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News von heute: Trump: Chinesische Regierung verlegt Truppen an Grenze zu Hongkong

Trump: Chinesische Regierung verlegt Truppen an Grenze zu Hongkong +++ Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten am Flughafen von Hongkong +++ Russischer Wetterdienst: Explosion setzte Radioaktivität frei +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Polizei ging am Flughafen von Hongkong

Die Polizei ging am Flughafen von Hongkong mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor. Die Lage am Airport beschreiben Reporter als unübersichtlich

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Trump: Chinesische Regierung verlegt Truppen an Grenze zu Hongkong (19.27 Uhr)
  • Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten am Flughafen von Hongkong (18.01 Uhr)
  • Russischer Wetterdienst: Explosion setzte Radioaktivität frei (14.31 Uhr)
  • Protest in Mexiko nach mutmaßlicher Vergewaltigung zweier Mädchen durch Polizisten (12.04 Uhr)
  • Studie: Bestände der in Wäldern lebenden Tiere drastisch gesunken (0.05 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.09 Uhr: US-Justizministerium versetzt nach Epsteins Tod Gefängnisdirektor +++

Das US-Justizministerium zieht aus dem Tod des US-Unternehmers Jeffrey Epstein in einer New Yorker Gefängniszelle Konsequenzen. Der Direktor der Haftanstalt werde auf Veranlassung von Minister William Barr während der laufenden Untersuchungen versetzt. Zudem wurden die beiden Wachen, die mit der Aufsicht Epsteins in dessen Todesnacht betraut waren, beurlaubt, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Dem 66-Jährigen wurde sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen.

+++ 19.27 Uhr: Trump-Tweet nährt Befürchtungen vor Eingreifen Pekings +++

US-Präsident Donald Trump schürt bei Twitter Ängste vor einer sogenannten Chinesischen Lösung, also der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in der früheren britischen Kolonie. "Unser Geheimdienst hat uns informiert, dass die chinesische Regierung Truppen an die Grenze zu Hongkong verlegt", schrieb er bei Twitter. "Alle sollten ruhig und sicher bleiben!"

Unklar ist, ob Trump über wirklich neue Bewegungen informiert wurde oder ob er sich auf die hinlänglich bekannten Truppenverlegungen ins rund 25 Kilometer entfernte Shenzen bezieht. Dort halten die Sicherheitskräfte offiziellen Angaben zufolge eine Übung ab. Allerdings teilte die chinesische Polizei auch mit: "Alle Einsatzkräfte in Shenzhen sind jederzeit bereit!" Das Militär warnte, es habe alle "Einsatzmöglichkeiten", um die Sicherheit in Hongkong sowie Chinas "nationale Souveränität" aufrechtzuerhalten.

Die chinesische Polizei darf in der Sonderverwaltungszone eigentlich nicht eingreifen. Allerdings kann die Zentralregierung die Hongkonger Gesetze im Falle eines "Kriegszustands" oder "Aufruhrs", der "die nationale Sicherheit oder Einheit gefährdet", außer Kraft setzen.

Der letzte britische Gouverneur Hongkongs, Chris Patten, warnte indes, ein Eingreifen Festland-Chinas in den Konflikt wäre eine "Katastrophe". Im Radiosender BBC forderte er Premierminister Boris Johnson auf, "offen" Druck auf Peking auszuüben.

+++ 19.11 Uhr: Proteste in Hongkong: USA hoffen auf friedliche Lösung +++

Die USA hoffen auf eine friedliche Lösung der anhaltenden Proteste in Hongkong. "Ich hoffe, niemand wird verletzt. Ich hoffe, niemand wird getötet", sagte US-Präsident Donald Trump . Auf die Frage nach Berichten über eine wachsende chinesische Militärpräsenz an der Grenze zu Hongkong sagte Trump, es sei eine "sehr schwierige Lage". Er hoffe für alle Beteiligten, inklusive für China, dass der Konflikt im Geiste der Freiheit gelöst werde. "Ich hoffe, es wird friedlich klappen", sagte Trump. 

+++ 18.48 Uhr: Polizeifahrzeuge angegriffen +++

Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, griffen die Beamten ein, um einem Mann zu helfen, der über Stunden von Demonstranten festgehalten und beschuldigt worden sei, ein Agent vom chinesischen Festland zu sein. Sanitäter brachten den Mann schließlich aus dem Flughafen. Vor dem Gebäude wurden demnach Polizeifahrzeuge angegriffen und Fenster eingeschlagen.

+++ 18.36 Uhr: Beginnt die Räumung des Flughafens? +++

Zurzeit ist unklar, ob die Sicherheitskräfte beginnen, den von Demonstranten besetzten Flughafen zu räumen. Bei Twitter teilte die Polizei mit, es gehe ihr bei dem Einsatz nicht um eine "Zerstreuung" der Proteste, sondern darum, Verletzte in Sicherheit zu bringen. Dass Vertrauen der Demonstranten in die Polizei dürfte jedoch nach den Vorfällen der vergangenen Wochen aufgebraucht sein. Auf Fernsehbilder waren tumultartige Szenen zwischen Aktivisten und Einsatzkräften zu sehen. Dutzende Beamte mit Schlagstöcken, Helmen und Schilden drangen am Abend in den von Aktivisten besetzten Airport ein. Kurz darauf zogen sich die Polizisten zunächst wieder zurück.

+++ 18.13 Uhr: Gewalt am Flughafen von Hongkong +++

Die Lage am Flughafen von Hongkong stellt sich nach Angaben von internationalen Korrespondenten bisweilen chaotisch dar. Polizei sei in großer Zahl am Airport eingetroffen, berichtete etwa CNN. Die Sicherheitskräfte und die Demonstranten lieferten sich immer wieder Scharmützel, dabei seien auch Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt worden. Die Szenen beschrieb ein Reporter des Senders als "zunehmend hässlicher".

Nachdem Demonstranten eine Mann als Zivilpolizisten ausgemacht haben wollen, schlugen und traten sie laut Bericht eines "Sky News"-Reporters auf ihn ein. Er sei schwer verletzt worden, Notfallsanitäter seien ihm zu Hilfe geeilt.

Flughafen von Hongkong

Die Aktivisten errichteten am Flughafen von Hongkong unter anderem Barrikaden aus Gepäckwagen

DPA

+++ 18.01 Uhr: Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten im Airport Hongkong +++

Am Flughafen in Hongkong ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und regierungskritischen Demonstranten gekommen. Dutzende Polizeibeamte drangen am Abend in den von Aktivisten besetzten Airport ein. Demonstranten begannen, Barrikaden an einer Eingangsrampe zu errichten. Kurz darauf zogen sich die Polizisten zunächst wieder zurück. Tausende Anhänger der Protestbewegung hielten wie schon am Vortag die Ankunfts- und Abflughallen besetzt, weshalb der Flughafen den Betrieb einstellen musste. 

In der Sieben-Millionen-Metropole kommt es seit mehr zwei Monaten immer wieder zu massiven Protesten, die regelmäßig mit Ausschreitungen enden. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Die Proteste entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung.

+++ 17.55 Uhr: Maas besorgt über Lage in Hongkong - "Dinge eskalieren immer mehr" +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich besorgt über die angespannte Lage in Hongkong gezeigt. "Die Dinge eskalieren immer mehr. Deswegen kann man nur appellieren, dass sich alle Seiten zurücknehmen", sagte er bei einem Besuch in New York. "Wichtig wird für uns allerdings auch bleiben, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht beeinträchtigt wird." 

+++ 17.39 Uhr: Indische Regierung lockert Blockaden in Kaschmir-Region +++

Die indische Regierung hat nach eigenen Angaben mit der Aufhebung der tagelangen Blockaden in der Himalaya-Region Kaschmir begonnen. Die Restriktionen wie gesperrte Telefonnetze, Internetzugänge und eine Ausgangssperre würden im Bundesstaat Jammu und Kaschmir "stufenweise gelockert", erklärte ein Sprecher des indischen Innenministeriums am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden sei die Kommunikation im vergleichsweise sicheren Jammu bereits wieder hergestellt worden. Von unabhängiger Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Erklärung des Ministeriumssprechers. Am Dienstagnachmittag waren Anrufe im Kaschmir weiterhin nicht möglich, auch das Internet war offenbar nicht zugänglich.    

Nach Angaben des Sprechers wurden medizinische Einrichtungen in der Region "ungehindert" versorgt. Der Zugang zu Medikamenten sei in jedem Krankenhaus sichergestellt worden. Auch eine Autobahn durch den Bundesstaat könne ohne Einschränkungen befahren werden. Die indische Regierung hatte die Blockaden am 4. August verhängt, einen Tag später strich Neu Delhi den in der Verfassung festgelegten Sonderstatus mit Autonomierechten für die Himalaya-Region. Die Behörden versuchten damit, erwartete Anti-Regierungsproteste zu unterbinden. Kaschmir wird auch vom mit Indien verfeindeten Nachbarland Pakistan beansprucht.

+++ 17.38 Uhr: Lage am Flughafen Hongkong spitzt sich zu +++

Am Flughafen in Hongkong spitzt sich die Lage am Dienstagabend zu. Demonstranten und Polizisten stießen wiederholt zusammen, dabei soll es auf beiden Seiten zu Gewalt gekommen sein, berichten mehrere Medien. 

Unter anderem sollen Protestierende mehrere Menschen gefesselt und geschlagen haben, bei denen sie vermuteten, dass es sich um Polizisten im Undercover-Einsatz handelten. Das zeigen Video-Aufnahmen von "Sky News", "CNN" und auf Twitter.

+++ 17.10 Uhr: Maas beklagt Blockade des UN-Sicherheitsrats +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die mangelnde Handlungsfähigkeit des UN-Sicherheitsrats bei der Lösung von Konflikten beklagt. "Im Moment haben wir eine Situation, dass bei maßgeblichen Krisen sich die Mitglieder gegenseitig blockieren", sagte er am Dienstag bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York. "Es ist notwendig, dass der Sicherheitsrat bei Fragen wie Libyen, Jemen, aber auch anderen Fragen wie etwa Syrien das Leitgremium der internationalen Politik wird." Jeder sei verpflichtet seinen Beitrag dazu zu leisten, "dass die Weltgemeinschaft nicht zusieht, dass es immer mehr Kriege auf der Welt gibt".

Im Sicherheitsrat blockieren sich in vielen wichtigen Fragen Russland auf der einen und die westlichen Veto-Mächte USA, Frankreich und Großbritannien auf der anderen Seite. Fünftes Mitglied des wichtigsten UN-Gremiums, dass für die Lösung von Konflikten gegründet wurde, ist China. Deutschland zählt seit dem 1. Januar für zwei Jahre zu den wechselnden Mitgliedern des Sicherheitsrats. 

+++ 17.00 Uhr: Merkel verteidigt Migrationspolitik: Können nicht nur an uns denken +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Diskussion mit Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern ihre Migrationspolitik verteidigt. Mit der Kontroverse um ihre Flüchtlingspolitik müsse sie leben, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Stralsund. "Und trotzdem würde ich immer sagen, dass es richtig war, dass wir in einer humanitären Ausnahme- und Notsituation geholfen haben." Deutschland könne nicht nur seinen eigenen Wohlstand pflegen, sondern sei Teil der Welt. "Wir können nicht an uns alleine denken", betonte Merkel. Die Kanzlerin bezeichnete die Seenotrettung im Mittelmeer als "Gebot der Menschlichkeit", kritisierte aber auch Schmuggler und Schleuser. 

Ein Lokalpolitiker im Publikum hatte Merkel gefragt, ob sie mit ihrer Migrationspolitik das Land gespalten habe – und ihr vorgeworfen, Deutschland "im Namen der Toleranz in eine Diktatur" geführt zu haben. AfD-Mitglieder hätten derzeit keine Meinungsfreiheit. Merkel reagierte ruhig, aber pointiert: Die Tatsache, dass der Politiker beim Leserforum der "Ostsee-Zeitung" mit seiner Frage nicht gefährdet sei, sage schon genug. Sie habe zudem nicht den Eindruck, dass AfD-Mitglieder im Bundestag Hemmungen hätten, ihr die Meinung zu sagen.

+++ 16.39 Uhr: Zoff um "Mambo No. 5": Streitparteien stimmen Mediation zu +++

20 Jahre, nachdem der Popsong "Mambo No. 5" von Lou Bega in die Charts schoss, wird vor Gericht über die Erlöse gestritten. Der 44-jährige Popsänger wurde von dem Musiker Goar Biesenkamp vor dem Landgericht München I auf 13 600 Euro verklagt. "Ich habe daran mitgeschrieben, mir stehen vertraglich alle halbe Jahr Beteiligungserlöse zu", sagte Biesenkamp am Dienstag. "Ich laufe seit Jahren immer wieder meinem Geld hinterher." 

Lou Bega bei einem Auftritt

Zu Lou Begas Mega-Hit "Mambo No. 5" tanzte vor 20 Jahren die halbe Welt

DPA

Nun soll in einem Mediationsverfahren am Landgericht geklärt werden, wer an dem Song sowie einem weiteren Titel noch wie viel verdient. Der Beklagte selbst war bei der Verhandlung nicht anwesend, sein Anwalt ließ ausrichten, dass seinerseits mit Gegenforderungen aufgerechnet werden könnte - unterm Strich würde es dann noch um etwa 16 Euro gehen.

Aber es geht eigentlich um mehr, denn für die beiden Streitparteien ist es nicht das erste Treffen vor Gericht: Um Verträge, Kündigungen, Verpflichtungen, Abtretungen und weitere Vereinbarungen wird schon seit Jahren juristisch gefochten. "Da wird einem ganz schwindlig von dem ganzen Hin und Her", sagte die Vorsitzende Richterin, bevor sie die Mediation vorschlug. "Dann müssen Sie aber auch mal Ruhe geben!", mahnte sie. Beide Parteien stimmten dem Vorschlag zu, nun soll ein Güterichter die Streitereien insgesamt ein für allemal klären.

+++ 16.25 Uhr: Londoner Universität verbannt Rindfleisch vom Speiseplan +++

Studenten der prestigeträchtigen Londoner Universität Goldsmiths werden auf dem Campus künftig auf Gerichte wie Burger und Chili verzichten müssen. Wie Goldsmiths neue Direktorin Frances Corner mitteilte, wird im Kampf gegen die Erderwärmung ab dem nächsten Monat Rindfleisch aus allen Lokalen und Geschäften des Colleges verbannt. "Einen Klimanotstand auszurufen kann nicht nur leeres Gerede sein", begründete Corner den Schritt.

"Obwohl ich gerade erst in Goldsmiths angekommen bin, ist es sofort offensichtlich, dass unsere Mitarbeiter und Studenten leidenschaftlich an der Zukunft unserer Umwelt interessiert sind und dass sie entschlossen sind zu helfen", sagte die Universitätsprofessorin. Goldsmiths will bis zum Jahr 2025 klimaneutral sein und ist nicht die erste Universität, die für die Verringerung von Emissionen ihren Speiseplan anpasst. So wird in Cambridge seit 2016 kein Rindfleisch oder Lamm mehr verkauft. Goldsmiths-Studenten werden nach ihrer Rückkehr von der Sommerpause zudem zehn Pence (elf Cent) pro Einwegplastik-Artikel zahlen müssen. 

+++ 16.12 Uhr: "Open Arms" bittet Spanien um Aufnahme minderjähriger Migranten +++

Die fast zwei Wochen andauernde Irrfahrt des spanischen Rettungsschiffes "Open Arms" mit 151 Migranten an Bord geht weiter. Die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms forderte die spanische Botschaft in Malta zur Aufnahme der 31 Minderjährigen an Bord auf. "Sie erfüllen die Bedingungen, um als Flüchtlinge anerkannt zu werden", zitierten spanische Medien am Dienstag aus einem Schreiben von Schiffskapitän Marc Reig an die diplomatische Vertretung.

Spaniens Verkehrsminister José Luis Ábalos betonte, der Kapitän habe aber keine "rechtliche Befugnis", um Asyl für die Jugendlichen zu beantragen. Die "Open Arms" habe bisher auch nicht offiziell darum gebeten, einen spanischen Hafen anlaufen zu dürfen, so Ábalos.

Die beiden nächstgelegenen europäischen Länder - Italien und Malta -  verweigern Rettungsschiffen immer wieder die Einfahrt in ihre Häfen und wollen, dass andere EU-Staaten vorab eine Aufnahme der Migranten zusichern. Proactiva twitterte am Dienstag: "Tag 12. Verlassen. Jeden Tag wird es schwerer. Das Schweigen Europas ist eine Schande."

+++ 16.04 Uhr: USA verschieben Teil neuer Strafzölle auf chinesische Waren auf Mitte Dezember +++

Die USA verschieben einen Teil der geopeplanten neuen Strafzölle auf chinesische Importe auf Mitte Dezember. Elektronische Produkte seien zunächst nicht von den Abgaben in Höhe von zehn Prozent betroffen, teilte die Regierung in Washington am Dienstag mit. Ursprünglich wollte US-Präsident Donald Trump Anfang September die Abgaben im Wert von 300 Milliarden Dollar in Kraft setzen.

+++ 16.01 Uhr: Absperrungen rund um Notre-Dame - Gegend soll von Blei befreit werden +++

Rund vier Monate nach dem Brand von Notre-Dame soll die Gegend um die weltberühmte Kathedrale gründlich von der Blei-Verschmutzung gesäubert werden. Seit Montagabend hat die Stadt damit begonnen, Bereiche um Notre-Dame auf der Île de la Cité im Zentrum von Paris abzusperren. 

Die Arbeiten sollen rund drei Wochen dauern und nach Angaben der Stadt Paris in drei verschiedenen Etappen stattfinden. Wie schnell es vorangeht, sei auch vom Wetter abhängig. Am Dienstag versperrten Zäune und Polizei Fußgängern den Zutritt zu einem ersten Bereich vor der Kathedrale. Vor allem in der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kirche war viel Blei verarbeitet. Es war bei dem katastrophalen Brand Mitte April geschmolzen - die Umgebung wurde mit Blei verschmutzt. Der berühmte Vorplatz ist seitdem für Touristen gesperrt und wurde bereits mehrfach gereinigt. 

+++ 15.41 Uhr: Selenskyj bietet verfolgten Russen Asyl und ukrainische Pässe an +++

Nach Protesten und Massenverhaftungen in Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj politisch verfolgten Russen Zuflucht in seinem Land angeboten. Die Regierung solle unverzüglich Gesetzesänderungen ausarbeiten und dem Parlament vorlegen, damit Russen leichter die ukrainische Staatsbürgerschaft erhalten können, ordnete das Staatsoberhaupt am Dienstag an. Ebenso sollen innerhalb von drei Monaten die Verfahren für das Gewähren von Asyl vereinfacht werden. Der Nachweis über die politische Verfolgung im Nachbarland werde vom Außenministerium erbracht.

+++ 15.37 Uhr: Innenminister wirft Höcke Instrumentalisierung von Personenschutz vor +++

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat AfD-Landeschef Björn Höcke vorgeworfen, den Personenschutz durch das Landeskriminalamt (LKA) für seine Zwecke zu instrumentalisieren. "Das grenzt an Missbrauch", sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Er bezeichnete es als einmalig in Deutschland, dass sich ein Politiker "durch aggressives und provokantes Verhalten selbst in eine Situation bringt, geschützt werden zu müssen". 

Höcke wird bei öffentlichen Auftritten seit geraumer Zeit von LKA-Personenschützern begleitet. Grund ist eine Bewertung durch die Sicherheitsbehörden, die von einer erhöhten Gefährdung des Wortführers des rechtsnationalen AfD-"Flügels" ausgeht. Höcke ist auch Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion.

Der Innenminister warf Höcke unter anderem vor, beim nichtöffentlichen Teil einer Kreistagssitzung im Eichsfeld auf der Anwesenheit der Personenschützer bestanden zu haben. Als das vom Landrat untersagt wurde, verließ die AfD-Kreistagsfraktion die Sitzung. "Höcke wollte die Show", sagte Maier. Damit mache er die LKA-Beamten zu einem Teil seiner Inszenierung. Für die Beamten sei der Einsatz bei einem Politiker, der sich durch sein Verhalten selbst in Gefahr bringe, eine besondere Herausforderung.

+++ 14.39 Uhr: Klimaschutzaktivisten blockieren Autozug mit VW-Neuwagen am Werk in Wolfsburg +++

Mehrere Klimaschutzaktivisten haben am Dienstag einen Autozug mit VW-Neuwagen blockiert. Wie das Bündnis aus mehreren Kleingruppen zu ihrer Aktion "autofrei" mitteilten, ketteten sich einige der Protestierenden an einen Waggon des Zuges mit Autos, die eigentlich aus dem VW-Werk Wolfsburg ausgeliefert werden sollten. Demnach war die Gleisstrecke vom VW-Werk Wolfsburg dadurch gesperrt. Auf Bildern war auch zu sehen, wie einige Aktivisten auf den Schienen lagen; am Zug waren Transparente mit Aufschriften wie "Verkehrswende statt Menschheitsende" befestigt. Außerdem seilten sich einige Aktivisten von der Brücke ab, auf der der Zug zum Stehen kam. Im Umfeld waren mehrere Polizisten zu sehen.    

Die Protestierenden forderten eine rasche Verkehrswende und den "sofortigen, flächendeckenden Ausbau" des öffentlichen Nahverkehrs. Der Autoverkehr in den Städten müsse "radikal minimiert und die Nutzung von Fahrrädern, Trams und Fußwegen attraktiv gemacht werden".

+++ 14.38 Uhr: Kirgisische Justiz ermittelt auch wegen Mordes gegen Ex-Präsidenten +++

Die Justiz im zentralasiatischen Kirgistan ermittelt nach den heftigen Unruhen dort nun auch wegen versuchten Mordes und eines Putschversuchs gegen den inhaftierten Ex-Präsidenten Almasbek Atambajew. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag der kirgisischen Staatsagentur Kabar in der Hauptstadt Bischkek mit. Zuvor hatte es lediglich Ermittlungen wegen Korruption und Amtsmissbrauchs gegen Atambajew gegeben. 

Das frühere Staatsoberhaupt sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Atambajews Anhänger hatten vor kurzem seine Festnahme verhindern wollen - dabei kam es zu Ausschreitungen mit mehr als 100 Verletzten am Wohnsitz des 62-Jährigen. Mehr als 2000 Beamte rückten in der vergangenen Wochen zum Anwesen des Ex-Präsidenten bei Bischkek vor. Ein Angehöriger der Spezialkräfte starb. In Atambajews Haus wurde nach Darstellung der Ermittler ein Waffenarsenal gefunden.

Atambajew hatte die verarmte Ex-Sowjetrepublik an der Grenze zu China von 2011 bis 2017 geführt. Vor gut zwei Jahren löste ihn Sooronbaj Scheenbekow an der Staatsspitze verfassungsgemäß ab. Es war der erste friedliche Machtwechsel in dem Land nach mehreren Revolutionen.

+++ 14.31 Uhr: Russischer Wetterdienst: Explosion setzte Radioaktivität frei +++

Bei der Explosion eines Raketenmotors mit sieben Toten im Norden Russlands ist in der vergangenen Woche über einen längeren Zeitraum radioaktive Strahlung freigesetzt worden als bislang bekannt. Das in der Natur vorkommende Niveau sei in der Spitze um das 16-Fache überschritten worden, teilte der russische Wetterdienst Rosgidromet am Dienstag mit. Erhöhte Werte seien innerhalb von zwei Stunden gemessen worden. Die Verwaltung der nordrussischen Stadt Sewerodwinsk am Weißen Meer hatte zuvor lediglich von einem kurzzeitigen Anstieg von bis zu einer Stunde gesprochen. Viele Menschen deckten sich danach mit Jodtabletten ein. Es gab auch im Ausland die Befürchtung, dass die russischen Behörden - wie in der Vergangenheit - nicht über das wahre Ausmaß informiert hätten.

Der Wetterdienst gab den Höchstwert der atomaren Verstrahlung mit 1,78 Mikrosievert pro Stunde an. Der natürliche Wert im Raum von Sewerodwinsk liege bei 0,11 Mikrosievert. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach unter Berufung auf die Stadt von 2,0 Mikrosievert pro Stunde. Deren Experten hielten den Wert "an sich für nicht dramatisch". Es komme vielmehr darauf an, welche strahlenden Stoffe freigesetzt worden sein. Dazu gebe es aber keine offiziellen Angaben.

Der Kreml versicherte, dass alle Behörden die vollständige Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet hätten. "Daran sollte kein Zweifel bestehen", sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

+++ 14.23 Uhr: EU-Kommission startet Anti-Dumping-Ermittlungen gegen Stahl aus Asien +++

Die EU-Kommission geht Vorwürfen nach, dass Stahlhersteller aus China, Taiwan und Indonesien bestimmte Produkte unter Wert in Europa verkaufen. Ermittlungen seien eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde mit. Es gehe unter anderem um flachgewalzte Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl. Der europäische Stahlverband Eurofer hatte sich zuvor beschwert, dass Produkte aus diesen Ländern zu Dumpingpreisen verkauft würden und EU-Hersteller dadurch schädigten. Die EU-Kommission hat nun bis zu acht Monate Zeit, um Beweise zu sammeln und gegebenenfalls Strafmaßnahmen zu verhängen. Die europäische Stahlbranche beklagt seit geraumer Zeit unfairen Wettbewerb durch staatlich unterstützte Produkte, vor allem aus China.

Hände tippen an einem Laptop

+++ 14.23 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Angriff von Viehdieben im Südsudan +++

Im Krisenstaat Südsudan haben Viehdiebe ein Dorf angegriffen und dabei mindestens 13 Menschen getötet. Mindestens sieben Menschen seien bei dem Angriff in Rumbek East im Bundesstaat Western Lakes im Zentrum des Landes verletzt worden, sagte ein Vertreter der Regionalverwaltung, Benjamin Aduol. Die schwer bewaffneten Angreifer hätten auch Dutzende Kühe gestohlen. Wer den Angriff verübte, war zunächst unklar, die Behörden machten aber Mitglieder einer Gemeinde im benachbarten Bundesstaat Tonj dafür verantwortlich. Die meisten Menschen in dem ostafrikanischen Staat sind Viehhirten oder Kleinbauern. Gewaltsame Viehdiebstähle und Kämpfe um Land kommen dort immer wieder vor, oft spielen auch Spannungen zwischen verfeindeten ethnischen Gruppen eine Rolle. Nach Jahrzehnten der Konflikte sind viele Menschen im Südsudan bewaffnet.

+++ 14.17 Uhr: Dänemark entschuldigt sich bei misshandelten Heimkindern +++

Dänemark hat sich offiziell bei in der Vergangenheit misshandelten Heimkindern entschuldigt. Im Namen ihres Landes möchte sie die Betroffenen um Entschuldigung dafür bitten, was sie im Kindesalter hätten erleben müssen, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer formalen Entschuldigungszeremonie im Sommersitz Marienborg nördlich von Kopenhagen. Es sei zu Übergriffen in Heimen gekommen, bei denen der dänische Staat die Verantwortung für die Aufsicht gehabt und dabei versagt habe. Von 1946 bis 1976 waren Kinder im Knabenheim Godhavn im Norden der Region Seeland physischen, psychischen und auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt gewesen, ohne dass der Staat eingegriffen hatte.

+++ 14.15 Uhr: Im ersten Halbjahr über 8600 Straftaten von Rechtsextremen registriert +++

Die Zahl von Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund ist vorläufigen Zahlen zufolge im ersten Halbjahr gestiegen: Bis Ende Juni hätten Neonazis und andere Rechte bundesweit 8605 Straftaten verübt, darunter 363 Gewaltdelikte, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Angeordneten Petra Pau, über die der "Tagesspiegel" berichtete. Dabei seien mindestens 179 Menschen verletzt worden. Im Vergleich zu den Angaben, die das Ministerium für das erste Halbjahr 2018 gemacht hatte, ergibt sich dem Bericht zufolge bei den rechten Delikten eine Zunahme um mehr als 900 Straftaten. Die Zahl der Gewaltdelikte sei allerdings nahezu gleich hoch geblieben. Ob nun für das gesamte Jahr 2019 eine Steigerung der rechten Kriminalität zu erwarten sei, lasse sich aus den Zahlen noch nicht ablesen.

+++ 14.13 Uhr: Leiche bei Suche nach vermisstem Teenager in Malaysias Dschungel gefunden +++

Zehn Tage nach dem Verschwinden einer aus London stammenden 15-Jährigen in Malaysia hat die Polizei im Dschungel eine Leiche gefunden. Die Tote sei noch nicht identifiziert worden, erklärte Mohammed Mat Yusop, Polizeichef des Bundesstaats Negeri Sembilan. Die Leiche sei ohne Verletzungen. Die Polizei schloss jedoch ein Verbrechen nicht aus. Nora Quoirin war am 4. August aus einem Urlauber-Resort in Malaysias Regenwald verschwunden. Einen Tag zuvor war sie dort mit ihrer französisch-irischen Familie eingetroffen. Ihre Eltern gingen von einer Entführung aus, die Polizei sprach hingegen von einem Vermisstenfall. Ihre Familie betonte, sollte die Jugendliche alleine weggelaufen sein, wäre dies sehr ungewöhnlich für sie. Die 15-Jährige ist lernbehindert und in ihrer Entwicklung zurückgeblieben.

+++ 13.55 Uhr: Aus Nordkorea geflüchtete Mutter und junger Sohn verhungern in Südkorea +++

Eine aus Nordkorea geflüchtete Frau und ihr kleiner Sohn sind in Südkorea tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden - die beiden sind offenbar verhungert. Die Leiche der Mutter und ihres sechsjährigen Kindes wurden Ende Juli rund zwei Monate nach ihrem Tod entdeckt, wie die Polizei in Seoul mitteilte. "Es gibt keine Anzeichen für einen Mord oder Suizid", sagte ein Polizeivertreter. Wie örtliche Medien berichteten, hatte die Frau ihr letztes Geld vor zwei Monaten von ihrem Konto abgehoben. Ihre Miete und Gasrechnung hatte sie demnach seit mehr als einem Jahr nicht mehr bezahlt. Im Kühlschrank gab es demnach kein Essen, als die Leichen gefunden wurden. Flüchtlinge aus Nordkorea haben in Südkorea zwar Anspruch auf staatliche Leistungen, doch viele haben Schwierigkeiten, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

+++ 13.35 Uhr: Erste Frau erhält Konrad-Zuse-Medaille für Informatik +++

Erstmals hat die Gesellschaft für Informatik eine Frau mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Informatik-Gemeinschaft geht an Dorothea Wagner, die als Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet. Wagners Beiträge zur Informatikforschung gehörten zur Weltspitze und fänden sich in zahlreichen Anwendungen wieder, teilte der Präsident der Gesellschaft, Hannes Federrath, mit. "Hierzu zählen beispielsweise die automatisierte Routenplanung oder die Optimierung von Energiesystemen." Die seit 1987 alle zwei Jahre vergebene Medaille erinnert an den Pionier der Computertechnik Konrad Zuse.

News im Video: Trump-Regierung erschwert Einwanderung

+++ 13.33 Uhr: Papst: Brückeneinsturz in Genua hätte verhindert werden können +++

Papst Franziskus hat den Bürgern Genuas ein Jahr nach dem verheerenden Brückeneinsturz Mut zugesprochen. "Verliert eure Hoffnung nicht, lasst sie euch nicht rauben!", schrieb das katholische Kirchenoberhaupt in einem Brief, der unter anderem in der Lokalzeitung "Il Secolo XIX" veröffentlicht wurde. Darin bezeichnete er den Einsturz der Morandi-Brücke als "Katastrophe, die hätte verhindert werden können". Am 14. August 2018 wurden 43 Menschen in den Tod gerissen, als ein Teil der Fahrbahn des Viadukts in die Tiefe stürzte. Noch immer ist nicht aufgeklärt, was genau zu der Tragödie führte. Am Mittwochmorgen ist in Genua eine Gedenkveranstaltung geplant. Erwartet werden neben dem Staatspräsidenten Sergio Mattarella auch mehrere Vertreter der Regierung in Rom, die gerade in einer Krise steckt.

+++ 13.29 Uhr: Zwei Knirpse in Bayern auf Verwüstungstour durch die Nachbarschaft +++

Zwei kleine Brüder im Alter von vier und sechs Jahren haben auf einer Verwüstungstour im bayerischen Kulmbach rund 15.000 Euro Schaden angerichtet - und gleich mehrere Polizeistreifen auf den Plan gerufen. Die beiden Jungen büxten von zu Hause aus und zündelten im Ortsteil Ziegelhütten zunächst an einem Carport, wie die Polizei mitteilte. Dabei legten sie mit einem Gasbrenner und brennbaren Flüssigkeiten einen Brand, der aber noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte erlosch. Auf der Suche nach Löschwasser öffneten die Kinder derweil in der Nachbarschaft die Tür eines Kellers und setzten diesen unter Wasser. Danach bewaffneten sich die Knirpse mit unterschiedlichen Werkzeugen, die sie bei Nachbarn klauten. Dabei fiel ihnen auch eine Spraydose mit weißem Lack in die Hände. Prompt besprühten die Kinder damit eine Haustür, ein Garagentor und zwei Autos. Ein Wagen bekam zudem Kratzer am Heck ab. Letztlich bereiteten die Kulmbacher Polizisten dem zerstörerischen Treiben der kleinen Brüder ein Ende - die Beamten stellten die Jungen mit Hilfe einer Anwohnerin. Anschließend wurden die Kinder ihrer "hellauf begeisterten Mutter" übergeben.

+++ 13.07 Uhr: Ifo-Institut: Deutschland bei Zollkrieg "lachender Dritter" +++

Deutschland könnte von einem weiteren amerikanisch-chinesischen Zollkrieg profitieren: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Münchner Ifo-Instituts. "Die EU-Staaten könnten bei zusätzlichen US-Zöllen auf China-Importe mehr in die USA exportieren", erklärte die Wirtschaftsforscherin Marina Steininger. Sollten die USA zehn Prozent Zoll auf weitere Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar erheben, könnte Deutschland 94 Millionen Euro mehr einnehmen, die EU insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Sollte China im Gegenzug seine Zölle auf US-Importe um zehn Prozent erhöhen, würden Deutschland und die EU "als lachender Dritter stärker profitieren": Die Mehreinnahmen für Deutschland stiegen der Ifo-Studie zufolge dann auf 323 Millionen, die der EU auf 1,7 Milliarden Euro. Dagegen würde ein solcher Zollkrieg die USA 1,5 Milliarden, China sogar 21,6 Milliarden Euro kosten, rechneten die Ifo-Foscher vor. Zudem hätte der Konflikt auch "schädliche Nebenwirkungen für alle, weil er das Vertrauen von Investoren und Konsumenten weltweit bei ohnehin fragiler globaler Konjunktur weiter schwächt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

News im Video: Waldbrände wüten in der Türkei

+++ 13.06 Uhr: Einzelne Bundesländer informieren Betroffene von Drohlisten +++

Nach dem Auftauchen sogenannter Drohlisten haben einzelne Bundesländer angekündigt, die dort aufgeführten Menschen zu informieren. In Rheinland-Pfalz werde die Polizei die Betroffenen in Kenntnis setzen, dass sie auf entsprechenden Listen genannt seien, teilte das Landesinnenministerium mit. Das hessische Innenministerium hatte zuletzt ein ähnliches Vorgehen angekündigt. Das Bundesinnenministerium teilte darüber hinaus in Berlin mit, das Bundeskriminalamt (BKA) habe in der vergangenen Woche speziell geschützte Personen - darunter etwa Bundestagsabgeordnete - darüber informiert, ob ihre Namen auf den Listen stehen oder nicht. "Nach unserer Kenntnis haben die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen ähnlich verfahren", hieß es. Zuletzt waren mehrere Listen bekannt geworden, die rechten Extremisten zugeschrieben werden und Namen und Informationen über politisch Andersdenkende enthalten.

+++ 13.03 Uhr: Diebe stehlen zehntausend Babywindeln in Bremerhaven +++

Diebe haben in Bremerhaven rund zehntausend Babywindeln gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, entwendeten sie die Packungen verschiedener Marken und Größen aus dem Lagercontainer eines Drogeriemarkts. Die Tat ereignete sich demnach in der Nacht auf den vergangenen Samstag, der Container wurde dabei aufgebrochen. Die Polizei bat Zeugen um Hinweise – auch für den Fall, dass Windeln "unseriös angeboten werden".

+++ 13.02 Uhr: Deutsche Wohnen will Tausende Wohnungen verkaufen +++

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will Tausende Wohnungen verkaufen. 6500 Wohnungen stünden in Norddeutschland zur Disposition, außerdem 3000 in Berlin, wie der größte private Vermieter der Hauptstadt mitteilte. "Es ist total klar, dass es mehr und mehr Sinn macht, die Rolle des Verkäufers zu übernehmen", sagte Vorstandschef Michael Zahn in einer Analystenkonferenz. Dies habe nichts mit dem geplanten Berliner Mietendeckel zu tun. "Wir sehen im Markt eine Menge billiges Geld und eine steigende Nachfrage."

+++ 12.51 Uhr: Streit bei Eigentümerversammlung eskaliert: Mann schwer verletzt +++

Ein Streit bei einer Eigentümerversammlung in Nordrhein-Westfalen ist so eskaliert, dass ein Teilnehmer schwer verletzt ins Krankenhaus musste. Einer der Eigentümer eine

Mehrfamilienhauses hatte sich bei dem Treffen in Lippstadt über das Parkverhalten einer Bewohnerin beschwert, wie die Polizei mitteilte. Zeugen berichteten den Beamten, dass sich der Mann bei der Versammlung sehr aggressiv verhalten habe. Einen anderen Teilnehmer, der wahrscheinlich schlichten wollte, habe er dann in den Schwitzkasten genommen und mehrfach auf ihn eingeschlagen, auch als sein Opfer am Boden lag. Bei der späteren Befragung durch die Beamten gab der mutmaßliche Täter an, dass er von dem Verletzten provoziert und selber angegriffen worden war. Er habe sich nur gewehrt. Die Polizei ermittelt nun die Hintergründe. Angaben zum Alter der beiden Männer wollten die Beamten nicht machen.

+++ 12.31 Uhr: Deutsche Familie verunglückt auf Sri Lanka – drei Tote +++

Während ihres Sommerurlaubs auf Sri Lanka ist eine deutsche Familie tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete sich bereits im Juli, dabei starben ein 11-jähriger Junge, seine 53-jährige Großmutter und eine 30-jährige Tante, wie ein Polizeisprecher in dem südlich von Indien gelegenen Land der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die 32 Jahre alte Mutter des Jungen war am Dienstag in kritischem Zustand, wie ein Mitarbeiter des Krankenhauses in Colombo mitteilte. Der 39-jährige Vater, sein jüngerer Sohn und vier weitere Verwandte aus Sri Lanka wurden laut Polizei bei dem Unfall leicht verletzt. 

Die Familie kommt laut der nordrhein-westfälischen Polizeistiftung David + Goliath aus Mülheim. Nach Angaben der Polizei in Sri Lanka hatten sie deutsche Pässe. Sie wollten auf Sri Lanka Verwandte besuchen. Die Oma, die Tante mit ihren zwei Kindern und zwei weitere Angehörige holten die Familie demnach am 28. Juli mit einem Minibus vom Flughafen in Katunanayake ab. Sie fuhren Richtung Norden und stießen dann mit einem Gemüselaster zusammen. Nach dem Unfall sei der ebenfalls verletzte Lastwagenfahrer zunächst geflohen. Anschließend habe er sich aber bei der Polizei gemeldet. Diese geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass der Fahrer den Zusammenprall aus Unaufmerksamkeit verursacht hatte.

Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Polizeistiftung sind Familienmitglieder nach Sri Lanka geflogen, um die Opfer zu unterstützen. Die Polizeistiftung hilft Mülheimer Familien, die durch Unglücke und Verbrechen in Not geraten.

+++ 12.14 Uhr: Naturschützer: Mehr Badeverbote wegen Blaualgen in Seen +++

In Deutschland häufen sich nach einer Analyse von Umweltschützern Badeverbote wegen Blaualgen in Seen. Allein zwischen Juli und Mitte August sei bundesweit an mindestens 32 Stellen das Baden in Seen verboten worden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) am Dienstag mit. An 88 weiteren Stellen habe es Warnungen gegeben. Die Zahlen ermittelten die Naturschützer aus Online-Presseberichten und über die Webseiten der einzelnen Bundesländer.

Blaualgen sind Cyanobakterien. In der Regel führen zu viele Nährstoffe in Seen zur Bildung von Blaualgen im Wasser - vor allem in Verbindung mit hohen Temperaturen. Die Nährstoffe gelangen oft durch intensive Düngung in der Landwirtschaft in die Gewässer.

+++ 12.07 Uhr: Mutter und Tochter in München vermisst – Blutspur erhärtet Verdacht gegen Mann +++

Einen Monat nach dem Verschwinden einer Frau und ihrer Tochter aus München erhärtet sich der Tatverdacht gegen den Ehemann und Stiefvater. Eine Schmutzfangmatte und ein Teppich aus der Wohnung der Familie mit Blutspuren der beiden Opfer seien in einem Münchner Wald gefunden worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. 

Von der 41 Jahre alten Mutter und ihrer 16 Jahre alten Tochter fehlt seit dem 13. Juli jede Spur. Der 44-jährige neue Ehemann der Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Die Beamten gehen davon aus, dass der Deutsch-Russe zuerst seien Frau erschlug und dann die Tochter tötete, um die Tat zu verschleiern.

+++ 12.06 Uhr: Forscher finden zwei neue Medikamente gegen Ebola +++

Im Kampf gegen Ebola ist Wissenschaftlern ein wichtiger Fortschritt gelungen: Eine in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführte klinische Studie habe ergeben, dass zwei neue Medikamente die Sterblichkeitsrate von Ebola-Patienten drastisch reduzierten, teilte die US-Gesundheitsbehörde NIH am Montag mit, die einen Teil der Studie finanziert.

Die Behandlung von Ebola-Patienten mit den Medikamenten REGN-EB3 und mAb114 hatte die Sterblichkeitsrate laut NIH auf 29 beziehungsweise 34 Prozent reduziert. Unbehandelt liegt die Sterblichkeitsrate von Ebola-Infizierten bei 60 bis 67 Prozent. Auch nach der Therapie mit den bisher üblichen Medikamenten Zmapp und remdesivir stirbt noch rund die Hälfte aller Patienten. Beide Medikamente könnten ab sofort für die Therapie von Ebola-Patienten eingesetzt werden, hieß es.

+++ 12.04 Uhr: Protest in Mexiko wegen mutmaßlicher Vergewaltigung zweier Mädchen durch Polizisten +++

Bei einem Protestmarsch haben etwa 250 Frauen die Bestrafung von Polizisten gefordert, denen die Vergewaltigung von zwei Mädchen in Mexiko-Stadt vorgeworfen wird. "Gerechtigkeit" und "Nicht eine einzige mehr" riefen die wütenden Frauen, die am Montag vor dem Polizeipräsidium der mexikanischen Hauptstadt demonstrierten. Später zogen sie zur Staatsanwaltschaft, wo sie einen Schweinekopf aufhängten und die Glas-Eingangstüren einschlugen.

Demonstrantinnen vor dem Polizeipräsidium der mexikanischen Hauptstadt

Demonstrantinnen vor dem Polizeipräsidium der mexikanischen Hauptstadt

AFP

Ein 17-jähriges Mädchen hatte vier Polizisten vorgeworfen, sie nach einem Fest im Norden von Mexiko-Stadt in ihrem Polizeiauto vergewaltigt zu haben. Die Beamten sind weiter im Dienst; die Staatsanwaltschaft wartet darauf, dass das Mädchen die Polizisten in der Millionen-Metropole identifiziert. Zudem wurde einem weiteren Polizisten vorgeworfen, im Zentrum der Stadt eine 16-Jährige in einem Museum für Fotografie sexuell missbraucht zu haben. Der Mann wurde festgenommen.

Die Fälle aus den vergangenen Tagen würden nicht zu den Akten gelegt, versicherte der für Sicherheit zuständige Stadtvertreter Jesús Orta den Demonstranten. Die überschütteten ihn daraufhin mit pinkfarbenem Glitter und besprühten Wache stehende Polizisten mit Farbe. Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum erklärte, sie verstehe zwar die Protestierenden, zugleich verurteilte sie aber deren Gewalt. Die ohnehin verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Mexiko - von sexuellem Missbrauch über Misshandlungen bis hin zum Mord - hat in den vergangenen Jahren noch einmal zugenommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden in Mexiko im Durchschnitt jeden Tag neun Frauen getötet.

+++ 11.51 Uhr: Neue Waldbrände in Griechenland ausgebrochen +++

In Griechenland und auf der Mittelmeerinsel Zypern halten Brände die Menschen seit Tagen in Atem. Nach wochenlanger Dürre und bei starken Winden sind am Dienstag den dritten Tag in Folge zahlreiche Waldbrände ausgebrochen. Am schlimmsten sei die Lage auf der Insel Euböa und in der Region um die Stadt Theben nördlich der griechischen Hauptstadt Athen, teilte die Feuerwehr mit.

Brände gab es auch auf der Touristeninsel Thassos sowie in Westgriechenland. Auch auf Zypern tobte in der Nacht zum Dienstag ein Brand im Norden der bei Touristen beliebten Hafenstadt Limassol. Am Wochenende hatte ein Großbrand weite Teile der Touristeninsel Elafonissos verwüstet. 

Die Auswirkungen der Brände spürten auch die Einwohner der griechischen Hauptstadt und anderer Städte im Süden Griechenlands: Die Winde trieben Rauchschwaden bis in das etwa 90 Kilometer von Euböa und Theben entfernte Athen. Beissender Geruch verbrannten Holzes machte den Menschen zu schaffen. In einigen Vororten ging "Asche wie Schneeflocken nieder", sagten Augenzeugen im Rundfunk.

+++ 11.42 Uhr: Rot-grün-roter Koalitionsvertrag in Bremen unterzeichnet +++

SPD, Grüne und Linke in Bremen haben am Dienstag den Koalitionsvertrag für das erste rot-grün-rote Regierungsbündnis in einem westdeutschen Bundesland unterzeichnet. Die neue Landesregierung soll am Donnerstag in der Bürgerschaft, dem Landtag des Stadtstaates, gewählt und vereidigt werden und am Nachmittag erstmals zusammentreten. "Ich freue mich auf vier erfolgreiche und spannende Jahre. Hoffentlich nicht zu spannende", sagte der designierte SPD-Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei der Unterschrift. 

Die drei Parteien hatten sich am 1. Juli auf den 140 Seiten umfassenden Vertrag verständigt, der unter anderem Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr, mehr Ganztagsschulen und mehr Klimaschutz vorsieht. Bei der Wahl am 26. Mai hatte die SPD in Bremen das schlechteste Ergebnis seit mehr als 70 Jahren eingefahren.

+++ 11.40 Uhr: Demonstranten legen Hongkongs Flughafen erneut lahm +++

Hongkongs Protestbewegung hat den Flughafen der Stadt den zweiten Tag in Folge zum Stillstand gebracht. Wie der Flughafenbetreiber am Dienstag mitteilte, wurde von 16.30 Uhr (Ortszeit) an der Check-In-Service für alle restlichen Flüge des Tages eingestellt. Zuvor hatten erneut Tausende Protestler die Ankunfts- und Abflughallen blockiert und Fluggäste zum Teil massiv behindert. Mit Gepäckwagen und anderen Gegenständen wurden Barrikaden errichtet.  

Video: Flughafen Hongkong stellt nach erneuten Protesten Betrieb ein

Hunderte Regierungsgegner hatten bereits seit dem vergangenen Freitag friedlich am Flughafen protestiert, ohne den Betrieb nennenswert zu beeinträchtigen. Am Montag war die Zahl der Protestierer dann so groß geworden, dass der Flugbetrieb eingestellt werden musste. Nach dem Stillstand am Vortag lief der Flugbetrieb am Dienstag zunächst langsam wieder an. Da allerdings das Chaos vom Vortag abgearbeitet werden musste, blieben mehr als 300 Flüge gestrichen. Am Nachmittag wurde dann der Flugbetrieb komplett eingestellt. 

+++ 11.29 Uhr: Fruchthandelsverband warnt vor Bananen-Krise +++

Der Deutsche Fruchthandelsverband warnt vor einer Bananen-Krise: "Plantagen in ganz Lateinamerika - und damit auch Bananen in deutschen Supermärkten - könnten in wenigen Jahren Geschichte sein", sagte ein Verbandssprecher der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Von Billig-Bananenpreisen müssten Verbraucher sich verabschieden, zitierte die Zeitung Verbandsexperten. Grund ist demnach die Pilzkrankheit "Tropical Race 4", die bereits Bananen-Plantagen in Kolumbien infiziert habe. "Man wird den Verlauf dieser Seuche nicht aufhalten können - das hat noch niemand geschafft", zitierte die "Bild" die Verbandsexperten. Das zeige die Vergangenheit. 

Der Deutschlandchef der Marke Chiquita, Marc Seidel, sagte der Zeitung: "Die Gefahr ist extrem hoch, dass es die Bananen, die wir kennen, in ein paar Jahren nicht mehr gibt." Derzeit kommen laut Bericht über 90 Prozent der Bananen in Deutschland aus Kolumbien und anderen Ländern Lateinamerikas. In den 60er Jahren hatte die Pilzkrankheit die damals marktbeherrschende Sorte "Big Mike" vernichtet. Daraufhin stellten Produzenten in Monokultur auf die Sorte "Giant Cavendish" um, die jetzt in Kolumbien befallen ist.

+++ 11.14 Uhr: Bootsunglück mit drei toten Kindern – Suche nach Ursachen läuft +++

Nachdem drei Kinder bei einem Bootsunfall in der Normandie ums Leben gekommen sind, versuchen Experten den Ablauf des Unglücks zu klären. Die Kinder seien in der Kabine des Boots gewesen, nachdem das Schiff einen Motorschaden erlitten hatte, sagte der Präsident der französischen Gesellschaft für Seenotrettung, Xavier de la Gorce, dem Fernsehsender BFMTV. Er denke, die Eltern hätten die Kinder schützen wollen, da das Boot nicht mehr unter Kontrolle war, so de la Gorce. Das Boot war am Montagnachmittag rund 800 Meter vor der Küste bei Agon-Coutainville im Ärmelkanal umgekippt. 

Die drei Erwachsenen an Bord des Bootes wurden Medienberichten zufolge leicht verletzt. Rettungsboote und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Die Helfer seien schnell am Ort gewesen, so de la Gorce. "Sie haben das Maximum unternommen, sie hätten nicht noch mehr machen können." Das Unglück ereignete sich der Präfektur zufolge bei schlechtem Wetter. Rettungsboote und ein Hubschrauber waren im Einsatz, nachdem Zeugen das Unglück bemerkt hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch, woran genau die drei Kinder starben. Über ihr Alter gab es unterschiedliche Angaben. Einigen Medien zufolge waren sie 7, 9 und 13 Jahre alt, andere Medien berichteten, dass die Kinder zwischen 6 und 11 Jahren alt waren. Es handele sich um zwei Mädchen und einen Jungen, hieß es.

+++ 10.53 Uhr: Scheuer veröffentlicht weitere Dokumente zur Pkw-Maut +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) versucht nach dem Scheitern der Pkw-Maut weiter in die Offensive zu kommen. Das Ministerium veröffentlichte am Dienstag auf seiner Webseite mehr als 500 Seiten weiterer Dokumente.

Konkret geht es um Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für die Vergabeverfahren zur Erhebung und Kontrolle der Pkw-Maut. Wie das Ministerium mitteilte, sind damit inzwischen unter anderem mehr als 3000 Seiten Verträge, 150 Antworten auf parlamentarische Fragen und acht Gutachten veröffentlicht worden.

+++ 10.49 Uhr: Polizisten fahren mit entlaufenem Hund auf der Rückbank zu Einsatz +++

Einmal Polizeihund sein: Beamte haben in Heidelberg einen entlaufenen Hund eingefangen - und ihn spontan im Streifenwagen mit zu einem Einsatz genommen. 

Der entlaufene Hund auf dem Rücksitz des Polizeiautos

Mit dem entlaufenen Hund auf dem Rücksitz ging es für die Mannheimer Polizisten ab zum Einsatz

DPA

Die Polizisten hatten über Funk von dem Ausreißer erfahren. Mit einem Leckerli lockten sie den Hund in ihren Wagen und fuhren dann in Richtung Tierheim, wie die Polizei mitteilte.

Kurz darauf wurde dann aber ein Einbruch gemeldet. Also ging es am Montag zusammen mit dem Hund auf der Rückbank zu dem Einsatz - zwar mit Blaulicht, aber wegen des Vierbeiners nicht ganz so schnell. Es handelte sich den Angaben zufolge um einen Fehlalarm. Der Hund wurde wenig später von seinem Besitzer im Tierheim abgeholt.

Mit ihrem neuen Kollegen waren die Beamten zufrieden: "Erster Bewerbertest mal brav bestanden. Wuff!", hieß es in einem Beitrag der Polizei bei Facebook. 

Erste Hilfe für Hunde

+++ 10.17 Uhr: Rasanter Anstieg bei gemeldeten Masernfällen weltweit +++

Im ersten Halbjahr 2019 gab es global gesehen die höchste Zahl an gemeldeten Masernfällen seit 2006 im gleichen Zeitraum. Bis Ende Juli wurden in 182 Ländern nach vorläufigen Zahlen fast 365.000 Masernfälle registriert, fast drei Mal so viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres und mehr als im Gesamtjahr 2018, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. "Millionen Menschen sind weltweit in Gefahr", berichtete die WHO. Sie empfiehlt Reisenden, ihren Impfstatus zu prüfen. Ab einem Alter von sechs Monaten sollte jeder spätestens 15 Tage vor einer Reise in betroffene Regionen geimpft werden.

In Deutschland war der Trend im vergangenen Jahr zwar rückläufig: Nach knapp 930 Masern-Fällen 2017 wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts im Jahr 2018 etwa 540 Fälle gemeldet. In diesem Jahr haben aber schon mehrere Bundesländer mehr Masernfälle gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Ein Arzt impft eine Frau

Mehr Impfungen könnten helfen, das Ausbreiten der Masern zu verhindern

DPA

Masern ist eine der ansteckendsten Krankheiten der Welt. Betroffen sind meist Kinder. Überlebende könnten Hirnschäden davontragen oder blind und taub werden. Die WHO verlangt mehr Impfungen. Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für eine Masern-Impfpflicht in Deutschland auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Der Bundestag muss noch zustimmen. 

+++ 9.50 Uhr: Hongkonger Demonstranten kehren zum Flughafen zurück +++

Einen Tag nach dem Stillstand des Hongkonger Flughafens haben sich dort erneut Hunderte Demonstranten zu Protesten versammelt. Die zumeist schwarz gekleideten Protestler setzten sich auf den Boden der Ankunfts- und Abflughalle, um gegen die Regierung zu protestieren. 

Tausende Demonstranten hatten schon am Montag den Flughafen belagert, um gegen immer brutalere Polizeigewalt bei den seit Wochen anhaltenden Protesten in Hongkong zu demonstrieren. Der Airport, einer der geschäftigsten weltweit und ein zentrales Drehkreuz für Langstreckenflüge über China und Südostasien, strich deshalb von Montagnachmittag an sämtliche Flüge für den Tag.

+++ 9.36 Uhr: Mehr als zehn Jahre Haft für Pflegevater wegen sexuellen Missbrauchs +++

Ein 57-Jähriger ist wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Pflegekinder zu zehn Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Aurich Sicherungsverwahrung an. Das bedeutet, der Mann kann theoretisch unbegrenzt eingesperrt bleiben. "Der Angeklagte hat jede Gelegenheit genutzt, die er hatte, um sich an Kindern zu vergehen", sagte der Vorsitzende Richter Malte Sanders. Dies hätten die Opfer als Zeugen glaubhaft und plausibel dargestellt.

Der Angeklagte betritt zu Prozessbeginn in Handschellen den Gerichtssaal

Der Angeklagte betritt zu Prozessbeginn in Handschellen den Gerichtssaal

DPA

Der in Krefeld geborene und nicht vorbestrafte Deutsche hatte sich in der Region Aurich in Ostfriesland jahrelang an insgesamt sieben Jungen vergangen, verurteilt wurde er wegen 89 Fällen sexuellen Missbrauchs. Die Opfer waren in der Tatzeit von 1999 bis 2014 unterschiedlich alt, mal fünf, mal neun oder zehn Jahre oder im Jugendlichen-Alter. Die Opfer waren teils als Nebenkläger in dem Prozess vertreten, wo sie nur wenige Meter von ihrem früheren Peiniger entfernt saßen. Der wurde mit Handschellen in den Saal geführt. Schwarzes T-Shirt, kurz geschorene Haare, Hornbrille. Das Urteil nahm er regungslos entgegen. Er habe die Taten verharmlosen und als Missverständnisse darstellen wollen, sagte der Richter. Zudem habe er den Kindern die Verantwortung zugeschoben. Dies seien klassische Muster von Sexualstraftätern.

Der Mann sei ein Sexualstraftäter und schwer pädophil. Daher sei es zu erwarten, dass er nach einer Haftentlassung - dann wäre er 67 Jahre alt - weitere Straftaten begehen und sich Zugang zu Kindern verschaffen könnte, begründete der Richter die Sicherungsverwahrung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Rechtsmittel der Revision ist möglich. 

+++ 9.26 Uhr: Mindestens 61 Tote nach Erdrutsch in Myanmar +++

Nach einem verheerenden Erdrutsch in Myanmar ist die offizielle Zahl der Todesopfer auf mindestens 61 gestiegen. Befürchtet wird, dass in dem Dorf The Phyu Gon noch Dutzende Bewohner unter Erd- und Schlammmassen begraben sind. Wie die nationale Feuerwehr des südostasiatischen Staates mitteilte, wurden bei dem Unglück am vergangenen Freitag mehr als zwei Dutzend Häuser zerstört. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird erst nach und nach sichtbar. Die Suche nach Vermissten dauert an. Beteiligt ist auch die Armee. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, wurde jedoch von Stunde zu Stunde geringer. Mindestens 35 Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt. 

News im Video: Italiens Senat soll Termin für Misstrauensvotum am Dienstag festsetzen

+++ 8.35 Uhr: Neue Waldbrände in Griechenland ausgebrochen +++

Nach wochenlanger Dürre und bei starken Winden sind in Griechenland erneut Waldbrände ausgebrochen. Am schlimmsten sei die Lage auf der Insel Euböa und in der Region um die Stadt Theben nördlich der griechischen Hauptstadt Athen, teilte die Feuerwehr mit. Löschhubschrauber und Flugzeuge seien im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bringen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Verletzte habe es zunächst nicht gegeben.  Rauchschwaden und starker Brandgeruch waren auch in Athen, etwa 90 Kilometer südlich des Brandherdes, wahrzunehmen, wie Zeugen berichteten. Ein großer Brand tobte auch auf der Touristeninsel Zypern.

+++ 7.39 Uhr: Täter sticht auf Frau in Sydney ein und verfolgt weitere Passanten - Polizei findet Leiche+++

In der Innenstadt von Sydney hat ein Mann auf offener Straße auf eine Frau eingestochen und weitere Passanten verfolgt. Die australische Polizei nahm den Verdächtigen nach eigenen Angaben fest. In TV-Berichten war zu sehen, wie der Mann mit einem Messer auf das Dach eines Autos sprang und "Allahu Akbar" sowie "Erschießt mich" rief. Der Zustand der Frau ist der Polizei zufolge stabil. Wie mehrere australische Medien berichten, wurde die Leiche einer Frau in einem nahe gelegenen Gebäude gefunden. Die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtet, dass der Tod der Frau offenbar mit der anderen Tat zusammenhänge. 

Eine Augenzeugin berichtete, der Mann habe mit einem großen Küchenmesser in einem geschäftigen Büroviertel mehrere Menschen verfolgt. "Fünf oder sechs" Passanten hätten versucht, ihn aufzuhalten. Mit Hilfe von Stühlen und einer Plastikkiste hätten sie ihn schließlich festgehalten und zu Boden gedrückt. Australiens Premierminister Scott Morrison äußerte sich zu der Tat auf Twitter. 

+++ 5.56 Uhr: Drei Tote bei Angriff auf Philippinen +++

Bei einem von mutmaßlichen Islamisten verübten Angriff sind auf den Philippinen zwei Soldaten und ein zwei Jahre altes Mädchen ums Leben gekommen. Die Armee beschuldigte die Terrorgruppe Abu Sayyaf, die Tat begangen zu haben. Die Gruppe ist mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbündet. International ist sie vor allem durch Entführungen bekannt, auch von Ausländern. Nach Angaben eines Militärsprechers wurden die Soldaten erschossen, als sie in der Stadt Talipao auf einem Motorrad unterwegs waren. Zwei Mädchen - elf und zwei Jahre alt - seien ebenfalls von Kugeln getroffen worden. Die Kleinere starb im Krankenhaus. Die Elfjährige war am Dienstag in Lebensgefahr.

+++ 5.17 Uhr: Australien gibt 300 Millionen Euro gegen Klimawandel +++

Australien will für den Kampf gegen den Klimawandel in der Pazifikregion bis 2025 umgerechnet etwa 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies kündigte der konservative Premierminister Scott Morrison an. Das Geld soll unter anderem in den Katastrophenschutz und in die Förderung von erneuerbaren Energien fließen. Geplant sind Projekte in Papua-Neuguinea sowie auf Kiribati und den Solomon-Inseln. Die Nachbarländer kritisieren Australien, weil es zu wenig unternehme, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen zu begrenzen.

Video: Zwei Vermisste nach heftigem Unwetter in der Schweiz

+++ 3.23 Uhr: Maduro will von der Opposition kontrolliertes Parlament auflösen +++

In dem seit Monaten andauernden Machtkampf in Venezuela will Präsident Nicolás Maduro offenbar das von der Opposition kontrollierte Parlament auflösen. Die regierungstreue Verfassungsgebende Versammlung setzte eine Kommission ein, die den Termin für die Parlamentswahl festlegen soll. Regulär würden die nächsten Parlamentswahlen erst Ende kommenden Jahres stattfinden. Nachdem Präsident Maduro fast alle staatlichen Institutionen in Venezuela mit seinen Gefolgsleuten besetzt hat, ist die Nationalversammlung die letzte Bastion der Regierungsgegner. Sie ist zudem die einzige Staatsgewalt, die von vielen Ländern wie den USA und Deutschland als demokratisch legitimiert anerkannt wird.

+++ 2.05 Uhr: Zahnprothese steckt Patienten nach OP in der Kehle fest +++

Einem 72-Jährigen Patienten in Großbritannien ist während einer Operation seine Zahnprothese in die Kehle abgerutscht - sie blieb dort tagelang stecken, ohne dass dies ihm und den Ärzten bewusst war. Über den Fall berichtet die medizinische Fachzeitschrift "BMJ Case Reports" in ihrer neuen Ausgabe. Der 72-jährige Rentner hatte sich wegen einer harmlosen Schwellung in der Bauchdecke operieren lassen. Sechs Tage nach dem Eingriff erschien er dann dem Bericht zufolge erneut im Krankenhaus und klagte über Blut im Mund und derart heftige Schluckbeschwerden, dass er keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen konnte.

Die Ärzte gingen zunächst von einer Infektion aus, wie die Zeitschrift berichtet. Dem Patienten ging es in den folgenden Tagen aber immer schlechter. Bei einer Endoskopie wurde dann in seiner Kehle ein halbrundes Objekt entdeckt, das interne Blutungen verursachte. Dem Bericht zufolge sagte der Patient daraufhin, dass es sich um seine Zahnprothese handeln könnte, die er seit Tagen vermisste. In einer Notoperation wurde sie aus der Kehle geholt. 

+++ 1.41 Uhr: Flugbetrieb in Hongkong läuft wieder +++

Nach der Streichung etlicher Flüge am Hongkong Airport aufgrund der massiven Proteste gegen brutale Polizeigewalt ist der Flugbetrieb wieder angelaufen. Das bestätigte die Flughafenverwaltung am Morgen auf dpa-Anfrage. Allerdings sei noch nicht abzusehen, wann wieder mit einer störungsfreien Rückkehr zum normalen Flugplan zu rechnen ist. Aus Wut über die zunehmend ausufernde Polizeigewalt hatte Hongkongs Protestbewegung den Betrieb auf dem Flughafen der Millionenstadt zum Erliegen gebracht. Tausende Demonstranten belagerten die Abflugs- und Ankunftshalle. Der Airport strich deshalb ab dem Nachmittag sämtliche Flüge für den Tag.

+++ 1.17 Uhr: Waldbrand auf Gran Canaria vorerst unter Kontrolle +++

Der große Waldbrand auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist nach Angaben der Regionalbehörden vorerst unter Kontrolle gebracht worden. Die Arbeiten zur Eindämmung des Feuers seien erfolgreich gewesen, zitierte der Notdienst der Kanarischen Inseln im Kurzbotschaftendienst Twitter den regionalen Regierungschef Ángel Victor Torres. Der Notdienst warnte jedoch, dass die Gefahr durch den Brand noch nicht völlig gebannt sei. Zwar gebe es keine Flammen und keinen Rauch mehr. Doch gebe es in den Wäldern weiterhin Glutherde, die durch den Wind angefacht werden könnten. Für die kommenden Tage ist auf der bei deutschen Urlaubern beliebten Insel vor der afrikanischen Küste eine Hitzewelle vorhergesagt, was die Arbeiten zum endgültigen Löschen des Brandes erschweren könnte. Der Waldbrand hatte seit Samstag eine Fläche von 1500 Hektar verwüstet. 

+++ 1 Uhr: Sternenstaub am Nachthimmel - Perseiden blitzen auf +++

Die Perseiden-Sternschnuppen sind in der Nacht immer wieder zwischen den Wolken aufgeblitzt. "Es gibt Leute, die wirklich viele Sternschnuppen beobachtet haben", sagte Carolin Liefke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Haus der Astronomie in Heidelberg. Die Perseiden sind ein wiederkehrender Meteorstrom, der jährlich Mitte August zu vielen Sternschnuppen führt. Sie bestehen aus den Auflösungsprodukten eines Kometen.

+++ 0.43 Uhr: US-Polizei nimmt Freund des Schützen von Dayton fest +++

Rund eine Woche nach dem Schusswaffenangriff in Dayton mit neun Toten hat die US-Polizei einen Freund des mutmaßlichen Täters festgenommen. Dem  Festgenommenen wird  vorgeworfen, gegen das Waffenrecht verstoßen zu haben, wie der US-Bundesanwalt Benjamin Glassman mitteilte. Der 24-Jährige werde jedoch nicht beschuldigt, direkt an der Bluttat vom 4. August beteiligt gewesen zu sein. Der Festgenommene hatte nach Angaben der Ermittler ein Gewehrteil, ein Magazin mit Munition und kugelsichere Kleidung für den Todesschützen von Dayton gekauft, der nach der Tat von der Polizei erschossen wurde. Der 24-Jährige gab nach Angaben der Ermittler zu, die Objekte für den späteren Todesschützen erworben zu haben. Die gegen den Festgenommenen erhobenen Beschuldigungen beziehen sich jedoch nicht auf diese Käufe. Ihm wird vielmehr angelastet, beim Kauf einer für sich selbst erworbenen Pistole seinen Drogenkonsum absichtlich verschwiegen zu haben. Es gebe keinen Beweis dafür, dass der 24-Jährige "absichtlich an der Planung des Schusswaffenangriffes teilgenommen hat", sagte Glassman.

+++ 0.23 Uhr: Autopsie bestätigt: Tote in Kanada sind geflüchtete Mordverdächtige +++

Bei den nach drei Morden und einer wochenlangen Flucht durch Kanada gefundenen Leichen handelt es sich einem Autopsiebericht zufolge zweifellos um die gesuchten Tatverdächtigen. Laut einem Bericht des nationalen Fernsehsenders CBC ergab die Untersuchung auch, dass die beiden Teenager wahrscheinlich Suizid begingen, bevor sie Tage später von Ermittlern gefunden wurden. Die Flucht der Teenager, die heute beide 19 Jahre alt wären, hatte im Juli und August nicht nur in Kanada Schlagzeilen gemacht: Nach dem Mord an einem jungen Touristenpärchen im Norden der Pazifikprovinz British Columbia wurde einige Autostunden entfernt die Leiche eines 64 Jahre alten kanadischen Botanik-Lehrers gefunden. Für alle drei Morde wurden die beiden jungen Männer verantwortlich gemacht.

Mit dem gestohlenen Geländewagen des Botanik-Lehrers flüchteten sie Tausende Kilometer durch Kanada, oft abseits der Wege, um den Polizisten nicht ins Netz zu gehen. Schließlich verlor sich ihre Spur in der Wildnis der Provinz Manitoba, aus der am Mittwoch schließlich der Leichenfund gemeldet wurde.

+++ 0.05 Uhr: Studie: Bestände der in Wäldern lebenden Tiere drastisch gesunken +++

Die weltweiten Bestände der in Wäldern lebenden Tiere sind in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Seit 1970 sanken diese Bestände im Schnitt um mehr als die Hälfte, wie aus einer Studie der Umweltschutzorganisation WWF hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Besonders betroffen sind demnach Amphibien wie Frösche, aber auch Säugetiere wie Affen oder Waldelefanten. Hauptursachen dafür, dass immer weniger Tiere in den Wäldern leben, sind laut WWF die Abholzung und die Nutzung von Wäldern für die Landwirtschaft. Für die Studie untersuchte der WWF  die Daten von 268 Wirbeltierarten und 455 Tierpopulationen. 

rw / dho / mik / wue / DPA / AFP