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News von heute Fünffach-Mord von Kitzbühel: Lebenslange Haft für Angeklagten

Sehen Sie im Video: Polizei findet 1,25 Tonnen Kokain in Ananas-Container.


Der Polizei in Costa Rica ist ein Schlag gegen Drogenschmuggler gelungen. Nach eigenen Angaben konnte sie am Dienstag in einem Container, der Ananas transportierten sollte, rund 1,25 Tonnen Kokain beschlagnahmen. Dazu Sicherheitsminister Michael Soto: "Unsere Spezialkräfte der Drogenbekämpfung waren einem Verdacht nachgegangen und haben daher diesen Container untersucht und es gelang ihnen, die Drogen in den heimischen Früchten, namentlich in Ananas, aufzuspüren. Sie waren in Richtung Rotterdam unterwegs. Und es gelang ihnen, die Säcke im Inneren des Containers zu lokalisieren. Sie fanden 918 Packungen Kokain, die zusammen rund eine Tonne wiegen." Nach Angaben der Behörden liegt der Verkaufswert der beschlagnahmten Ware vermutlich bei mehreren Millionen Euro. Es ist bereits die neunte Drogenlieferung, die die Behörden seit Anfang des Jahres beschlagnahmen konnten, womit die jährliche Gesamtmenge bei rund 9 Tonnen liegt.
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Italienischer Reporter in Minsk "befreit" - drei Tage ohne Essen +++ Zug im Nordosten Schottlands entgleist +++ Bolsonaro bezeichnet Brände am Amazonas als "Lüge" +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Topmeldung: Prozess um Gewalttat von Kitzbühel: Lebenslange Haft für Angeklagten

Das Landesgericht Innsbruck hat einen 26-Jährigen wegen fünffachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Österreicher im Oktober 2019 seine Ex-Freundin, deren Eltern und Bruder sowie einen 24-Jährigen in einem Einfamilienhaus in Kitzbühel erschossen hat. Das Motiv für die Tat war die aus Sicht des Todesschützen unerträgliche Trennung von seiner Freundin. Gutachter bescheinigten dem Arbeiter volle Zurechnungsfähigkeit. Der 26-Jährige hatte sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt, die Tatwaffe ausgehändigt und ein Geständnis abgelegt. Vor Gericht bedauerte er das Geschehen. "Es tut mir unendlich leid", meinte der 26-Jährige in seinem Schlusswort.

+++ Lesen Sie die aktuellen Meldungen zur Corona-Pandemie in unserem Corona-Ticker+++

Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 19.30 Uhr: Söder sagt wegen Panne mit Corona-Tests Besuch an der Nordsee ab +++

Nach Bekanntwerden einer schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. "Bayern geht vor", schrieb Söder auf Twitter.

+++ 18.58 Uhr: Anhängerin von QAnon-Verschwörungstheorien vor Einzug in US-Kongress +++

Eine Anhängerin der amerikanischen Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon hat gute Aussichten, in den US-Kongress einzuziehen. Marjorie Taylor Greene gewann das Rennen um die Nominierung der Republikanischen Partei in einem Wahlkreis für das Repräsentantenhaus im Bundesstaat Georgia. Der Wahlkreis gilt als fest in republikanischer Hand. Trump gratulierte Greene als "künftigem Star der Republikanischen Partei". Sie sei stark in allem und gebe nie auf - "eine echte Gewinnerin". Trump hatte wiederholt Beiträge von QAnon-Anhängern retweetet. Zuletzt ging Twitter gegen QAnon vor. Mehr als 7000 QAnon-Unterstützern zugerechnete Accounts wurden dauerhaft gesperrt, die Verbreitung der Inhalte von rund 150.000 weiteren Profilen wurde eingeschränkt. Ihr Verhalten könne Schaden im realen Leben anrichten, erklärte Twitter zur Begründung.

+++ 18.53 Uhr: Libanesische Justiz will mehrere Minister wegen Explosionskatastrophe befragen +++

Die libanesische Justiz will mehrere Minister und Ex-Minister wegen der Explosionskatastrophe von vergangener Woche befragen. Die Politiker sollen sich ab Freitag zu dem Umstand äußern, dass rund 2750 Tonnen Ammoniumnitrat jahrelang ungesichert im Hafen der Stadt gelagert worden waren, wie aus Justizkreisen verlautete, darunter der frühere Minister für öffentliche Bauvorhaben, Ghasi Aridi. Bei der verheerenden Doppelexplosion waren mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen und tausende weitere verletzt worden.

+++ 18.49 Uhr: US-Medienmogul Sumner Redstone im Alter von 97 Jahren gestorben +++

Im Alter von 97 Jahren ist der US-Medienmogul Sumner Redstone gestorben. Redstones Familienholding National Amusements und der Fernseh- und Kinoriese ViacomCBS erklärten, der seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen leidende Milliardär sei am Vorabend verstorben. Redstone hatte ausgehend von einer Kinokette ein Unterhaltungsimperium aufgebaut, zu dem zahlreiche Fernsehsender und das Hollywood-Studio Paramount Pictures gehören. Im hohen Alter sorgte er dann mit Rechtsstreitigkeiten für Schlagzeilen.

+++ 18.35 Uhr: Nachbarstaaten von Belarus wollen zwischen Lukaschenko und Opposition vermitteln +++

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus wollen die Regierungen Litauens, Lettlands und Polens zwischen dem belarussischen Langzeit-Präsidenten Alexander Lukaschenko und der Opposition vermitteln. Die Regierungen in Warschau und Riga unterstützten einen von ihm vorgelegten Vermittlungsplan, sagte der litauische Präsident Gitanas Nauseda bei einer Pressekonferenz. In Belarus gibt es seit Tagen regierungskritische Massenproteste, gegen die die Sicherheitskräfte mit großer Brutalität vorgehen. Der von Nauseda vorgelegte Drei-Punkte-Plan sieht die Schaffung eines "Nationalrats" vor, zudem müssten die Behörden alle inhaftierten Demonstranten freilassen und die "Gewalt gegen die Bürger" einstellen. Falls sich Lukaschenko nicht auf den Plan einlasse, drohten seinem Land neue EU-Sanktionen, so Nauseda.

+++ 18.28 Uhr: Vorfall im Dom von Mailand - Mann bedroht Wache mit Messer 

Im Mailänder Dom ist es zu einem Zwischenfall und einer kurzzeitigen Geiselnahme gekommen. Ein Mann drang mit einem Messer in die Kathedrale ein und bedrohte eine Wache. Nach wenigen Minuten wurde der Angreifer dann aber von den herbeigeeilten Einsatzkräften abgelenkt und überwältigt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Mann wurde festgenommen und auf einem Revier verhört. Der Wachmann sei nicht verletzt worden, hieß es. Nach Angaben der Polizei ist der Verdächtige Ägypter, der eine Aufenthaltserlaubnis in Italien habe und einen Beruf ausübe. Er war vor einer Personenkontrolle außerhalb des Doms geflohen und gegen 13 Uhr in das Gotteshaus gelaufen. Im Dom hielt er beim Altar einem Wachmann das Messer an den Hals und zwang diesen, sich hinzuknien. Während Sicherheitskräfte auf den Mann einredeten, konnte er in einem unachtsamen Moment überwältigt werden.

+++ 18.15 Uhr: Hälfte von 55 geprüften Gesundheitszentren in Beirut "nicht funktionsfähig"

Nach der Explosionskatastrophe in Beirut hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 55 Gesundheitseinrichtungen in der libanesischen Hauptstadt untersucht und festgestellt, dass mehr als die Hälfte von ihnen "nicht funktionsfähig" ist. Medizinische Einrichtungen werden derzeit dringend benötigt: Bei der Explosionskatastrophe vor einer Woche mit mehr als 170 Toten wurden auch tausende Menschen verletzt. Die UN-Unterorganisation untersuchte die Gesundheitszentren und -einrichtungen in der libanesischen Hauptstadt.   

+++ 18.11 Uhr: Litauen lockert Einreisebestimmungen für Weißrussen +++

Angesichts der angespannten Lage in Belarus nach der umstrittenen Präsidentenwahl will Litauen die Einreisebestimmungen für Bürger des Nachbarlandes lockern. "Weißrussische Bürger, die aus humanitären Gründen kommen, können nach Litauen einreisen", sagte Regierungschef Saulius Skvernelis einem Rundfunkbericht. Innenministerin Rita Tamasuniene hatte zuvor bei der Kabinettsitzung vorgeschlagen, Weißrussen in die Liste derjenigen Ausländer aufzunehmen, für die die im Zuge in der Corona-Pandemie erhobenen Einreisebeschränkungen in das baltische EU-Land aufgehoben sind. In Belarus kommt es wegen der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl seit Tagen zu heftigen Protesten.

+++ 18.07 Uhr: Syrien: Assad unterbricht Rede wegen niedrigen Blutdrucks +++

Syriens Präsident Baschar al Assad hat eine Rede im neu gewählten Parlament des Bürgerkriegslandes aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen müssen. Der 54-Jährige habe wegen eines leicht abgesenkten Blutdrucks für "einige Minuten" eine Pause einlegen müssen, teilte das Präsidialamt mit. Assad habe die Rede dann "normal" fortgesetzt, hieß es. Diese sollte der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge am Abend übertragen werden. Bei der Parlamentswahl in Syrien hatte die herrschende Baath-Partei im Juli wie erwartet die Mehrheit der 250 Sitze gewonnen. Kritiker hatten die Wahl schon im Voraus als Farce bezeichnet, da sie von der Führung in Damaskus kontrolliert werde.

+++ 17.44m Uhr: Kaputtes Kabel reißt großes Loch in Arecibo-Observatorium +++

Ein herabfallendes Kabel hat das bis vor kurzem weltgrößte Radioteleskop in Puerto Rico beschädigt. Der Betrieb des Observatoriums in Arecibo sei während der Reparaturen unterbrochen, teilte die University of Central Florida in den USA mit. Ein rund 7,5 Zentimeter dickes Stahlseil, das helfe, eine Mettalplattform zu stützen, sei in der Nacht zum Montag aus unbekannten Gründen gerissen. Im Herabfallen habe es einen etwa 30 Meter langen Riss in der Reflektorschüssel des Teleskops verursacht und auch die Kuppel sowie eine Plattform beschädigt. Das Radioteleskop in Puerto Rico war bis 2016, als in China ein noch größeres in Betrieb ging, mit rund 300 Metern Durchmesser das größte der Welt.

+++ 17.36 Uhr: Bundesagentur im ersten Halbjahr mit zehn Milliarden Euro Defizit +++

Wegen der hohen Zahlungen für Kurzarbeitergeld, mehr Arbeitslosengeld und die entsprechenden Sozialleistungen in der Corona-Krise hat die Bundesagentur für Arbeit in den ersten sechs Monaten 2020 ein Defizit von über zehn Milliarden Euro angehäuft. Allein für Kurzarbeitergeld inklusive Sozialleistungen musste die Agentur 7,85 Milliarden Euro aufwenden. Eingestellt im Haushalt waren für das ganze Jahr 550 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus dem Bericht zur Finanzsituation der Arbeitslosenversicherung hervor, die dem Verwaltungsrat der Bundesagentur vorgelegt werden. Die Zahl ist keine Überraschung. Der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele, hatte ein Defizit von 30 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2020 angekündigt und hält auch ein Defizit im Folgejahr für möglich.

+++ 17.35 Uhr: Nicht Rossi, Colombo oder Ferrari: Hu häufigster Nachname Mailands +++

Die beiden traditionsreichen Fußballvereine der Stadt sind und waren bereits in fernöstlichem Besitz. Nun hat in Mailand ein chinesischer Name auch die Spitze der Statistik der häufigsten Nachnamen übernommen. Aktuell gibt es 4664 Einwohner mit dem Nachnamen Hu, wie das Meldeamt mitteilte. Auf Platz zwei dieser Rangliste rutschte der Name Rossi (4006), dahinter folgen Colombo (3375) und Ferrari (3226). Ausschlaggebend sei gewesen, dass erstmals auch mehr Frauen Hu hießen als Rossi. Die männlichen Hus seien schon seit längerer Zeit in der Mehrzahl gegenüber den Rossis gewesen. Die Hauptstadt der Lombardei mit derzeit etwa 1,4 Millionen Einwohnern hat eine lange Tradition chinesischer Einwanderer. Heutzutage leben mehr als 30.000 Chinesen in Mailand.

+++ 17.34 Uhr: Staatsgerichtshof entscheidet über Gültigkeit der Bremer Wahl 2019 +++

Der Bremer Staatsgerichtshof verkündet am Donnerstag seine Entscheidung über eine Beschwerde der blinden Sängerin Corinna May über die Bremer Bürgerschaftswahl 2019. Die 49-Jährige hatte argumentiert, dass sehbehinderte Menschen keine ausreichende Möglichkeit zur Wahlbeteiligung gehabt hätten. Als Beispiele nannte sie die Gestaltung der Wahlbenachrichtigung, die Ausstattung der Wahllokale sowie die fehlenden Kenntnisse der Wahlhelfer im Umgang mit blinden oder sehbehinderten Menschen. Das Wahlprüfungsgericht hatte den Einspruch im November 2019 zurückgewiesen. Daraufhin wandte sich May an den Staatsgerichtshof. May trat 2002 mit dem Lied "I Can't Live Without Music" für Deutschland beim Eurovision Song Contest an.

+++ 17.21 Uhr: Französische Justiz untersucht mutmaßlich antisemitischen Überfall +++

Die französische Justiz untersucht einen brutalen und mutmaßlich antisemitischen Überfall auf einen 29-Jährigen in Paris. Es werde wegen Raubes in Verbindung mit Gewalttätigkeiten und einem religiösen Motiv ermittelt, wie Justizkreise der Nachrichtenagentur DPA bestätigten. Der Fall sorgt in der Hauptstadt für Empörung: Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verurteilte bereits eine "gewalttätige und schändliche antisemitische Aggression". Der Mann war in einem Wohnhaus im Nordosten der Metropole von zwei Männern geschlagen und gewürgt worden. Sie beschimpften ihn als Juden und stahlen ihm eine wertvolle Armbanduhr, wie französische Medien unter Berufung auf Angaben des Mannes berichteten. Im Treppenhaus sei das Opfer dann in Ohnmacht gefallen. Der Verband BNVCA, der gegen Antisemitismus eintritt, teilte mit, das Opfer, das eine Kippa getragen hatte, sei 29 Jahre alt und habe bereits in der vergangenen Woche Anzeige erstattet.

+++ 17.05 Uhr: Zahl der Ausweisungen ist in 2019 stark gestiegen +++

Die deutschen Behörden haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Ausländer ausgewiesen als 2018. Besonders die Ausländerbehörden im Südwesten machten von dieser Möglichkeit häufig Gebrauch. Über den Trend, der aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion ersichtlich ist, hat die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Nach Angaben der Regierung ergingen 2019 insgesamt 11.081 entsprechende Verfügungen. Das waren 50 Prozent mehr als 2018, als 7408 Menschen ausgewiesen wurden. Die meisten Verfügungen richteten sich gegen Ukrainer (1252), Albaner (1220) und Serben (828). Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Auch Ausländer, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis haben, können ausgewiesen werden, wenn von ihnen nach Einschätzung der Behörden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht.

+++ 17.01 Uhr: Prinz Harry und Herzogin Meghan nach Santa Barbara umgezogen +++

Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan sind gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn Archie in die kalifornische Küstenstadt Santa Barbara umgezogen. Das bestätigte ein Sprecher des Paares auf Anfrage. Die beiden hätten ihr neues Zuhause dort bereits im Juli bezogen, so der Sprecher. Er fügte hinzu: "Sie sind seit ihrer Ankunft in der ruhigen Privatheit ihrer Umgebung sesshaft geworden und hoffen, dass dies respektiert wird für ihre Nachbarn und auch für sie als Familie." Die beiden hatten zuletzt in Los Angeles gelebt. Santa Barbara liegt rund 180 Kilometer entfernt im Nordwesten der US-Westküstenmetropole.

+++ 16.07 Berlins Regierender Bürgermeister erinnert an Mauerbau und Unfreiheit +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zum 59. Jahrestag des Mauerbaus gemahnt, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wachzuhalten. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, Freiheit und Demokratie zu schütze - gerade in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet seien, sagte Müller am Mittwoch. Was Unfreiheit bedeutet, hätten die Berlinerinnen und Berliner direkt und unmittelbar durch die Teilung der Stadt 28 Jahre lang erfahren. "Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz", betonte Müller. Das hohe Gut der Freiheit müsse heute gegen neuen Nationalismus in ganz Europa verteidigt werden. "Wir gedenken deshalb der Opfer des DDR-Unrechtsregimes auch deshalb, weil sie zeigen, dass ein "Nein" zu Willkür, Unterdrückung und Diktatur nicht sinnlos ist. Ihr Erbe ist unsere Freiheit und unser Auftrag."

+++ 15.43 Uhr: Medienmogul Sumner Redstone stirbt mit 97 Jahren +++

Der milliardenschwere und von Geschäftspartnern gefürchtete US-amerikanische Medienmogul Sumner Redstone ist tot. Redstones Unternehmen National Amusements teilte am Mittwoch mit, dass er am Vortag mit 97 Jahren gestorben sei. Redstone, der in Boston geboren wurde, baute die Autokinos seines Vaters mit einer aggressiven Strategie zu einer der führenden Ketten in den Vereinigten Staaten aus. Schnell merkte er, dass die Produktion von Filmen einträglicher war als ihr Vertrieb, beteiligte sich an Produktionsfirmen und wurde 1987 schließlich Chef des Medienunternehmens Viacom.

+++ 14.43 US-Außenminister Pompeo warnt in Prag China und Russland +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat in Prag vor Gefahren der Zusammenarbeit mit China und Russland gewarnt. Konkret ging es dabei um die tschechischen Pläne für einen Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany. "Eine Kooperation mit russischen und chinesischen Nuklearfirmen würde in der Tat die nationale Unabhängigkeit der Tschechischen Republik untergraben", sagte der Republikaner nach einem Treffen mit Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis.

+++ 14.22 Uhr: Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um millionenschweren Betrug +++

In einem Mammutprozess um Millionenbetrug sind in Berlin fünf Jahre nach Prozessbeginn drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verurteilte die Männer am 268. Verhandlungstag in acht Fällen zu Freiheitsstrafen von dreieinhalb, sechs und acht Jahren, wie das Gericht mitteilte. Die Einziehung von fast 46 Millionen Euro wurde darüber hinaus angeordnet. Die Angeklagten hatten demnach Privat- und Geschäftskunden aus Deutschland, Spanien, den USA und der Ukraine geschädigt. Ihnen sei vorgespielt worden, dass ihnen gegen Zahlung eines Betrags von bis zu 50 Millionen Dollar Zugang zu Interbankenhandels- und besonderen Finanzmarktgeschäften ermöglicht werde, so das Gericht.

+++ 14:17 Klimaaktivistin Neubauer wehrt sich juristisch gegen Hasskommentare +++

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat sich juristisch gegen einen Hasskommentar des rechtspopulistischen Autors Akif Pirincci gewehrt. Das Landgericht Frankfurt am Main erließ eine einstweilige Verfügung gegen Pirincci wegen eines Facebook-Posts, wie der "Spiegel" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete. Pirincci habe ein Foto Neubauers mit einer sexistischen Erniedrigung kommentiert. Aufgrund des Gerichtsbeschlusses habe der Autor die Gerichts- und Anwaltskosten vorläufig übernehmen müssen.

+++ 14.17 Uhr: Klimaaktivistin Neubauer wehrt sich juristisch gegen Hasskommentare +++

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat sich juristisch gegen einen Hasskommentar des rechtspopulistischen Autors Akif Pirincci gewehrt. Das Landgericht Frankfurt am Main erließ eine einstweilige Verfügung gegen Pirincci wegen eines Facebook-Posts, wie der "Spiegel" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete. Pirincci habe ein Foto Neubauers mit einer sexistischen Erniedrigung kommentiert. Aufgrund des Gerichtsbeschlusses habe der Autor die Gerichts- und Anwaltskosten vorläufig übernehmen müssen. Neubauer errang demnach zudem vor dem Landgericht Göttingen einen Erfolg gegen Facebook. Sie hatte gegen das Unternehmen wegen sexistisch beleidigender Posts geklagt. Facebook musste die Daten des Nutzers herausgeben. Neubauer sagte dem "Spiegel", dass sie sich gegen Hasskommentare wehre, um zu zeigen, dass unzulässige Posts rechtliche Konsequenzen haben könnten. Von den Techkonzernen forderte sie mehr Einsatz gegen Hassrede.

+++ 14.12 Uhr: Tui soll aufgestockte Milliardenhilfe gegen Corona-Einbrüche bekommen +++

Der weltgrößte Reisekonzern Tui soll zur Überbrückung der Geschäftseinbrüche in der Corona-Krise weitere staatliche Hilfen erhalten. Ein schon bestehender Kredit der Förderbank KfW soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden, wie das Unternehmen in Hannover mitteilte. Tui hatte bereits ein erstes Hilfsdarlehen über 1,8 Milliarden Euro zugesprochen bekommen.

+++ 13.59 Uhr: Südkorea untersucht Gruppen nordkoreanischer Flüchtlinge +++

Die südkoreanische Regierung hat mit einer umstrittenen Überprüfung von Organisationen begonnen, die von nordkoreanischen Flüchtlingen betrieben werden. Die Inspektion steht auch in Verbindung mit dem Verbot zweier Gruppen, die durch ihre Propaganda-Aktionen mehrmals die autokratische Führung des Nachbarlands verärgert hatten. Die Arbeit der Gruppen drehe sich unter anderem um die Menschenrechtssituation in Nordkorea sowie die Niederlassung von Überläufern in Südkorea. Die Flüchtlingsgruppen kritisierten das Vorgehen der Behörde als Versuch, sie ruhigstellen zu wollen. Das Ministerium in Seoul will nach eigenen Angaben prüfen, ob die Aktivisten gemäß ihren erklärten Zwecken arbeiten.

+++ 13.56 Uhr: Mehr als 170 Tote bei Sturzfluten im Jemen seit Mitte Juli +++

Bei Sturzfluten im Jemen sind in den vergangenen vier Wochen mindestens 172 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zahlreiche Kinder. Sintflutartige Regenfälle hätten zudem landesweit Wohnhäuser und Unesco-Welterbestätten beschädigt, teilten die Behörden in Sanaa mit. Die humanitäre Lage in dem Land ist bereits wegen des jahrelangen Bürgerkriegs äußerst kritisch. Allein in der östlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Provinz Marib seien 30 Menschen durch Sturzfluten getötet worden, darunter 19 Kinder, sagte ein Regierungsbeamter. Nach Angaben einer Hilfsorganisation wurde auch ein Lager für Binnenvertriebene in der Provinz überschwemmt.

+++ 13.45 Uhr: Israels Opposition scheitert mit "Anti-Netanjahu-Gesetz" +++

Israels Oppositionsführer Jair Lapid ist mit einem Gesetzesentwurf gescheitert, der es Angeklagten verbieten sollte, für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren. 53 von 120 Abgeordneten stimmten im Parlament in Jerusalem gegen den Vorschlag des Vorsitzenden der Zukunftspartei. 37 stimmten dafür, der Rest war abwesend. Auch die Abgeordneten des Mitte-Bündnisses von Benjamin Netanjahus Koalitionspartner, Verteidigungsminister Benny Gantz, blieben der Abstimmung fern. Israelische Medien hatten den Vorstoß als "Anti-Netanjahu-Gesetz" beschrieben. Bei einer Billigung hätte es Ministerpräsident Netanjahu, gegen den ein Korruptionsprozess läuft, daran gehindert, bei einer weiteren Wahl anzutreten. Nach bisherigem israelischem Gesetz muss ein Ministerpräsident erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung zurücktreten.

+++ 13.29 Uhr: Zug im Nordosten Schottlands entgleist - "schwerwiegendes Unglück" +++

Im Nordosten Schottlands ist ein Zug entgleist. Das Unglück habe sich auf der Strecke in der Nähe von Stonehaven in Aberdeenshire ereignet, teilte die Verkehrspolizei auf Twitter mit. In der Region gibt es derzeit heftige Überschwemmungen. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach auf Twitter von einem "extrem  schwerwiegenden" Unglück. Die Polizei sei um 9.43 Uhr Ortszeit zu der Unglücksstelle gerufen worden, hieß es weiter. Demnach waren auch Feuerwehrleute und Rettungssanitäter vor Ort. Sintflutartige Regenfälle im Nordosten Schottlands hatten in der Nacht zum Mittwoch Überschwemmungen in Teilen der Region ausgelöst. Wegen des Starkregens sowie Blitzeinschlägen hatte es laut der schottischen Eisenbahn auch Störungen im Schienenverkehr gegeben.

+++ 13.21 Uhr: Staatsschutz ermittelt wegen Rassismus-Vorwurf bei FC Bayern +++

Wegen Rassismus-Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München ermittelt die Staatsschutz-Abteilung der Münchner Polizei. Die Behörde sei wegen der Berichterstattung auf das Thema aufmerksam geworden, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Anzeige. "Zum Sachverhalt können wir inhaltlich noch nichts sagen." Laut "Sport Inside" des WDR würden schwere Vorwürfe gegen einen Vereinsmitarbeiter erhoben, der schon lange unter anderem als Trainer in der Jugendabteilung aktiv ist. In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern soll der Mitarbeiter rassistische Ausdrücke verwendet haben. Der deutsche Fußball-Rekordmeister bestätigte den Fall, wollte aber zunächst mit Verweis auf eine Aufarbeitung keine offizielle Stellungnahme abgeben.

+++ 13.17 Uhr: Bauern lassen Blumen blühen +++

Die Diskussionen um Bienensterben und Insektenschwund haben offenbar einen Effekt in der Landwirtschaft: Deutschlands Bauern pflanzen am Rande ihrer Felder und Äcker mehr Blühstreifen an als bisher. Beim größten deutschen Agrarhändler Baywa ist der Absatz von Saatgut für Blumen- und Blühmischungen um mehr als ein Viertel gestiegen, wie das Münchner Unternehmen mitteilte. Rechnerisch sind damit 4300 Hektar - das sind 43 Quadratkilometer - mehr mit Blumen bepflanzt als im vergangenen Jahr. Das entspricht nach Berechnung der Baywa der Fläche sämtlicher Münchner Grünanlagen. Die Baywa hat den größten Teil ihrer Kunden in Süd- und Ostdeutschland.

+++ 13:11 Uhr Viele Mädchen und Frauen fühlen sich in Großstädten unsicher +++

Mädchen und Frauen fühlen sich einer Umfrage zufolge in Berlin, Hamburg, Köln und München zunehmend unsicher. Das geht aus einer Befragung hervor, die das Kinderhilfswerk Plan am Mittwoch in Hamburg vorgestellt hat. "Unsere Befragung hat deutlich gemacht, dass Mädchen und junge Frauen auch in deutschen Großstädten täglich sexuell belästigt, verfolgt, bedroht und beleidigt werden", sagte Plan-Chefin Maike Röttger. Dadurch werde ihnen ihr Recht verwehrt, sich sicher und frei in ihrer Stadt zu bewegen - um zur Arbeit oder zur Schule zu kommen, sich mit Freundinnen zu treffen oder auszugehen

+++ 12.34 Uhr: Bundesregierung beruft unabhängigen Klimarat ein +++

Die Bundesregierung hat einen unabhängigen Expertenrat einberufen, der die Umsetzung des Klimaschutzprogramms wissenschaftlich begleiten soll. Das Bundeskabinett berief fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in das neue Gremium. Sie sollten dazu beitragen, "den Klimaschutz in Deutschland weiter voranzubringen und unsere Klimaziele zu erreichen", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Die Aufgaben des Expertenrats sind im Bundesklimaschutzgesetz festgelegt. Der Rat soll unter anderem die vom Umweltbundesamt vorgelegte Schätzung zu den Treibhausgas-Emissionen des Vorjahrs wissenschaftlich prüfen. Zudem bewerten die Experten die Angaben des Bundesamts dazu, inwieweit sich die ergriffenen Maßnahmen zum Klimaschutz konkret auf den Ausstoß an Treibhausgasen auswirken.

+++ 12:26 Uhr: Polizei setzt Schusswaffen gegen Demonstranten in Belarus ein +++

In Belarus hat die Polizei nach eigenen Angaben mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen. Es seien Schusswaffen bei den Protesten in einer Stadt im Süden von Belarus zum Einsatz gekommen, teilte die Polizei mit. Mindestens ein Mensch wurde demnach verletzt.

+++ 12.22 Uhr: Maas: hält langfristige Hilfe für Libanon nur bei Reformen für sinnvoll +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Besuch am Ort der Explosionskatastrophe in Beirut Reformen im Libanon gefordert. Maas machte weitreichende Veränderungen zur Bedingung für langfristige Hilfe. Deutschland und die EU seien bereit, weiterhin zu helfen. Es würde jedoch erwartet, dass etwa bei wirtschaftlichen Reformen und der Korruptionsbekämpfung "Worten jetzt auch Taten folgen", sagte Maas im Hafen von Beirut. "Das hat sich auch auf der Straße in Beirut gezeigt, dass es nicht viel in diesem Land gibt, was bleiben kann, wie es ist."

+++ 11.28 Uhr: Hongkong setzt Auslieferungsabkommen mit Deutschland aus +++

Hongkong hat seine Auslieferungsabkommen mit Deutschland und Frankreich ausgesetzt. Die beiden Länder hätten "die juristische Zusammenarbeit politisiert" und damit die Grundlage der Kooperation in diesem Bereich beschädigt, teilte die Hongkonger Regierung mit. Wegen des umstrittenen Sicherheitsgesetzes für die chinesische Sonderverwaltungszone hatten die beiden EU-Staaten zuvor ihrerseits ihre Auslieferungsabkommen mit Hongkong auf Eis gelegt.

+++ 11.22 Uhr: Bolsonaro bezeichnet Brände im Amazonas-Gebiet als "Lüge" +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Berichte über Brände im Amazonas-Gebiet als "Lüge" bezeichnet. "Tropischer Regenwald kann kein Feuer fangen", sagte Bolsonaro am Dienstag (Ortszeit). Satellitendaten der brasilianischen Raumfahrtagentur INPE zeigen jedoch eine Zunahme der Waldbrände im brasilianischen Amazonas-Gebiet im Juli um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 6803. Nach Angaben von Experten haben die Brände in der Regel keinen natürlichen Ursprung, sondern werden von Menschen gelegt, die illegal Land für Ackerbau und Viehzucht erschließen wollen.     Im vergangenen Jahr zerstörten zwischen Mai und Oktober große Brände Teile des Amazonas-Regenwalds. Schwarzer Rauch war bis ins tausende Kilometer entfernte Sao Paulo zu sehen. Während der diesjährigen Trockenzeit, die gerade beginnt, könnte es noch mehr Brände geben. 

+++ 11:17 EU organisiert Sondersitzung der Außenminister zu Belarus und Türkei +++

Die Außenminister der EU-Staaten werden am Freitagnachmittag in einer außerplanmäßigen Videokonferenz über die jüngsten Entwicklungen in Balarus sowie im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer beraten. Weiteres Thema der Gespräche solle die Lage im Libanon nach der Explosionskatastrophe in Beirut sein, teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mit.

Konkret soll es bei dem Treffen nach Angaben aus EU-Kreisen unter anderem um eine mögliche Reaktivierung von Sanktionen gegen die Führung von Belarus nach der umstrittenen Präsidentenwahl am vergangenen Sonntag gehen. Die EU wirft Staatschef Alexander Lukaschenko vor, die Wahl zu seinen Gunsten manipuliert zu haben und die Versammlungs-, Medien- und Meinungsfreiheit einzuschränken.

+++ 11.04 Uhr: Prozess um die Tötung von fünf Menschen in Kitzbühel gestartet +++

Vor dem Landgericht Innsbruck hat der Prozess um die Tötung von fünf Menschen begonnen. Ein heute 26-jähriger Österreicher muss sich wegen Mordverdachts verantworten. Der junge Mann hatte sich nach der Tat gestellt und ein Geständnis abgelegt. Ihm wird vorgeworfen, seine 19-jährige Ex-Freundin, deren Eltern, deren Bruder und einen Freund der 19-Jährigen im Oktober 2019 in einem Einfamilienhaus in Kitzbühel erschossen zu haben. um Auftakt des Prozesses erklärte die Verteidigerin, ihr Mandant habe nicht aus reiner Eifersucht gehandelt. "Es ist viel komplexer", sagte die Rechtsanwältin. Ihr Mandant habe nie gelernt, seine emotionalen Bedürfnisse zu artikulieren und er habe einen großen Wunsch nach Stabilität gehabt, zitierte sie aus dem psychiatrischen Gutachten.

+++ 10.29 Uhr: Hongkonger Verleger Jimmy Lai will nach Freilassung weiterkämpfen +++

Der Hongkonger Medienunternehmer und bekannte Aktivist Jimmy Lai hat nach seiner Freilassung aus dem Polizeigewahrsam die Fortsetzung seiner Arbeit angekündigt. Medien in Hongkong hätten es zunehmend schwer, "aber wir sollten unsere Arbeit fortsetzen", sagte Lai am Mittwoch vor Mitarbeitern seiner Zeitung "Apple Daily", die seine Rückkehr bejubelten. Nach mehr als 40 Stunden Polizeigewahrsam war Lai in der Nacht zum Mittwoch gegen Kaution wieder freigelassen worden. Auch mehrere andere Aktivisten kamen gegen Kaution frei.

+++ 9.59 Uhr: Apple soll halbe Milliarde Dollar für Verletzung von 4G-Patenten zahlen +++

Der Technikriese Apple soll laut Urteil eines texanischen Gerichts wegen Patentverletzung 500 Millionen Dollar (426 Millionen Euro) Entschädigung an die Firma PanOptis zahlen. Eine Jury sah es als erwiesen an, dass Apple Technologien für die Datenübertragung 4G in seinen iPhones, Tablets und Smartwatches nutze, ohne PanOptis dafür Lizenzgebühren zu zahlen. Apple kündigte Berufung an.

+++ 9.47 Uhr: Röttgen nennt Ernennung von US-Vizekandidatin Harris "starke Entscheidung" +++

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), hat die Ernennung von Senatorin Kamala Harris als Vizekandidatin des demokratischen US-Präsidentschaftsanwärters Joe Biden als "starke Entscheidung" gelobt. "Das ist jetzt eine starke Aufstellung, mit der Biden antritt in diesem Wahlkampf", sagte Röttgen im ZDF-"Morgenmagazin". Röttgen sprach zudem von einer "historischen Entscheidung", da Harris im Falle eines Wahlsiegs im November die erste Frau und zugleich die erste schwarze Frau in diesem Amt wäre. Die Chancen der beiden schätzte der CDU-Außenpolitiker angesichts der als schwach kritisierten Corona-Politik der US-Regierung und der Wirtschaftslage als gut ein: "Darum haben die beiden jetzt sehr, sehr gute Chancen - aber man weiß nie, was in den letzten Monaten passiert."

+++ 9.37 Uhr: Streit um Erdgas im Mittelmeer dauert an - Israel steht Athen bei +++

Im Streit zwischen der Türkei und Griechenland um Erdgas im Mittelmeer zeichnet sich weiter keine Lösung ab. In der Nacht bewegte sich das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis" weiterhin in einem Seegebiet, das Griechenland als eigene Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) versteht. Zahlreiche türkische und griechische Kriegsschiffe halten sich in der Region auf. Mittelmeeranrainer Israel unterstützte die griechische Position. "Israel drückt seine volle Unterstützung und Solidarität mit Griechenland aus - in seinem Recht, Seezonen und seine AWZ abzugrenzen", erklärte das israelische Außenministerium.

+++ 8.51 Uhr: Deutschland rückt in Corona-Krise nach Ansicht vieler Bürger enger zusammen +++

Deutschland ist in der Corona-Pandemie nach Einschätzung vieler Menschen enger zusammengerückt. In einer Umfrage für die Güterloher Bertelsmann-Stiftung bewerteten Bürger den gesellschaftlichen Zusammenhalt nach dem ersten Höhepunkt des Infektionsgeschehens positiver als zu Jahresbeginn. Demnach fiel der Anteil derjenigen, die den Zusammenhalt in Deutschland gefährdet sahen, von 46 Prozent im Februar auf nur noch 26 Prozent im Mai und im Juni. Zugleich nahm der Umfrage zufolge während der Phase der weitreichenden Kontaktbeschränkungen und Schließungen der Anteil der Befragten ab, die der Meinung waren, dass sich die Menschen nicht um andere kümmerten. Dieser lag im Februar bei 41 Prozent, sank bis Mai und Juni aber auf 21 Prozent.

+++ 7.33 Uhr: Facebook geht gegen "Blackface" und antisemitische Stereotypen vor +++

Facebook verschärft die Gangart gegen rassistische und antisemitische Stereotypen und will deshalb Fotos von Weißen mit schwarzer Schminke im Gesicht sowie Behauptungen, dass Juden die Welt kontrollierten, von der Plattform verbannen. "Solche Inhalte verstießen schon immer gegen den Geist unserer Regeln", sagte die zuständige Facebook-Managerin Monika Bickert. Eine Folge ist nun, dass der umstrittene niederländische Nikolaushelfer "Zwarte Piet" künftig nicht mehr mit dicker schwarzer Schminke auf Facebook und Instagram gezeigt werden soll.

Zu den "Blackface"-Stereotypen zählt Facebook schwarze Schminke, dicke Lippen und eine Kraushaar-Perücke. Fotos, Zeichnungen oder Videos von den stereotypen Pieten können nach Hinweisen von Nutzern von den Plattformen entfernt werden.

+++ 7:18: Israel beschießt nach Ballon-Angriffen Ziele im Gazastreifen +++

Israelisches Militär hat nach anhaltenden Angriffen mit Brand-Ballons aus dem Gazastreifen Ziele in dem Küstengebiet beschossen. An dem Angriff in der Nacht auf Einrichtungen der islamistischen Hamas seien Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber und Panzer beteiligt gewesen, teilte die Armee mit. Ziele seien unter anderem unterirdische Einrichtungen sowie Beobachtungsposten gewesen. Aus Sicherheitskreisen der im Gazastreifen regierenden Hamas hieß es, es habe keine Verletzten gegeben. Augenzeugen zufolge ließen Maskierte parallel zu den Angriffen erneut Brand-Ballons in Richtung Israels Süden aufsteigen.

+++ 6.53 Uhr: Polizei in Minsk geht erneut gewaltsam gegen Demonstranten vor +++

Nach dem umstrittenen Wahlsieg des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko sind in der Hauptstadt Minsk am dritten Abend in Folge die Sicherheitskräfte gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Polizisten feuerten Blendgranaten ab und schossen mit Gummikugeln auf Protestierende, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Demonstranten hatten Barrikaden errichtet und den Verkehr blockiert.

+++ 5.27 Uhr: Namibia lehnt Entschädigungsangebot Deutschlands ab +++

Namibia hat ein Entschädigungsangebot Deutschlands bei den Verhandlungen zur Aufarbeitung der Kolonialzeit abgelehnt. Das Angebot der Bundesregierung, zehn Millionen Euro als Wiedergutmachung zu zahlen, sei für Präsident Hage Geingob weiter "nicht akzeptabel", zitierte die Zeitung "The Namibian" den Berater des Präsidenten, Alfredo Hengari. Geingob selbst twitterte, er sei über den Stand der Gespräche informiert worden und habe empfohlen, die Verhandlungen fortzusetzen. "Wir bleiben beim Abschluss dieser Schlüsselmission konsequent", schrieb er.

Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia und schlug damals die Aufstände von zwei Volksgruppen brutal nieder. Historikern zufolge wurden etwa 65.000 der 80.000 Herero und mindestens 10.000 der 20.000 Nama getötet. Seit Jahren verhandeln beide Regierungen darüber, wie eine Wiedergutmachung aussehen soll.

+++ 5.19 Uhr: Mann wegen versuchter Erpressung des FC Bayern angeklagt +++

Ein Mann soll versucht haben, den FC Bayern München um 250.000 Euro zu erpressen. Die Staatsanwaltschaft München I hat bereits im April Anklage gegen ihn erhoben, wie ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Es geht dabei um einen Fall aus dem Jahr 2019. Damals soll der Verein eine E-Mail bekommen haben, in der die Geldsumme gefordert wurde - "sonst gäbe es einen Riesen-Knall".

"Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um die Androhung einer Veröffentlichung von rufschädigenden Behauptungen handelte", sagte der Sprecher der Staatsanwalt. Worum es darin genau ging, sagte er nicht. Wann der Prozess am Amtsgericht München beginnt, ist noch unklar. "Der Termin wird gerade abgestimmt", sagte ein Gerichtssprecher. Der FC Bayern äußerte sich zu dem Fall auf Anfrage zunächst nicht.

anb/tis/nik DPA AFP

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