel" kommentierte.

Das Gericht wertete die Bezeichnung "Schwuchtel" als Herabwürdigung eines Menschen allein wegen dessen "(vermeintlicher) sexueller Orientierung". Außerdem zeige der Begriff eine generelle Geringschätzung homosexueller Männer – damit sei der Tatbestand einer Formalbeleidigung unabhängig vom Kontext erfüllt. "Pussy" sei hingegen an sich keine Beleidigung. Da der Begriff hier aber "ohne Kontext zur sachlichen Auseinandersetzung, ehrenrührig und herabsetzend" verwendet werde, sei auch dieser Ausdruck strafbar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

11.04 Uhr: Bundespräsident Steinmeier strebt zweite Amtszeit an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich im kommenden Jahr um eine weitere Amtszeit bewerben, wie er in Berlin ankündigte. Er wolle das Land nach der Corona-Pandemie "auf seinem Weg in die Zukunft begleiten" und dafür "um neues Vertrauen bitten", sagte Steinmeier in einem kurzfristig angesetzten Statement.

Ein Bundespräsident gebe zwar nicht die politische Richtung vor, verwies Steinmeier auf die Verfassung, "aber er kann Brücken bauen". Sein Amt empfinde er jeden Tag "als Ehre" und als eine "enorme Herausforderung". Auch wenn die Mehrheitsverhältnisse in der neuen Bundesversammlung noch ungewiss seien, wolle er daher mit seiner Ankündigung Klarheit schaffen. "Ich möchte mich für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Wahl stellen", sagte Steinmeier.

10.28 Uhr: iPhones im Wert von mehr als hunderttausend Euro aus Bremer Lagerhalle gestohlen

Aus einer Lagerhalle in Bremen haben Diebe mehr als 200 neue iPhone-11-Smartphones gestohlen. Der Wert der Geräte liege bei mehr als hunderttausend Euro, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Die Tat ereignete sich demnach am Pfingstwochenende.

Nach Angaben der Beamten schnitten die bislang unbekannten Täter das Wellblechdach der Lagerhalle eines Versandhändlers auf und entwendeten die hochwertigen Handys des Herstellers Apple. Die Polizei warnte eindringlich vor dem Erwerb gestohlener iPhones. Käufer machten sich strafbar und würden wegen Hehlerei belangt.

10.23 Uhr: Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Der Verfall der türkischen Währung geht weiter. Am Vormittag fiel der Kurs der Lira im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro jeweils auf Rekordtiefstände. Für einen Dollar wurden bis zu 8,5981 Lira gezahlt. Ein Euro kostete bis zu 10,4745 Lira.

Die Türkei befindet sich in einer Spirale aus einer vergleichsweise hohen Inflation und einer Währung, die immer stärker abwertet. Im April war die Inflationsrate auf etwas über 17 Prozent gestiegen. Zuletzt hatte die Abwertung der Lira wieder Fahrt aufgenommen, nachdem die Führung der Zentralbank entlassen worden war. Damit zerschlug sich die Hoffnung auf eine konsequente Inflationsbekämpfung.

10.05 Uhr: Berliner Lottoladen-Inhaberin wehrt Überfall von Jugendlichem mit Besen ab

Mit einem Besen hat die Inhaberin eines Lottoladens in Berlin den Raubüberfall eines 14-Jährigen abgewehrt. Wie die Polizei mitteilte, drängte die 46-Jährige den mit einer Pistole bewaffneten jungen Mann mit ihrem Haushaltsgerät zur Tür zurück. Dort hielten Zeugen ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest.

Nach Angaben der Beamten handelte es sich bei der Waffe um eine sogenannte Softairpistole. Die Tat ereignete sich gestern im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Der Jugendliche kam in Gewahrsam, wurde erkennungsdienstlich behandelt und seinen Eltern übergeben. Gegen ihn wird wegen versuchter räuberischer Erpressung ermittelt.

9.59 Uhr: Dieb versteckt sich in Glaswolle-Matten vor der Polizei

Um nicht ins Gefängnis zu müssen, hat sich ein Dieb in Mittelfranken auf seinem Dachboden in Glaswolle versteckt. Wie die Polizei mitteilte, fanden die Ermittler den in die Matten eingewickelten 44-Jährigen gestern in Rügland. Der Einsatz habe rund eineinhalb Stunden gedauert, sagte ein Sprecher. "Wir haben das Haus von oben bis unten durchsucht." Der Mann war demnach zu sieben Monaten Haft verurteilt worden, weil er 2018 bei einer Probefahrt mit einem rund 3800 Euro teuren E-Bike verschwunden war. Sein Versuch, sich vor der Strafe zu drücken, blieb erfolglos: Die Polizei brachte ihn ins Gefängnis.

9.52 Uhr: Gigantische Mengen an Plastikteilchen verschmutzen Strand in Sri Lanka

Neun Tage nach dem Ausbruch eines Brandes auf einem Containerschiff sind gigantische Mengen an winzigen Plastikteilchen und verkohlte Trümmer an der Küste Sri Lankas angespült worden. Mehrere Tonnen Plastikgranulat vermischt mit Öl und anderen Überresten bedecken den Strand Negombo rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo. Mit Schaufeln und Baggern versuchen Soldaten, den Schmutz fortzuschaffen. Der Strand, der sonst Touristen anzieht und für die Fischerei bekannt ist, wurde vorläufig gesperrt.

Bei den angespülten Plastikteilchen handelt es sich um Polyäthylen-Pellets aus mindestens acht Containern, die am Dienstag von Bord der "X-Press Pearl" gefallen waren. Insgesamt hatte das Schiff nach offiziellen Angaben mindestens 28 Container mit diesen Kleinstteilen geladen. Die Plastikkügelchen werden als Rohmaterial in der Verpackungsindustrie genutzt.

9.46 Uhr: Kanada entschuldigt sich für Internierung von Italienern im Zweiten Weltkrieg

Kanada hat sich offiziell für die Internierung von Kanadiern italienischer Herkunft im Zweiten Weltkrieg entschuldigt. In einer Rede vor dem Unterhaus entschuldigte sich Premierminister Justin Trudeau bei 600 Menschen, die 1940 in kanadischen Lagern interniert wurden. Zugleich bat er um Verzeihung für das Leid, das Angehörige der italienischstämmigen Gemeinde erfuhren, weil Kanada rund 31.000 Menschen italienischer Herkunft zu "feindlichen Ausländern" erklärte.

Nach dem Eintritt Italiens in den Zweiten Weltkrieg als Verbündeter von Hitler-Deutschland hatte Kanada mehr als 600 Italiener in eigenen Lagern interniert, wie aus Zahlen der Regierung hervorgeht. Rund 31.000 Kanadier italienischer Herkunft wurden demnach zu "feindlichen Ausländern" erklärt, was eine Diskriminierung der Bevölkerungsgruppe zur Folge hatte. Heute leben rund 1,6 Millionen Menschen mit italienischen Wurzeln in Kanada.

9.33 Uhr: Nike erklärt Trennung von Neymar mit fehlender Kooperation nach Belästigungsvorwurf

Im vergangenen Jahr hatte das Ende des Sponsorenvertrags zwischen dem brasilianischen Fußballstar Neymar und Nike für Schlagzeilen gesorgt. Nun hat der US-Sportartikelhersteller als Grund für die Trennung angegeben, dass Neymar nach einem Belästigungsvorwurf seine Mitwirkung an einer internen Klärung verweigert habe. "Nike hat seine Partnerschaft mit dem Sportler beendet, weil er es abgelehnt hat, in einer Untersuchung zu den glaubwürdigen Vorwürfen eines Fehlverhaltens durch eine Mitarbeiterin zu kooperieren", teilte das Unternehmen mit.

Nike hob zugleich hervor, dass seine interne Untersuchung der Vorwürfe, die sich auf das Jahr 2016 bezogen und dem Unternehmen 2018 bekannt geworden seien, keine belastenden Beweise gegen Neymar ergeben habe. "Die Untersuchung ist nicht beweiskräftig", erklärte das Unternehmen: "Es wäre unangemessen für Nike, eine belastende Erklärung abzugeben, ohne in der Lage zu sein, diese auf Fakten zu stützen".

8.38 Uhr: CDU in Sachsen-Anhalt liegt in Umfrage vorn

Auch eine neue Umfrage sieht die CDU in Sachsen-Anhalt wenige Tage vor der Landtagswahl vorn. Wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre, käme die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff auf 29 Prozent, wie das ZDF-"Politbarometer Extra" zeigt. Die AfD läge bei 23 Prozent. Die Linke erreicht in der Umfrage elf Prozent, die SPD liegt bei zehn Prozent und die Grünen kommen auf neun Prozent. Die FDP kann mit acht Prozent rechnen und nach zehn Jahren auf den Wiedereinzug in den Landtag hoffen. Die Freien Wähler kommen nur auf drei Prozent.

Damit hätte die derzeit regierenden Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen ebenso eine parlamentarische Mehrheit wie eine Regierung aus CDU, SPD und FDP. Sehr knapp reichen könnte es sogar für CDU, Grüne und FDP. 45 Prozent der Befragten sind allerdings noch nicht sicher, wen oder ob sie bei der Landtagswahl am 6. Juni wählen wollen.

8.32 Uhr: Nach Seilbahnunglück in Italien: Überlebender Junge bei Bewusstsein

Nach dem Seilbahnunglück in Norditalien mit 14 Todesopfern geht es dem kleinen israelischen Jungen, der als Einziger überlebte, etwas besser. Der Fünfjährige sei auf der Intensivstation inzwischen "wach und bei Bewusstsein", teilte das Kinderkrankenhaus in Turin mit, wo er behandelt wird. Der kleine Eitan habe auch mit seiner Tante gesprochen.

Am Rande einer Lichtung in einem Bergwald stehen Rettungskräfte in neongrünen Helmen und Jacken vor den Trümmern einer Gondel

Das Kind hatte bei dem Unfall in der norditalienischen Region Piemont seine Eltern und seinen Bruder verloren und war selbst schwer verletzt worden. Aus klinischer Sicht sei sein Zustand weiterhin ernst, hieß es weiter. Der Junge könnte aber in den kommenden Tagen die Intensivstation verlassen.

7.06 Uhr: Hongkonger Medienunternehmer Lai erneut zu Haftstrafe verurteilt

Wegen Teilnahme an einer verbotenen Demonstration am 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China sind in Hongkong acht Demokratie-Aktivisten zu neuen Haftstrafen verurteilt worden, darunter der bereits inhaftierte Medienunternehmer Jimmy Lai. Lai wurde zu 14 weiteren Monaten Gefängnis verurteilt, womit sich seine Haftstrafe auf insgesamt 20 Monate erhöht. Unter den Verurteilten sind unter anderen die ehemaligen Abgeordneten Lee Cheuk-Yan und Leung Kwok-Hung.

Der 73-jährige Lai hatte sein Medienimperium immer wieder genutzt, um die Demokratiebewegung und deren Massenproteste im Jahr 2019 zu unterstützen. Die Hongkonger Behörden haben auf Grundlage des umstrittenen sogenannten Sicherheitsgesetzes auch Lais Vermögen eingefroren.

5.05 Uhr: Deutschland erkennt Kolonialverbrechen als Völkermord an

Mehr als 100 Jahre nach den Verbrechen der deutschen Kolonialmacht im heutigen Namibia erkennt die Bundesregierung die Gräueltaten an den Volksgruppen der Herero und Nama als Völkermord an. Die Nachkommen will sie mit einem Milliardenbetrag unterstützen. "Als Geste der Anerkennung des unermesslichen Leids, das den Opfern zugefügt wurde, wollen wir Namibia und die Nachkommen der Opfer mit einem substanziellen Programm in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zum Wiederaufbau und zur Entwicklung unterstützen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). Präsident Frank-Walter Steinmeier soll zudem bei einem Festakt im namibischen Parlament offiziell um Vergebung bitten.

Zuvor hatten Delegationen beider Länder nach fast sechsjährigen Verhandlungen eine Einigung über eine politische Erklärung erzielt, der beide Regierungen nun zugestimmt haben. Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia und schlug Aufstände brutal nieder. Historikern zufolge wurden etwa 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama getötet.

5.01 Uhr: Palmer räumt nach Facebook-Kommentar über Aogo Fehler ein

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat im Streit um seinen von vielen Seiten als rassistisch bewerteten Facebook-Kommentar über Dennis Aogo einen Fehler eingeräumt. In dem Moment, in dem sein Post mit seinem Oberbürgermeister-Amt in Verbindung gebracht werde, sei der Kommentar würdelos. "Da hätte ich das Handy in der Tat besser weggelegt, als die 65 Zeichen eingetippt", sagte Palmer im Podcast "Die Wochentester" der Tageszeitung "Kölner Stadt-Anzeiger" und des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Palmer hatte vor rund drei Wochen in einem Beitrag über den früheren Nationalspieler Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, das sogenannte N-Wort benutzt. Mit diesem Begriff wird heute eine früher in Deutschland gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Die Grünen wollen ihn nun aus der Partei ausschließen. Palmer betonte, seine Äußerung sei ironisch gemeint gewesen.

Boris Palmer

4.59 Uhr: Russland verweigert Airlines Alternativ-Routen nach Moskau

Fluggesellschaften mit Sitz in der EU sollen den Luftraum über Belarus meiden – Russland scheint allerdings einigen Airlines alternative Routen nach Moskau nicht zu genehmigen. Sowohl die österreichische Gesellschaft Austrian Airlines als auch die französische Air France mussten Medienberichten zufolge deswegen Flüge in die russische Hauptstadt absagen. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, ein für gestern geplanter Linienflug von Wien nach Moskau habe abgesagt werden müssen, weil die russischen Behörden keine Genehmigung erteilt hätten, Belarus zu umfliegen. Zuvor seien aus diesem Grund auch Air France-Flüge von Paris nach Moskau gecancelt worden.

Als Antwort auf die erzwungene Landung einer Passagiermaschine und die Festnahme des Regierungskritikers Roman Protassewitsch am Sonntag in Minsk hatte die Europäische Union am Dienstag ein neues Sanktionspaket gegen Belarus verhängt. Darüber hinaus wurden Fluggesellschaften mit Sitz in der EU aufgefordert, den Luftraum über Belarus zu meiden.

3.30 Uhr: Bahn will Hochgeschwindigkeitsstrecken um 50 Prozent ausbauen

Die Bahn will die Zahl der Hochgeschwindigkeitsstrecken in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. "Wir werden die Hochgeschwindigkeitsstrecken mittelfristig um 50 Prozent ausbauen - von jetzt 1000 auf dann 1500 Kilometer", sagt Bahn-Vorstand Ronald Pofalla den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mehr Tempo soll es demnach unter anderem auf den Strecken zwischen Stuttgart und Ulm, Frankfurt und Mannheim sowie Hannover und Hamburg geben.

Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken kann ein Intercity-Express (ICE) den Angaben nach mit mindestens 250 Kilometern pro Stunde fahren, teils auch noch schneller. Auf einen genauen Zeitrahmen wollte Pofalla sich nicht festlegen. "Jedes größere Infrastrukturprojekt, das wir planen, ist von Protesten und Einwänden begleitet", sagte er. Realistisch sei ein Zeitrahmen von mindestens zehn bis zwölf Jahren.

2.42 Uhr: Kreditkartenfälscher der rumänischen Mafia in Mexiko verhaftet

Die Polizei hat in Mexiko-Stadt einen mutmaßlichen Kreditkartenfälscher der rumänischen Mafia gefasst. Gegen den 44-Jährigen liege ein Auslieferungsgesuch seines Heimatlandes vor, teilte die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft mit. Dem Mann werden organisierte Kriminalität, Erpressung und versuchter Mord vorgeworfen. Ein Agent der Staatsanwaltschaft und der Anwalt des Verdächtigen versuchten demnach, den Zugriff zu verhindern. Beide Männer wurden ebenfalls festgenommen.

Gegen den Rumänen wird auch in Mexiko ermittelt. Er soll Geldautomaten in beliebten Touristenorten wie Cancún, Playa del Carmen und Tulum manipuliert haben, um mit seiner Organisation die Daten von Kreditkarten zu stehlen. Den Ermittlungen zufolge hat die rumänische Mafia damit Millionengewinne gemacht. Der Mann wies die Vorwürfe zurück. Im Februar waren in Mexiko 79 Bankkonten, die der Gruppe zugerechnet werden, gesperrt worden.

1.59 Uhr: Niederlage für Bill Cosby – Entlassung auf Bewährung abgelehnt

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte US-Schauspieler und Entertainer Bill Cosby (83) kommt nicht auf Bewährung frei. Die Bewährungskommission im US-Staat Pennsylvania habe sich dagegen ausgesprochen, berichten US-Medien unter Berufung auf den schriftlichen Bescheid des Ausschusses vom 11. Mai. Demnach habe Cosby mehrere Auflagen nicht erfüllt. Die Behörde bemängelte unter anderem, dass der Komiker nicht an Therapie-Sitzungen für Sexualstraftäter teilgenommen habe. Sie hätten diese Entscheidung erwartet, teilte Cosbys Sprecher Andrew Wyatt laut "Deadline.com" mit. Cosby habe von Beginn an auf seine Unschuld gepocht und sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Er hoffe weiter darauf, dass seine Verurteilung aufgehoben oder ein neues Verfahren genehmigt werde.

Cosby befindet sich seit 2018 wegen sexueller Nötigung im Gefängnis, wo er eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen muss. Zahlreiche frühere Anträge auf Berufung und vorzeitige Haftentlassung waren abgelehnt worden. Beim höchsten Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania hat er einen weiteren Berufungsantrag laufen.

1.05 Uhr: Saarlands Regierungschef gegen Gendersprache-Verbot - CDU uneins

Im Gegensatz zum Hamburger CDU-Chef ist dessen Parteikollege, der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, gegen ein Verbot sogenannter Gendersprache. "Bisher haben wir immer nur zu Männern geredet und Frauen einfach ungesagt mitgemeint. Das wird jetzt endlich anders. Das ist gut so. Warum sollen wir das verbieten?", sagte Hans (43) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er wirbt dafür, weibliche und männliche Formen zu verwenden. "Das ist sprachlich am schönsten."

Hamburgs CDU-Vorsitzender Christoph Ploß (35) hatte kürzlich im "Spiegel" ein Verbot von gendergerechter Sprache in Behörden, Schulen und Universitäten gefordert. Er wolle nicht, dass staatliche Einrichtungen eine grammatisch falsche, künstliche und ideologisch motivierte Gendersprache verwendeten, die das Trennende betone.

0.02 Uhr: UN-Zivilluftfahrtorganisation will Flugzeug-Umleitung durch Belarus untersuchen

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO will die von Belarus erzwungene Umleitung eines Ryanair-Flugzeugs nach Minsk untersuchen. Der Rat der UN-Organisation betonte nach einer Sitzung "die Wichtigkeit, die Fakten zu ermitteln und zu verstehen, ob ein ICAO-Mitgliedsstaat gegen internationales Luftverkehrsrecht verstoßen hat". Belarus hatte die Passagiermaschine am Sonntag unter Verweis auf eine angebliche Bombendrohung zur Zwischenlandung in Minsk gedrängt, wo der an Bord befindliche Regierungskritiker Roman Protassewitsch festgenommen wurde.

mad / fs DPA AFP

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