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News des Tages: Grüne wollen Vermögensteuer für Reiche einführen

Mann zündet nach Streit seine Freundin an +++ Schwere Explosion auf US-Stützpunkt in Afghanistan +++ Gaspreise auf tiefstem Stand seit zehn Jahren +++ Klinsmanns US-Team verliert in WM-Quali +++ Die News des Tages im Überblick.

Die Bundesvorsitzenden der Grünen, Simone Peter (3.v.l) und Cem Özdemir (l.) beim Bundesparteitag

Die Bundesvorsitzenden der Grünen, Simone Peter (3.v.l) und Cem Özdemir (l.) beim Bundesparteitag. Rechts die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

Die News des Tages im Überblick:

+++ 17.10 Uhr: Grüne wollen Vermögensteuer einführen +++

Die Grünen treten im Bundestagswahlkampf 2017 für die Wiedereinführung der Vermögensteuer ein. Das entschieden die Delegierten auf einem Bundesparteitag am Samstag in Münster. Die Spitzen der Bundestagsfraktion setzten sich mit ihrem Antrag gegen mehrere Gegenvorschläge durch.

In dem beschlossenen Antrag heißt es, die Grünen wollten der sozialen Spaltung "mit einer verfassungsfesten, ergiebigen und umsetzbaren Vermögenssteuer für Superreiche entgegenwirken". Dabei legten sie "besonderen Wert auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Innovationskraft von Unternehmen". Weitere Details, etwa zur Höhe der Steuer, legt der Beschluss nicht fest.

+++ 15.40 Uhr: Schwerer Bombenanschlag in Pakistan +++

Durch einen Bombenanschlag auf eine religiöse Stätte in Südpakistan sind nach Angaben der Behörden mindestens zehn Menschen getötet worden. 30 weitere Menschen seien bei der Explosion an einem Sufi-Schrein im Gebiet von Khuzdar rund 760 Kilometer südlich der Stadt Quetta verletzt worden, wie ein Vertreter der lokalen Regierung mitteilte. Quetta ist die Hauptstadt der Unruheprovinz Baluchistan, in der radikale Islamistengruppen immer wieder Anschläge verüben.

+++ 15.03 Uhr: AfD-Politiker nicht zum Bundespresseball eingeladen +++

Der diesjährige Bundespresseball findet ohne AfD-Politiker statt. "Wir müssen jedes Jahr neu entscheiden, wen wir zum Presseball einladen", zitiert der "Spiegel" den Vorsitzenden der Bundespressekonferenz, Gregor Mayntz. "In diesem Jahr gehört die AfD zu jenen, die wir nicht eingeladen haben." Gründe wurden nicht genannt. Zu der Feier am 25. November im Berliner Hotel Adlon werden rund 2300 Medienmacher und Politiker erwartet.

Im vergangenen Jahr waren die AfD-Vorsitzende Frauke Petry und ihr Lebensgefährte, der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell, mit von der Partie. Das AfD-Vorstandsmitglied Armin Paul Hampel kritisierte die Nichteinladung in diesem Jahr mit den Worten: "Die Frage, wer zum Presseball eingeladen ist, gleicht einer politischen Selektion."

+++ 15.02 Uhr: Grüne wollen Hartz-IV-Sanktionen abschaffen +++

Die Grünen wollen Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger, die Auflagen nicht erfüllen, abschaffen. "Stattdessen setzen wir auf Motivation, Anerkennung und Beratung auf Augenhöhe", heißt es in einem Antrag, den die Delegierten des Bundesparteitags in Münster annahmen. "Sanktionen gefährden sowohl den kooperativen Charakter des Fallmanagements wie auch ein menschenwürdiges Existenzminimum, daher wollen wir sie abschaffen."

Der Antrag kam nicht vom Parteivorstand, sondern vom Landesvorsitzenden der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Sven Lehmann. Insbesondere gehe es um Sanktionen für Menschen unter 25 Jahren und um Kosten der Unterkunft und Heizung, heißt es in dem Beschluss.

+++ 14.47 Uhr: Junger Mann von zwei Straßenbahnen überrollt +++

Ein junger Mann ist in Köln unmittelbar hintereinander von zwei Straßenbahnen überfahren worden und gestorben. Der genaue Unfallhergang in der Nacht zu Samstag sei nicht geklärt, teilte ein Polizeisprecher mit. Beide Straßenbahnfahrer hätten bemerkt, dass sie etwas überfahren hätten und seien ausgestiegen. Der Notarzt stellte den Tod des Opfers fest. Die beiden Fahrer, 50 und 53 Jahre alt, wurden mit einem Schock in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 14.38 Uhr: Aufgeladene Stimmung bei Nazi-Kundgebung in Stockholm +++

Bei einer Demonstration in Stockholm sind rund 500 Neonazis nach Medienangaben mehreren tausend Gegendemonstranten gegenübergestanden. Die Polizei hatte Teile der Innenstadt abgesperrt und versuchte, die Gruppen voneinander fernzuhalten. In der Altstadt versuchten Gegendemonstranten, die Absperrungen zu durchbrechen. Aus Protest gegen die Mitglieder der "Nordischen Widerstandsbewegung" riefen sie: "Ganz Stockholm hasst Rassisten" und "Keine Rassisten auf unseren Straßen". Einige Teilnehmer zündeten Knallkörper, Medien berichteten von blutenden und leicht verletzten Menschen. Es war jedoch unklar, wie sie sich die Verletzungen zugezogen hatten. Zehn Menschen nahm die Polizei in Gewahrsam.

+++ 14.23 Uhr: Geflügelpest in Betrieb mit 30.000 Hühnern +++

In einem Hühnerbetrieb mit rund 30.000 Tieren im Kreis Schleswig-Flensburg ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe am Samstag den hochpathogenen Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen, teilte das Agrarministerium mit. Alle Tiere müssten nun getötet werden. Zuvor hatte sich der Verdacht auf das hochansteckende Virus auf einem Hühnerhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald bestätigt. Der dritte derzeit bekannte Ausbruch der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie in einer Geflügelhaltung wurde in einem Putenhof in Lübeck-Ivendorf festgestellt. 

An der aggressiven H5N8-Variante verendete Wildvögel wurden bisher in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Die Behörden reagierten mit einer massiven Ausweitung der Stallpflicht-Zonen vor allem in der Nähe von Seen und Flüssen. Damit soll eine Ansteckung über Kot oder verunreinigtes Wasser verhindert werden. 

+++ 13.41 Uhr: 20.000 Erdogan-Gegner demonstrieren in Köln +++

Etwa 20.000 Alewiten und Kurden haben sich in Köln zu einer Demonstration gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan versammelt. In der Türkei sei derzeit eine Diktatur im Entstehen begriffen, und niemand in Deutschland und der Europäischen Union ziehe politische Konsequenzen - so lautet der zentrale Vorwurf der Demonstranten. Viele von ihnen schwenkten Fahnen mit dem Bild von Abdullah Öcalan, des inhaftierten Führers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die Alewiten sind in der Türkei mit schätzungsweise 20 Millionen Gläubigen nach den Sunniten die zweitgrößte islamische Religionsgemeinschaft. Am vergangenen Samstag hatten in Köln bereits etwa 6500 Kurden gegen die Festnahme führender kurdischer Politiker in der Türkei demonstriert.

+++ 13.21 Uhr: Schleuser gaben Flüchtlingen womöglich Benzinmischungen zu trinken +++

Ärzte vermuten, dass schwere Lungenentzündungen bei Bootsflüchtlingen in einigen Fällen auf menschenverachtendes Vorgehen von Schleusern zurückzuführen sind. Münchner Mediziner berichten in der Fachzeitschrift "Lancet" von drei Fällen, in denen lebensbedrohliche Lungenentzündungen wahrscheinlich durch das Trinken von Benzin verursacht worden seien. In einem Fall soll dies auch tödlich gewesen sein. Schleuser gäben Menschen auf der gefährlichen Bootsfahrt über das Mittelmeer in einigen Fällen Benzinmischungen, um sie ruhigzustellen, hieß es.

Den Wissenschaftlern vom Uni-Klinikum rechts der Isar in München sei es nach Befragungen von Dolmetschern und Patienten sowie gemeinsamer Auswertung von drei Patientenfällen gelungen, den mutmaßlichen Zusammenhang erstmals zu beschreiben, teilte die Technische Universität München mit. 

+++ 12.31 Uhr: Trittin und Kretschmann streiten über Vermögenssteuer +++

Die Grünen streiten auf ihrem Parteitag in Münster über die Einführung einer Vermögensteuer. "Das hat überhaupt nichts mit der Gefährdung von Mittelstand zu tun", sagte der Parteilinke Jürgen Trittin. "Ein Land, in dem Raucher doppelt so viel zum Steueraufkommen beitragen wie Vermögende, ein solches Land ist nicht gerecht." Trittin widersprach damit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der die Steuer zuvor als Gefahr für den Mittelstand energisch abgelehnt hatte. Beide Politiker bekamen für ihre Reden lauten Applaus.

Die Grünen wollten ihren Steuerstreit heute per Parteitagsbeschluss beilegen. Im Zentrum steht die Vermögensteuer, die der linke Flügel wieder einführen will, während die Reformer auf das Stopfen von Steuerschlupflöchern setzen. Trittin wirbt wie Parteichefin Simone Peter für einen Kompromissvorschlag der Fraktionsspitzen, der auf eine Vermögensteuer setzt, die keine Arbeitsplätze gefährden soll.

+++ 12.30 Uhr: Schüsse bei Anti-Trump-Demo in Portland +++

Bei erneuten Protesten gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist in Portland (Oregon) ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Der Mann sei am frühen Morgen mit einem Autofahrer auf einer Brücke in Streit geraten, wie die Polizei mitteilt. Dann sei der Autofahrer ausgestiegen und habe mehrfach auf sein Opfer gefeuert. Der Täter floh in seinem Wagen, der Angeschossene kam mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Polizei forderte die Öffentlichkeit auf, den Tatort sofort zu verlassen. Zuvor waren Beamte bei den Protesten mit teils brennenden Gegenständen beworfen worden.

+++ 12.25 Uhr: Unbekannte sprengen Geldautomaten - und lösen Stromausfall aus +++

In Hessen haben Geldautomaten-Sprenger einen Stromausfall ausgelöst. Anwohner in Hainburg bei Offenbach hätten in den frühen Morgenstunden eine Explosion gehört und bemerkt, dass ein vor einer Bank stehender Container, in dem sich der Geldautomat befand, in Flammen gestanden habe, teilte die Polizei mit. Geld hätten die Täter jedoch nicht erbeutet. Zwar hätten sie den Automaten in die Luft gejagt, der Tresor darin habe der Detonation aber standgehalten. Dafür fiel wegen des Sprengversuchs bei angrenzenden Wohnhäusern zeitweise der Strom aus.

Am Tatort fanden die Ermittler verschiedene Sprengutensilien. Zu den Einzelheiten machten sie zunächst keine Angaben. Von den Tätern fehlt laut Polizei jede Spur. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

+++ 11.07 Uhr: Mann zündet nach Streit seine Freundin an +++

In Japan hat ein Mann seine Freundin nach einem Streit in einem Restaurant in Brand gesetzt. Der 52-Jährige habe die 36-Jährige am Freitag in einem Lokal in der Präfektur Ibaraki nördlich von Tokio mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet, berichten japanische Medien. Auch der Mann wurde von den Flammen erfasst.

Der Mann und die Frau wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert und liegen im Koma, wie der Rundfunksender NHK berichtet. Von den anderen Kunden in dem Restaurant wurde den Berichten zufolge niemand verletzt. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo News hatte das Paar nach einem früheren Streit über das gemeinsame Kind die polizeiliche Auflage erhalten, sich voneinander fernzuhalten.

+++ 10.44 Uhr: 4000 Asylanträge türkischer Staatsbürger bis Ende September +++

Knapp 4000 türkische Staatsbürger haben dieses Jahr bis Ende September in Deutschland Asyl beantragt und damit mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Die meisten - 85,1 Prozent - sind Kurden, wie die "Welt" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium berichtet. Die Angabe der Volkszugehörigkeit sei freiwillig und basiere allein auf den Angaben der Betroffenen, sagte eine Sprecherin dem Blatt.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD) rechnet angesichts der Entwicklung der Menschenrechtslage in der Türkei mit weiter steigenden Zahlen. "Politisch Verfolgte können bei uns Asyl beantragen, leider muss man das mit Blick auf die Türkei in diesen Tagen wieder betonen", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus".

+++ 10.40 Uhr: Ingolstadt verpflichtet Walpurgis als Cheftrainer +++

Fußball-Bundesligist FC Ingolstadt hat Maik Walpurgis als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der frühere Coach des Drittligisten VfL Osnabrück erhalte einen Vertrag bis Sommer 2018, teilte der Verein mit.

+++ 10.12 Uhr: David Bowies Kunstsammlung bringt fast 40 Millionen Euro +++

Die Kunstsammlung des im Januar gestorbenen Rockstars David Bowie ("Heroes") ist in London für umgerechnet fast 40 Millionen Euro versteigert worden. Die zweitägige Veranstaltung habe die Vorabschätzungen von rund 15 Millionen Euro weit übertroffen, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Die gut 350 Kunstwerke und Objekte umfassende Privatkollektion wurde im Auftrag der Bowie-Nachlassverwalter und seiner Familie am Donnerstag und Freitag vollständig verkauft. Teuerstes Werk bei der Auktion war das Gemälde "Air Power" des US-Amerikaners Jean-Michel Basquiat (1960-1988) mit einem Kaufpreis von acht Millionen Euro nach Steuern - statt der erwarteten drei bis vier Millionen. Mehr als 1700 Interessierte waren bei der Auktion in London, über 26.000 verfolgten die Versteigerung online.

+++ 10.10 Uhr: 21-Jähriger bei Familienstreit erstochen +++

Ein 21-jähriger Mann ist in Freiburg bei einem Familienstreit erstochen worden - mutmaßlich von seinem Onkel. Der 39 Jahre alte Tatverdächtige befinde sich auf der Flucht und werde gesucht, teilte die Polizei mit. Am frühen Morgen war der Polizei ein lautstarker Streit gemeldet worden. Daraufhin fanden die Beamten das Opfer mit Stichverletzungen am Oberkörper in seiner Wohnung. Der 21-Jährige erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

+++ 10.09 Uhr: Regierung will laut "Spiegel" Autobahnnetz teilprivatisieren+++

Die Bundesregierung wirbt offenbar für eine Teilprivatisierung des Autobahnnetzes. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe im Haushaltsausschuss vor wenigen Tagen die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft vorgeschlagen, die Bau und Betrieb der Autobahnen übernehmen soll, berichtet der "Spiegel". An der Gesellschaft sollen Privatinvestoren beteiligt werden - die Mehrheit soll aber beim Bund bleiben. Der Plan kann laut Bericht nur per Grundgesetzänderung umgesetzt werden. Die Regierung hat dem "Spiegel" zufolge bereits einen Entwurf erarbeitet, wonach dieses so geändert wird, dass der Bund künftig die Autobahnen allein verwaltet, nicht wie bisher mit den Ländern zusammen.

Die Grünen kritisieren den Plan. "Schäuble will Banken und Versicherungen ein Milliardengeschenk machen", sagte deren haushaltspolitischer Sprecher Sven-Christian Kindler dem "Spiegel". Denn diese Branchen suchen wegen der niedrigen Zinsen langfristige Anlageformen mit sicherer Rendite. Dem Bericht zufolge soll das Kabinett am 8. Dezember über die Pläne beraten.

+++ 10.00 Uhr: Vogelgrippe-Erreger H5N8 auf Hof in Vorpommern bestätigt +++

Der Verdacht auf das hochansteckende H5N8-Virus auf einem Nutztierhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat sich bestätigt. Das teilte das Agrarministerium in Schwerin mit. Am Freitag waren auf dem privaten Hühnerhof in Mesekenhagen 31 Tiere tot aufgefunden worden, 26 weitere wurden wegen des Verdachts auf Vogelgrippe vorsorglich getötet. "Damit haben wir den ersten amtlich bestätigen Fall in einem Nutztierbestand", sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Angesichts der Ausbreitung der Epidemie habe das Bundeslandeswirtschaftsministerium für Samstagnachmittag den Zentralen Krisenstab einberufen.

+++ 9.51 Uhr: Ermordete Joggerin: Polizei untersucht Spuren vom Tatort +++

Nach dem Mord an der 27-jährigen Joggerin in Endingen bei Freiburg setzt die Polizei auf die Auswertung der am Tatort gefundenen Spuren. Diese werden von Spezialisten des Landeskriminalamtes in Stuttgart untersucht und mit Spuren anderer Taten abgeglichen, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Mit Ergebnissen werde in den nächsten Tagen gerechnet. Ob am Tatort auch Körperspuren des Täters gefunden wurden, sei noch unklar. Die junge Frau wurde sexuell missbraucht und ermordet. Den Angaben zufolge gibt es bislang keinen Tatverdächtigen und keine heiße Spur.

Geprüft wird, ob es einen Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall gibt: Im 30 Kilometer von Endingen entfernten Freiburg wurde Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet. Die Behörde ermittelt in beiden Fällen wegen Mordes und bittet um Hinweise der Bevölkerung. Im Freiburger Fall hat sie eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt.

+++ 9.09 Uhr: Erneut Massenproteste gegen Südkoreas Präsidentin Park +++

In Südkorea sind erneut Zehntausende gegen Präsidentin Park Geun Hye auf die Straße gegangen. An dem Protestmarsch in Seoul beteiligten sich Männer, Frauen und Kinder, die aus allen Landesteilen in die Hauptstadt gekommen waren. Die Demonstranten forderten die Staatschefin mit Plakaten und Sprechchören zum Rücktritt auf. Die Demonstration gegen Park war eine der größten Kundgebungen in der südkoreanischen Hauptstadt seit den Demokratieprotesten in Südkorea Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre. Die Polizei hatte sich auf 170.000 Teilnehmer eingestellt, die Veranstalter rechneten sogar mit bis zu einer Million Demonstranten.

Park steht seit Wochen wegen einer Korruptionsaffäre um eine langjährige Vertraute unter Druck. Schon vor einer Woche hatte zehntausende Demonstranten in Seoul ihren Rücktritt gefordert.

+++ 7.56 Uhr: Explosion auf US-Hauptquartier in Afghanistan womöglich Taliban-Anschlag +++

Bei der schweren Explosion auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Zentralafghanistan sind nach Angaben lokaler Behörden mindestens 4 Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Auf Twitter bekannten sich die Taliban zu der Explosion. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Die Nato sprach in einer Mitteilung von einer nicht näher genannten Zahl von Opfern. Aus der Mitteilung ging nicht hervor, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handelt. Von Seiten des US-Militärs gibt es bislang keine Verlautbarung zu dem Vorfall.

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 US-Soldaten im Land.

+++ 6.34 Uhr: Gaspreise fallen auf tiefsten Stand seit zehn Jahren +++

Die Gaspreise in Deutschland sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr und sinken weiter. Das hat eine Auswertung des Internet-Portals Verivox ergeben. Danach muss ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden gegenwärtig im bundesweiten Durchschnitt 1180 Euro pro Jahr für seine Gasversorgung bezahlen. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Dezember 2005 erreicht mit durchschnittlichen jährlichen Kosten von 1156 Euro. Auch im kommenden Jahr werden die Gaspreise weiter sinken, heißt es in der Mitteilung von Verivox. Die Versorger hätten mehr Spielraum, sinkende Beschaffungskosten an die Kunden weiterzugeben.

+++ 5.40 Uhr: Explosion an größtem US-Stützpunkt in Afghanistan +++

Am Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan hat sich eine schwere Explosion ereignet. Bei der Detonation auf dem Stützpunkt in Bagram habe es Opfer gegeben, teilte die Nato mit. Ob es sich um Tote oder Verletzte handelte, ist noch unklar. 

+++ 5.08 Uhr: Großfeuer in Fleischfabrik im Rheinland +++

Beim Brand einer Fleischfabrik in Langenfeld im Rheinland ist ein Millionenschaden entstanden. Das Feuer war am Freitagabend in einer rund 2000 Quadratmeter großen Produktionshalle ausgebrochen. Auch eine zweite Halle wurde ein Raub der Flammen, wie die Polizei mitteilte. Der Eigentümer der Firma habe den Schaden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Die Feuerwehr war mit mehr als 170 Kräften im Einsatz. Polizisten drängten Schaulustige und Gaffer zurück. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Die Brandursache stand zunächst nicht fest.

+++ 4:10 Uhr: Klinsmanns US-Team verliert in WM-Quali gegen Mexiko +++

Jürgen Klinsmann ist mit der US-Fußball-Nationalmannschaft denkbar schlecht in die Endrunde der WM-Qualifikation gestartet. Gegen den Erzrivalen Mexiko unterlag sein Team in Columbus mit 1:2 (0:1) und kassierte nach zuletzt vier Heimsiegen gegen das Nachbarland erstmals wieder eine Niederlage. Rafael Marquez sorgte nach einer Ecke in der 89. Minute für den mexikanischen Siegtreffer. Zuvor brachte Miguel Layún in 20. Minute die Gäste in Führung, der Hamburger Bobby Wood glich vier Minuten nach dem Seitenwechsel aus. In der Nachspielzeit sah der Mexikaner Carlos Salcedo die Gelb-Rote Karte.

+++ 4.09 Uhr: UN warnen vor Hungersnot in Teilen des Südsudans +++

In Teilen des Krisenstaates Südsudan könnte es einer UN-Organisation zufolge bald zu einer Hungersnot kommen. Wegen des anhaltenden Konflikts und einer Dürreperiode hätten in dem ostafrikanischen Land bereits rund 3,7 Millionen Menschen - also etwa jeder dritte Einwohner - nicht mehr genügend zu essen, warnte die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO). Der Preis für das Grundnahrungsmittel Sorghum, eine Getreideart, habe sich wegen der Lebensmittelknappheit in Juba bereits verfünffacht.

"Wir müssen jetzt handeln, um eine Katastrophe zu verhindern", forderte Serge Tissot, der FAO-Vertreter im Südsudan. Anfang nächsten Jahres, wenn die Vorräte der letzten Ernte erschöpft sein werden, wird sich die Lage demnach weiter zuspitzen. In Teilen der nördlichen Regionen Unity und Northern Bahr el Ghazal könnten ab Februar Zehntausende von einer Hungersnot betroffen sein. Um rasche Nothilfe zu leisten, fehlten der FAO bis Jahresende 28 Millionen Dollar (25 Millionen Euro), sagte Tissot.

+++ 3:13 Uhr: Türkische Behörden halten französischen Journalisten fest +++

Die türkischen Behörden haben einen französischen Journalisten festgenommen. Olivier Bertrand sei "ohne Grund festgenommen" worden, als er sich für eine Reportage in der Provinz Gaziantep im Südosten der Türkei aufhielt, sagte die Chefredakteurin der Online-Zeitung "Les Jours", Isabelle Roberts. Ein mitreisender türkischer Fotograf sei dagegen nach einigen Stunden freigelassen worden. "Wir fordern seine sofortige Freilassung. Wir sind sehr beunruhigt", sagte Bertrand Die französische Botschaft in Ankara erklärte, sie stehe im Kontakt mit dem Journalisten und den türkischen Behörden. Erol Önderoglu von der türkischen Sektion von Reporter ohne Grenzen sagte, die Behörden könnten Bertrand mehrere Tage festhalten, bis der Gouverneur von Gaziantep über seine Situation entscheide. Önderoglu, der sich wegen "terroristischer Propaganda" selbst vor Gericht verantworten muss, konnte nach eigenen Angaben mit dem Franzosen telefonieren, als dieser in einem Polizeiwagen saß.

Die türkischen Behörden gehen seit dem Putschversuch vom 15. Juli massiv gegen Regierungsgegner vor, darunter kritische Medienvertreter. Zahlreiche Journalisten wurden festgenommen, darunter mehrere Mitarbeiter der Oppositionszeitung "Cumhuriyet".

+++ 2:07: Facebook erklärt zahlreiche Nutzer versehentlich für tot +++

Das Online-Netzwerk Facebook hat versehentlich zahlreiche seiner Nutzer für tot erklärt. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte den Fehler, nachdem die Panne behoben wurde. "Heute wurde für eine kurze Zeit versehentlich eine Nachricht, die für Gedenk-Accounts gedacht ist, auf anderen Accounts veröffentlicht", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist ein schrecklicher Fehler, den wir nun behoben haben." US-Medien schätzten, dass rund zwei Millionen Facebooknutzer auf ihrem Profil fälschlicherweise den Zusatz "In Gedenken an" stehen hatten. Dieser Zusatz erscheint auf den Facebookseiten Verstorbener, wenn Angehörige deren Tod melden. Unter den versehentlich für tot erklärten Nutzern war auch Facebookchef Mark Zuckerberg.

+++ 2:04: Unfall mit radioaktiver Ladung in Bayern +++

Ein mit radioaktiven Stoffen beladener Transporter ist auf der Autobahn 7 in Richtung Füssen nahe Kempten verunglückt und umgestürzt. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Unfall am Freitagabend keine Strahlung freigesetzt. Warntafeln an dem Fahrzeug hatten auf die möglicherweise gefährliche Ladung hingewiesen. Die Strecke wurde vorübergehend zwischen dem Dreieck Allgäu und Oy-Mittelberg in beide Richtungen gesperrt. Die Unfallursache ist noch unklar.

+++ 1:37 Uhr: Mehr als tausend Teilnehmer bei Anti-Trump-Protest in New York +++

In New York sind erneut Gegner des designierten US-Präsidenten Donald Trump auf die Straße gegangen. Rund 1200 Menschen versammelten sich in Manhattan, um gegen den Populisten zu demonstrieren. Einige Teilnehmer trugen große rote Ballons mit Herzen und der Aufschrift "Peace and Love" (Frieden und Liebe). Andere Demonstranten trugen Plakate, auf denen stand: "Deine Mauer kann uns nicht im Weg stehen" - eine Anspielung auf Trumps Wahlkampfversprechen, zur Eindämmung der illegalen Einwanderung eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten. Teilnehmer sagten, sie wollten ihre Solidarität mit den Bevölkerungsgruppen bekunden, gegen die sich Trumps Politik richte, etwa Mexikaner und Muslime. Die Organisatoren planen für Samstag eine große Demonstration am selben Ort, dem Washington Square.

Seit Trumps überraschendem Wahlsieg am Dienstag hat es in zahlreichen US-Städten Demonstrationen unter dem Motto "Nicht mein Präsident" gegeben.

+++ 0:31 Uhr: Deutscher Konsul versteckte sich laut "Bild" vor Taliban unter Schreibtisch +++

Der Angriff der Taliban auf das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif war offenbar für deutsche Diplomaten gefährlicher als bisher bekannt. Generalkonsul Robert Klinke wurde nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung von einem Taliban-Kämpfer mit einer Schusswaffe bedroht - ein BKA-Mann habe den Diplomaten gerettet, indem er ihn zu Boden geworfen habe. Klinke versteckte sich demnach unter einem Schreibtisch, bis die Schießerei beendet war. Das erfuhr das Blatt aus Sicherheitskreisen. Bei dem Angriff starben mindestens vier Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.

+++ 0:11 Uhr: Italienische Stadt bietet Trump-Gegner Robert De Niro Asyl an +++

Hollywoodstar Robert De Niro könnte in Süditalien ein neues Zuhause finden. "Falls er nach der Enttäuschung mit Trump hier Zuflucht suchen will, sind wir bereit, ihn willkommen zu heißen", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Ferrazzano, Antonio Cerio. De Niros Großeltern waren 1890 von dort aus in die USA ausgewandert. Für den 3000-Einwohner-Ort wäre es "eine Ehre und eine große Freude", wenn der Schauspieler tatsächlich in die Heimat seiner Familie zurückkehren würde, sagte Cerio.

De Niro hatte am Mittwoch in einer Talkshow im Sender ABC erzählt, dass ein Teil seiner Familie aus Ferrazzano stammt und er italienischer Staatsbürger sei. "Ich werde vermutlich dorthin umziehen müssen", scherzte er mit Blick auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump, den er im Wahlkampf wie viele andere US-Künstler wegen seiner provokanten Äußerungen scharf attackiert hatte.

+++ 0:09 Uhr: Carlsen und Karjakin spielen zum Schach-WM-Start remis +++

Die erste Partie im Kampf um die Schach-Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin ist mit einem Remis zu Ende gegangen. Der Titelverteidiger aus Norwegen führte zum Auftakt die weißen Steine und überraschte seinen russischen Herausforderer mit dem seltenen Trompowski-Angriff. Diese Eröffnung hatten beide zuvor noch nie gegeneinander gespielt.

Karjakin verteidigte sich umsichtig und konnte die Stellung auf dem Brett stets im Gleichgewicht halten. Auch wenn Carlsen über eine bessere Bauernstruktur verfügte, so besaß der Russe zunächst mit seinem Läuferpaar ein solides Gegengewicht. Nachdem im Mittelspiel viele Figuren abgetauscht waren, wurden die Gewinnchancen von Weiß immer geringer, so dass im 40. Zug das Unentschieden vereinbart wurde.

Das Auftaktspiel dauerte knapp vier Stunden. Der WM-Zweikampf in New York geht über 12 Partien. Das Preisgeld beträgt 1,1 Millionen Dollar, von denen der Sieger 60 Prozent erhält.

mad / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(