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News des Tages: Geflügelpest: 30.000 Hühner werden durch Stromschläge getötet

Polizisten entdecken brennenden Obdachlosen +++ Erdbeben erschüttert Neuseeland +++ Iraks Armee befreit Nimrud vom IS +++ Frankreich gedenkt Anschlagsopfern +++ Die News des Tages im Überblick.

Hühner

Der Geflügelpest-Erreger war erstmals bei verendeten Wasservögeln an Seen im Kreis Plön nachgewiesen worden. Nun werden 30.000 Hühner eines Zuchtbetriebs getötet (Archivbild).

Die News des Tages zum Nachlesen:

+++ 20.44 Uhr: Bulgariens Regierungschef Borissow tritt zurück +++

Nach der Niederlage der von ihm nominierten Präsidentschaftskandidatin Zezka Zatschewa hat der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borissow seinen Rücktritt erklärt. "Morgen oder übermorgen" werde er seinen Rücktritt einreichen, sagte der seit Oktober 2014 regierende Borissow vor Journalisten in Sofia. Prognosen zufolge gewann der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew die Stichwahl mit mehr als 58 Prozent, die prowestliche Zatschewa erhielt demnach gut 35 Prozent.

+++ 18:50 Uhr: Keulung von 30.000 Hühnern in Schleswig-Holstein hat begonnen +++

Nach dem Nachweis der Geflügelpest in einer Massentierhaltung in Schleswig-Holstein hat die Keulung aller 30.000 Hühner begonnen. Die Behörden gingen davon aus, dass die Tötung durch ein unter Strom gesetztes Wasserbad bis in die frühen Morgenstunden des Montags dauern würde.

In dem Zuchtbetrieb für Bruteier in Grumby hatte das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor zuvor die hochansteckende H5N8-Variante nachgewiesen. "Dass der gesamte Bestand getötet werden muss, ist hart, aber notwendig, um die Ausbreitung der Geflügelpest nach Möglichkeit einzudämmen", erklärte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Der Betrieb ist bundesweit die erste Massentierhaltung, die von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie betroffen ist. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel. Habeck nannte die Situation besorgniserregend. "Wir können nach wie vor nur hoffen, dass dies ein Einzelfall ist." Erstmals war die H5N8-Variante der aktuellen Epidemie in Deutschland am 8. November bei verendeten Wasservögeln an Seen im Kreis Plön nachgewiesen worden. Die ersten Ausbrüche bei Hausgeflügel waren am Freitag bei zwei weitaus kleineren Höfen in der Nähe von Lübeck sowie in Vorpommern gemeldet worden. 

+++ 17.30 Uhr: Islamfeindliche Schmierereien in Dresden in Moschee-Nähe +++

Im Umfeld der Dresdner Moschee, auf die Ende September ein Sprengstoffanschlag verübt worden war, sind islamfeindliche Schmierereien aufgetaucht. Wachpolizisten hätten die Schriftzüge am Morgen an einem Schaltkasten, einem Lichtmast sowie an zwei Baustellenabsicherungen entdeckt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Moschee selbst blieb unberührt. Videomaterial zeige einen Mann im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren in einer Art blauen Jogginganzug, der sich gerade an einem Lichtmast zu schaffen mache. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

+++ 16.58 Uhr: Entscheidung über Gauck-Nachfolge auf Montag verschoben +++

Union und SPD ringen weiter um einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl. Die Entscheidung soll nun am Montag fallen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einem Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel am Sonntag in Berlin. Eine Einigung sei noch möglich, obwohl das Dreier-Spitzengespräch am Sonntagnachmittag im Kanzleramt nach noch nicht einmal einer Stunde zu Ende war, hieß es. CDU und CSU würden am Montag ihre Spitzengremien telefonisch informieren.

Dabei solle erneut darüber beraten werden, ob die Union Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Nachfolger von Joachim Gauck mittragen würde. Gabriel habe an ihm als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl am 12. Februar auch in dem Gespräch am Sonntag festgehalten, hieß es.

+++ 15.51 Uhr: Taxifahrer hat fast drei Promille am Steuer +++

Ein Taxifahrer hat mit 2,9 Promille Alkohol im Blut Fahrgäste durch Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) chauffiert. Die vier Fahrgäste hatten sich über eine Zentrale am frühen Sonntagmorgen den Wagen bestellt. Als das Taxi losfuhr, bemerkten sie die Alkoholfahne des Fahrers und riefen die Polizei, wie ein Sprecher mitteilte. Beamte stoppten gegen drei Uhr nachts den Taxifahrer. Der 50-Jährige bestritt, getrunken zu haben. Ein Atemalkoholtest zeigte das Gegenteil. Der Mann musste seinen Führerschein abgeben. Es wird strafrechtlich gegen ihn ermittelt.

+++ 14.45 Uhr: Extremisten planten in Russland angeblich Anschläge wie 2015 in Paris +++

Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben zehn Männer festgenommen, die in Moskau und St. Petersburg Terroranschläge wie vor einem Jahr in Paris geplant haben sollen. Es gebe Hinweise, dass die mutmaßlichen Angehörigen der Organisation Islamischer Staat (IS) mit Sprengsätzen und Maschinengewehren unter anderem zwei Einkaufszentren attackieren wollten, berichtet die russische Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

Demnach stammen die Festgenommenen aus den islamisch geprägten Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan, Usbekistan und Kirgistan in Zentralasien. Im Oktober 2015 waren bei einem Bombenanschlag auf eine russische Passagiermaschine auf dem Weg von Ägypten alle 224 Insassen ums Leben gekommen. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu der Tat.

+++ 14.28 Uhr: Mann bezahlt Zivilcourage in S-Bahn mit Jochbeinbruch +++

Ein 51-Jähriger ist bei einem Übergriff in der Münchner S-Bahn von einem jungen Fahrgast mit Schlägen und Tritten schwer verletzt worden. Das Opfer erlitt unter anderem einen Jochbeinbruch, wie die Bundespolizei mitteilte. Ein 17 Jahre alter Tatverdächtiger wurde nach einem Augenzeugenhinweis zeitweise festgenommen, äußerte sich bislang allerdings nicht zu den Vorwürfen. Nähere Erkenntnisse erhofft sich die Polizei von der Auswertung der Videoaufnahmen aus der S-Bahn sowie von weiteren Zeugenaussagen.

Ein aggressiver junger Mann hatte in der S-Bahn am Samstagabend erst herumgeschrien und andere Fahrgäste angepöbelt. Der 51-Jährige versuchte gemeinsam mit zwei anderen Männern vergeblich, den Randalierer zu beruhigen. Unvermittelt habe der junge Mann dem 51-Jährigen dann mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als der Mann zu Boden ging, soll der Täter wiederholt mit dem Fuß gegen dessen Kopf getreten haben. Einer der anderen Männer habe den Schläger vom Opfer weggezogen, hieß es. Darauf sei der Täter beim nächsten Halt mit einer Begleiterin über die Gleise geflüchtet. 

+++ 13.44 Uhr: Polizisten entdecken brennenden Obdachlosen +++

Ein Obdachloser ist in Köln einen grausigen Tod gestorben. Polizisten entdeckten den Mann am frühen Morgen mit brennender Kleidung in einer Unterführung in der Innenstadt. Die Beamten hätten die Flammen in der Unterführung bemerkt, erklärte ein Polizeisprecher. Als sie genauer hinschauten, hätten sie erkannt, dass dort die Kleidung eines Menschen brannte. "Der Verstorbene lag auf seinem Schlaflager", so der Sprecher.

Nachdem die Flammen gelöscht waren, konnte ein Notarzt nur noch den Tod des Wohnungslosen feststellen. Der 29-Jährige sei der Obduktion zufolge wahrscheinlich Opfer einer Gewalttat geworden, hieß es. Ob er durch das Feuer starb oder schon vorher umgebracht wurde, sagten die Ermittler nicht. Eine Mordkommission ermittelt.

+++ 13.16 Uhr: Neuseeland gibt Tsunami-Warnung nach Erdbeben aus +++

Shakemap Erdbeben Christchurch

Die Karte der US-Erdbebenwarte zeigt das Epizentrum des Bebens

Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 haben Neuseelands Behörden eine Tsunami-Warnung für die südlichen Küstengebiete ausgegeben. "Ein Tsunami ist möglich", erklärte der Zivilschutz. "Gehen sie sofort zum nächsten höher gelegenen Punkt oder so weit landeinwärts wie Sie können." Zuvor hatte das Pazifische Tsunami-Warnzentrum keine Gefahr für die gesamte Pazifikregion gesehen.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 90 Kilometer von der Stadt Christchurch entfernt auf der neuseeländischen Süd-Insel, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Es ereignete sich gegen 23 Uhr Ortszeit und war im gesamten Land zu spüren. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor Nachbeben. Offizielle Berichte über Opfer oder Schäden liegen bislang nicht vor. Auf Twitter wurden aber Bilder gepostet, die Folgen des Erdbebens zeigen sollen.

In Christchurch waren im Februar 2011 insgesamt 185 Menschen durch einen Erdstoß der Stärke 6,3 ums Leben gekommen. Im September hatte ein Erdbeben der Stärke 7,1 an der Ostküste Neuseelands einen kleinen Tsunami ausgelöst, bei dem es aber nicht zu größeren Schäden kam.

+++ 13.05 Uhr: Erster Vogelgrippefall in Sachsen +++

In Sachsen gibt es einen ersten Vogelgrippe-Fall. Eine am Freitag am Cospudener See bei Leipzig gefundene Wildente habe den H5-Virus, sagte der Sprecher der Stadt, Matthias Hasberg. Das hätten erste Untersuchungen ergeben. Ob es sich dabei jedoch um den aggressiven Typ H5N8 handle, sei noch unklar. Auf alle Fälle sei die Krankheit hochansteckend. Der Fundort befinde sich auf der Stadtgrenze, gehöre aber schon zum angrenzenden Landkreis Leipzig. Zuerst hatte das Onlineportal "Mopo 24" berichtet.

Laut Hasberg wurde ein Sperrkreis von drei Kilometern um den Fundort gezogen. Dort bestehe Stallpflicht. Alle aufgefundenen toten Vögel müssten gemeldet werden. In einem zweiten Beobachtungskreis von zehn Kilometern bestehe ebenfalls Stallpflicht. Wegen der Vogelgrippe-Gefahr gilt schon in einigen Teilen Sachsens eine Stallpflicht für Geflügel. Der Landkreis Nordsachsen und die Stadt Dresden hatten entsprechende Verfügungen erlassen. Aus mehreren Bundesländern sind Vogelgrippe-Fälle gemeldet worden. 

+++ 12.40 Uhr: Schweres Erdbeben erschüttert Neuseeland +++

In Neuseeland hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Der Erdstoß auf der Südinsel nahe der Stadt Christchurch in der Nacht zum Montag (Ortszeit) hatte eine Stärke von 7,8, wie das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam mitteilte. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,4 an. Den Experten zufolge ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 10 Kilometern, das Zentrum lag demnach nördlich von Christchurch.

Ein Beben der Stärke 6,3 hatte im Jahr 2011 in der Gegend um Christchurch schwere Schäden angerichtet. 185 Menschen starben damals, etwa 10.000 Häuser wurden schwer beschädigt.

+++ 12.37 Uhr: Brot für die Welt warnt vor Agrarexporten nach Afrika +++

Im Vorfeld eines deutsch-afrikanischen Landwirtschaftsforums warnen Entwicklungsorganisationen vor schädigenden Agrarexporten nach Afrika. "Die Frage ist: Will man Afrika nur füttern, oder dabei helfen, eine eigene Nahrungsproduktion aufzubauen?", sagte Francisco Marí, Agrarexperte von Brot für die Welt. Billigexporte in afrikanische Länder zerstörten die lokale Landwirtschaft. Die aus Deutschland eingeführten Hähnchen seien so billig, dass lokale Produzenten nicht mithalten könnten.

Beim zweiten deutsch-afrikanischen Agribusiness Forum, das morgen in Hannover stattfindet, wollen sich deutsche und afrikanische Vertreter aus der Landwirtschaft über Chancen und Herausforderungen der Branche austauschen.

+++ 11.40 Uhr: Irakische Armee verkündet Rückeroberung von Antikenstadt Nimrud +++

Die antike Stadt Nimrud ist offenbar vonm sogenannten Islamischen Staat befreit. Regierungstruppen hätten die Stadt komplett zurückerobert und über mehreren Gebäuden die irakische Fahne gehisst, heißt es in einer Mitteilung der irakischen Armee. Nimrud liegt rund 40 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul und war vor zwei Jahren von den Terroristen überrannt worden.

Die Stadt ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte. Im März vergangenen Jahres hatte der IS zahlreiche der mehr als 3000 Jahre alten Reliefs mit Bulldozern, Presslufthämmern und Fräsen zerstört. Die Rückeroberung durch die irakische Armee ist Teil einer Großoffensive auf Mossul.

+++ 10.48 Uhr: Autofahrer stirbt bei Flucht vor Polizeikontrolle +++

Ein Autofahrer ist in der Nacht zu Sonntag bei einer Polizeikontrolle in Schwerin geflohen und wenig später tödlich verunglückt. Der 31-Jährige ignorierte die Haltesignale der Beamten und beschleunigte den Wagen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten verfolgten den Mann demnach im Auto, verloren ihn aus den Augen und fanden ihn kurz darauf im Nachbarort Klein Trebbow tot in seinem Wagen am Straßenrand. Der 31-Jährige war frontal gegen einen Baum geprallt.

+++ 9.52 Uhr: Festnahme im Fall einer verschwundenen Millionärin +++

Im Fall einer vermissten Millionärin aus dem ostfriesischen Leer ist ein 55-Jähriger festgenommen worden.
Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, wie die Ermittlungsbehörden mitteilten. Er stehe im dringenden Verdacht, mit dem Verschwinden der Frau zu tun zu haben. Die 66-Jährige wird seit dem 26. Oktober vermisst. Die Ermittler wollen am Montag bei einer Pressekonferenz Einzelheiten bekanntgeben.

Da nunmehr schon länger kein Lebenszeichen von der Frau vorliegt, gehen die Ermittler von einer Straftat aus. Ein Bekannter der Millionärin hatte die Frau als vermisst gemeldet. Ihr PS-starker und auffälliger Sportwagen war ordnungsgemäß in Hamburg-Ottensen geparkt worden.

+++ 9.34 Uhr: Ratinger Karnevalisten küren Prinzenpaar aus Kamerun +++

Die Ratinger Karnevalisten haben Samuel Awasum als ihren ersten dunkelhäutigen Karnevalsprinzen offiziell gekürt. Samuel I. und seine Prinzessin Jacinta I. stammen beide aus Kamerun. Der 34-Jährige ist studierter Wirtschaftsinformatiker und Vorsitzender des Ratinger Integrationsrates, in dem er sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt. Awasum kam 2002 in die Bundesrepublik und ist seit 2008 Deutscher.

"Das ist eine unfassbare Ehre für mich", hatte der Familienvater bei seiner Vorstellung im September gesagt. "Für uns steht das Brauchtum und die Persönlichkeit im Vordergrund. Da spielt die Hautfarbe keine Rolle", hatten die Karnevalisten erklärt. Mit der Kür setze man dennoch ein Zeichen - "und dies mit voller Absicht".

Das Motto der kommenden Session in der rheinischen Stadt bei Düsseldorf heißt "Dume huch un mahke" (Daumen hoch und machen). Erster Karnevalsprinz mit afrikanischen Wurzeln wurde 2012 Balam Byarubanga aus Uganda in Aachen. Sein Prinzenkostüm hängt inzwischen im Haus der Geschichte in Bonn. 

+++ 9.30 Uhr: Mehr als 450 Angriffe auf Politiker und Flüchtlingshelfer +++

Im Kontext mit dem Asylthema hat die Polizei offenbar dieses Jahr bereits mehr als 450 Angriffe auf Flüchtlingshelfer und Politiker registriert. 144 Straftaten hätten sich gegen Organisationen oder Helfer gerichtet und 317 gegen Politiker, berichtet "Zeit Online" unter Berufung auf ein internes Lagebild des Bundeskriminalamts. Die Taten waren demnach ganz überwiegend rechtsextrem motiviert. Von den Angriffen auf Politiker seien 212 auf das Konto von Rechten gegangen, 9 auf das von Linken, 93 waren nicht zuzuordnen. Das gleiche Muster bei Angriffen auf Helfer: Auf 127 Delikte von Rechten kam eine linksmotivierte Brandstiftung, der Rest war unklar.

Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ist dem Bericht zufolge seit Jahresbeginn zwar stark zurückgegangen - die Summe wird am Jahresende aber voraussichtlich nicht wesentlich niedriger ausfallen als im Rekordjahr 2015. Nach Ansicht des BKA ist es der Mehrheit der Täter auch egal, ob eine attackierte Unterkunft bewohnt ist oder nicht, heißt es weiter. Es müsse "in Einzelfällen auch mit Tötungsdelikten gerechnet werden", zitiert "Zeit Online" die Analytiker. Es müsse auch "die Bildung terroristischer/krimineller Gruppen innerhalb des rechten Spektrums" in Betracht gezogen werden.

+++ 9.20 Uhr: Frankreich gedenkt der Opfer der Anschläge von 2015 +++

In Paris haben die Feierlichkeiten zum Gedenken an die 130 Opfer der islamistischen Anschläge vor einem Jahr begonnen. Präsident François Hollande enthüllte am Stade de France nördlich der Hauptstadt eine Gedenktafel und legte einen Kranz nieder. Vor dem Stadion hatten sich während des Fußballländerspiels Frankreich gegen Deutschland am 13. November 2015 drei Selbstmordattentäter des sogenannente Islamischen Staats in die Luft gesprengt. Dabei wurde ein Mann getötet und mehrere Menschen verletzt.

Auch an den fünf anderen Anschlagsorten in Paris sollen im Anschluss Gedenkplaketten enthüllt werden - an einem Restaurant, drei Bars und an der Konzerthalle Bataclan. In der Kathedrale Notre Dame findet zudem eine Messe für die Anschlagsopfer statt.

+++ 8.18 Uhr: Demonstranten in Mexiko setzen Stadtverwaltung in Brand +++

Nach der Entführung eines katholischen Priesters haben wütende Demonstranten in Mexiko aus Protest gegen die Behörden eine Stadtverwaltung in Brand gesetzt. Dutzende Demonstranten stürmten nach Kirchenangaben das Verwaltungsgebäude in Catemaco im östlichen Bundesstaat Veracruz und legten Feuer. Auch ein Polizeiauto wurde in Brand gesetzt. Ein Sprecher der Diözese von San Andrés Tuxtla sagte, die Demonstranten seien frustriert über die ergebnislosen Ermittlungen der Polizei in dem Fall. Vater José Luis Sánchez Ruiz wurde zuletzt am Donnerstag gesehen, die Tür seiner Kirche wurde aufgebrochen. Der Priester war bedroht worden, nachdem er sich zur Kriminalität in seiner Stadt geäußert hatte.

In Mexiko herrscht Krieg zwischen Drogenkartellen, die um die Kontrolle über den illegalen Rauschgifthandel in Richtung USA kämpfen. Zu den besonders betroffenen Gebieten zählt auch der Bundesstaat Veracruz, Entführungen und Morde sind an der Tagesordnung.

+++ 7.53 Uhr: Hummels hält RB Leipzig für Titelkandidaten +++

Fußballnationalspieler Mats Hummels vom FC Bayern München sieht den Bundesligazweiten RB Leipzig als ernsthaften Konkurrenten im Meisterkampf. "Sofern wir Punkte liegen lassen, ist Leipzig ein Titelkandidat. Alles was ich bislang von RB gesehen habe, hat mich überzeugt. Sie spielen sehr offensiv, verteidigen als Mannschaft sehr gut und haben die individuelle Klasse, die du brauchst", sagte Hummels der "Welt am Sonntag". Dies sei eine ähnliche Kombination wie zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund "und mit der wir zwei Mal Meister geworden sind", ergänzte Hummels.

+++ 7.04 Uhr: Mini-Luther rund halbe Million Mal verkauft +++

Kleiner Luther, großer Erfolg: Eine Playmobilfigur, die wie der Reformator Martin Luther aussieht, ist bereits rund eine halbe Million Mal verkauft worden. Das Männchen werde von Museumsshops, Touristeninformationen und Kirchengemeinden deutschlandweit bestellt, berichtet die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg. Besonders begehrt sei die Figur in Luther-Städten. Bestellungen gab es aber auch schon aus den USA und den Niederlanden.

Die 7,5 Zentimeter große Spielfigur "Martin Luther" entstand in Zusammenarbeit der Deutschen Zentrale für Tourismus, der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg sowie der Evangelischen Kirche und soll als Botschafter weltweit für das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 werben. Playmobil ist in diesem Fall allerdings nur der Zulieferer, wie der Spielwarenhersteller betonte. Im regulären Sortiment befindet sich die Figur deshalb nicht.

+++ 6.05 Uhr: Kurden zerstören offenbar gezielt arabische Häuser im Irak +++

Kurdische Sicherheitskräfte haben laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gezielt arabische Häuser im Nordirak zerstört. In einigen Gegenden seien komplette Ortschaften verwüstet worden, nachdem kurdische Truppen sie von der Terrormiliz IS zurückerobert hatten, berichtet HRW. In einem 80-seitigen Bericht hat die Organisation Zerstörungen von Häusern zwischen September 2014 und Mai 2016 untersucht.

"Dorf um Dorf haben Sicherheitskräfte der kurdischen Autonomieregierung in Kirkuk und Ninive arabische Häuser zerstört, während die von Kurden verschont geblieben sind", sagte der Nahost-Vizedirektor von HRW, Joe Stork. Untersuchungen vor Ort, Interviews und die Auswertung von Satellitenbildern hätten gezeigt, dass in 82 Orten Häuser durch den Einsatz von Bulldozern, Feuer oder Sprengstoff zerstört worden seien. Die Zerstörungen unterschieden sich deutlich von denen durch reguläre Kampfhandlungen und seien ein Verstoß gegen internationales Recht.

Kurdische Truppen beteiligen sich am Kampf gegen den Islamischen Staat und sind Teil einer groß angelegten Offensive auf die IS-Hochburg Mossul. 

+++ 5:53 Uhr: Starker Dennis Schröder führt Atlanta zum Sieg +++

Basketball-Profi Dennis Schröder hat die Atlanta Hawks zu einem 117:96 (59:48) gegen die Philadelphia 76ers geführt. Der deutsche Spielmacher ragte mit 17 Punkten, acht Assists und fünf Rebounds heraus. Top-Scorer war Tim Hardaway Jr. mit 18 Zählern. Für die Hawks war es der vierte Sieg in Serie. Ohne NBA-Rookie Paul Zipser gewannen die Chicago Bulls gegen die Washington Wizards mit 106:95 (53:56). Überragender Spieler beim zweiten Sieg hintereinander war Bulls-Star Jimmy Butler mit 37 Punkten. Zipser blieb zum dritten Mal in Serie ohne Einsatzminuten.

+++ 5.38 Uhr: Streit um Auto im Parkverbot - zehn Polizisten in NRW verletzt +++

In Nordrhein-Westfalen sind beim Streit um ein falsch geparktes Auto zehn Polizisten verletzt worden. Ein Mann war in Düren am Samstagmittag mit seinen Söhnen auf die Straße gestürmt, nachdem er einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes an seinem abgestellten Wagen bemerkte hatte, wie die Polizei mitteilte. Als die Polizei anrückte, gingen die Männer auf die Beamten los. Zehn Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen kam stationär ins Krankenhaus. Erst einem größeren Polizeiaufgebot gelang es, zwei 27 und 46 Jahre alte Angreifer festzunehmen. Ein Spezialeinsatzkommando fasste am späten Abend in einer Wohnung in Düren einen weiteren Tatverdächtigen.

+++ 5:10 Uhr: SPD lehnt Bundespräsidenten-Kandidatur von Bundesbank-Chef Weidmann ab +++

Eine mögliche Bundespräsidenten-Kandidatur von Bundesbank-Chef Jens Weidmann kommt für die SPD nicht infrage. Die "Welt" hatte berichtet, CSU-Chef Horst Seehofer wolle Weidmann beim Treffen der drei Koalitionsparteichefs heute Nachmittag vorschlagen. SPD-Vizechef Ralf Stegner sagte nun aber der "Welt am Sonntag": "Ich wüsste keinen einzigen Grund, warum Sozialdemokraten das auch noch unterstützen sollten." Stegner fügte hinzu: "Dieser Vorschlag der CSU zeigt doch nur, wie verzweifelt und offenkundig erfolglos die Union versucht, endlich jemanden zu finden, der bei den Kriterien Integrität, Kommunikationsfähigkeit sowie politische Erfahrung und überparteiliche Ausstrahlung mit Frank(-Walter) Steinmeier mithalten kann."

Die CSU dementierte, dass Seehofer Weidmann vorschlägt. "Diese Personalie ist falsch", sagte ein Parteisprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

+++ 4:07: IS trainiert angeblich Kämpfer für Asylverfahren +++

Der sogenannte Islamische Staat soll nach einem Zeitungsbericht Kämpfer gezielt darauf vorbereiten, unter Flüchtlingen in Europa unterzutauchen. So werde zum Beispiel ihr Verhalten trainiert, um bei Befragungen durch Polizisten oder beim Stellen eines Asylantrags als klassischer Flüchtling anerkannt zu werden, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf einen Warnhinweis des Bundesnachrichtendienstes von Ende Oktober. Der BND wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu möglichen Hintergründen äußern.

Alle neun Täter der Pariser Terroranschläge von 2015 seien als Flüchtlinge getarnt nach Europa gekommen, schrieb die "WamS" weiter. Bis heute verschwunden sei der mutmaßliche Bombenbauer. Er sei im Oktober 2015 über die Balkanroute und Österreich bis nach Deutschland gereist und mit zwei weiteren Männern vom inzwischen inhaftierten Franzosen Saleh Abdeslam in einem Ulmer Hotel abgeholt worden. Die Ermittler gehen nach Angaben der Zeitung davon aus, dass er nach Syrien entkommen ist.

+++ 3:30: USA übernehmen hunderte von Migranten von Australien +++

Australien und Washington haben die Übernahme von hunderten von Bootsflüchtlingen durch die USA vereinbart. Die Migranten aus allen Teilen Asiens waren von Australien in Aufnahmezenten in Nauru und Papua-Neuguinea festgehalten worden und hatten dort teilweise jahrelang auf eine Lösung gewartet. Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull betonte, dass dies eine "einmalige Vereinbarung" sei und nur die aktuell in den Lagern untergebrachten Migranten betreffe. Neuankömmlinge würden nicht berücksichtigt. "Unsere Priorität ist, Frauen, Kinder und Familien umzusiedeln", sagte er.

Australien nimmt seit 2013 keine Bootsflüchtlinge auf, bringt sie stattdessen in Auffanglagern auf Inseln im Pazifik unter. In den beiden Lagern, deren Insassen nun von den USA aufgenommen werden sollen, leben nach ungenauen Schätzungen rund 1500 Migranten. 

+++ 3:28 Uhr: Mädchen mit Laufrad stirbt bei Unfall - Autofahrer flüchtet +++

Ein dreijähriges Mädchen ist in Sachsen-Anhalt in Zschornewitz von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. Das Kind wollte am frühen Samstagabend mit einem Laufrad die Straße überqueren, als es von dem Wagen erfasst wurde, wie die Polizei mitteilte. Der Vater des Mädchens, der einen Kinderwagen schob, konnte das Unglück nicht verhindern. Die Dreijährige starb wenig später an ihren Verletzungen. Der Fahrer flüchtete mit seinem Wagen von der Unfallstelle, konnte aber am Abend gefasst werden.

+++ 2:36 Uhr: Großbrand im Chemiepark Leverkusen unter Kontrolle +++

Stunden nach Ausbruch eines Großbrandes hat der Chemiepark Leverkusen eine erste Entwarnung gegeben. "Die beim Feuer freigesetzten Stoffe sind toxikologisch unbedenklich", also nicht giftig, teilte Chempark-Betreiber Currenta mit. Der Geruch komme vor allem durch die Rußbildung. Für die Bevölkerung wurde eine Info-Hotline eingerichtet.

Currenta erklärte, der Brand sei am Samstag gegen 20.30 Uhr bei Umfüllarbeiten in einem Lager für chemische Stoffe ausgebrochen. Dabei seien "Siloxane Lösungsmittel" verbrannt. Niemand wurde verletzt. Anwohner wurden davor gewarnt, niedergegangene Rußflocken zu berühren. Mittlerweile sei das Feuer unter Kontrolle. Es würden aber noch weitere Stunden vergehen, bis der Brand endgültig gelöscht sei.

Die Feuerwehr hatte am Samstagabend Tausende Anwohner in Leverkusen und Köln vorsorglich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und nicht ins Freie zu gehen. 150 Leute der Werksfeuerwehr und der Berufsfeuerwehr Leverkusen waren im Einsatz, ebenso Luftmesswagen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte eine Warnung für Leverkusen herausgegeben.

+++ 1:35 Uhr: 1400 Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet +++

Bei sieben Rettungseinsätzen im Mittelmeer sind gestern insgesamt rund 1400 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Die Flüchtlinge befanden sich nach Angaben der italienischen Küstenwache, welche die Einsätze koordinierte, in sechs Schlauchbooten und einem weiteren Boot. Allein ein Schiff der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen nahm rund 800 Menschen auf. Auch die Organisationen SOS Méditerranée, Jugend Rettet und MOAS waren an den Einsätzen beteiligt.

Seit Anfang November kamen trotz der zunehmenden Kälte bereits 5400 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien - im gesamten November 2015 waren es 3200 Flüchtlinge gewesen. Im Oktober erreichte eine Rekordzahl von fast 27.400 Flüchtlingen die italienischen Küsten. Seit Jahresbeginn kamen mehr als 4000 Männer, Frauen und Kinder während der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben. 

+++ 0:24 Uhr: Kolumbiens Regierung und Farc einig über neuen Friedensvertrag +++

Nach dem Scheitern des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc-Guerilla in einem Referendum haben sich beide Seiten auf einen neuen Vertrag geeinigt. Laut einer in der kubanischen Hauptstadt Havanna veröffentlichten Erklärung wurde der vorherige Text verändert und präzisiert. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) und die Regierung hatten sich Ende August auf ein historisches Friedensabkommen geeinigt, das jedoch von der Mehrheit der kolumbianischen Bevölkerung abgelehnt wurde. 

mad / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(