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News von heute USA behalten Corona-Reisebeschränkungen bei

Ankunftsbereich im Flughafen Washington Dulles International
Ankunftsbereich im Flughafen Washington Dulles International
© epa Shawn Thew / DPA / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.08 Uhr: Biden kündigt Ende von Kampfhandlungen der US-Truppen im Irak an

US-Präsident Joe Biden hat ein Ende der Kampfhandlungen der US-Truppen im Irak angekündigt. Die Beziehungen der beiden Länder würden in eine "neue Phase" eintreten, sagte Biden zum Auftakt der Gespräche mit dem irakischen Regierungschef Mustafa al-Kadhemi im Weißen Haus. Die USA würden sich Ende des Jahres nicht mehr in Kampfeinsätzen im Irak befinden. Die Rolle der USA bestehe weiterhin in der Unterstützung des Irak im Umgang mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), sagte Biden weiter. Eine konkrete Zahl zur künftigen Truppenstärke nannte er nicht.  

21.15 Uhr: Acht Tote bei Massenkarambolage durch Sandsturm in den USA

Ein Sandsturm hat im US-Bundesstaat Utah zu einer Massenkarambolage geführt, bei der acht Menschen getötet wurden. Der Sturm habe die Sicht auf einer vielbefahrenen Autobahn im Westen Utahs auf nahezu Null reduziert, erklärten Behördenvertreter. Unter den Toten seien auch Kinder. Mehrere Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, mindestens drei schwebten demnach in Lebensgefahr.

Rund 20 Fahrzeuge waren am Sonntag in eine "Serie von Zusammenstößen" rund 240 Kilometer südlich von Salt Lake City verwickelt, wie die Behörden mitteilten. Videos, die von vorbeifahrenden Autofahrern aufgenommen wurden, zeigten Lkw, Wohnmobile, Autos und Anhänger teilweise ineinander verkeilt und von Trümmern umgeben, die auf der Fahrbahn verstreut waren. Laut den Behörden saßen fünf der Toten in einem einzigen Fahrzeug.

21.07 Uhr: IOM: Mindestens 57 Tote bei Schiffsunglück vor Libyen

Mindestens 57 Migranten sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste im Mittelmeer ertrunken. Überlebende hätten gesagt, dass unter den Toten mindestens 20 Frauen und zwei Kinder seien, schrieb eine IOM-Sprecherin auf Twitter. Wie viele Menschen das Unglück überlebten, sagte sie nicht. Der offizielle Twitter-Account der IOM in Libyen erklärte, die Tragödie unterstreiche die Notwendigkeit staatlicher Rettungs-Kapazitäten auf "dieser gefährlichen Route".

19.19 Uhr: USA wollen Corona-Reisebeschränkungen vorerst nicht lockern

Die USA wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufheben. "Wegen der Delta-Variante werden wir die bestehenden Reisebeschränkungen an dieser Stelle beibehalten", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Wegen der Delta-Variante würden die Corona-Fallzahlen steigen – vor allem unter den Ungeimpften. "Und es scheint wahrscheinlich, dass sich das in den kommenden Wochen fortsetzen wird", so Psaki weiter.

Die EU hatte die Mitgliedsstaaten bereits im vergangenen Monat aufgefordert, Beschränkungen für Reisende aus den USA und mehreren anderen Ländern schrittweise aufzuheben. Deutschland hatte daraufhin Einreisen unter anderem aus den USA "zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschließlich Tourismus" wieder erlaubt.

Dass die USA im Gegenzug ihre Einschränkungen für Reisende aus Europa nicht lockerten, sorgte für Kritik unter anderem aus der deutschen Wirtschaft. Eine Einreise aus dem Schengen-Raum in die USA ist für Ausländer in der Regel weiterhin nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. Die Biden-Regierung hat stets betont, sie lasse sich bei ihren Entscheidungen in der Pandemie von wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten.

18.52 Uhr: Alfred Biolek wird im Familienkreis beigesetzt

Der in der vergangenen Woche gestorbene Entertainer Alfred Biolek soll seine letzte Ruhestätte auf dem Kölner Melatenfriedhof bekommen. Nach der Einäscherung werde zunächst ein Kondolenzbuch neben der Urne ausgelegt werden, sagte sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie der Nachrichtenagentur DPA. Anschließend werde die Urne nur im Kreis der Familie und enger Wegbegleiter auf dem Melatenfriedhof beigesetzt. Der Tag stehe noch nicht fest. Biolek war am Freitag 87-jährig in seiner Kölner Wohnung gestorben. 

18.36 Uhr: England: Zwei 14-Jährige wegen Mordes an Teenager schuldig gesprochen

In England hat ein Gericht zwei 14-Jährige wegen des Mordes an einem 13-Jährigen schuldig gesprochen. Die Teenager hätten den Jungen zusammen mit einem 14 Jahre alten Mädchen in einem Park in der Stadt Reading in einen Hinterhalt gelockt, urteilte das Gericht. Einer der Verurteilten war zum Tatzeitpunkt noch 13 Jahre alt. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Den beiden Tätern droht lebenslange Haft.

Die Angeklagten hatten den Mordvorwurf zurückgewiesen. Der Ältere der beiden Jungen und das Mädchen hatten in dem Prozess aber Totschlag eingeräumt. Ein Urteil zu der 14-Jährigen stand noch aus.

17.59 Uhr: New York: Impfung oder wöchentliche Tests für städtisches Personal

Nach dem medizinischen Personal müssen in New York ab Mitte September auch alle städtischen Mitarbeiter entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich wöchentlich testen lassen. Das teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Unter die zum Schulanfang in Kraft tretende Regelung fallen rund 340.000 städtische Angestellte, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal.

17.32 Uhr: Streit ums Preisgeld – Prozess um deutsche Realityshow

Eine Realityshow des Privatsenders ProSieben beschäftigt drei Jahre nach dem Finale die Justiz. Ein Teilnehmer klagt am Düsseldorfer Landgericht gegen den damaligen Gewinner, der ihm einen Teil des 100.000-Euro-Gewinns versprochen haben soll. Der Mann aus der Nähe von Bonn will 20.000 Euro vom Gewinner der Show "Get the f*ck out of my house" haben. (Az.: 16 O 32/21). Es geht um die Staffel von 2018. Der Prozess spielt sich unter Teilnehmern ab, der Sender hat damit nichts zu tun. Der Kläger sagt, das Geld stehe ihm aufgrund einer am Rande der Show getroffenen mündlichen Absprache zu. Das Gericht muss nun klären, ob es diese Absprache überhaupt gab und falls ja, ob sie dann ein rechtsgültiger mündlicher Vertrag war.

Bei der Sendung ging es darum, dass 100 Teilnehmer bis zu einem Monat lang in einem Haus lebten, das eigentlich nur groß genug für vier Leute war. Wer es am längsten dort aushielt, bekam am Ende 100.000 Euro. Nach Darstellung des Klägers hatten die drei zuletzt verbliebenen Teilnehmer verabredet, dass – egal, wer gewinnt – der Gewinner den beiden anderen 20.000 Euro abgebe.

17.20 Uhr: Frau mit "Charlie Hebdo"-T-Shirt in London mit Messer angegriffen

In London ist eine Frau mit einem "Charlie Hebdo"-T-Shirt mit einem Messer angegriffen worden. Die 39-Jährige sei nach der Attacke mit leichten Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt worden, teilte die Polizei mit. Der Täter konnte demnach entkommen, das Messer wurde am Tatort sichergestellt. Die Tat ereignete sich am Sonntagnachmittag in der "Speakers' Corner" des Londoner Hyde Parks, wo traditionell unter freiem Himmel Reden gehalten und Debatten geführt werden.

2015 waren bei einem islamistischen Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" zwölf Menschen ermordet worden. Die Satirezeitung war unter anderem wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zur Zielscheibe geworden.

17.18 Uhr: Biontech will Malaria-Impfstoff entwickeln

Das Mainzer Unternehmen Biontech will in den kommenden Jahren einen mRNA-Impfstoff gegen Malaria entwickeln. Man plane den Start einer klinischen Studie bis Ende 2022, teilte das Unternehmen mit. Ein mRNA-Impfstoff enthält den Bauplan für einen Teil des Erregers, der Körper kann so einen Impfschutz aufbauen. Das Kürzel mRNA steht für Boten-Ribonukleinsäure. Man wolle einen sicheren und hochwirksamen mRNA-Impfstoff mit länger anhaltender Immunität zur Vorbeugung von Malaria entwickeln, kündigte Biontech an. 

16.38 Uhr: Millionensumme für Erhalt historischer Schriften

Mit rund zwei Millionen Euro sollen mehrere historische Dokumente erhalten werden. Der Bund unterstützt in diesem Jahr unter anderem die Reinigung und Restaurierung des Archivs der Göttinger Orgelbaufirma Ott. Damit würden "unersetzliche Pläne und Zeichnungen zu über 1100 Orgelbauprojekten" gesichert, ließ Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mitteilen. Neben dem Projekt der Stiftung Niedersächsisches Wirtschaftsarchiv werde etwa die Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main unterstützt. Sie widme sich dem Erhalt zentraler Quellen zur Erforschung der Kolonialgeschichte. Seit 2017 seien über das Programm rund 13,7 Millionen Euro bereitgestellt worden, um schriftliches Kulturgut wie Akten, Handschriften und Bücher zu sichern.

16.33 Uhr: Umweltverbände werfen Laschet Falschaussage zur Kohlekommission vor

Die Umweltverbände Bund und Greenpeace haben Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) vorgeworfen, im ZDF-"Sommerinterview" falsche Angaben zur Arbeit der Kohlekommission gemacht zu haben. "Armin Laschet lügt oder ist falsch informiert, wenn er behauptet, BUND und Greenpeace hätten in der Kohlekommission 2038 für den Kohleausstieg vorgeschlagen", erklärte der Bund-Vorsitzende Olaf Bandt. "War Laschet falsch informiert oder hat er im Sommerinterview gelogen?" frage auch Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser, der selbst damals der Kohlekommission angehörte. Sowohl Bandt (Bund) und Kaiser (Greenpeace) betonten, seinerzeit einen Kohleausstieg schon bis 2030 vorgeschlagen zu haben.  

Laschet hatte in dem Interview am Sonntag ein Vorziehen des bisher für 2038 geplanten Kohleausstiegs abgelehnt. "Ich finde, Politik muss verlässlich sein", sagte er. "Wir haben eine Kohlekommission gehabt mit Wissenschaftlern, mit Greenpeace, mit dem BUND", argumentiert er. "Und die haben das Datum 2038 vorgeschlagen." 

15.32 Uhr: Bund – Ausreichend Impfstoff für "unmittelbare" Impfangebote

Für die Corona-Impfungen gibt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums inzwischen ausreichend Impfstoff, um allen Interessierten "unmittelbar" ein Impfangebot machen zu können. "Das zu Beginn der Impfkampagne ausgegebene Ziel, jeder impfwilligen Person bis Ende des Sommers ein Angebot einer Erstimpfung zu machen, wurde also bereits zu Anfang des Sommers und damit deutlich früher erreicht – und somit übererfüllt", heißt es in einem Bericht, mit dem Ressortchef Jens Spahn (CDU) den Gesundheitsausschuss des Bundestags und seine Länder-Kollegen über den Stand informierte.

"Jetzt ist es von besonderer Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger mit dem Angebot zu erreichen, die sich bisher noch nicht für eine Impfung entschieden haben", heißt es in dem Bericht weiter. Dafür seien konkrete niedrigschwellige Angebote vor Ort besonders wichtig. "Es besteht weniger ein Mangel an Information als mehr ein Mangel an Gelegenheit." 

15.05 Uhr: Aiwanger geht als Spitzenkandidat der Freien Wähler in die Bundestagswahl

Bayerns Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist nun auch bundesweiter Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl im September. Aiwanger, der auch Bundesvorsitzender ist, wurde auf einem kleinen Parteitag am Wochenende gekürt, wie die Freien Wähler mitteilten. Umfragen hatten die Freien Wähler in den vergangenen Monaten bundesweit bei maximal rund 3 Prozent gesehen. Aiwanger setzt allerdings darauf, die Fünf-Prozent-Hürde am Ende überspringen zu können – und hofft dann auch gleich auf eine Regierungsbeteiligung.

14.42 Uhr: Russland sperrt Dutzende Internetseiten von Kremlkritikern

Russland hat Dutzende Internetseiten von Kremlkritikern vor allem um den inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny gesperrt. Auf Beschluss der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau seien insgesamt 49 Seiten in Russland blockiert worden, teilte die unabhängige Organisation Roskomswoboda mit. Die Organisation setzt sich für einen freien Zugang zum Internet ein. Gesperrt worden sind demnach auch alle Seiten Nawalnys, darunter jene in den Regionen. Nicht mehr ohne Weiteres zugänglich waren zudem die Portale der Oppositionellen Ljubow Sobol, von Nawalnys Anti-Korruption-Stiftung und der unabhängigen Allianz der Ärzte, die etwa Missstände in der Corona-Pandemie in Russland aufgedeckt hatte. Die Blockierung kann zum Beispiel über eine geschützte Netzwerkverbindung (VPN) umgangen werden. Zuvor hatten die Behörden Nawalnys Organisationen als extremistisch eingestuft.

14.22 Uhr: Munition und Waffen bei Aufräumarbeiten nach Flut in Erftsatdt-Blessem gefunden

Bei den Aufräumarbeiten im schwer vom Hochwasser betroffenen Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen hat ein Helfer mehrere tausend Schuss Munition in einem vollgelaufenen Keller gefunden. Wie die Polizei mitteilte, fand der freiwillige Helfer beim Leerpumpen des Kellers am Freitag zudem Übungshandgranaten und meldete das der Bundespolizei. Ein Entschärfer des Landeskriminalamtes habe sich anschließend um die Fundstücke gekümmert. Der Hausbesitzer habe den Beamten freiwillig weitere Waffen übergeben: unter anderem zwei Gewehre, eine Pistole, einen Säbel und ein Bajonett. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet. Bereits am Freitag hatte die Polizei Köln mitgeteilt, dass bei Aufräumarbeiten im Kreis Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis immer wieder teilweise geladene Waffen gefunden werden. Wer Waffen oder Munition finde, solle umgehende den Notruf wählen.

14.13 Uhr: Griechenland startet Impfung für Kinder von 12 bis 15 Jahren

In Griechenland öffnet in den kommenden Tagen eine Online-Plattform, auf der für 12- bis 15-Jährige ein Termin zur Corona-Impfung gebucht werden kann. Das sagte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias dem Fernsehsender Skai. Erst vor kurzem hat das Land mit der Impfung von 16- und 17-Jährigen begonnen. In dieser Altersgruppe sind bereits rund 30.000 Termine vergeben worden. Kikilias geht davon aus, dass die Zahl vor allem zum Beginn des neuen Schuljahres im September noch weiter steigen wird. Ein Termin für Minderjährige kann nur vereinbart werden, wenn die Eltern zustimmen. Der Gesundheitsminister appellierte nochmals an die Menschen, sich vor der bevorstehenden Feriensaison impfen zu lassen.

13.50 Uhr: Bund will Katastrophenschutz nicht an sich ziehen

Nach der verheerenden Unwetterkatastrophe in Westdeutschland soll die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen beim Katastrophenschutz verbessert werden. Für eine neue zentrale Führungsrolle der Bundesbehörden zeichnet sich dagegen keine Mehrheit ab. Nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer sollte der Bund auf jeden Fall nicht die Verantwortung für den Katastrophenschutz an sich ziehen. Die im Katastrophenfall notwendigen Entscheidungen müssten weiter vor Ort getroffen werden, ein Eingreifen in die Kompetenzen von Ländern und Kommunen wäre hier der falsche Weg, sagte der CSU-Politiker im Bundestag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses.

13.29 Uhr: Bundesregierung erteilt Impflicht klare Absage

Die Bundesregierung hat einer Impfpflicht in Deutschland eine klare Absage erteilt. Eine solche soll es auch nicht durch die "Hintertür" geben, wie Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin sagte. "Wir wollen aber alles tun, um eine Situation, wie wir sie im Frühjahr hatten, zu vermeiden", sagte Demmer mit Blick auf die damaligen hohen Infektionsraten. 

Die aktuelle Lage biete trotz der noch niedrigen Zahlen Anlass zur Sorge. Der R-Faktor, der die Zahl der Ansteckungen durch einen infizierten Menschen beschreibt, sei derzeit hoch, innerhalb einer Woche seien die Fallzahlen um 75 Prozent gestiegen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, "müssen wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen". Für die Überlegungen, was dann zu machen sei, sei es aber von Bedeutung, dass doppelt Geimpfte und Genesene "nicht mehr relevant zum Infektionsgeschehen beitragen", betonte Demmer.

13.20 Uhr: Linke – Nicht-Geimpfte nicht unter Druck setzen

Die Linke hat davor gewarnt, nicht geimpfte Menschen unter Druck zu setzen. Stattdessen seien bessere Informationen und Impfmöglichkeiten notwendig, sagte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler in Berlin. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hatte am Wochenende mögliche Beschränkungen für Nicht-Geimpfte ins Gespräch gebracht, falls Deutschland eine hohe vierte Welle drohe. Schindler sprach von einer falschen Debatte zur falschen Zeit. Menschen die nicht geimpft seien, bräuchten keine Gängelung. Es gehe um bessere Impfangebote und nicht um einen Impfzwang. Er glaube, ein Großteil wolle sich impfen lassen.

13.20 Uhr: Gewalttat in Obdachlosenheim – Mann wurde Kopf abgetrennt

Ein 21-jähriger Mann soll in einer Obdachlosenunterkunft im niederbayerischen Regen einen Mitbewohner getötet und ihm den Kopf abgetrennt haben. Gestorben sei das 52-jährige Opfer laut Obduktionsergebnis durch eine Vielzahl von Messerstichen, teilte die Polizei mit. Es sehe so aus, als habe der Mann zum Zeitpunkt der Enthauptung nicht mehr gelebt. Der Tatverdächtige war wenige Stunden nach dem Tod des 52-Jährigen am vergangenen Montag festgenommen und später in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht worden. Das Tatmotiv sei noch unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Der Beschuldigte habe bisher keine Angaben zur Sache gemacht. Man gehe aber von einem Streit zwischen Täter und Opfer aus.

13.01 Uhr: WDR entwickelt digitales Angebot für Unwetterlagen

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) will ein digitales Angebot für Unwetterlagen entwickeln, das in Gefahrensituationen mehr Menschen erreicht. Der Sender wolle "behördlichen Katastrophenschutz künftig moderner und noch besser unterstützen", teilte Intendant Tom Buhrow mit. Der WDR war während der schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen wegen seiner Berichterstattung in die Kritik geraten. Buhrow erklärte, die geplante bessere Unterstützung des Katastrophenschutzes gehöre "zu den selbstkritischen Lehren, die wir jetzt ziehen." Der WDR sei offen für Kooperationen und biete insbesondere dem Katastrophenschutz und den Behörden an, hier zusammenzuarbeiten. 

12.36 Uhr: 2400 Visa für afghanische Ortskräfte ausgestellt

Das Auswärtige Amt hat bisher etwa 2400 Einreiseerlaubnisse für afghanische Helfer ausgestellt. Damit seien allen ehemaligen Ortskräften und ihren Familienangehörigen, die ihren Antrag in Masar-i-Scharif gestellt hätten, Visa erteilt worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. "Da läuft jetzt der Transport hin zu den Empfängern der Visa, und das ist auf einem sehr guten Weg. Wir konnten die Visa zu einem ganz großen Teil innerhalb weniger Tage bearbeiten", sagte sie. Die Bundesregierung will auch die Reisen von früheren Beschäftigten der Bundeswehr und der Polizeimission unterstützen. Ob mit Flugtickets oder möglicherweise auch Charterflügen, wird noch beraten. Kritik gibt es daran, dass nicht alle Helfer – beispielsweise Beschäftigte von Auftragsunternehmen – nach Deutschland einreisen dürfen.

12.21 Uhr: "Gefahrenlage" – Bundespolizei rettet Meerschweinchen

Ein vergessenes Meerschweinchen hat in Rostock einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Wie ein Sprecher der Polizei berichtete, wurden die Beamten wegen eines einsamen Pakets im Zug von Stralsund nach Rostock alarmiert. Ob von dem Pappkarton eine Gefahr ausging, sei den Polizisten unklar gewesen. Bei brütender Hitze um 30 Grad rückten sie unter anderenm mit Taschenlampe an und leuchteten in den mit schwarzem Klebeband umwickelten Karton, der oben Löcher hatte. Darin befanden sich aber keine gefährlichen Gegenstände – sondern ein Meerschweinchen, das wohl auf der Reise vergessen worden war. Das Tier sei wegen der gekühlten Luft im Waggon in einem "vernünftigen Zustand" gewesen, berichteten die Retter. Es kam in eine Tierklinik. So einen Fall hätten sie noch nie gehabt, sagte der Sprecher. "Eine Gefährdungslage lag nicht vor." Besitzer oder Besitzerin des Tierchens werden nun gesucht.

12.20 Uhr: Immer noch kein Strom und Trinkwasser in Teilen des Kreises Euskirchen

Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen auch rund zwölf Tage nach der Flutkatastrophe nicht wieder vollständig hergestellt. "Wir sind immer noch nicht bei hundert Prozent", sagte ein Sprecher des Kreises. In weiten Teilen von Bad Münstereifel und im Stadtgebiet von Euskirchen müsse das Wasser weiterhin abgekocht werden. Zudem seien noch nicht alle Gebieten wieder komplett mit Strom versorgt. Währenddessen schreiten die Aufräumarbeiten dort weiter voran. "Die Müllberge verschwinden langsam", sagte der Sprecher. "Aber es ist auch noch jede Menge zu tun." Zudem seien die Bachläufe und Abflüsse in den vergangenen Tagen auf Treibgut kontrolliert worden, um für eventuelle neue Regenfälle gewappnet zu sein.

12.19 Uhr: Lage in Tunesien angespannt – Soldaten umstellen Parlament

In Tunesien ist die Lage nach der Entmachtung von Ministerpräsident Hichem Mechichi gespannt. Das Parlament in der Hauptstadt Tunis ist von Sicherheitskräften umstellt. Aufgebrachte Demonstranten zogen dorthin und forderten Zugang. Einige versuchten, über das Tor zu klettern. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen.

Zuvor hatte Präsident Kais Saied den Regierungschef abgesetzt und die Arbeit des Parlaments für zunächst 30 Tage eingefroren. Zudem werde die Immunität aller Abgeordneten aufgehoben, kündigte Saied am Sonntagabend nach einem Treffen mit Militärvertretern an. Der ehemalige Juraprofessor versicherte, sich im Rahmen der Verfassung zu bewegen. Kritiker sprechen hingegen von einem Putsch. In dem nordafrikanischen Land kommt es wegen stark steigender Corona-Zahlen und der anhaltenden Wirtschaftskrise seit Tagen zu Protesten.

10.43 Uhr: Feuerwehr kämpft weiter gegen Flammen auf Urlaubsinsel Sardinien

Auf der italienischen Insel Sardinien kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen Brände im Westen. In der Provinz Oristano laufe der Einsatz ohne Pause, teilte die Feuerwehr mit. 60 Einheiten kämpfen demnach auf dem Boden gegen die Flammen. Außerdem seien fünf Löschflugzeuge im Einsatz. Griechenland und Frankreich schickten laut italienischer Zivilschutzbehörde je zwei Flieger, um beim Löschen aus der Luft zu unterstützen. Seit einigen Tagen lodern die Flammen im Westteil der Insel. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen, und Tausende Hektar Land verbrannten bislang, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Starke Winde trugen demnach zur Ausbreitung der Flammen bei.

News von heute: USA behalten Corona-Reisebeschränkungen bei

10.20 Uhr: Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt überraschend

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima sank um 0,9 Punkte auf 100,8 Zähler, wie das Münchner Institut bekanntgab. Das führende deutsche Konjunkturbarometer, das auf einer Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen basiert, sank damit erstmals seit Beginn des Jahres. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 102,5 Punkte gerechnet. Ausschlaggebend für den Rückgang ist die Einschätzung der künftigen Geschäfte. Hier ging der entsprechende Indexwert zurück, während die Bewertung der aktuellen Lage erneut besser war. "Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasten die deutsche Wirtschaft", so Ifo-Präsident Clemens Fuest.

10.13 Uhr: Zwei Tote bei lokalen Unwettern in Bayern und Sachsen

In Teilen Deutschlands haben örtliche Unwetter mit Starkregen und Sturmböen für Überflutungen und umstürzende Bäume gesorgt. In Bayern und Sachsen starben zwei Menschen. Bei Eglfing in Oberbayern kam laut Polizei ein 57-jähriger Jäger ums Leben, als sein Hochsitz im Wald offenbar vom Sturm umgerissen wurde. Im sächsischen Weißwasser starb nach Angaben der Polizei ein 67-Jähriger bei Pumparbeiten in seinem vom Starkregen überschwemmten Gartenhaus.

9.36 Uhr: Justizministerin Lambrecht bekräftigt Nein zur Impfpflicht

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben", sagte sie im Deutschlandfunk. "Ich vertrete die Auffassung, dass das nicht möglich wäre", sagte sie. "Das hat zum einen was damit zu tun, dass diese Impfung auch noch nicht so lange auf dem Markt ist, und ich halte es auch nicht für geboten." Gleichzeitig stellt Lambrecht klar, dass sie auch einer Impfpflicht für Mitarbeitende beispielsweise im Gesundheitswesen eine Absage erteilt. Impfverweigerer in Pflegeheimen oder den Krankenhäusern könnten stattdessen verpflichtend regelmäßig getestet werden. Die Tests könnten allerdings künftig kostenpflichtig werden, so Lambrecht.

9.27 Uhr: Zusammenschluss von Vonovia und Deutsche Wohnen gescheitert

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia ist bei der geplanten Übernahme des Branchenzweiten Deutsche Wohnen erneut gescheitert. Das Bochumer Unternehmen sicherte sich nach einer Mitteilung weniger als die nötigen 50 Prozent der Deutsche-Wohnen-Anteile. Bereits am Freitag hatte Vonovia bekanntgegeben, dass die Mindestannahmeschwelle voraussichtlich nicht erreicht wird. Vonovia konnte sich nur 47,62 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Deutsche Wohnen sichern. Vonovia hatte einen Mindestanteil von 50 Prozent als Bedingung in das Übernahmeangebot geschrieben. Diese Vollzugsbedingung sei "endgültig ausgefallen", heißt es in der Mitteilung.

9.24 Uhr: Dritte Medaille für das deutsche Olympiateam

9.08 Uhr: Sechs Menschen binnen 24 Stunden in Schottland ertrunken

In Schottland sind innerhalb von 24 Stunden bei verschiedenen Vorfällen insgesamt sechs Menschen ertrunken, darunter vier Jungen. Ein weiterer Junge liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, wie der Sender Sky News berichtete. Bei einem Familienausflug am Nordende des größten schottischen Sees Loch Lomond ertranken am späten Samstagnachmittag ein Neunjähriger, seine 29 Jahre alte Mutter sowie ein 41 Jahre alter Freund. Dessen neunjähriger Sohn kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Umstände des Unglücks waren zunächst unklar.

8.47 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro empfängt AfD-Vize Storch

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch zu einem Treffen empfangen. Die Bundestagsabgeordnete ließ ein Foto verbreiten, das sie während eines Brasilien-Besuchs zusammen mit dem rechtspopulistischen Staatschef zeigt. Storch schrieb dazu, ihre Partei wolle sich "stärker vernetzen und auf internationaler Ebene für unsere christlich-konservativen Werte einstehen".

8.04 Uhr: Krischer: Grüne wollen Bund beim Katastrophenschutz stärken

Vor der Sondersitzung des Bundestagsinnenausschusses zur Unwetterkatastrophe pocht die Grünen-Fraktion auf eine stärkere Katastrophenschutz-Koordinierung durch den Bund. Die kommunale Organisation des Katastrophenschutzes habe sich in der Vergangenheit "gut bewährt, wenn wir beispielsweise Hochwasserlagen hatten, die sich über Tage aufgebaut haben", sagte der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Oliver Krischer dem Sender WDR5. Man erlebe aber jetzt mit diesen Starkregenereignissen, dass Meteorologen früh Vorhersagen machen könnten. Diese Vorhersagen würden aber offensichtlich "nicht so übersetzt werden, dass die Behörden vor Ort sie verstehen". Schon gar nicht seien sie an die Menschen weitergegeben worden.

7.46 Uhr: FDP-Chef spricht sich gegen Impfpflicht in Deutschland aus

Der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. "Ich halte diesen Weg in Deutschland nicht für richtig, aber klar ist, dass wir handeln müssen", sagte Lindner im ZDF-Morgenmagazin und verwies auf die "steigenden, aber noch nicht bedrohlichen" Corona-Fallzahlen. Lindner forderte stattdessen unter anderem eine Fortsetzung der Test-Strategie. 

7.31 Uhr: Österreichs Kanzler rechnet mit Anklage wegen Vorwurfs der Falschaussage vor Ibiza-Ausschuss

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet mit einer Anklage der Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Falschaussage vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss. "Das kann leicht sein", sagte Kurz in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen" über eine mögliche Anklage. Er könne jedoch auch nach wiederholter Lektüre der Vorwürfe "nach wie vor nicht erkennen, wo ich etwas Falsches gesagt hätte". 

7.18 Uhr: Israel beschießt nach Angriffen mit Brandballons Hamas-Stützpunkt

Nach Angriffen militanter Palästinenser mit Brandballons hat Israels Armee eine Militärbasis der im Gazastreifen herrschenden Hamas beschossen. Kampfjets hätten den Stützpunkt angegriffen, der für Terroraktivitäten genutzt worden sei, teilte das Militär in der Nacht mit.

Israel habe damit auf Angriffe aus dem Gazastreifen mit Brandballons reagiert, hieß es in der Mitteilung. Militante Palästinenser lassen von dort immer wieder Ballons, die mit Spreng- und Brandsätzen beladen sind, nach Israel fliegen. Regelmäßig kommt es dabei zu Bränden auf Feldern.

6.58 Uhr: Frankreichs Parlament billigt strengere Corona-Regeln

Das französische Parlament hat nach langen Debatten in der Nacht eine Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. Damit wird eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen eingeführt. Zudem wird die Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung ausgeweitet. Premierminister Jean Castex begrüßte die neuen Regelungen.

Die Änderungen sind umstritten. Am Samstag waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit mehr als 160.000 Menschen dagegen auf die Straße gegangen. Am Rande von Demonstrationen gegen Impfpass und Impfpflicht kam es zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Festnahmen.

6.55 Uhr: Unwetter in Sachsen: 67-Jähriger stirbt durch Stromschlag

Während eines Starkregens ist im sächsischen Weißwasser ein 67-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der Mann am Sonntagabend mit einer Tauchpumpe das Wasser aus dem vollgelaufenen Keller seines Gartenhauses pumpen und erlitt dabei einen Stromschlag. Die Feuerwehr konnte ihn nur noch tot bergen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war das Gebiet der nördlichen Oberlausitz von Unwettern mit Starkregen betroffen.

6.29 Uhr: Südafrikas Präsident verkündet umfassende Lockerung von Corona-Maßnahmen

Angesichts fallender Infektionszahlen hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa die Aufhebung der meisten Corona-Maßnahmen angekündigt. Der Höhepunkt der dritten Corona-Welle sei "weitgehend" überschritten, sagte der Staatschef am Sonntag. Das Verkaufsverbot für Alkohol sowie die Einschränkungen für Reisen im Inland und Versammlungen würden aufgehoben. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen habe in der vergangenen Woche bei durchschnittlich rund 12.000 gelegen, sagte Ramaphosa. Dies seien rund 20 Prozent weniger als im Vorwochen-Durchschnitt. 

6.22 Uhr: Motorradfahrer bei Kollision mit Taube schwer verletzt

Bei einem Zusammenprall mit einer Taube ist ein 25 Jahre alter Motorradfahrer in Xanten am Niederrhein schwer verletzt worden. Der Mann aus Xanten wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Nachdem der Vogel am Sonntagabend gegen den Helm des 25-Jährigen geflogen war, verlor er die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Der Zweiradfahrer kam ins Hospital, seine Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, hieß es. 

6.02 Uhr: Göring-Eckardt wirft Bund Untätigkeit bei Strategie für Herbst-Schulbetrieb vor

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat der Bundesregierung Untätigkeit beim Erarbeiten einer Strategie für den Schulunterricht im Herbst vorgeworfen. Göring-Eckardt erklärte zu einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine der Nachrichtenagentur AFP vorliegende schriftliche Frage, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sehe bei sich keinerlei Verantwortung für eine Strategie zu bundesweit pandemiefesten Schulen, obwohl sie jüngst selbst einen Stufenplan ins Gespräch gebracht habe. Dies sei ein Unding.

5.40 Uhr: Industriechemikalien färben Lagune in Argentinien pink

Eine mutmaßliche Verschmutzung durch Chemikalien hat die Corfo-Lagune im Süden Argentiniens pink gefärbt. Experten und Naturschutzaktivisten sagten der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Verfärbung sei durch die Einleitung von antibakteriellem Natriumsulfit in das Gewässer verursacht worden. Der Stoff wird von Fischereibetrieben als Konservierungsmittel verwendet. Anwohner klagen seit längerem über faulen Geruch und Umweltsünden rund um die Lagune und den Chubut-Fluss.

5.15 Uhr: China sieht Beziehungen mit USA in "ernsthaften Schwierigkeiten" 

China hat die USA dazu aufgefordert, ihre Politik der "Dämonisierung" und Stimmungsmache gegen die Volksrepublik zu beenden. "Wir fordern die Vereinigten Staaten auf, ihre höchst fehlgeleitete Denkweise und gefährliche Politik zu ändern", sagte der zuständige chinesische Vize-Außenminister Xie Feng anlässlich eines Treffens mit der stellvertretenden US-Außenministerin Wendy Sherman in der ostchinesischen Metropole Tianjin. Es scheine, dass eine Kampagne im Gange sei, um China zu Fall zu bringen. 

4.45 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 14,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei 14,3. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 958 weitere Corona-Infektionen registriert. Drei weitere Menschen starben demnach im Zusammenhang mit Covid-19. 

1.37 Uhr: Unwetter in Berlin – Rund 250 Einsätze der Feuerwehr

In Berlin haben heftige Unwetter mit Starkregen getobt. Dadurch kam es am Sonntagabend zu rund 250 wetterbedingten Einsätzen der Feuerwehr, wie ein Sprecher sagte. Auslöser waren demnach vor allem überschwemmte Keller und geflutete Straßen. Zudem stürzten vereinzelt auch Bäume um. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

1.10 Uhr: Mehr als 14.000 Corona-Neuinfektionen in der Türkei

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen hat der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca an die Menschen appelliert, sich impfen zu lassen. "Wenn wir keine Maßnahmen ergreifen und uns nicht impfen lassen, könnte es sehr lange dauern, bis die Pandemie beendet ist", schrieb Koca am Sonntag bei Twitter. Zwischen Samstag und Sonntag wurden in der Türkei mehr als 14.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

0.45 Uhr: Erste homosexuelle Partnerschaft in Montenegro offiziell registriert

Im Balkan- und Adrialand Montenegro ist erstmals eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft amtlich registriert worden. Das berichtete am Sonntagabend das montenegrinische Staatsfernsehen unter Berufung auf einen Tweet der Ministerin für Verwaltung, Digitales und Medien, Tamara Srzentic. "Heute ist ein bedeutender Tag für die LGBTIQ-Community in der Flagge von Montenegro und ich bin stolz, dass in unserem Land die erste Lebenspartnerschaft von Menschen des gleichen Geschlechts geschlossen wurde", wurde Srzentic zitiert.

0.26 Uhr: Tunesiens Präsident feuert Regierungschef und übernimmt Amtsgeschäfte

Tunesiens Präsident Kais Saied hat Ministerpräsident Hichem Mechichi in einem überraschenden Schritt seines Amtes enthoben und die Arbeit des Parlaments vorerst ausgesetzt. Er selbst werde die Regierungsgeschäfte gemeinsam mit einem neuen Ministerpräsidenten übernehmen, kündigte Saied am Sonntagabend nach einem Krisentreffen mit Vertretern von Militär und Sicherheitsbehörden an. Zudem werde die Immunität sämtlicher Abgeordneter aufgehoben.

dho / fs / wue DPA AFP

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