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+++ Ticker +++

News von heute: Snowboard-Pionier Jake Burton Carpenter stirbt mit 65

Benjamin Netanjahu droht Korruptionprozess +++ Verdächtiger am Weißen Haus festgenommen +++  Mann uriniert auf Bild eines KZ-Überlebenden +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Jake Burton (M.) hat Burton Snowboards gegründet (Archivbild von 2012)

Jake Burton (M.) hat Burton Snowboards gegründet (Archivbild von 2012)

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Snowbaord-Pionier Jake Burton Carpenter ist tot (22.53 Uhr)
  • Israel: Premier Netanjahu wird wegen Korruption angeklagt (17.37 Uhr)
  • Verdächtiger am Weißen Haus festgenommen (15.48 Uhr)
  • AKK kontert C-Diebstahl aus Parteilogo (14.57 Uhr)
  • Weizsäcker-Angriff: Verletzter Polizist erneut operiert (10.40 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:   

+++ 23.08 Uhr: Comic von 1939 erzielt bei Auktion 1,2 Millionen US-Dollar +++

Ein Comic-Heftchen aus dem Jahr 1939 ist in den USA für über 1,2 Millionen Dollar (gut eine Million Euro) versteigert worden. Dies sei der weltweit höchste Preis, der je bei einer Auktion für ein Marvel-Comic gezahlt wurde, teilte ein Sprecher des Auktionshauses Heritage Auctions der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Gebot war bei der Versteigerung im texanischen Dallas telefonisch eingegangen. Der Käufer sei ein langjähriger Sammler historischer Comic-Hefte.

Das sehr gut erhaltene Heft Marvel Comics #1 kostete 1939 lediglich zehn Cent. Auf dem Cover mit einer feuerroten Figur werden Charaktere wie die menschliche Fackel, Sub-Mariner, der Engel und KA-Zar genannt. Nach Angaben von Heritage Auctions wurde das Heft damals von einem Postboten, der alle Erstausgaben von Comic-Heften sammelte, an einem Kiosk im US-Staat Pennsylvania erworben.

+++ 22.53 Uhr: US-Snowboard-Pionier Jake Burton ist tot +++

Der Snowboard-Pionier Jake Burton Carpenter ist tot. Carpenter sei in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 65 Jahren gestorben, sagte eine Sprecherin des von ihm gegründeten Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur. Die Todesursache sei eine Krebserkrankung gewesen, hieß es in einer Mitteilung von John Lacy, der das Unternehmen gemeinsam mit Carpenters Ehefrau Donna leitet. "Er war der Gründer, die Seele des Snowboardens, derjenige, der uns den Sport gegeben hat, den wir alle so lieben."

Der 1954 geborene Carpenter hatte schon früh mit dem Skifahren begonnen und dann Vorformen des Snowboards entdeckt, weiterentwickelt, produziert und vermarktet. In den 70er Jahren gründete er sein eigenes Snowboard-Unternehmen im US-Bundesstaat Vermont.

+++ 21.54 Uhr: Bolivien: Polizei setzt Tränengas gegen Trauerzug ein +++

In Bolivien hat die Polizei Tränengas gegen die Teilnehmer eines Trauerzugs eingesetzt, der in eine regierungskritische Demonstration umgeschlagen war. Tausende Menschen beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung für fünf bei Ausschreitungen am Dienstag getötete Angehörige einer indigenen Gruppe. Am San-Francisco-Platz in der Nähe des Parlaments in der Hauptstadt La Paz löste die Polizei die Versammlung auf.

Die Teilnehmer des Trauerzugs, die zum Gedenken an die Todesopfer von der Stadt El Alto in die Hauptstadt gekommen waren, wichen in Seitenstraßen aus. Im nahegelegenen Kongress fanden derweil Beratungen über eine angekündigte Neuwahl statt. 

+++ 21.46 Uhr: Verfassungsschutz hält AfD-Kommunalpolitiker für rechtsextrem +++

Der Verfassungsschutz Brandenburg hat den AfD-Kommunalpolitiker Andy Habermann als Rechtsextremisten eingestuft. Der Leiter des Bauausschusses der Stadt Werneuchen im Kreis Barnim sei Sänger der rechtsextremistischen Band Wutbürger, die sich offen zum Nationalsozialismus bekenne, teilte der Verfassungsschutz auf seiner Internetseite mit. In einem Musikvideo der Band sei deutlich zu sehen, dass der Gitarrist die Wörter "Blut" und "Ehre" auf seinem Unterarm tätowiert habe. "Blut und Ehre" war die Losung der Hitler-Jugend, die verboten ist. Auch die Kleidung der Bandmitglieder ist für die Behörde ein Hinweis auf eine Verbindung zum Rechtsextremismus.

Dass die Band und ihr Sänger der rechtsextremistischen Szene zugerechnet werden könnten, sei ein Beleg dafür, "dass in Teilen der brandenburgischen AfD auch Rechtsextremisten eine politische Heimat gefunden haben", erklärte der Verfassungsschutz.

+++ 21.19 Uhr: USA: Zwei Soldaten sterben bei Trainingsflug-Unfall +++

Bei einem Flugzeugunfall auf einer US-Luftwaffenbasis sind zwei Soldaten getötet worden. "Zum Zeitpunkt des Unfalls führten die Flugzeuge eine Trainingsmission aus", teilte die Luftwaffenbasis Vance im US-Bundesstaat Oklahoma mit. Zu dem Unglück sei es am Donnerstagmorgen (Ortszeit) gekommen. Der Vorfall werde untersucht. Auf Bildern des lokalen Fernsehsenders KOCO war zu sehen, wie ein Luftwaffenjet mit der Unterseite nach oben auf einem Feld neben einer Start- und Landebahn liegt. 

Der Sender KSWO berichtete, an dem Unfall seien zwei Trainingsflugzeuge vom Typ T-38 Talon beteiligt gewesen. Normalerweise säßen in den Cockpits dieser Jets ein Fluglehrer und ein auszubildender Pilot.

+++ 18. 56 Uhr: Von Europol gesuchtes Paar in der Elfenbeinküste festgenommen +++

In der Elfenbeinküste ist ein wegen Mordes gesuchtes Paar festgenommen worden, das auf der Fahndungsliste der europäischen Polizeibehörde Europol weit oben stand. Der Franko-Ivorer Jean-Claude Lacote und die Belgierin Hilde Van Acker seien in der Hauptstadt Abidjan gefasst worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus übereinstimmenden Quellen in der Elfenbeinküste und in Belgien. Beide standen demnach auf der Europol-Liste der meistgesuchten Europäer. Lacote und Van Acker wurden wegen des Mordes an einem Briten im Jahr 1996 gesucht. Dieser war durch zwei Schüsse in den Kopf in einem belgischen Badeort getötet worden. Da in dem Fall Betrug, Drogenhandel und eine Geldsumme im Wert von mehreren hundert Millionen Euro eine Rolle spielten, sorgte er damals für große Schlagzeilen in Belgien.

+++ 18.40 Uhr: Berlin verurteilt Vorgehen gegen Proteste im Iran mit vielen Toten +++

Die Bundesregierung hat den Umgang iranischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in dem Land angeprangert. "Wir sind entsetzt über die Berichte zu mehr als 100 Todesopfern und verurteilen das unverhältnismäßige Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstagabend in Berlin. Das Recht auf friedliche Proteste müsse gewahrt sein, die Menschen im Iran müssten ihre Meinung frei und friedlich äußern können. Das Auswärtige Amt forderte die iranischen Sicherheitskräfte zu größtmöglicher Zurückhaltung auf. 

+++ 18.01 Uhr: Iran hebt Internetsperre größtenteils wieder auf +++

Die wegen der Unruhen vom Staat verhängte tagelange Internetsperre ist in vielen Teilen des Irans wieder aufgehoben worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna funktionierte das Internet in vielen iranischen Städten wieder. Auch in der Hauptstadt Teheran war der Zugang zum Internet wieder möglich, obwohl einige Nutzer weiterhin Probleme hatten. Diese sollten laut Isna bald behoben sein.  

Wegen der landesweiten Proteste gegen höhere Benzinpreise hatte der Nationale Sicherheitsrat das Internet seit Samstagnachmittag gesperrt. Damit sollte verhindert werden, dass Informationen, Bilder und Videos von den Protesten verbreitet werden. Der Sicherheitsrat hatte am Mittwoch noch die "Limitierung" des Internets verteidigt und argumentiert, die nationale Sicherheit habe absolute Priorität.

+++ 17.39 Uhr: 16 Menschen im Container auf Irland-Fähre entdeckt +++

Auf einer Fähre von Frankreich nach Irland sind 16 Menschen in einem verschlossenen Container entdeckt worden. Sie seien bei einer Routinekontrolle in der vergangenen Nacht durch einen Mitarbeiter des Schiffs entdeckt worden, wie der Betreiber Stena Line mitteilte. Die Menschen seien unverletzt gewesen und in einer Kabine für Privatpassagiere auf der Fähre untergebracht worden.

Die Fähre sollte nach Angaben des Unternehmens am Donnerstagnachmittag den Hafen der irischen Stadt Rosslare erreichen. Sie war im französischen Cherbourg gestartet. Die Nationalität der Eingeschlossenen blieb zunächst offen.

+++ 17.37 Uhr: Israel: Benjamin Netanjahu wird wegen Korruption angeklagt +++

Der geschäftsführende israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu wird nach Angaben des Justizministeriums angeklagt. Die Anklagepunkte lauteten auf Bestechung, Betrug und Untreue, teilte das israelische Justizministerium am Donnerstag mit. Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit habe eine entsprechende Entscheidung getroffen. Gegen den langjährigen Regierungschef wiegen am schwersten die Vorwürfe in der sogenannten Besek-Affäre: Netanjahu wird beschuldigt, der Telekommunikationsfirma Besek Gefälligkeiten im Gegenzug für eine positive Berichterstattung in der zu dem Konzern gehörenden Nachrichtenwebsite "Walla" gewährt zu haben.

Weitere Vorwürfe beziehen sich auf Luxusgeschenke im Wert von tausenden Dollar, die Netanjahu und seine Angehörigen von reichen Persönlichkeiten im Gegenzug für finanzielle und persönliche Vorteile angenommen haben sollen. Netanjahu weist alle Vorwürfe zurück. Trotz der Anklage muss Netanjahu, der sich seit der vorgezogenen Parlamentswahl im September noch geschäftsführend im Amt des Ministerpräsidenten befindet, nicht zurücktreten. Ein Rücktritt wäre erst bei einer rechtskräftigen Verurteilung zwingend.

+++ 17.03 Uhr: Dieb klaut LKW mit 20 Tonnen Schokolade +++

Ein Laster mit fast 20 Tonnen Schokolade ist auf dem Weg von Österreich nach Belgien verschwunden. Wie die Tiroler Polizei mitteilte, ist es einem unbekannten Täter gelungen, mit gefälschten Papieren an die begehrte Fracht zu kommen. Nun fehlt von dem Mann und der Schokolade jede Spur.

Nach Angaben der Polizei legte der Mann sowohl falsche persönliche Dokumente als auch falsche Fahrzeugpapiere vor, als er Anfang der Woche die Fracht abholte. Die Kennzeichen am Sattelanhänger waren als gestohlen gemeldet, auch die Kennzeichen an der Zugmaschine passten nicht zu denen in den Dokumenten. Doch niemand bemerkte den Schwindel - und der Sattelanhänger wurde mit Schokolade im Wert von rund 50.000 Euro beladen. Am Zielort in Belgien kam die süße Ware aber nie an.

+++ 16.59 Uhr: 120 syrische Flüchtlinge vor der Küste von Zypern gerettet +++

Vor der Küste Zyperns sind 120 syrische Flüchtlinge aus dem Meer gerettet worden. Wie die zyprische Polizei mitteilte, wurde ihr Boot am Mittwoch vor der Südostküste der Mittelmeerinsel gesichtet. An Bord seien auch drei Frauen und 20 Kinder gewesen, darunter 14 unbegleitete Minderjährige. Die Flüchtlinge seien in ein Auffanglager vor der Hauptstadt Nikosia gebracht worden.

Laut Polizei gaben die Flüchtlinge an, auf dem Landweg aus Syrien in die Türkei geflohen und im türkischen Hafen Mersin an Bord des Bootes gegangen zu sein. Sie hätten Menschenschmugglern für die Überfahrt jeweils 4000 Dollar gezahlt. Die Route wird von Schleuserbanden häufig genutzt.

+++ 16.45 Uhr: Netflix behebt Störung +++

Der Video-Streamingdienst Netflix hat am Donnerstag wenige Stunden lang mit einer Störung zu kämpfen gehabt. "Im Moment haben wir technische Probleme", erklärte der technische Kunden-Support auf Twitter am Donnerstagnachmittag. "Wir arbeiten hart daran, diese so schnell wie möglich zu lösen." Die Probleme traten nach dem erfolgreichen Login auf der Plattform beim Abspielen der Filme auf. Statt des gewünschten Videoinhalts erschien nur eine Fehlermeldung. Am Abend funktionierte der Dienst für die meisten Kunden wieder wie gewohnt.

+++ 16.29 Uhr: Strom wird für viele Kunden 2020 teurer +++

Stromkunden zahlreicher Anbieter müssen im kommenden Jahr mehr bezahlen. 419 Grundversorger haben nach Angaben des Vergleichsportals Check24 angekündigt, die Preise zum Jahreswechsel anzuheben. Das sei mehr als jeder zweite Grundversorger in Deutschland. Durchschnittlich wird Strom demnach um 5,4 Prozent teurer. Mitgezählt sind auch Versorger, die bereits in den vergangenen Wochen erhöht haben. 

Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunden im Jahr, der von einem der erhöhenden Anbieter Strom bezieht, müsse demnach im Schnitt 84 Euro im Jahr mehr zahlen. Wie stark die Erhöhung tatsächlich ausfällt, hängt aber vom einzelnen Anbieter ab. Die Werte schwanken laut Check24 von Preiserhöhungen von unter 0,5 Prozent bis zu knapp 15 Prozent.

+++ 16.26 Uhr: China macht angebliches Geständnis von britischem Konsulatsmitarbeiter publik +++

Nach Foltervorwürfen eines früheren britischen Konsulatsmitarbeiters haben die chinesischen Behörden ein angeblich von ihm abgelegtes Geständnis über Kontakte zu Prostituierten öffentlich gemacht. Die Polizei in Shenzhen veröffentlichte auf der Plattform Weibo ein Video, auf dem zu sehen sein soll, wie der aus Hongkong stammende Simon Cheng wiederholt einen Club aufsucht. Im Begleittext hieß es, Cheng habe nach eigenem Eingeständnis drei Mal in zwei Wochen die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen.

Mit der Veröffentlichung des Videos reagierten die chinesischen Behörden auf die von Cheng am Vortag erhobenen Foltervorwürfe gegen die chinesische Geheimpolizei. Der Ex-Konsulatsmitarbeiter war im August 15 Tage lang in China inhaftiert und wurde nach eigenen Angaben in dieser Zeit geschlagen, gefesselt und misshandelt.

+++ 16.20 Uhr: Hochmoselbrücke ist für den Verkehr freigegeben +++

Am Ende ist es nur ein kleiner Schnitt durchs Band: Die riesige Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig (Rheinland-Pfalz) als zweithöchste Brücke Deutschlands ist für den Verkehr freigegeben. Politiker waren die ersten, die am Donnerstag in einem Konvoi über die 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Brücke rollten. "Heute ist ein guter Tag für Rheinland-Pfalz", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Die Brücke ist bundesweit die zweithöchste - nach der Kochertalbrücke (maximal 185 Meter) in Baden-Württemberg.

Dreyer sagte, sie sei davon überzeugt, "dass die Brücke uns bei einem wirtschaftlich starken Bundesland, das wir sind, auch weiter nach vorne bringen wird und die Menschen in Eifel und Hunsrück miteinander stärker verbinden wird".

Rheinland-Pfalz: Hochmoselbrücke für Verkehr freigegeben

+++ 16.16 Uhr: Nach Dürresommer 2018 gehen mehr Landwirte insolvent +++

Nach der starken Dürre im Sommer 2018 sind in diesem Jahr mehr landwirtschaftliche Betriebe in die Insolvenz geraten als noch im Vorjahr. Zwischen Januar und Oktober meldeten 114 Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an, wie die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sich 92 Betriebe insolvent gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 260 000 landwirtschaftliche Betriebe, wie der Deutsche Bauernverband mit Stand 2017 schreibt.

Crif-Bürgel-Chefin Ingrid Riehl sprach von einem "sprunghaften Anstieg" der Insolvenzen. Als Grund dafür nannte sie die Dürre, die im Sommer 2018 über mehrere Wochen hinweg einen Großteil der deutschen Landwirtschaft belastet hatte: "Da in den Insolvenzstatistiken vor allem die Vergangenheit abgebildet wird, sie gewissermaßen ein Blick in den Rückspiegel sind, sind die Auswirkungen aus dem letzten Sommer erst jetzt sichtbar." Geringere Erlöse und höhere Kosten infolge der Dürre seien die Hauptgründe für den Anstieg der Insolvenzen.

+++ 16.03 Uhr: CDU-Politiker wehren sich gegen Urwahl +++

Vor den Gremiensitzungen zur Vorbereitung des CDU-Parteitags in Leipzig haben sich mehrere führende Christdemokraten gegen eine Urwahl der Kanzlerkandidatin oder des Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nannte am Donnerstag in Leipzig den Mitgliederentscheid bei der SPD als Beispiel, "wie Urwahlen nicht laufen sollten". Bei diesem "Casting" würden Frauen "eher noch als Platzhalter degradiert", damit Männer auch kandidieren könnten, zudem mache "nur die Hälfte mit".

Klöckner sprach sich dafür aus, das bisherige Nominierungsverfahren beizubehalten, bei dem "demokratisch legitimierte Delegierte" die Kandidatin oder den Kandidaten auf einem Parteitag nominierten.

+++ 15.48 Uhr: Verdächtiger am Weißen Haus in Washington festgenommen +++

Der US-Geheimdienst hat einen Verdächtigen daran gehindert, auf das Gelände des Weißen Hauses vorzudringen. Der Verdächtige habe versucht, mit einem "unberechtigten Auto" einem anderen Wagen an einem Kontrollposten hinterher zu fahren, teilte der Sicherheitsdienst von US-Präsident Donald Trump mit. Dabei sei er mit seinem Auto einem Fahrzeug gefolgt, das "rechtmäßig" über einen externen Kontrollposten auf das Gelände gefahren sei. Er sei von uniformierten Geheimdienstmitarbeitern gestoppt und in Gewahrsam genommen worden. Um wen es sich bei dem Verdächtigen handelte, ist noch unklar.

+++ 15.40 Uhr: Drei Jahre Sperre nach Schiedsrichter-Angriff in Hessen +++

Nach seiner brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter in einem C-Liga-Fußballspiel Ende Oktober in Südhessen ist der Spieler der FSV Münster zu einer dreijährigen Sperre verurteilt worden. Zudem wurde der Verein mit einer sechsmonatigen Spielsperre und einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro belegt, bestätigte der Vorsitzende des zuständigen Kreissportgerichts Dieburg, Helmut Biegi. Die mündliche Verhandlung fand gestern statt.

Die Attacke auf den 22-jährigen Schiedsrichter in der Partie des FSV Münster gegen den TV Semd hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Unparteiische hatte dem Spieler die gelb-rote Karte gezeigt und war von diesem anschließend bewusstlos geschlagen worden. Ein Rettungshubschrauber musste ihn ins Krankenhaus bringen. Der Verein hatte die Mannschaft nach der Attacke vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet, den Täter aus dem Verein ausgeschlossen und ihm ein lebenslanges Hausverbot erteilt.

DFB-Aktion: Nach Angriffen: Spitzen-Schiedsrichter stärken Kollegen im Amateurfußball den Rücken

+++ 15.21 Uhr: 36-Jähriger uriniert auf Bild eines KZ-Überlebenden +++

Ein 36-Jähriger hat in Weimar das Bild eines KZ-Überlebenden bespuckt sowie dagegen uriniert und getreten. Nun ermittelt die Polizei gegen den Mann wegen Volksverhetzung, Beleidigung und politisch motivierter Sachbeschädigung. Ein Zeuge habe den Angriff gestern Abend gemeldet, teilte die Polizei heute mit. Der Angreifer sei stark betrunken gewesen und habe einen Platzverweis erhalten. Das Bild ist Teil einer Ausstellung unter freiem Himmel in der Innenstadt. Die dortigen Porträts erinnern an die Leiden der Häftlinge im einstigen nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald vor den Toren Weimars.

+++ 15.14 Uhr: Kleinkind in Indien fällt in heißen Curry-Topf und stirbt +++

Ein vierjähriger Junge ist in Indien in einen heißen Topf mit Curry gefallen und später seinen Verletzungen erlegen. Das Kind habe in der Nähe des Topfes gespielt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorfall in der Stadt Shabad im Bundesstaat Telangana ereignete sich demnach bereits am Montag bei einer Familienfeier. Der schwer verletzte Junge sei einen Tag später in einem Krankenhaus gestorben.

+++ 15 Uhr: BMW weitet Rückruf wegen Brandgefahr aus +++

BMW ruft wegen Brandgefahr 232.000 Fahrzeuge zurück. Der Konzern weite damit einen bereits vergangenes Jahr begonnenen Rückruf aus, teilte der Autohersteller mit. In Deutschland müssten 113.000 Autos in die Werkstätten, sagte ein BMW-Sprecher. Die Brandgefahr sei aber "sehr gering". Grund für den Rückruf ist ein Problem im Abgasrückführsystem. Betroffen sind Fahrzeuge mit Vierzylinder-Dieselmotoren aus den Baureihen 1er bis 7er sowie die SUV-Modelle X1, X3, X4, X5 und X6. Halter betroffener Fahrzeuge werden laut BMW angeschrieben.

+++ 14.57 Uhr: Kramp-Karrenbauer kontert C-Diebstahl aus Parteilogo +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Diebstahl des Buchstabens C aus einem Parteilogo in Berlin mit Humor gekontert. "So ein C für Christlichkeit und Nachhaltigkeit kann auch Greenpeace nix schaden, leihen wir also gerne für kurze Zeit einmal aus", sagte die Vorsitzende bei einer Hallenbesichtigung vor Beginn des CDU-Bundesparteitages in Leipzig. Zuvor hatte sie auf der Parteitagsbühne das C im leuchtenden CDU-Schriftzug besonders sorgfältig inspiziert. "Sie sehen, das Original C steht hier. Da gehört's auch hin", sagte die Parteichefin.

Greenpeace-Aktivisten hatten am Morgen das C aus einem Logo am Konrad-Adenauer-Haus in Berlin entfernt, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Das verbleibende "DU" ergänzten die Aktivisten mit einem Banner, so dass an der Glasfassade stand: "Du sollst das Klima schützen".

Konrad-Adenauer-Haus: Greenpeace-Aktivisten entwenden "C" aus CDU-Parteizentrale

+++ 14.40 Uhr: Indonesische Staatsanwaltschaft will keine Homosexuellen einstellen +++

Die Generalstaatsanwaltschaft von Indonesien will keine homosexuellen oder transgender Menschen beschäftigen. "Wir wollen nur normale, korrekte Menschen einstellen", sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag zu Journalisten. In Stellenanzeigen auf der Webseite etwa für Staatsanwälte, Ärzte und Computerexperten heißt es wörtlich, Bewerber "dürfen nicht psychisch krank sein, einschließlich abweichender sexueller Orientierung und abweichenden sexuellen Verhaltens (Transgender)". 

Aktivisten verurteilten die Bestimmungen als Rechtsverstoß und betonten, die Weltgesundheitsorganisation WHO habe Homosexualität aus ihrer Liste der psychischen Krankheiten gestrichen.

+++ 14.19 Uhr: Polizei-Mitarbeiter unter Kinderpornografie-Verdacht +++

Gegen einen Mitarbeiter der Polizei in Paderborn wird ermittelt, weil er selbst kinderpornografisches Material besitzen soll. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Detmold sagte auf dpa-Anfrage, es werde "wegen Kinderpornografie gegen einen Regierungsbeschäftigten der Kreispolizeibehörde Paderborn" ermittelt. Zuvor hatten das "Westfalen-Blatt" und die "Neue Westfälische" über den Verdacht berichtet. Auch die Bielefelder Polizei bestätigte die gemeinsamen Ermittlungen, machte aber ebenfalls keine weiteren Angaben. Die Polizei in Paderborn teilte mit, der Mitarbeiter sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Hinweise gegen den Mann "wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornografie" hätten sich erhärtet. 

+++ 14.08 Uhr: Vier Demonstranten bei nächtlichen Protesten in Bagdad getötet +++

Bei erneuten Zusammenstößen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier Demonstranten getötet worden. Dutzende weitere seien bei den nächtlichen Auseinandersetzungen mit der Polizei auf zwei Brücken über den Tigris verletzt worden, sagten Vertreter von Polizei und Rettungskräften der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei setzte demnach scharfe Munition und Tränengas-Granaten gegen die Menge auf den Brücken Al-Sinek und Al-Ahrar ein.    

Ein Demonstrant sei erschossen worden, drei weitere seien an Wunden gestorben, die sie durch den Beschuss mit Tränengas-Granaten erlitten hätten, hieß es. Menschenrechtsaktivisten kritisieren seit Wochen den Einsatz der ungewöhnlich schweren Tränengas-Granaten, die tödliche Verletzungen verursachen können, wenn sie direkt auf Demonstranten abgefeuert werden. Seit Beginn der Proteste Anfang Oktober wurden im Irak schon mehr als 330 Menschen getötet.

+++ 13.03 Uhr: Studie: Anstieg der Mieten schwächt sich etwas ab +++

Die Mieten in Deutschland steigen weiter, allerdings nicht so stark wie in den Vorjahren. 2019 kletterten die in den Mietspiegeln dokumentierten Vergleichsmieten um 1,8 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als 2018, wie das Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B) mitteilte. Stuttgart rückt demnach erstmals zur teuersten Stadt für Mieter auf - München landet auf dem zweiten Platz.

+++ 12.59 Uhr: Gericht schickt Terrorwerber für eineinhalb Jahre hinter Gitter +++

Wegen Terrorwerbung hat das Oberlandesgericht Celle einen Flüchtling aus Syrien zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 32-Jährige habe über sein Handy Propaganda der Terrormiliz Islamischer Staat ins Internet gestellt, urteilte das niedersächsische Gericht. Dabei habe es sich um eine Aufforderung gehandelt, den Kampf des IS zu unterstützen und Anschläge zu verüben. Auf dem Handy des Mannes hatten Fahnder 50.000 Foto- und Filmdateien gefunden, die teils Folterungen, Enthauptungen sowie Sprengstoffanschläge zeigten.

+++ 12.40 Uhr: Aus für deutschen Reisekonzern Thomas Cook +++

Der insolvente deutsche Reisekonzern Thomas Cook hat keine Zukunft mehr. Der Veranstalterbereich mit den Marken Neckermann Reisen, Air Marin und Thomas Cook Signature wird kommende Woche eingestellt, wie Julia Kappel-Gnirs aus dem Team der vorläufigen Insolvenzverwalter sagte.

+++ 12.12 Uhr: Greenpeace-Aktivsten stehlen C aus Logo an CDU-Parteizentrale +++

Der CDU-Parteizentrale in Berlin ist ein C abhanden gekommen: Greenpeace-Aktivisten haben den großen roten Buchstaben aus dem Parteilogo im Konrad-Adenauer-Haus entfernt, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Das verbleibende "DU" ergänzten die Aktivisten mit einem Banner, so dass an der Glasfassade stand: "Du sollst das Klima schützen". Mit der Aktion solle gegen die "desaströse Klimapolitik" der Partei protestiert werden, teilte Greenpeace mit.

Wie die Aktivisten den Buchstaben entfernten, blieb zunächst unklar. Die Berliner Polizei konnte zunächst keine Auskunft geben, auch die CDU-Pressestelle war nicht besetzt. Sämtliche Pressesprecher seien nach Leipzig zum am Freitag beginnenden Bundesparteitag gefahren, hieß es. "Das C geht jetzt auf Reise", sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Wohin wollte sie nicht verraten, nur dass der Buchstabe an drei Orten innerhalb Deutschland auftauchen solle.

+++ 12.07 Uhr: EuGH: Flughafengebühren müssen für alle Fluggesellschaften verbindlich sein +++

Die von einer Aufsichtsbehörde gebilligten Gebühren an einem Flughafen müssen für alle Fluggesellschaften verbindlich sein. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stellte klar, dass für einzelne Nutzer nicht andere Entgelte festgesetzt werden könnten. Hintergrund für das Urteil war ein Rechtsstreit um die Festlegung und Überprüfbarkeit der Entgeltordnung am Flughafen Berlin-Tegel. Die Lufthansa hatte vor den Verwaltungsgerichten gegen die Genehmigung der Entgeltordnung durch das Land Berlin geklagt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erklärte diese Klage für unzulässig, weil die Airline in dieser Frage keine Klagebefugnis habe. Das Bundesverwaltungsgericht legte den Fall schließlich dem EuGH vor, um Fragen zur Auslegung der maßgeblichen EU-Richtlinie klären zu lassen.

+++ 11.28 Uhr: Greta Thunberg hofft auf Ankunft in Europa Anfang Dezember +++

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt auf ihrem Weg zur Weltklimakonferenz nach Madrid langsamer auf dem Atlantik voran als bei ihrer Hintour in die USA. "Wir mussten das Boot abbremsen, um einige ziemlich raue Wetterbedingungen zu vermeiden, aber jetzt sind wir wieder zurück bei vollem Tempo", schrieb die junge Schwedin auf Twitter. Sie hoffe, irgendwann Anfang Dezember in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon anzukommen. Von dort bis nach Madrid sind es dann noch knapp 600 Kilometer. Nimmt Thunberg dafür den Zug, dürfte das noch einmal um die zehn Stunden dauern.

Von Nordamerika nach Europa: Australische Familie nimmt Greta Thunberg im Katamaran mit

+++ 10.40 Uhr: Nach Angriff auf von Weizsäcker: Verletzter Polizist erneut operiert +++

Ein Polizist, der beim tödlichen Angriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker verletzt wurde, ist nach Polizeiangaben erneut operiert worden. Es gehe ihm "den Umständen entsprechend". Der 33-Jährige habe nachoperiert werden müssen, sagte ein Polizeisprecher. Der Beamte sei aber nicht in Lebensgefahr. Er war privat beim Vortrag von Weizsäckers in der Schlosspark-Klinik gewesen und hatte den Angreifer überwältigt.

Der Angreifer verlertzte den Mediziner und Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit einem Messer am Hals tödlich. Der Polizist kam in ein Krankenhaus und wurde operiert. Sein Eingreifen verdiene "allergrößten Respekt", betonte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Man hoffe, dass sowohl seine schweren körperlichen als auch die seelischen Wunden "schnellstmöglich und vor allem vollständig verheilen".

Twitter-Nutzer reagieren auf den Tod von Fritz von Weizsäcker

+++ 10.23 Uhr: Prozess gegen mutmaßliche indische Spione in Frankfurt gestartet +++

Vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main hat der Prozess gegen zwei mutmaßliche indische Spione begonnen. Die Anklage wirft einem Ehepaar vor, Informationen über Oppositionelle an den indischen Auslandsgeheimdienst weitergegeben zu haben. Der 50-Jährige Manmohan S. soll spätestens ab Januar 2015 in elf Fällen Informationen über die Sikh-Szene und die Kaschmir-Bewegung in Deutschland weitergegeben haben. Ab Juli 2017 soll sich auch seine Ehefrau, die 51-jährige Kanwal Jit K., in zwei Fällen beteiligt haben. Die Informationen sollen sie an als Konsuln getarnte Führungsoffiziere weitergegeben haben. Als Gegenleistung soll das Ehepaar einen Lohn von insgesamt 7200 Euro erhalten haben.

+++ 9.28 Uhr: Nordkoreas Machthaber schlägt Einladung Südkoreas aus +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat eine Einladung des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zur Teilnahme an einem Sondergipfel mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) ausgeschlagen. Nordkorea sei zwar dankbar für die Einladung, die Moon in einem persönlichen Brief am 5. November übermittelt habe, doch gebe es keinen "richtigen Grund" für Kim, in der nächsten Woche zu der Veranstaltung in der südkoreanischen Stadt Busan hinzufahren, vermeldeten die Staatsmedien. Der Regierung in Seoul wurde vorgeworfen, bei der Lösung innerkoreanischer Probleme von den USA abzuhängen und die Vereinbarungen Kims mit Moon bei ihren drei Gipfeltreffen nicht eingehalten zu haben.

+++ 8.43 Uhr: Ariana Grande unterstützt US-Präsidentschaftskandidat Sanders +++

Die US-Sängerin Ariana Grande (26) hat sich offiziell für den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Bernard "Bernie" Sanders (78) eingesetzt. Auf Instagram und Twitter postete sie Fotos mit ihm und schrieb: "Mein Mann. Ich danke Ihnen, Senator Sanders, dass Sie zu meiner Show gekommen sind!" Sie danke ihm für alles, wofür er stehe. Sie und die Organisation "Head Count" würden alles dafür tun, ihn stolz zu machen. "Wir verehren Sie", beteuerte Grande.

Sanders antwortete auf Instagram mit den gleichen Fotos und schrieb dazu, er danke ihr dafür, nicht nur eine wundervolle Entertainerin zu sein, sondern auch eine Befürworterin der sozialen Gerechtigkeit. Es sei toll gewesen, sie in Atlanta zu treffen. 

+++ 7.54 Uhr: Originalzeichnung aus "Tim und Struppi" für 394.000 Euro versteigert +++

Eine Originalzeichnung des belgischen Comic-Künstlers Hergé ist in Paris weit über dem Schätzpreis versteigert worden. Die Seite aus dem Werk "König Ottokars Zepter" aus dem Jahr 1938 erzielte bei der Veranstaltung des Auktionshauses Christie's am Mittwoch 394.000 Euro. Geschätzt worden war die Zeichnung auf einen Wert zwischen 280.000 und 300.000 Euro. Die Szene zeigt Tim und seinen Hund Struppi, die versuchen, Dieben das Zepter zu entreißen.    

Am Samstag veranstaltet auch das Auktionshaus Artcurial eine Versteigerung von Comic-Buch-Objekten in Paris, darunter eine "Tim und Struppi"-Zeichnung aus "Der geheimnisvolle Stern". Diese wird auf einen Wert zwischen 150.000 und 200.000 Euro geschätzt.     "Tim und Struppi"-Originale brechen bei Auktionen immer wieder alle Rekorde. Bildtafeln und Cover erreichten bereits mehr als zwei Millionen Euro. 

+++ 7.18 Uhr: Hallenname wird während des AfD-Parteitags in Braunschweig abgedeckt +++

Während des Bundesparteitags der AfD in Braunschweig wird der Schriftzug "Volkswagen Halle" verdeckt sein. Auf Wunsch des Sponsors werde der Name "neutralisiert", teilte ein Sprecher des Veranstaltungsortes mit. Nach derzeitigem Plan der Betriebsgesellschaft sollen die Buchstaben dafür abgedeckt werden. Zunächst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet.

Die AfD hält ihren Bundesparteitag vom 30. November bis 1. Dezember in Braunschweig ab. Die Belegschaftsvertretung von Volkswagen hatte im August erklärt, keine AfD-Versammlung in einer Halle zu dulden, die als "Volkswagen Halle" ersichtlich sei. Demnach unterstützt auch das Unternehmen diese Haltung und forderte den Betreiber der Halle auf, den Schriftzug unkenntlich zu machen. AfD-Parteichef Jörg Meuthen sagte dem RND dazu: "Ich glaube nicht, dass das Unternehmen Volkswagen sich mit dieser peinlichen und der demokratischen Wettbewerbskultur hohnsprechenden Aktion einen Gefallen tut." 

+++ 6.58 Uhr: Mexikaner verklagen Walmart nach tödlichem Schusswaffenangriff in El Paso +++

Mexikanische Überlebende und Angehörige der Opfer des Schusswaffenangriffs in einem Walmart-Laden im texanischen El Paso haben Klage gegen den Einzelhandelsriesen eingereicht. Die mexikanische Regierung unterstütze die zehn Kläger, teilte das Außenministerium mit. Das Unternehmen müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass es keine "angemessenen und notwendigen Maßnahmen" zum Schutz seiner Kunden ergriffen habe. "Die Kläger wollen nicht nur Gerechtigkeit für sich selbst, sondern Sicherheit für die Allgemeinheit."    

Im August hatte ein Angreifer in einem Walmart-Laden in El Paso 22 Menschen erschossen. Der Täter wurde festgenommen. Er handelte offenbar aus rassistischen Motiven. Nach seinen eigenen Aussagen richtete sich seine Attacke gegen mexikanische Kunden des Geschäfts. Walmart steht wegen seines Waffen- und Munitionssortiments regelmäßig in der Kritik.

+++ 6.11 Uhr: Australische Frauen gewinnen Klage gegen US-Konzern wegen Implantaten +++

Mehr als 1300 Frauen haben in Australien eine Sammelklage gegen den US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wegen Gesundheitsstörungen durch fehlerhafte Scheiden-Implantate gewonnen. Das oberste Bundesgericht gab in Sydney den Frauen Recht, von denen nach eigenen Angaben viele an chronischen Schmerzen leiden. Richterin Anna Katzmann sagte, bei der Entwicklung von sogenannten Vaginal-Netzen ("Vaginal Mesh") sei "fahrlässig" gehandelt worden. Die Risiken seien dem Konzern bekannt gewesen.

+++ 5.36 Uhr: Kassenstudie: Fast zwei Prozent der Schüler mit Diagnose Depression +++

Fast zwei Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben nach einer Studie der DAK-Krankenkasse unter ihren Versicherten eine diagnostizierte Depression. Für ihren aktuellen Kinder- und Jugendreport hat die Kasse für das Jahr 2017 dazu die Abrechnungsdaten von rund 373 500 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren ausgewertet. Danach diagnostizierten Ärzte bei 1,9 Prozent der Schüler dieser Altersgruppe eine depressive Episode und bei 2,2 Prozent eine Angststörung. 

+++ 4.23 Uhr: Drei Tonnen Kokain in Uruguay beschlagnahmt +++

In Uruguay sind über drei Tonnen Kokain in einem Container beschlagnahmt worden, der nach Afrika verschifft werden sollte. Die Droge mit einem Straßenverkaufswert von über 740 Millionen Dollar (670 Mio. Euro) sollte von Paraguay zum westafrikanischen Hafen Cotonou in Benin gebracht werden, wie das uruguayische Zollamt mitteilte. Die 101 Päckchen Kokain waren in einer Reisladung versteckt. 

+++ 3.54 Uhr: Erdbeben in Grenzregion zwischen Thailand und Laos +++

Die Grenzregion zwischen den beiden südostasiatischen Ländern Thailand und Laos ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Beben gegen 6.50 Uhr Ortszeit (00.50 MEZ) hatte nach Angaben der US-Beobachtungsstelle USGS eine Stärke von 6,1. Die Erschütterungen waren auch mehr als 700 Kilometer weiter in Thailands Hauptstadt Bangkok zu spüren. Über mögliche Schäden oder Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 3.12 Uhr: Sydney in dichte Rauchwolken gehüllt +++

Die Buschbrände nördlich von Sydney haben die australische Metropole am Donnerstag in dichte Rauchwolken gehüllt. Die Schulen in der Stadt und im Umland wurden von den Gesundheitsbehörden angewiesen, Kinder möglichst in den Gebäuden zu lassen. Angesichts hoher Temperaturen über 40 Grad und starker Winde warnten die Behörden vor der Gefahr neuer Brände im Osten und Süden Australiens. Hunderte von Buschbränden haben in den vergangenen Wochen weite Landstriche erfasst und verwüstet. Mindestens 6 Menschen starben bisher in den Flammen, über 600 Häuser wurden zerstört.

News im Video: Australiens Buschbrände wüten weiter – Riesige Rauchwolke umhüllt Sydney

+++ 2.44 Uhr: Zahl der Toten bei Explosionsunglück in Sizilien gestiegen +++

Nach einer Explosion in einer Fabrik für Feuerwerkskörper in Sizilien ist die Zahl der Todesopfer auf nunmehr fünf gestiegen. Ein schwer verletzter Mann starb am späten Mittwochabend im Krankenhaus an seinen Verletzungen, wie italienische Medien berichteten. Die Fabrik in Barcellona Pozzo di Gotto an der Nordküste Siziliens war am Mittwochnachmittag von einer Explosion schwer beschädigt worden. 

+++ 2.18 Uhr: Schwangerschaftsstudie in Schweden nach Tod von Babys abgebrochen +++

Nach dem Tod mehrerer Babys ist eine schwedische Untersuchung über die Einleitung der Geburt bei langen Schwangerschaften vorzeitig abgebrochen worden. Sechs Babys, bei deren Müttern der Geburtsvorgang nach der 42. Schwangerschaftswoche eingeleitet wurde, starben vor oder unmittelbar nach der Geburt, wie aus der im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlichten Forschungsarbeit hervorgeht. Die Studie sei deshalb aus ethischen Gründen abgebrochen worden, sagte Ulla-Britt Wennerholm von der Universität Göteborg der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 1.25 Uhr: Ralf Stegner kritisiert Juso-Chef Kühnert +++

SPD-Bundesvize Ralf Stegner hat Juso-Chef Kevin Kühnerts Ankündigung, auf dem SPD-Parteitag im Dezember für einen Vizeposten im Parteivorstand zu kandidieren, kritisiert. "Aus Respekt vor dem Mitgliedervotum finde ich die Ankündigung eigener Karriere-Ambitionen bei anderen nicht gut und äußere mich auch selbst erst dann, wenn das Ergebnis des Votums feststeht", sagte Stegner der "Neuen Osnabrücker Zeitung".     

Kühnert hatte kürzlich erklärt, er werde mit Sicherheit für den Parteivorstand kandidieren. Nachdem er zwei Jahre lang Kritik an seiner Partei geübt und Kursänderungen gefordert habe, sei es nun an der Zeit, diesen Schritt zu gehen, anstatt die Verantwortung anderen zu überlassen, sagte Kühnert der "Süddeutschen Zeitung".

+++ 1.13 Uhr: Nach Wiederwahl: Kanadas Premierminister stellt neues Kabinett vor +++

Rund einen Monat nach seiner Wiederwahl hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau sein neues Kabinett vorgestellt. Zahlreiche Minister haben neue Posten, andere sind neu dazugekommen, wie Trudeau in Ottawa mitteilte. Insgesamt hat das Kabinett 37 Mitglieder, jeweils etwa gleichviele Männer und Frauen, wie bereits in der ersten Regierungsperiode von Trudeau. 

"Ich freue mich, dass wir die Arbeit so machen können, wie uns die Kanadier bei der Wahl aufgefordert haben. Das Land zusammenzubringen, uns auf wirtschaftliches Wachstum für die Mittelschicht zu konzentrieren, den Klimawandel zu bekämpfen und die Kanadier und ihre Gemeinschaften zu beschützen" sagte Trudeau. "Das ist unser Fokus - und das hier ist unser Team dafür."

+++ 0.25 Uhr: Greta Thunberg mit internationalem Kinderfriedenspreis ausgezeichnet +++

Die 16-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ist mit dem internationalen Kinderfriedenspreis ausgezeichnet worden. Die Schwedin teilt sich den Preis mit der 15-jährigen kamerunischen Friedensaktivistin Divina Maloum. Die niederländische Kinderrechtsorganisation KidsRight vergibt den Preis seit 2005.    

Thunberg konnte den Preis bei der Verleihung in Den Haag nicht persönlich entgegennehmen - sie überquert derzeit mit einem Schiff den Atlantik, um im Dezember an der internationalen Klimakonferenz (COP25) in Madrid teilzunehmen. Vom Atlantik aus erklärte die Schwedin, sie sei "unglaublich dankbar" und fühle sich angesichts der Auszeichnung "geehrt". Die deutsche Klimaschutzaktivistin Luisa-Marie Neubauer nahm den Preis in Thunbergs Namen entgegen. 

mad/vit / DPA / AFP