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News von heute Texas: Kinder lebten offenbar Monate mit der Leiches ihres Bruders in einer Wohnung

Polizisten in den USA werden mehr gefilmt den je
Sheriff Ed Gonzalez sprach von einer "entsetzlichen" und "sehr tragischen" Situation (Symbolbild)
© AlessandroPhoto / Getty Images
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

22.17 Uhr: Ägyptens Präsident Al-Sisi hebt Ausnahmezustand auf

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat nach viereinhalb Jahren den Ausnahmezustand landesweit aufgehoben. Ägypten sei eine Oase der Sicherheit und Stabilität in der Region geworden, sagte der Staatschef. Al-Sisi hatte den Ausnahmezustand am 10. April 2017 verhängt. Auslöser waren Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat auf zwei Kirchen. Bei den Angriffen auf die koptische Minderheit des Landes wurden etwa 50 Menschen getötet. Im Ausnahmezustand haben die Behörden die Möglichkeit, Medien oder Organisation zu zensieren oder zu verbieten, Kommunikation abzuhören sowie die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung einzuschränken. Menschenrechtsgruppen kritisierten den Machtzuwachs für Sicherheitskräfte und Behörden.

21.30 Uhr: Bund der Steuerzahler protestiert gegen Rekordgröße des Bundestags

Mit einer Lichtprojektion an ein Gebäude des Bundestags hat der Bund der Steuerzahler gegen die Rekordgröße des Parlaments von 736 Abgeordneten protestiert. "XXL-Bundestag stoppen! 500 Abgeordnete sind genug!", war für rund 15 Minuten am Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel zu lesen. Am Abend vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags forderte die Organisation eine grundlegende Reform, um wieder zu einer Verkleinerung des Bundestags zu kommen. "Eine zwingend nötige Wahlrechtsreform muss den Bundestag effizienter, sparsamer und für die Wähler endlich wieder berechenbar machen", forderte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. Der Wähler als Souverän müsse im Mittelpunkt des Wahlrechts stehen, nicht die Egoismen der Parteien.

20.47 Uhr: Mindestens zwei Tote bei erneuter Explosion in Uganda

Bei einer Explosion in einem Bus in Uganda sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Spezialisten-Team sei zur Untersuchung des Vorfalls auf einer Autobahn in der Nähe der Hauptstadt Kampala geschickt worden, erklärte die Polizei. Mehrere Verletzte müssten behandelt werden. Zur Ursache der Detonation machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Das von der Polizei genannte betroffene Busunternehmen bestätigte, dass es zwei Tote gab. Der ugandische Präsident Yoweri Museveni erwähnte auf Twitter hingegen nur einen Todesfall. Die Polizei untersuche außerdem, ob der Getötete die Bombe getragen habe. "Die anderen 37 Fahrgäste und der Fahrer sind in Sicherheit", fügte er hinzu.

20.02 Uhr: Weiterer Todesfall infolge von Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt 2016

Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor knapp fünf Jahren ist ein weiterer Mensch gestorben. Wie der Rundfunksender RBB berichtete, erlag der Ersthelfer Sascha Hüsges den schweren Kopfverletzungen, die er damals erlitten hatte. Vertreter der Opfer und Hinterbliebenen des Anschlag fordern demnach nun, dass sein Name an der Gedenkstelle an der Gedächtniskirche aufgenommen wird.

Der 49-Jährige war am 19. Dezember 2016 zur Hilfe geeilt, nachdem der Islamist Anis Amri einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt gesteuert und wahllos Menschen überfahren hatte. Zwölf Menschen starben, Hüsges wurde unter ungeklärten Umständen am Kopf verletzt. Laut RBB musste er seitdem rund um die Uhr von seinem Ehemann und einem Pfleger betreut werden.

19.39 Uhr: CDU-Stadtrat lehnt Konsequenzen nach Abbruch von TV-Schalte ab

Der Mannheimer CDU-Stadtrat Thomas Hornung hat Austrittsforderungen aus der Partei wegen einer seinetwegen abgebrochenen Live-Schalte des Südwestrundfunks (SWR) zurückgewiesen. "Ich habe keinen Grund auszutreten", sagte der Ex-Büroleiter des wegen der Maskenaffäre zurückgetretenen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel der Deutschen Presse-Agentur.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Tim Bückner aus Schwäbisch Gmünd und Winfried Mack aus Aalen (beide Ostalbkreis) hatten Hornung aufgefordert, die Partei zu verlassen. Hornung hatte beim Kreisparteitag der Mannheimer CDU am Freitagabend ein Live-Interview mit einem parteiinternen Kritiker gestört und schließlich den Abbruch bewirkt.

19.21 Uhr: Randale in Griechenland nach Tod eines Mannes durch Polizeischüsse

Nach dem Tod eines 20-Jährigen durch Polizeischüsse ist es in Griechenland zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Linke Demonstranten bewarfen im Zentrum von Athen die Polizei mit Steinen und anderen Gegenständen. "Polizei-Mörder", skandierten die überwiegend linksautonomen Demonstranten, wie Augenzeugen berichteten.

Polizisten hatten am vergangenen Samstag nach einer Verfolgungsjagd durch fast ganz Athen den Fahrer eines gestohlenen Autos mit Schüssen getötet. Zuvor hatte der Mann wiederholt Polizisten auf Motorrädern angefahren und sieben von ihnen verletzt. 

19.01 Uhr: Tschechien empfängt Delegation aus Taiwan - China protestiert

Tschechien hat trotz der Proteste Chinas eine große Delegation aus Taiwan empfangen. Es sei eine Pflicht, demokratische Staaten an anderen Orten der Welt zu unterstützen.

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Prag brachte im Vorfeld des Besuchs seine "große Unzufriedenheit und tiefste Ablehnung" zum Ausdruck. Er sprach von einer Provokation. Die Führung in Peking betrachtet das 23 Millionen Einwohner zählende Taiwan als Teil Chinas und versucht, die Inselrepublik international zu isolieren.

17.31 Uhr: Kinder lebten in Texas offenbar monatelang mit Leiche ihres Bruders in Wohnung

In einer Wohnung im texanischen Houston fanden die Ermittler die skelettierte Leiche eines Kindes - und die offenbar seit Monaten dort ohne Eltern lebenden Geschwister. Demnach traf die Polizei am Sonntag in der Wohnung einen 15-Jährigen und seine sieben und zehn Jahre alten Brüder an.

Die beiden überlebenden jüngeren Kinder hätten unterernährt gewirkt und Verletzungen aufgewiesen. Alle drei seien zur Untersuchung und zur Versorgung ihrer Wunden in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Eltern lebten nach Angaben des Sheriffs vermutlich schon "seit Monaten" nicht mehr in der Wohnung. Die Mutter der Kinder und ihr Lebenspartner wurden am Sonntagabend von der Polizei aufgespürt, am Montagmorgen jedoch wieder freigelassen.

17.12 Uhr: Union stellt Yvonne Magwas für Amt der Bundestagsvizepräsidentin auf

Die Unionsfraktion hat die CDU-Abgeordnete Yvonne Magwas als Kandidatin für den Posten einer Vizepräsidentin des neuen Bundestags aufgestellt. Die 41-Jährige habe sich in einem Feld aus mehreren Bewerbern durchgesetzt, sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) in Berlin. Er sprach von einem "guten Kompromiss". Brinkhaus bedauerte gleichzeitig, dass es die anderen Fraktionen abgelehnt hätten, CDU und CSU jeweils einen Bundestagsvizepräsidenten zuzugestehen.

Das Präsidium soll in der konstituierenden Sitzung des 20. Deutschen Bundestags am Dienstag neu gewählt werden. Mit der Einigung auf Yvonne Magwas verhinderte die Unionsfraktion eine Kampfabstimmung in ihren Reihen um den Vizeposten.

16.49 Uhr: Moderna – Corona-Impfung bei Kindern mit "robuster Wirkung"

Der US-Impfstoffhersteller Moderna hat sein Vakzin gegen Covid-19 eigenen Angaben zufolge erfolgreich bei Kindern getestet. Die Ergebnisse einer Phase 2/3-Studie mit 4753 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen sechs und elf Jahren zeigten eine "robuste" Anzahl an Antikörpern, wie Moderna mitteilte. Komplette Datensätze wurden nicht veröffentlicht, außerdem wurde die Studie noch in keinem Fachmagazin vorgestellt. Modernas Corona-Impfstoff ist in den USA und der Europäischen Union für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Ältere Kinder und Jugendliche können dort bisher nur mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer immunisiert werden. 

16.42 Uhr: Ungewollter Kuss löst größere Schlägerei in Mainz aus

Ein ungewollter Kuss hat in Mainz zu einer Schlägerei zwischen etwa 20 Jugendlichen geführt. Am Flussufer befanden sich mehrere Gruppen Jugendlicher, als ein unbekannter Mann aus einer Gruppe versuchte, ein 15-jähriges Mädchen aus einer anderen Gruppe zu küssen, wie die Polizei mitteilte. Die 15-Jährige wollte das nicht und als ihre gleichaltrige Freundin den Mann darauf ansprach, schlug er der Freundin unvermittelt ins Gesicht. Die Freunde beider Seiten beteiligten sich anschließend am Freitagabend ebenfalls an der Auseinandersetzung, die in einer Schlägerei endete. Der Mann und seine Freunde flohen vor dem Eintreffen der Polizei in verschiedene Richtungen.

16.21 Uhr: Hertz bestellt bei Tesla 100.000 Elektroautos

Der Autovermieter Hertz bestellt beim US-Elektroautobauer Tesla 100.000 Autos. Die Fahrzeuge sollen künftig in den USA und in "ausgewählten Städten in Europa" angeboten werden, wie Hertz mitteilte. Kunden werden von November an das Tesla "Model 3" mieten können. Der Autovermieter will außerdem an seinen Standorten tausende Ladestationen installieren.

16.19 Uhr: Mindestlohn in Großbritannien soll auf umgerechnet 11,26 Euro steigen

In Großbritannien soll der Mindestlohn im kommenden Jahr steigen - umgerechnet auf 11,26 Euro pro Stunde. Wie das Finanzministerium in London mitteilte, wird eine Anhebung des Mindestlohns von derzeit 8,91 Pfund auf 9,50 Pfund angestrebt. Offiziell vorgestellt werden soll die Anhebung bei der Präsentation des Haushaltsplans durch Finanzminister Rishi Sunak am Mittwoch im Parlament. 

16.17 Uhr: Mutmaßliche Polizeigewalt in Pforzheim: Stuttgarter Polizei ermittelt

Im einem mutmaßlichen Fall von Polizeigewalt in Pforzheim hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Körperverletzung im Amt eingeleitet. 

Vom dem Zugriff gegen einen 25-Jährigen kursieren Videoaufnahmen im Internet. Zu sehen ist unter anderem, wie ein Polizist einen am Boden liegenden und fixierten Mann schlägt. 

15.37 Uhr: Industriestaaten erreichen Ziel für Klimahilfen erst 2023

Die Industriestaaten werden ihr 2009 gesetztes Ziel für jährliche Klimahilfen für ärmere Länder verfehlen. Die versprochenen 100 Milliarden Dollar an Hilfen pro Jahr für die Bekämpfung des Klimawandels werden voraussichtlich erst ab 2023 erreicht, wie Regierungsvertreter von Deutschland, Großbritannien und Kanada  mitteilten. Die reicheren Länder hatten sich zu dieser Summe jährlicher Hilfen ab 2020 verpflichtet.

15.08 Uhr: Seenotretter finden totes Kind in Flüchtlingsboot vor Kanarischen Inseln

In einem Flüchtlingsboot vor den Kanaren haben spanische Seenotretter ein totes Kind gefunden. Wie die Küstenwache mitteilte, befanden sich auf dem sieben Meter langen Boot etwa 50 Migranten - die Hälfte davon Frauen und Kinder. Das Boot sei von der Nordwestküste Afrikas aufgebrochen und am Sonntagabend südwestlich der Insel Gran Canaria aufgegriffen worden.

Neben dem etwa fünfjährigen toten Kind befanden sich der Küstenwache zufolge auch zwei Säuglinge, zwei Sechsjährige und ein siebenjähriges Kind an Bord, die gerettet werden konnten.

14.59 Uhr: Fußgänger stirbt bei Unfall auf der Autobahn 44 nahe Dortmund

Auf der Autobahn 44 nahe Dortmund ist ein Fußgänger von einem Sattelzug erfasst worden und gestorben. Das Auto des 36-Jährigen stand zu dem Zeitpunkt auf dem Seitenstreifen, wie eine Sprecherin der Polizei Dortmund sagte. Unklar war zunächst, wieso der Mann aus Unna zu Fuß auf der Fahrbahn unterwegs war.

14.30 Uhr: Studie: E-Commerce fördert Handel mit gefälschten Waren

Der Online-Handel wird nach einer Studie in großem Umfang für den Vertrieb von Fälschungen missbraucht. Der sogenannte E-Commerce, der Handel mit Waren oder Dienstleistungen im Netz, sei zur "wichtigsten Triebfeder für den Vertrieb von nachgeahmten Produkten" geworden, heißt es in einer gemeinsamen Studie des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die am EUIPO-Sitz im ostspanischen Alicante veröffentlicht wurde.

Über die Hälfte (56 Prozent) der an den EU-Grenzen sichergestellten gefälschten Waren wurden demnach im Online-Handel erworben. Mehr als 75 Prozent dieser beschlagnahmten Waren stammten aus China, hieß es. Dahinter folgen mit großem Abstand Hongkong mit 5,7 Prozent, die Türkei (5,6) sowie Singapur (3,3). Bei den beschlagnahmten Produkten aus dem elektronischen Geschäftsverkehr handelt es sich laut der Studie vorwiegend um Parfümeriewaren und Kosmetika, pharmazeutische Erzeugnisse und Sonnenbrillen.

14.00 Uhr Bundesregierung hofft auf Einsicht bei ungeimpftem Bayern-Spieler Kimmich

Die Bundesregierung hofft darauf, dass sich Bayern-Profi Joshua Kimmich doch noch impfen lässt. Es gebe "klare und überzeugende Antworten von nationalen und internationalen Experten" für Menschen, die Bedenken wegen der Impfung gegen das Coronavirus hätten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. "Ich hoffe, dass Joshua Kimmich diese Informationen alle nochmal auf sich wirken lässt und sich dann auch vielleicht für die Impfung entscheiden kann."

14.15 Uhr: Usbekistans Präsident gewinnt Wiederwahl wie erwartet deutlich

Usbekistans Staatschef Schawkat Mirsijojew hat mit deutlicher Mehrheit die Präsidentschaftswahl in dem zentralasiatischen Land gewonnen. Mirsijojew erhielt laut vorläufigen Ergebnissen 80,1 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission mitteilte. Seine Wiederwahl galt als sicher, echte Oppositionskandidaten bei der Abstimmung am Sonntag gab es nicht.

13.55 Uhr: Deutschland verfehlt Sammelziel bei Elektroschrott deutlich

Deutschland hat 2019 das Sammelziel bei Elektroschrott nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) deutlich verfehlt. Insgesamt wurden 947.067 Tonnen Elektroaltgeräte von den Kommunen, Händlern und Herstellern in Deutschland eingesammelt, wie eine nun veröffentlichte Auswertung des UBA ergab. Dies entspreche einer Sammelquote von 44,3 Prozent. Das seit 2019 in allen EU-Ländern geltende Mindestsammelziel von 65 Prozent sei damit deutlich verfehlt worden.

13.48 Uhr: Polizei: 14-Jährige starb durch Stich in die Brust

Die getötete 14-Jährige in München ist nach Polizeiangaben an einem Stich in die Brust gestorben. Ein 17 Jahre alter Jugendlicher, der mit dem Mädchen befreundet war, wurde am Montagmorgen am Pasinger Bahnhof in München festgenommen, wie die das Polizeipräsidium mitteilte. Er sollte im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Schülerin war am Sonntagmorgen tot in der Wohnung ihrer Eltern entdeckt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde sie in der Nacht zum Sonntag getötet. Die Polizei leitete daraufhin eine großangelegte Fahndung nach dem Tatverdächtigen ein.

13.45 Uhr: Schlechte Aussichten für Kohl-Witwe im Streit mit Ghostwriter

Im Streit um eine Millionen-Entschädigung nach einer umstrittenen Buchveröffentlichung kann sich die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl wenig Hoffnung machen. Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte in Karlsruhe, dass ein Anspruch auf solche Geldentschädigungen wegen verletzter Persönlichkeitsrechte grundsätzlich nicht vererblich sei und der Senat in diesem Fall auch keine Ausnahme sehe. Sein Urteil will der BGH erst später verkünden.

13.40 Uhr: Nach Razzia im Kreis Düren: Kein Strontium aus Bundeswehr-Beständen

Das radioaktive Material, das bei einem in Nordrhein-Westfalen verhafteten Bundeswehroffizier entdeckt worden war, soll nicht aus Beständen der Bundeswehr stammen. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums versicherte in Berlin, "dass die Bundeswehr über keinerlei derartige Munition verfügt". Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober neben Schusswaffen, Granaten und Minen auch radioaktives Strontium-90 entdeckt. Die Ministeriumssprecherin erklärte, die Bundeswehr verwende zwar Signalmunition mit sehr geringen Mengen von Strontium-Nitrat – dieses Material sei jedoch "nicht strahlend" und befinde sich auch in handelsüblichen Feuerwerkskörpern.

13.38 Uhr: Studie: Atomkraft ist für Frankreich die billigste Lösung

Der Bau neuer Atomkraftwerke ist nach einer französischen Studie die billigste Lösung für Frankreich, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. In jedem Fall müssten aber auch erneuerbare Energieträger massiv ausgebaut werden, heißt es einer Studie des Netzbetreibers RTE, die in Paris vorgestellt wurde. "Neue Atomreaktoren zu bauen, ist aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll", heißt es in der Studie.

"Klimaneutralität ist nicht zu erreichen, wenn nicht auch die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden", heißt es in der Studie weiter. Dies gelte auch für die Szenarien, in denen neue Atomkraftwerke gebaut werden. Selbst im Fall eines massiven Ausbaus der Atomenergie müsse die Solarproduktion versiebenfacht werden, und die Produktion durch Windräder müsse um das Zweieinhalbfache steigen.

13.32 Uhr: Morawiecki warnt: EU soll keinen "Dritten Weltkrieg" beginnen

Im Streit um die Rechtsstaatlichkeit hat Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki die EU davor gewarnt, versprochene Gelder für sein Land zurückzuhalten, und dabei von einem "Dritten Weltkrieg" gesprochen. "Wenn sie den Dritten Weltkrieg beginnen, werden wir unsere Rechte mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen", sagte Morawiecki der britischen Zeitung "Financial Times". Er schloss auch nicht aus, dass Warschau wichtige EU-Vorhaben wie das Klima-Paket blockieren könnte. Hintergrund des aktuellen Streits ist ein Urteil des polnischen Verfassungsgerichts, nach dem wesentliche Teile des EU-Rechts nicht mit Polens Verfassung vereinbar sind.

13.23 Uhr: Frau nach Flucht aus saarländischem Gefängnis in Dominikanischer Republik aufgegriffen

Eine wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilte Frau aus dem Saarland ist aus einem Gefängnis geflohen und in der Dominikanischen Republik aufgegriffen worden. Die 55-Jährige wurde dort am vergangenen Donnerstag festgenommen, wie das Landespolizeipräsidium Saarland mitteilte. Seit Sonntag befindet sie sich wieder in Deutschland. Vor etwa anderthalb Wochen war die Frau nach einem Freigang im offenen Vollzug aus dem Gefängnis im rheinland-pfälzischen Zweibrücken geflüchtet. Im Dezember 2007 hatte sie das Landgericht Saarbrücken wegen gemeinschaftlichen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Demnach hatte sie 2006 einen Bekannten dazu angestiftet, ihren Exmann zu töten.

Die Beamten konnten ihren Fluchtweg nachverfolgen. Noch am Tag ihrer Flucht hatte sie sich mit ihrem Ehemann in die Dominikanische Republik abgesetzt. Dort checkte das Paar in einem Hotel im Ferienort Punta Cana ein. Beamte von Interpol brachten die 55-Jährige zurück nach Deutschland.

13.16 Uhr: Migration über Belarus: Polen erhöht Zahl der Soldaten an der Grenze

Polen will die Zahl der Soldaten an seiner Grenze zu Belarus auf rund 10.000 erhöhen. Hintergrund ist die gestiegene Zahl illegaler Einreisen über das Nachbarland. Künftig würden rund 2500 weitere Soldaten den Grenzschutz unterstützen, schrieb Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak auf Twitter.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Polen hat einen Stacheldrahtverhau entlang der Grenze zu Belarus errichtet. Der Bau einer dauerhaften Befestigung ist geplant.

12.47 Uhr: EMA prüft Zulassung eines Corona-Medikaments von Merck

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft die Zulassung eines Corona-Medikaments des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Wie die EMA mitteilte, leitete der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA ein fortlaufendes Prüfverfahren für das Medikament Molnupiravir zur Behandlung von erwachsenen Covid-19-Patienten ein. Molnupiravir ist ein antivirales Medikament in Pillenform, das von Merck & Co. zusammen mit Ridgeback Biotherapeutics entwickelt wurde.

12.40 Uhr: NRW-Justiz versteigert Bitcoin aus Drogenhandel

Die nordrhein-westfälische Justiz hat erstmals mit der Versteigerung von beschlagnahmten Bitcoin begonnen. Die Datenpakete der digitalen Kryptowährung stammen überwiegend aus dem Drogenhandel im Darknet, berichteten Staatsanwälte in Köln. Sie waren bei Kriminellen beschlagnahmt und eingezogen worden. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) startete die erste Auktion.

12.22 Uhr: Putsch im Sudan: General verkündet Auflösung der Regierung

Im ostafrikanischen Sudan hat der höchste Militärvertreter im Land, General Abdel Fattah al-Burhan, die Auflösung der Übergangsregierung verkündet. Im ganzen Land werde der Ausnahmezustand verhängt, sagte al-Burhan in einer Fernsehansprache. 

12.15 Uhr: Zoll: Mehr als 56.600 Strafrechts-Ermittlungen wegen Schwarzarbeit

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zoll hat im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 56.600 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten eingeleitet. Bei 1715 dieser Verfahren ging es um die Unterschreitung des Mindestlohns, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup hervorgeht. Von den Verfahren entfielen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 2800 auf die Baubranche. Im Zusammenhang mit nichtgezahlten Mindestlöhnen ermittelte der Zoll dort in rund 450 Fällen. Insgesamt geht es bei den Ermittlungen der Finanzkontrolle um Schäden in Höhe von rund 457,2 Millionen Euro allein im ersten Halbjahr.

12.10 Uhr: Deutsche Botschaft im Sudan nur "eingeschränkt arbeitsfähig"

Nach dem mutmaßlichen Putschversuch im Sudan bleibt die deutsche Botschaft in dem ostafrikanischen Land vorerst geschlossen. "Die Botschaft ist derzeit nur eingeschränkt arbeitsfähig und daher heute für den Besucherverkehr geschlossen", teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin mit. Nach ihren Angaben hält sich derzeit eine "niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger" im Sudan auf. Diejenigen, die sich bei der Botschaft registriert haben, seien durch einen "Landsleute-Brief" über die aktuelle Lage informiert worden.

11.55 Uhr: Chefin der griechischen sozialdemokratischen Partei gestorben

Die Chefin der griechischen sozialdemokratischen Partei Bewegung für die Wende (KINAL), Fotini (Fofi) Gennimata, ist nach einem langen Krebsleiden im Alter von 56 Jahren gestorben. Die teilte die Regierung in Athen mit. "Wir alle trauern", erklärte der griechische Regierungssprecher Giannis Oikonomou im Staatsfernsehen. Gennimata war Mitglied zahlreicher Regierungen der traditionsreichen griechischen sozialdemokratischen Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok) zwischen 2000 und 2015. Zuletzt führte sie das Bündnis dieser Partei mit zahlreichen kleineren sozialdemokratischen Parteien unter dem Akronym KINAL, das mit 22 Abgeordneten drittstärkste Partei im Parlament in Athen mit 300 Sitzen ist. 

11.50 Uhr: Benzinpreis steigt in Großbritannien auf Rekordhoch

Der Preis für Benzin ist in Großbritannien auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Sonntag kostete ein Liter Benzin im Durchschnitt 142,94 Pence (169,14 Cent), wie der Autodienstleister RAC in Walsall mitteilte. Damit wurde ein neun Jahre alter Rekord gebrochen: Im April 2012 wurden 142,48 Pence für einen Liter bleifrei fällig, vor einem Jahr waren es 114,5 Pence. Ein 55 Liter fassendes Familienauto vollzutanken, kostet nach RAC-Angaben damit nun 15 Pfund mehr als im Oktober 2020. Diesel liegt hingegen mit durchschnittlich 146,5 Pence pro Liter noch knapp unter dem Allzeithoch von 147,93 Pence.

11.40 Uhr: 71-Jährige tot in Berliner Treppenhaus gefunden

In Berlin ist eine 71-Jährige tot im Treppenhaus eines Wohnhauses aufgefunden worden. Ein Nachbar entdeckte die Frau am Sonntagabend leblos in dem Haus im Ortsteil Westend und alarmierte die Polizei, wie die Beamten mitteilte. Aufgrund der Auffindesituation der Frau könne ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Die Mordkommission habe deshalb die weiteren Ermittlungen übernommen.

11.06 Uhr: UNO: Treibhausgaskonzentration in Atmosphäre 2020 auf neuem Höchststand

Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre hat im Jahr 2020 neue Höchstwerte erreicht. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sei sogar noch höher ausgefallen, als die durchschnittliche Zunahme in den vergangenen zehn Jahren, heißt es in einem nun veröffentlichten Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wenige Tage vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 in Schottland. Die Erreichung der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens sei angesichts dieser Entwicklung gefährdet.

10.55 Uhr: Schwuler Mann in Berlin mit Schusswaffe bedroht

Ein schwules Paar ist in Berlin mit einer Schusswaffe bedroht worden. Ein bisher unbekannter Jugendlicher habe damit auf den Kopf eines der beiden Männer (40) gezielt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei Teil einer Gruppe von Jugendlichen gewesen, die vor dem U-Bahnhof Nollendorfplatz in Schöneberg zunächst laut grölten, als die beiden Männer sich dort am Sonntagabend küssten und umarmten. Die Jugendlichen seien schließlich laut lachend weitergezogen.

Unklar ist, um welche Art Waffe es sich handelte. Schreckschusspistolen, die man frei kaufen kann, sind in manchen Gegenden der Innenstadt bei jungen Männern beliebt und verbreitet. Ermittelt wird nun vom Staatsschutz der Kriminalpolizei wegen Verdachts der homophob motivierten Bedrohung.

10.25 Uhr: Polizei fasst Tatverdächtigen nach Tötung von 14-Jähriger in München

Im Fall der gewaltsam getöteten 14-Jährigen in München ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Einsatzkräfte der Bundespolizei hätten einen 17-Jährigen festgenommen, teilte die Polizei in München mit. Weitere Details wollten die Ermittler mittags bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. Die Schülerin war am Sonntagmorgen in einer Wohnung gefunden worden. Versuche, die 14-Jährige wiederzubeleben, blieben erfolglos.

10.05 Zahl der Todesopfer nach Amokfahrt von Trier steigt auf sechs

Knapp elf Monate nach der Amokfahrt von Trier ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Ein 77-Jähriger erlag seinen schweren Verletzungen, wie die Stadt Trier mitteilte. Bei ihm handle es sich um den Ehemann einer bei der Tat getöteten Frau. Der Mann wurde bei der Amokfahrt schwer verletzt und verbrachte nach Angaben der Stadt lange Zeit in Kliniken. Demnach kehrte er erst vor wenigen Wochen aus einer Reha zurück. Wenige Tage nach der Beerdigung seiner Frau erlitt er einen Rückfall und kam erneut in ein Krankenhaus. Von den Folgen erholte er sich nicht. Der 77-Jährige starb am Freitag.

9.45 Uhr: Steuererleichterungen für Schiffe mit Union Jack

Schiffe mit gehisster britischer Flagge können in Großbritannien künftig auf Steuererleichterungen hoffen. "Nun, da wir die EU verlassen haben, ist es Zeit für uns, der britischen Schifffahrtsindustrie zu helfen, zu wachsen und im weltweiten Markt zu bestehen", sagte Finanzminister Rishi Sunak laut einer Mitteilung, die die Regierung vor der offiziellen Vorstellung ihrer Haushaltspläne am kommenden Mittwoch verschickte.

Ab April 2022 sollen Schifffahrtsunternehmen, die den Union Jack hissen, daher bevorzugt bei Bewerbungen für die sogenannte Tonnagebesteuerung behandelt werden. Die Steuerlast der Unternehmen wird bei dieser Methode nicht anhand der Gewinne berechnet, sondern anhand der Tragfähigkeit ihrer Schiffe. Außerdem sollen Reedereien bessere Chancen auf Steuererleichterungen haben, die zur Erreichung von Großbritanniens Klimazielen beitragen. Dazu gehören etwa Forschungsmissionen oder Schiffe, die Kabel zu Windfarmen verlegen.

9.40 Uhr: Hurrikan "Rick" legt vor Mexiko an Stärke zu

Der Hurrikan "Rick" hat vor der mexikanischen Pazifikküste weiter an Stärke gewonnen. Mit Windgeschwindigkeiten von 155 Kilometer pro Stunde bewegte er sich direkt auf das Festland zu, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte. Das Zentrum des Wirbelsturms lag zu dem Zeitpunkt rund 55 Kilometer südlich des Badeortes Zihuatanejo. "Rick" sollte noch im Laufe des Montags auf Land treffen. Die Meteorologen warnten vor Überschwemmungen und starken Regenfällen von örtlich bis zu 50 Litern pro Quadratmeter.

9.35 Uhr: Ureinwohner der Osterinsel stimmen gegen Wiedereröffnung für Tourismus

Die Ureinwohner der Osterinsel haben in einem Referendum entschieden, ihre Insel vorerst nicht wieder für Touristen zu öffnen. 67 Prozent der Rapa Nui stimmten gegen eine Aufhebung der vor fast zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Abschottung, wie die Gemeinschaft auf mehreren Online-Plattformen mitteilte. Die Wahlbeteiligung unter den Ureinwohnern lag allerdings bei weniger als 20 Prozent.

9.30 Ur: Mann von im Iran festgehaltener Britin beginnt Hungerstreik in London

Der Ehemann der im Iran festgehaltenen iranisch-britischen Doppelstaatlerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist in London aus Protest in einen Hungerstreik getreten. Zwar sei der Iran hauptverantwortlich für die Situation seiner Frau, aber auch "Großbritannien lässt uns im Stich", schrieb Richard Ratcliffe, der am Sonntag in Westminster seinen Streik vor dem britischen Außenministerium begann, in einem Statement. Vor zwei Jahren war er schon einmal für rund zwei Wochen in den Hungerstreik getreten.

Die britische Regierung hatte kürzlich zum wiederholten Male ein Ende der Strafverfolgung und eine Freilassung von Nazanin Zaghari-Ratcliffe gefordert. Die 43-Jährige ist im Iran erneut zu einer einjährigen Haftstrafe wegen Propaganda gegen das iranische Regime verurteilt worden. Ratcliffe forderte Premierminister Boris Johnson auf, den Fall zu Chefsache zu machen.

9.20 Uhr: Deutschlands Exporte in Drittstaaten im September erneut zurückgegangen

Die deutsche Exportwirtschaft hat sich auch im September nicht erholen können. Die Ausfuhren in Drittstaaten nahmen im Vergleich zum August kalender- und saisonbereinigt um 0,4 Prozent ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereits im Juni, Juli und August waren die Exporte in Drittstaaten im Vormonatsvergleich kalender- und saisonbereinigt gesunken. 

9.05 Uhr: Studie: Jeder Achte fürchtet wegen Digitalisierung um eigenen Job

Etwa jeder achte Arbeitnehmer in Deutschland fürchtet einer neuen Erhebung zufolge wegen der anhaltenden Digitalisierung in der Arbeitswelt um den eigenen Job. Zwölf Prozent der Befragten äußerten in einer Jobstudie des Beratungsunternehmens EY Sorgen, dass ihr Arbeitsplatz infolge neuer technologischer Entwicklungen künftig in Gefahr geraten könnte. 88 Prozent der Befragten führten in dieser Hinsicht dagegen keine Bedenken an. Die Studie lag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vor.

8.55 Uhr: Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Die angedrohte Ausweisung von zehn westlichen Diplomaten aus der Türkei hat die Landeswährung Lira auf ein Rekordtief absacken lassen. Am frühen Montagmorgen wurden 9,80 Lira für einen Dollar verlangt, dann erholte sich der Kurs leicht und lag bei 9,73 Lira. Die türkische Währung ist seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar bereits um 24 Prozent gefallen. Auch gegenüber dem Euro gab sie stark nach.

8.22 Uhr: Amnesty International schließt seine Büros in Hongkong

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schließt eigenen Angaben zufolge ihre Büros in Hongkong. Wie die Organisation mitteilte, erfolgte der Schritt aufgrund des von Peking erlassenen sogenannten Sicherheitsgesetzes. Das Gesetz mache es Menschenrechtsorganisationen in Hongkong "praktisch unmöglich, frei und ohne Angst vor ernsthaften Vergeltungsmaßnahmen seitens der Regierung zu arbeiten".

8.20 Uhr: Suche nach Verdächtigem im Fall getöteter 14-Jähriger geht weiter

Nach dem gewaltsamen Tod einer 14-Jährigen in München sucht die Polizei weiter nach einem 17 Jahre alten Verdächtigen. Allerdings beschränkten sich die Ermittlungen nicht nur auf den Jugendlichen, es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Hintergründe der Tat waren zunächst weiter unklar. Die Polizei machte auch keine Angaben dazu, warum der 17-Jährige als verdächtig gilt. Die Beamten waren am Sonntagmorgen zu einem Haus im Münchner Stadtbezirk Bogenhausen gerufen worden, wo die Schülerin gefunden wurde. Rettungskräfte hätten noch vergeblich versucht, das Mädchen zu reanimieren. Die Leiche des Mädchens soll obduziert werden.

8.05 Uhr: Lauterbach sieht "riesige Baustellen" im Gesundheitswesen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht "riesige Baustellen" im deutschen Gesundheitswesen. In den vergangenen zwei Jahren seien sehr viele Probleme coronabedingt nicht angefasst worden, sagte der Sozialdemokrat dem "Kölner Stadt-Anzeiger/Leverkusener Anzeiger" vor dem Start der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition am Mittwoch. "Die Krankenhäuser sind stark defizitär, insbesondere die Unikliniken. Der Ausbau der Digitalisierung ist ins Stocken geraten, sowohl in den Praxen als auch in Krankenhäusern. Die Krankenkassen machen zweistellige Milliardendefizite. Es gibt erhebliche Probleme in der Vorbeugemedizin", zählte Lauterbach auf.

8.00 Uhr: Corona-Ausbruch in China: Zehntausende dürfen nicht aus dem Haus

China stemmt sich mit strengen Maßnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus bisher weitgehend im Griff. Jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, die dann mit großem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden.

7.05 Uhr: Bericht: Neuer Rekord bei Geldwäsche-Meldungen in Deutschland

Im laufenden Jahr wird es in Deutschland voraussichtlich einen neuen Höchststand bei den Verdachtsmeldungen auf Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Umsatzsteuerbetrug geben. "Wir werden in diesem Jahr deutlich über 200.000 Meldungen haben, das wird ein neuer Rekord", sagte der Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls, Christof Schulte, dem "Tagesspiegel". Letztes Jahr seien bei 144.000 Verdachtsmeldungen, dem bisherigen Rekord, etwa 25.000 Meldungen gemäß des risikobasierten Ansatzes an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet worden.

6.20 Uhr: Bewaffnete nehmen führende Regierungsmitglieder im Sudan fest

Nach wochenlangen Spannungen zwischen dem Militär und der zivilen Übergangsregierung haben im Sudan Bewaffnete mehrere führende Regierungsmitglieder festgenommen – darunter Regierungschef Abdalla Hamdok. Die Festnahmen hätten in ihren Häusern stattgefunden, hieß es aus Regierungskreisen. amdok habe sich zuvor geweigert, den "Putsch" der Soldaten zu unterstützen, teilte das Informationsministerium am Montag mit. Er sei an einen "unbekannten Ort" gebracht worden. Wie AFP-Journalisten berichteten, wurde das Internet im ganzen Land abgeschaltet.

5.10 Uhr: RKI registriert 6573 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 110,1

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat den Wert von 110 erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 110,1 an. Zum Vergleich: Gestern hatte der Wert bei 106,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6573 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4056 Ansteckungen gelegen.

5.05 Uhr: Tödliche Filmwaffe bei Baldwin-Dreh enthielt laut Durchsuchungsbericht Patrone

Drei Tage nach dem Tod von Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins durch eine versehentlich ausgelöste Requisitenwaffe an einem Western-Set in New Mexiko hat die Polizei Details aus zwei Untersuchungsberichten veröffentlicht. Demnach hatte ein Regieassistent Schauspieler Alec Baldwin bei der Übergabe der Pistole versichert, dass es sich um eine "kalte Waffe" ohne Munition handele. Der Assistent habe nicht gewusst, dass eine Patrone in der Waffe steckte, heißt es in dem Bericht weiter.

Der Regieassistent, der Baldwin die Waffe gab, habe bereits bei einer früheren Produktion Sicherheitsstandards verletzt, hatte am Sonntag eine Technikerin für Spezialeffekte und Pyrotechnik dem Sender NBC gesagt. Sie hatte mit dem Assistenten demnach 2019 für die Reihe "Into the Dark" beim Streaminganbieter Hulu gearbeitet. Das Produktionsteam dort erklärte, dass keine Beschwerden damals vorgebracht worden seien. US-Medien berichteten zudem über Kritik an der 24 Jahre alten Waffenmeisterin, die für die ordnungsgemäße Handhabung aller Waffen am Set zuständig war.

3.40 Uhr: Mindestens drei Bergsteiger bei Lawine auf Vulkan in Ecuador getötet

Bei einem Lawinenabgang auf einem schneebedeckten Vulkan in Ecuador sind gestern mindestens drei Bergsteiger getötet worden. Drei Menschen würden zudem vermisst, teilten die Rettungskräfte der Feuerwehr von Quito mit. Zuvor waren vier Tote gemeldet worden. Bei dem Lawinenabgang seien zudem drei Menschen verletzt geborgen worden.

Die Lawine traf nach Behördenangaben eine Gruppe von 16 Bergsteigern in einer Höhe von 6100 Metern auf dem Vulkan Chimborazo, dem höchsten Gipfel Ecuadors. Medienberichten zufolge waren alle Mitglieder der Gruppe aus Ecuador. Die Lawine sei durch "Wetterbedingungen" ausgelöst worden, nicht etwa durch vulkanische Aktivität. 

3.25 Uhr: Schweres Unwetter im Süden Brasiliens: Fast 1000 Häuser beschädigt

Starker Wind und Hagel haben an 938 Häusern im südlichen brasilianischen Bundesstaat Paraná Schäden verursacht. Am meisten betroffen war die Stadt Foz do Iguaçu an der Grenze zu Paraguay und Argentinien, wo nach einer Mitteilung des Zivilschutzes des Paraná 600 Häuser beschädigt wurden. 851 Menschen waren demnach betroffen, verletzt wurde niemand.

2.25 Uhr: DGB: Tarifflucht und Lohndumping kosten Sozialversicherungen 30 Milliarden Euro

Durch Tarifflucht und Lohndumping gehen den Sozialversicherungen in Deutschland jährlich etwa 30 Milliarden Euro verloren. Wie aus einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervorgeht, belaufen sich die Mindereinnahmen für die Sozialversicherungen im Westen auf 19,5 Milliarden Euro, im Osten auf 10,3 Milliarden Euro.

0.25 Uhr: Steigende Corona-Zahlen bei Kindern: Lauterbach fordert bundesweite Tests

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern gewarnt. "Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Lauterbach forderte eine bundesweit einheitliche Test-Strategie an Schulen. 

cl / yks / fs AFP DPA

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