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News von heute: Türkei schiebt erneut Ex-IS-Anhängerin mit ihren Kindern nach Deutschland ab

Blinde Kölnerin von Unbekanntem in Einfahrt gezerrt und beraubt  +++ Frankreich: Rechtspopulistin Le Pen fordert 2022 Präsident Macron heraus +++ Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA auf 60 gestiegen +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Über einer Fensterreihe prangt eine türkische Flagge auf dem weißeb Flugzeugrumpf

Das Flugzeug aus der Türkei mit vier Terrorverdächtigen wird am Freitagabend in Deutschland erwartet (Symbolbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Türkei schiebt Terrorverdächtige nach Deutschland ab (19.05 Uhr)
  • Kleinster beweglicher Mann der Welt gestorben (17.20 Uhr)
  • Mann schießt auf Landstraße in Tschechien auf Tanklaster (16.27 Uhr)
  • Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA auf 60 gestiegen (15.50 Uhr)
  • Blinde Kölnerin von Unbekanntem in Einfahrt gezerrt und beraubt (14.00 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 21.45 Uhr: US-Flughäfen verschärfen Kontrollen nach Ausbruch von Lungenkrankheit in China +++

Wegen des Ausbruchs einer mysteriösen Lungenkrankheit in der chinesischen Stadt Wuhan haben die US-Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen an einigen Flughäfen verschärft. Reisende aus Wuhan müssen sich seit Freitag an den Flughäfen von San Francisco und Los Angeles sowie dem New Yorker Airport John F. Kennedy bei ihrer Einreise einer Untersuchung unterziehen, wie die US-Behörde für Krankheitsbekämpfung (CDC) mitteilte. An den drei Flughäfen träfen die meisten der Passagiere aus der chinesischen Millionenstadt ein. Das Risiko für US-Bürger sei derzeit zwar als gering einzustufen, dennoch sei nun Vorsorge getroffen worden. 

+++ 21.12 Uhr: Ex-Chef des armenischen Geheimdiensts mit Schussverletzung tot aufgefunden ++

Der frühere Chef des armenischen Geheimdienstes SNB ist in der Hauptstadt Eriwan tot aufgefunden worden. Die Leiche von Georgi Kutojan habe eine Schussverletzung am Kopf aufgewiesen, teilten die armenischen Behörden mit. Am Tatort seien zudem eine Glock-Pistole und dutzende Patronenhülsen entdeckt worden. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der "Anstiftung zum Suizid" ein. Auch ein Mord wird den Angaben zufolge nicht ausgeschlossen. Der 39-Jährige war ein Vertrauter von Ex-Präsident Sersch Sarkissjan und leitete den SNB von 2016 bis zu seiner Entlassung im Mai 2018. Kutojan ist bereits der zweite ehemalige Vertreter der armenischen Sicherheitsbehörden innerhalb weniger Monate, der tot aufgefunden wurde.

+++ 19.19 Uhr: Gasexplosion in New York: Hausbesitzerin zu Haftstrafe verurteilt +++

Rund fünf Jahre nach einer massiven Gas-Explosion im New Yorker East Village mit zwei Toten hat ein Gericht die Besitzerin des Hauses zu bis zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Frühestens könne die 60 Jahre alte Frau nach vier Jahren freikommen, teilte die New Yorker Staatsanwaltschaft mit. 

Eine Jury hatte sie im November für schuldig befunden, die Wohnungen in dem Haus im Szene-Viertel East Village illegal mit Gas versorgt und dann teuer vermietet zu haben. Zwei Bauarbeiter, mit denen die Hausbesitzerin zusammengearbeitet hatte, wurden ebenfalls zu vier bis zwölf Jahren Haft verurteilt.

+++ 19.05 Uhr: Türkei schiebt erneut Terrorverdächtige mit Kindern nach Deutschland ab +++

Eine mutmaßliche Anhängerin der Terrormiliz IS ist von der Türkei nach Deutschland abgeschoben und am Abend bei der Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage. Die 29 Jahre alte Frau aus Rheinland-Pfalz traf nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit einem fünfjährigen Jungen und zwei Mädchen im Alter von zwei Jahren an Bord einer deutschen Maschine aus Istanbul ein. Gegen sie lag den Angaben zufolge ein Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Mitarbeiter des Jugendamtes nahmen die Kinder in Obhut. 

Das türkische Innenministerium hatte zuvor über die Abschiebung von vier "Terroristenkämpfern" mit deutscher Staatsbürgerschaft getwittert. Nähere Auskünfte zu konkreten Vorwürfen gab das Ministerium nicht.

Ludmilla Frizler, Mutter von Ex-IS-Anhängerin Elina Frizler.

+++ 18.43 Uhr: Ukraine: Präsident lehnt Rücktritt von Regierungschef ab +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Rücktrittsgesuch seines Regierungschefs Olexii Gontscharuk abgelehnt. Er wolle dem Ministerpräsidenten eine zweite Chance geben, sagte Selenskyj am Freitagabend bei einem Treffen der beiden Politiker. Gontscharuk hatte zuvor seinen Rücktritt eingereicht, nachdem ein Tonmitschnitt mit abfälligen Bemerkungen des Regierungschefs über den Präsidenten bekannt geworden war.

+++ 18.23 Uhr: Russland will Auslandsfinanzierung politischer Aktivitäten verbieten +++

Die russische Regierungspartei Geeintes Russland will Strafen von bis zu fünf Jahren Haft für Politiker von Parteien einführen, die Gelder aus dem Ausland erhalten. "Wir wollen eine Klausel ins Strafgesetzbuch zur strafrechtlichen Verantwortung derjenigen aufnehmen, die ausländische Gelder für ihre politischen Aktivitäten erhalten", sagte Jewgeni Martschenko von Geeintes Russland der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Die Maßnahme sei vor der Parlamentswahl im kommenden Jahr "wirklich nötig für Russland", sagte Martschenko. "Es müssen für alle dieselben Bedingungen gelten." Niemand dürfe Geld aus dem Ausland erhalten und "nicht genehmigte Wahlkampagnen, Provokationen und Demonstrationen organisieren". Geplant sei auch, dass mit dem Gesetz die Möglichkeit geschaffen werde, Parteien aufzulösen, die Gelder aus dem Ausland erhielten. Die Abgeordneten seiner Partei wollten dem Unterhaus ein entsprechendes Gesetzesvorhaben vorlegen. Geeintes Russland hat im Parlament eine klare Mehrheit.

+++ 18.00 Uhr: Polen: Senat lehnt Gesetz gegen Richter ab +++

Der polnische Senat hat ein umstrittenes Gesetzesvorhaben zur Bestrafung regierungskritischer Richter abgewiesen. Das Oberhaus, in dem die Opposition eine knappe Mehrheit hält, votierte mit 51 zu 48 Stimmen gegen das Vorhaben, wie Senatspräsident Tomasz Grodzki mitteilte. Die Vorlage geht nun zurück ins Parlament, wo die nationalkonservative Regierungspartei PiS die Mehrheit hat. Diese kündigte bereits an, das Gesetz trotz des Widerstands im Senat durchbringen zu wollen.

Das Gesetzesvorhaben sieht vor, dass Richter für Kritik an den bisherigen Justizreformen der PiS betraft werden können. Die Regierungspartei gibt an, mit der Justizreform gegen Korruption vorgehen zu wollen. Kritiker sehen durch die Neuregelung aber die Unabhängigkeit der Justiz in Gefahr. Die Präsidentin des Obersten Gerichts, Malgorzata Gersdorf, verurteilt das Vorhaben als "Maulkorb-Gesetz".

+++ 17.32 Uhr: Nach tödlicher Messerattacke: Krawalle in Flüchtlingslager auf Lesbos +++

Im und um das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ist es am Freitag zu Ausschreitungen zwischen afrikanischen und afghanischen Migranten gekommen. Grund war der Tod eines 20 Jahre alten Mannes aus dem Jemen, der am Donnerstagabend erstochen worden war. Die Polizei nahm deshalb einen 27 Jahre alten Afghanen fest. Daraufhin protestierten am Freitag afrikanische Lagerbewohner gegen ihre Unterbringung und die schlechten Zustände im Lager. Sie wurden dabei von afghanischen Migranten mit Steinen beworfen, wie griechische Medien berichteten.

Es ist in diesem Jahr bereits der zweite gewaltsame Tod eines Migranten auf Lesbos. Am Mittwoch war ein Afghane gestorben, der an Silvester Opfer einer Messerattacke geworden war.

+++ 17.23 Uhr: Missbrauchsprozess: Staatsanwalt fordert acht Jahre Haft für Ex-Priester +++

Im Missbrauchsprozess gegen einen ehemaligen Priester hat die Staatsanwaltschaft in Lyon mindestens acht Jahre Gefängnis gefordert. Das Gericht will seine Entscheidung im Fall des bekannten Ex-Priesters Bernard Preynat am 16. März fällen, wie französische Medien am Freitag übereinstimmend berichteten. Preynat soll in den 1980er Jahren Dutzende Kinder sexuell missbraucht haben. Dem aus dem Berlinale-Spielfilm "Grâce à Dieu" bekannten Preynat war bereits im Sommer von einem Kirchengericht der Klerikerstatus entzogen worden.

Der 74-Jährige hatte während des Prozesses einen Großteil seiner Taten zugegeben. Er stand vor Gericht unter anderem zehn Opfern gegenüber, bei denen die Anschuldigungen noch nicht verjährt sind. Die Staatsanwaltschaft begründete am Freitag das geforderte Strafmaß mit dem jungen Alter der Opfer, der Vielzahl der Straftaten und seiner Autorität als Priester. "Sie haben nicht einen Mann der Kirche vor sich, sondern einen außergewöhnlichen Mann, einen Pädophilen, einen Perversen", zitierte die Zeitung "La Croix" die Staatsanwältin.

+++ 17.20 Uhr: Kleinster beweglicher Mann der Welt gestorben +++

Der kleinste bewegliche Mann der Welt ist tot. Der 67,08 Zentimeter große Khagendra Thapa Magar aus Nepal starb am Freitag in einem Krankenhaus an einer schweren Lungenentzündung, wie der Vorsitzende seiner Stiftung, Min Bahadur Rana, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Er wurde 28 Jahre alt. Das Guiness-Buch der Rekorde erklärte Thapa Magar 2010 zunächst zum kleinsten lebenden männlichen Teenager. Später erhielt er den Titel des kleinsten beweglichen Mannes der Welt. Noch kleiner ist derzeit demnach nur der 27 Jahre alte Junrey Balawing aus den Philippinen – er hält den Guiness-Rekord in der Kategorie "kleinster nicht beweglicher Mann" und ist sieben Zentimeter kleiner (59.93 Zentimeter) als Thapa Magar.

+++ 17.13 Uhr: Zypern: Bombe explodiert an Schiedsrichter-Auto +++

Die zyprischen Schiedsrichter befinden sich im Ausstand, nachdem in der Nacht zum Freitag eine Bombe an dem Auto des zyprischen Schiedsrichters Andreas Konstantinou gezündet worden war. Bei der Explosion wurde niemand verletzt, allerdings das Auto stark beschädigt. "Alle geplanten Spiele werden verschoben", teilte der zyprische Fußballverband CFA am Freitag mit. Wie lange der Ausstand dauern soll, blieb offen.

"Wir sind zutiefst besorgt darüber, dass solche Aktionen den zyprischen Fußball in seiner Gesamtheit beeinträchtigen und dass auf Kosten der zyprischen Schiedsrichter ein Klima des Terrorismus geschaffen wird", teilte der Verband mit. Verbandschef Giorgos Koumas traf sich mit am Nachmittag mit dem zyprischen Justizminister Giorgos Savvidis und dem Polizeichef Zyperns, Kypros Michaelides. Er habe den Eindruck, der Staat wolle helfen und alles tun, damit solche Aktionen ein Ende fänden, sagte er im Anschluss. Außerdem habe er die UEFA um Hilfe gebeten. Bombenattacken auf Fahrzeuge von Schiedsrichtern sind in Zypern in den vergangenen Jahren bereits mehrfach passiert.

+++ 16.52 Uhr: Mozzarella-Sorte bei Aldi-Nord zurückgerufen – Plastikteile +++

Der Hersteller eines bei Aldi-Nord vertriebenen Mozzarella hat eine Charge seines Produkts wegen möglicher Plastikfremdkörper zurückgerufen. Betroffen ist "D'Antelli Mozzarella Classico" im 125-Gramm-Beutel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21. Januar 2020, wie die Firma Bayernland eG am Freitag mitteilte. Kunden können diesen Mozzarella gegen Erstattung des Kaufpreises in den Filialen von Aldi-Nord zurückgeben. Vertrieben wurde der Käse in Greven, Schloß-Holte und Herten (NRW), Hann. Münden, Lingen und Hesel Niedersachsen), Scharbeutz (Schleswig-Holstein) sowie Weimar Thüringen) und Brandis-Beucha (Sachsen).

+++ 16.27 Uhr: Mann schießt auf Landstraße in Tschechien auf Tanklaster +++

Ein Mann soll auf einer Landstraße in Tschechien auf einen mit Kraftstoff beladenen Tanklaster und mindestens ein Auto geschossen haben. Er wurde festgenommen und kam am Freitag in Untersuchungshaft, wie die Zeitung "Pravo" in ihrer Onlineausgabe berichtete. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen.

Auf einer Landstraße zwischen Prag und Strakonice soll der Mann zunächst während der Fahrt aus dem Fenster seines SUVs gezielt auf ein ihn überholendes Auto geschossen haben. Anschließend eröffnete er in Südböhmen das Feuer auf den Tanklaster. Mehrere Projektile trafen die Außenhaut des Lastwagens, drangen aber nicht hindurch, was ein größeres Unglück verhindert haben dürfte. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Fahrzeuge beschossen worden seien, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Behörden suchen in diesem Zusammenhang nach möglichen Opfern und Zeugen. Der Festgenommene sei nicht vorbestraft, hieß es. Bei einer Verurteilung drohten ihm bis zu 20 Jahren Haft.

+++ 15.50 Uhr: Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA auf 60 gestiegen +++

Die Zahl der Toten nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA steigt weiter an. 60 Menschen seien bislang gestorben, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC in der Nacht zum Freitag mit. Die Opfer stammten aus 27 US-Bundesstaaten. Aus allen 50 Bundesstaaten wurden insgesamt 2 668 Erkrankte gemeldet.

Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC noch immer nicht geklärt. Als eine mögliche Ursache war zuletzt ein aus Vitamin E gewonnenes Öl ausgemacht worden. Das Öl wird hauptsächlich als Zusatzstoff in THC-haltigen Liquids verwendet. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. Die Beschwerden scheinen sich weiterhin auf Nutzer in Nordamerika zu beschränken. In Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA.

+++ 15.17 Uhr: Burgerkette "Hans im Glück" hat neue Eigentümer +++

Die Burgerkette "Hans im Glück" hat neue Eigentümer. Der Gründer und bisherige Mehrheitseigner Thomas Hirschberger übergab seinen 90-Prozent-Anteil an neue Gesellschafter, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zum neuen Gesellschafterkreis gehören demnach unter anderem der bisherige Minderheitsgesellschafter GAB sowie die Gründer von Backwerk, Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer. Zum Kaufpreis und den genauen neuen Eigentumsverhältnissen wurde zunächst nichts bekannt. Für Franchisenehmer, Mitarbeiter und Geschäftspartner sollen sich keine Veränderungen ergeben, hieß es.

+++ 15.16 Uhr: WhatsApp legt Pläne für Werbung im "Status"-Bereich auf Eis +++

WhatsApp rückt vorerst von seit Jahren schwelenden Plänen zur Einführung von Werbung in dem Chatdienst ab. Zuletzt wurde daran gearbeitet, Anzeigen im sogenannten "Status"-Bereich unterzubringen, in dem Nutzer für einen Tag Fotos und Videos mit ihren WhatsApp-Kontakten teilen können. Nun erklärte ein Sprecher, man sehe darin zwar weiterhin eine langfristige Chance - aber es gebe keinen detaillierten Zeitplan dafür.

Zuvor berichtete das "Wall Street Journal", das Team, das die Anzeigenpläne ausarbeiten sollte, sei aufgelöst worden.

+++ 14.00 Uhr: Blinde Kölnerin von Unbekanntem in Einfahrt gezerrt und beraubt +++

Ein Unbekannter hat in Köln eine blinde Frau in eine Grundstückseinfahrt gezerrt und beraubt. Der Täter flüchtete mit der Geldbörse der 58-jährigen Kölnerin, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatte er die Frau nach deren Aussage von hinten gepackt, ihr den Mund zu gehalten und sie in die Grundstückseinfahrt gezerrt. Nach Angaben des Opfers sprach der Räuber akzentfreies Hochdeutsch und roch stark nach Alkohol. Die Raubermittler der Polizei Köln suchen nun dringend Zeugen der Tat vom Donnerstagnachmittag. 

+++ 13.47 Uhr: Erdogan will bei Libyen-Konferenz auch über Syrien sprechen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will bei der Berliner Konferenz zu Libyen am Sonntag auch den Konflikt in Syrien ansprechen. Das sagte er am Rande eines Moscheebesuchs in Istanbul. Er wolle sich dort mit Kremlchef Wladimir Putin über die Lage im Rebellengebiet Idlib austauschen. "Die aktuellen Entwicklungen in Idlib sind leider besorgniserregend."

Der Brief von Donald Trump an Recep Tayyip Erdogan sorgt für Spott und Hohn auf Twitter.

 Russland hatte vergangene Woche eine neue Waffenruhe für das letzte große Rebellengebiet im Land verkündet. Die sei mit der Türkei vereinbart worden. Ankara unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen. Trotzdem gab es in der Region immer wieder Luftangriffe der syrischen Regierung und ihres Verbündeten Russland.

+++ 13.44 Uhr: Brexit-Beauftragter: EU wird mit einer Stimme sprechen +++

Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments geht nicht davon aus, dass sich die EU-Staaten bei Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit London nach dem Brexit auseinanderdividieren lassen. Das machte Guy Verhofstadt in einem Interview mit dem Radiosender BBC 4 (ab 2:10:00) deutlich. "Es gibt seit dem Brexit wirklich ein Gefühl, dass dieses europäische Projekt wichtig ist, dass der Binnenmarkt entscheidend ist, um in der Welt von morgen zu überleben", sagte Verhofstadt. Wenn es eine gute Sache am Brexit gebe, dann, dass der EU-Austritt der Briten als abschreckendes Beispiel auf dem Kontinent gewirkt habe.

Großbritannien wird die EU am 31. Januar verlassen. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, während der fast alles beim Alten bleibt. In dieser Zeit wollen beide Seiten ein Abkommen über die künftigen Beziehungen aushandeln.

+++ 13.43 Uhr: Mehr unerlaubte Grenzübertritte über das östliche Mittelmeer +++

Die Zahl unerlaubter Grenzübertritte in die EU über das östliche Mittelmeer ist 2019 fast um die Hälfte gestiegen – obwohl es EU-weit einen deutlich Rückgang gab. Mit einem Zuwachs von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag der Wert bei 82 564, wie die EU-Grunzschutzagentur Frontex in Brüssel mitteilte. 

Frontex-Direktor Fabrice Leggeri führte dies vor allem auf die instabile Lage in Syrien und Afghanistan zurück. Aber auch geringere wirtschaftliche Chancen für Afghanen im Iran sowie ein verminderter Zugang zum saudi-arabischen Arbeitsmarkt hätten dazu beigetragen.

+++ 13.38 Uhr: Frankreich entsendet Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer +++

Frankreich will den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" zeitweise ins östliche Mittelmeer verlegen, um die internationale Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Der Flugzeugträger werde von Januar bis April im Nahen Osten für die Operation Chammal eingesetzt, sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag bei seiner Neujahrsansprache an die Armee auf dem Militärflugplatz Orléans-Bricy. Anschließend solle die "Charles de Gaulle" in die Atlantik- und Nordsee-Region entsandt werden.Mehrere Länder, darunter Deutschland, würden an der Eskorte der "Charles de Gaulle" teilnehmen, fügte Macron hinzu. Diese europäische Streitmacht werde die transatlantische Verbindung und die Nato stärken.

+++ 13.30 Uhr: Frankreich: Rechtspopulistin Le Pen fordert 2022 Präsident Macron heraus +++

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen will bei der Präsidentschaftswahl 2022 gegen Staatschef Emmanuel Macron antreten. "Meine Entscheidung ist gefallen", sagte die 51-Jährige am Donnerstagabend vor Journalisten in Nanterre. Es gehe ihr um "die nationale Einheit", betonte sie unter Anspielung auf den massiven Widerstand gegen Macrons Renten- und Sozialpolitik. Bei der letzten Wahl 2017 war Le Pen Macron unterlegen.

Le Pen muss von ihrer Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) noch offiziell als Kandidatin nominiert werden. Dies soll spätestens im kommenden Jahr auf einem Parteitag geschehen. Mögliche Gegenkandidaten sind in der stark auf Le Pen ausgerichteten Partei bisher nicht in Sicht.

+++ 13.28 Uhr: WHO bemängelt langsame Antibiotika-Entwicklung +++

Die Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika verläuft nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bedrohlich langsam. Zurückgehende Investitionen und Mangel an echten Innovationen würden die Bemühungen zur Bekämpfung multiresistenter Infektionen untergraben, teilte die WHO unter Berufung auf zwei neue Berichte in Genf mit

Demnach würden derzeit 60 antibiotische Mittel – 50 Antibiotika und 10 Biopharmazeutika – an Menschen erprobt. Diese würden gegenüber bestehenden Behandlungen aber wenig zusätzlichen Nutzen bringen. Zudem zielten nur wenige auf die wichtigsten resistenten Bakterien ab. "Nie zuvor war die Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen unmittelbarer und die Notwendigkeit von Lösungen dringender", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. 

+++ 13.25 Uhr: Fidschi-Inseln: Vater und Tochter nach Zyklon "Tino" vermisst +++

Nach einem Zyklon werden auf den Fidschi-Insel zwei Menschen vermisst. Die Polizei suchte nach einem Lehrer und seiner Tochter, die versucht hatten, durch einen reißenden Fluss zu schwimmen und von der Strömung mitgerissen wurden. Der tropische Wirbelsturm "Tino" löste in dem Inselstaat im Südpazifik heftige Überschwemmungen aus. Der Wetterdienst hatte vor Sturmböen von bis zu 130 Stundenkilometern und Starkregen gewarnt.

Fast 120 Menschen mussten in Notunterkünfte umziehen. Die meisten Touristen waren schon vor dem Höhepunkt des Sturms in die Hauptstadt Suva gereist, bevor Flüge und Fährverbindungen eingestellt wurden.

+++ 12.53 Uhr: Millionär gewinnt an Spielautomat 1,37 Millionen Euro +++

Er kam mit dem eigenen Hubschrauber und flog um 1,37 Millionen Euro reicher wieder nach Tschechien zurück: Der 46-jährige Leon Tsoukernik, selbst Besitzer eines Hotels mit Kasino, hat beim Automatenspiel im Casino Seefeld in Österreich einen Mega-Gewinn abgeräumt, teilte Casinos Austria mit. Der Gewinner erzählte laut "Tiroler Tageszeitung", dass er eigentlich pokern wollte. Dort habe er aber kein Glück gehabt und sich stattdessen mit einem Glas Wein an einen Automaten gesetzt. Seine Glückssträhne hielt der Millionär auf Video fest.

Seinen Gewinn wolle er unter anderem in Kunst investieren, sagte der 46-Jährige. Den Angestellten des Kasinos spendierte er 54.000 Euro. Das Trinkgeld werde auf die fast 2000 Angestellten aufgeteilt, sagte ein Unternehmenssprecher. Für den Tschechen war der Gewinn zwar höchst erfreulich, aber nicht außergewöhnlich. "In den USA habe ich einmal 5,5 Millionen Dollar gewonnen", sagte er laut "Tiroler Tageszeitung."

+++ 12.47 Uhr: Nach Buschfeuer: Wassermassen bringen Koalas in Gefahr +++

Der lang ersehnte Regen in den Brandgebieten in Australien hat die Koalas in einem Tierpark bei Sydney erneut in Gefahr gebracht: Der Australian Reptile Park in Somersby nördlich von Sydney versank in gewaltigen Wassermassen. Der Zoo veröffentlichte Fotos von triefnassen Koalas, die sich an einen Eukalyptus-Baum klammerten oder von einem Tierpfleger auf einem überfluteten Weg in Sicherheit gebracht wurden.

Auch das Krokodil-Gehege des Zoos wurde überflutet – das Wasser schwappte fast über den Zaun. Wie auf einem Foto zu sehen war, hielt ein Tierpfleger ein Krokodil, das offenbar ausbüxen wollte, mit einem Besen zurück.     Vor einer Woche war der Australian Reptile Park noch von einem der im Südosten Australiens wütenden Buschfeuer bedroht worden.

+++ 12.46 Uhr: Japan: Gericht untersagt Wiederhochfahren eines AKW +++

Fast neun Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein japanisches Gericht das Wiederhochfahren eines Atomreaktors untersagt. Der Reaktor des Atomkraftwerks Ikata dürfe wegen drohender Erdbeben und Vulkanausbrüche nicht wieder ans Netz gehen, entschied das Gericht in Hiroshima. Es hob damit die Entscheidung einer niedrigeren Instanz auf, die der Betreiberfirma grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme gegeben hatte.

In Fukushima hatte sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit dem GAU in Tschernobyl 1986 ereignet. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht.

+++ 12.37 Uhr: Libyen-Einsatz für EU-Truppen? +++

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell schließt einen Militäreinsatz der Europäischen Union in Libyen nicht aus. "Wenn es einen Waffenstillstand in Libyen gibt, dann muss die EU bereit sein, bei der Umsetzung und der Überwachung dieses Waffenstillstandes zu helfen – eventuell auch mit Soldaten", sagte der Chefdiplomat der Staatengemeinschaft dem "Spiegel". Griechenland erklärte sich bereit, sich an EU- oder anderen Friedenstruppen für Libyen zu beteiligen

+++ 12.20 Uhr: Mali: Mindestens 14 Tote bei Überfall auf Dorf +++

Bei einem Überfall im westafrikanischen Mali sind nach Militärangaben mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei auch ein Kind. Der Überfall ereignete sich am späten Mittwochabend im Dorf Sinda in der zentralen Mopti-Region, wie ein Offizier mitteilte. Die Angreifer hätten mehrere Bewohner getötet und Vieh gestohlen. Zu den Bluttaten bekannte sich zunächst niemand. 

In Mali sind extremistische Gruppen aktiv, es gibt aber auch viel ethnisch motivierte Gewalt. Häufig spielt dabei auch der Kampf um die wenigen Weidegründe und Äcker in der trockenen Sahelzone eine Rolle.

+++ 12.13 Uhr: Merkel trifft Erdogan in der Türkei +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist Ende kommender Woche zu einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Istanbul. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, Merkel werde vom Weltwirtschaftsforum in Davos weiter nach Istanbul reisen und dort am Freitag kommender Woche mit Erdogan zusammentreffen.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Hauptthemen der Gespräche dürften die Flüchtlingspolitik sowie die Konflikte in Syrien und Libyen sein, in welche die Türkei zunehmend auch militärisch verwickelt ist. Angesichts steigender Flüchtlingszahlen auf den griechischen Inseln und vielfacher Drohungen Erdogans besteht die Sorge, dass der zwischen der EU und der Türkei bestehende Flüchtlingspakt gefährdet ist.

+++ 11.51 Uhr: Niederländer bot zwölf Milliarden gestohlene Passwörter im Netz an +++

Die niederländische Polizei hat einen 22-jährigen Mann festgenommen, der online 12 Milliarden gestohlene Passwörter und Zugangscodes angeboten haben soll. Die Daten konnten gegen Bezahlung heruntergeladen werden, teilte die Polizei in Arnheim mit. Um was für Daten es sich handelte und wer davon betroffen war, teilte die Polizei mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht mit. In dem Fall hatten die niederländischen Ermittler eng mit dem Bundeskriminalamt, dem amerikanischen FBI und der britischen Kriminalpolizei zusammengearbeitet. 

Nach einem Tipp ihrer britischen Kollegen kamen die niederländischen Cybercrime-Experten auf die Spur des 22-Jährigen aus Arnheim im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze. Bei der Durchsuchung von zwei Wohnungen sei professionelle Apparatur sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Damit seien die Daten auf der Website "weleakinfo" angeboten worden. 

+++ 11.38 Uhr: Knapp 200 Banken und Sparkassen in Deutschland verlangen Negativzinsen +++

Die Zahl der Geldhäuser, die Negativzinsen verlangen, steigt: Mittlerweile kassierten 186 Banken und Sparkassen für das Verwahren von Guthaben Geld, statt selbst Zinsen dafür zu zahlen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Untersuchung des Verbraucherportals Biallo.de von knapp 1300 Geldinstituten in Deutschland. Die Zahl der Banken, die auf ein sogenanntes Verwahrentgelt pochen, hat sich damit seit Juli 2019 fast verdoppelt. "Fast täglich werden es mehr", sagte Horst Biallo, Gründer und Chef des gleichnamigen Portals, der Zeitung.

+++ 11.09 Uhr: Gericht weist Berufung gegen Freilassung von Kapitänin Rackete ab +++

Das Oberste Gericht in Italien hat die Berufung der sizilianischen Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung der deutschen Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete abgewiesen. "Es ist sehr gut gelaufen, Carola hätte nicht festgenommen werden dürfen", sagte ihr Anwalt Leonardo Marino der Deutschen Presse-Agentur.

Die Staatsanwaltschaft in Agrigent hatte letzten Sommer Berufung beim Kassationsgericht in Rom eingelegt, nachdem eine Untersuchungsrichterin angeordnet hatte, Rackete wieder freizulassen. Die Richterin hatte argumentiert, dass sie in einer Notlage gehandelt habe. Die Deutsche war im Juni 2019 mit der "Sea-Watch 3" und zahlreichen Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen von Lampedusa eingefahren. Sie hatte dabei auch ein Schiff der Finanzpolizei touchiert.

Carola Rackete ist die Kapitänin der Sea Watch 3

+++ 10.30 Uhr: Gericht in Dresden verhängt hohe Haftstrafen gegen Rechtsextreme +++

Im Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen "Freien Kameradschaft Dresden" hat das Landgericht Dresden Haftstrafen zwischen zwei Jahren und zehn Monaten und sechs Jahren verhängt. Angeklagt waren fünf Männer sowie eine Frau, die die geringste Strafe erhielt. Die Verurteilten standen wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, schwerem Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Sprengstoffexplosionen vor Gericht. Der 2015 gegründete Gruppe hatten Gewalttaten gegen Ausländer, politische Gegner und Polizisten verübt.

+++ 10.27 Uhr: Ermittler bekommen mehr Rechte im Kampf gegen Kindesmissbrauch +++

Ermittler bekommen im Kampf gegen Kindesmissbrauch neue Möglichkeiten. Wie der Bundestag beschloss, dürfen sie sich künftig mit künstlich am Computer erzeugten Missbrauchsvideos in Internetforen einschleichen. Zugang zu solchen Tauschbörsen bekommt man oft nur, wenn man selbst Bilder oder Videos mit grausamen Missbrauchsszenen hochlädt. Bisher konnten die Ermittler in diese Kreise nicht eindringen, da sie dazu selbst eine Straftat hätten begehen müssen.

"Wir dürfen nie vergessen, dass hinter kinderpornografischen Bildern schreckliche Missbrauchstaten an Kindern stehen", betonte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Sie wolle den Ermittlern alle Instrumente an die Hand geben, um Täter, Hintermänner und Portalbetreiber schneller zu verurteilen. "Diese computergenerierten Bilder sehen echten Bildern täuschend ähnlich, zeigen aber niemals echte Kinder", betonte sie.

+++ 10.26 Uhr: Guttenberg hält Söder nicht für reif genug für Kanzlerkandidatur +++

Der frühere Verteidigungsminister und CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg hält CSU-Chef Markus Söder noch nicht für reif genug für die Kanzlerkandidatur der Union. "Der muss jetzt erst mal Ministerpräsident können", sagte Guttenberg dem Fernsehsender N-TV über Söder. Der CSU-Chef sei erst eineinhalb Jahre als Landeschef im Amt. "Dann glaube ich, kommt der Sprung auf die nächste Ebene ein bisschen früh."

Seinen persönlichen Favoriten für die Kanzlerkandidatur sieht Guttenberg allerdings auch nicht in der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. "Momentan sehe ich da einen, das ist Friedrich Merz." Es brauche Typen. "Der würde mir gefallen."

+++ 10.20 Uhr: Störungen im DSL-Netz von Vodafone +++

Im DSL-Netz von Vodafone hat es am Morgen Störungen gegeben. Schuld daran seien Wartungsarbeiten, die zu einer geringeren Kapazität im DSL-Netz geführt hätten, sagte ein Vodafone-Sprecher. "Das hat länger gedauert als geplant", sagte er. Seit kurz nach 8 Uhr seien die Arbeiten aber abgeschlossen, und die Netzqualität normalisiere sich wieder. Rund 10.000 Kunden seien betroffen gewesen. Störungen in den Telefon-Leitungen soll es allerdings nicht gegeben haben, sondern nur im Festnetz-Internet.

Auch im Netz der Deutschen Telekom soll es Berichten zufolge Störungen gegeben haben – dafür gab es am Morgen aber zunächst noch keine Bestätigungen.

+++ 10.19 Uhr: Gruppenvergewaltigung in Indien: Begnadigung von Täter abgelehnt +++

Mehr als sieben Jahre nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Indien hat der indische Präsident Ram Nath Kovind ein Gnadengesuch eines Täters zurückgewiesen. Dies sagte ein Sprecher des indischen Innenministeriums. Vier Männer wurden wegen der Tat, die weltweit Schlagzeilen machte, zum Tode verurteilt, was zuletzt auch das Oberste Gericht des Landes bestätigte. Anfang Januar wurden Hinrichtungsbefehle für vier der Täter ausgestellt. Die Todesurteile sollten am kommenden Mittwoch (22. Januar) vollstreckt werden. Das Datum könnte aber noch verschoben werden – etwa, weil die anderen drei Täter um ein Gnadengesuch bitten könnten.

+++ 9.21 Uhr: Einwohnerzahl in Deutschland steigt auf Rekordniveau +++

In Deutschland leben immer mehr Menschen, aber das Bevölkerungswachstum schwächt sich ab. Wie aus einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, lebten Ende 2019 rund 200.000 Menschen mehr in Deutschland als Ende 2018. "Mit 83,2 Millionen Menschen erreichte die Einwohnerzahl einen neuen Höchststand", teilten die Statistiker in Wiesbaden mit. "Allerdings wuchs die Bevölkerung deutlich schwächer als in den Jahren 2013 bis 2018."

Das Bevölkerungswachstum in Deutschland ist ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen. "Ohne Wanderungsgewinne würde die Bevölkerung bereits seit 1972 schrumpfen, da seither jedes Jahr mehr Menschen starben als geboren wurden", erklärten die Statistiker.  

Der ukrainische Ministerpräsident Olexii Gontscharuk (r.), hier neben Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Ministerpräsident Olexii Gontscharuk (r.), hier neben Präsident Wolodymyr Selenskyj

AFP

+++ 9.01 Uhr: Ukrainischer Regierungschef Gontscharuk kündigt Rücktritt an +++

Der ukrainische Regierungschef Alexej Gontscharuk hat nach umstrittenen Äußerungen über Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Rücktritt eingereicht. Der Staatschef habe das Recht auf ein loyales Team, schrieb Gontscharuk bei Facebook. "Um jedwede Zweifel meiner Wertschätzung und meines Vertrauens gegenüber dem Präsidenten auszuräumen, habe ich eine Rücktrittserklärung geschrieben und sie dem Präsidenten übergeben", teilte der Regierungschef mit.

Zuvor war ein Videomitschnitt veröffentlicht worden, in dem sich der 35-Jährige unvorteilhaft über Selenskyj geäußert hatte. Unter anderem hatte er gesagt, der Präsident habe eine "sehr primitive" Vorstellung von Wirtschaft und "Nebel im Kopf". In dem Schreiben nun beteuerte Gontscharuk, dass unter dem Präsidenten viel erreicht worden sei. "Er ist für mich ein Beispiel an Offenheit und Transparenz." Er sei angetreten, um das Programm Selenskyjs umzusetzen.

+++ 8.04 Uhr: "Ocean Viking" nimmt 39 Migranten vor libyscher Küste an Bord +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat im Mittelmeer 39 Migranten an Bord genommen. Sie seien vor Sonnenaufgang rund 65 Kilometer vor der libyschen Küste von einem Holzboot geborgen worden, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. Unter ihnen seien fünf Frauen. Die Organisation sprach von einer schwierigen Operation bei starkem Wind und hohem Seegang. Die "Ocean Viking" wird von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben.  

+++ 7.51 Uhr: Klöckner verteidigt Tierwohlkennzeichen auf freiwilliger Basis +++

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat kurz vor Beginn der Grünen Woche ein Tierwohlkennzeichen auf freiwilliger Basis verteidigt. "Fleisch zu Tiefstpreisen, das rechnet sich weder für den Verbraucher noch für den Tierhalter", sagte Klöckner im ZDF-"Morgenmagazin". Ihr gehe es beim Tierwohl um einen Mix, sowohl staatliche Rahmenbedingungen zu schaffen, als auch Verbraucher in die Pflicht zu nehmen. "Wenn wir auf Dauer Billigstfleisch haben, dann kann da nicht viel Tierwohl drin stecken". Das Tierwohlkennzeichen wird von Verbänden kritisiert, weil es auf Freiwilligkeit basiert – sie fordern Verbindlichkeit.

+++ 6.43 Uhr: Maas "vorsichtig optimistisch" vor Berliner Libyen-Konferenz +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich "vorsichtig optimistisch" zu den Erfolgsaussichten der Libyen-Konferenz am Sonntag in Berlin geäußert. Bei seinem Besuch in Libyen habe ihm der Rebellengeneral Chalifa Haftar versichert, dass er zum Erfolg der Konferenz "einen Beitrag leisten" wolle, sagte Maas der "Passauer Neuen Presse". Noch ist allerdings unklar, ob Haftar an dem Treffen teilnehmen wird.

+++ 6.14 Uhr: Mehrere US-Soldaten beim Raketenangriff auf Basis im Irak verletzt +++

 Bei dem iranischen Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Asad im Irak vom 8. Januar sind entgegen ersten Angaben doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Sie seien wegen Anzeichen auf Gehirnerschütterung behandelt worden, teilte das US-Zentralkommando mit. Einige seien vorsichtshalber in ein Militärkrankenhaus in Landstuhl in Deutschland und einige in ein Camp in Kuwait gebracht worden. Zahlen nannte das Kommando nicht. Der Sender CNN sprach unter Berufung auf das US-Militär von elf Verletzten. 

Der Iran hatte in der Nacht zum 8. Januar den Luftwaffenstützpunkt Al Asad und und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil mit Dutzenden Raketen beschossen. Es handelte sich um eine Vergeltung für die Tötung des iranischen Top-General Ghassem Soleimani durch die USA fünf Tage zuvor.

+++ 6.01 Uhr: Endlich Regen – etwas Erleichterung für Feuerwehrleute in Australien +++

In einigen australischen Brandgebieten hilft weiter starker Regen bei den Löscharbeiten. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. "Ich denke, es hat einen deutlichen Motivationsschub gegeben", sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven.

Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: "Gleich wieder da. Sind draußen beim Pfützen-Hüpfen!!" In New South Wales lag die Zahl der Feuer bei unter 80, im benachbarten Victoria waren es 17. Dort lösten Blitze auch einige neue Brände aus.

+++ 5.44 Uhr: Drei mutmaßliche Neonazis in den USA festgenommen +++

Die US-Bundespolizei FBI hat drei mutmaßliche Mitlieder einer Neonazi-Gruppierung festgenommen. Wie Bundesanwälte im Bundesstaat Maryland mitteilten, wird den Männern im Alter zwischen 19 und 27 Jahren unter anderem der Verstoß gegen Waffengesetze zur Last gelegt. Kurz vor der Festnahme hatte der Gouverneur des an Maryland angrenzenden Bundesstaats Virginia, Ralph Northam, wegen mutmaßlich drohender Gewalttaten durch Rechtsextremisten den Notstand ausgerufen.

+++ 5.34 Uhr: Beschwerden über die Post wachsen +++

Der Ärger vieler Bürger über Probleme bei der Post-Zustellung hat sich 2019 erneut vergrößert. Bei der Bundesnetzagentur gingen im vergangenen Jahr 18 209 schriftliche Beschwerden ein, wie aus Zahlen der Behörde hervorgeht, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegen. Das sind rund ein Drittel mehr als 2018. Blickt man noch weiter zurück, hat sich die Zahl sogar etwa verdreifacht – 2017 gab es 6100 Beschwerden.

Für den meisten Ärger sorgten dabei Briefe, die zu spät oder gar nicht bei ihren Empfängern ankamen. Die Pakete lagen, mit den gleichen Problemen, dicht dahinter. In den größten deutschen Städten, Berlin und Hamburg, war der Unmut – umgerechnet auf die Einwohnerzahl – am größten. In der Hauptstadt meldeten sich pro 10.000 Bürger mehr als vier kritisch zu Wort, in Hamburg etwas über drei.

Die Beschwerden bei der Bonner Regulierungsbehörde beziehen sich auf die ganze Branche – also auch auf die Wettbewerber der Deutschen Post.

Ein Foto zeigt den Abschiedsbrief eines DHL-Boten, der in Rente geht. Ein weißes DinA4-Blatt, rechts oben ein Foto

+++ 4.20 Uhr: Zweiter Todesfall durch Lungenkrankheit in China bestätigt  +++

In Folge der in China ausgebrochenen Lungenkrankheit ist ein zweiter Patient ums Leben gekommen. Wie die Gesundheitskommission der zentralchinesischen Metropole Wuhan mitteilte, war der 69-jährige Mann bereits am Mittwochmorgen im Krankenhaus gestorben. Fünf der 41 Patienten, bei denen das neuartige Coronavirus seit Ende Dezember festgestellt worden war, blieben demnach weiterhin in einem kritischen Zustand. Jedoch seien keine neuen Infektionen festgestellt worden. 644 von 763 Menschen, die nach dem Ausbruch unter medizinische Beobachtung gestellt wurden, konnten entlassen werden. Es wird vermutet, dass das Virus von einem Tiermarkt in der Metropole kommt.

+++ 4.51 Uhr: Mann bei Hai-Attacke in Australien verletzt +++

Ein 59 Jahre alter Mann ist beim Wellenreiten südlich von Sydney mutmaßlich von einem Hai attackiert worden. Der Mann habe bei dem Vorfall in Windang eine tiefe Wunde am Fuß erlitten, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Der Surfer konnte demnach noch an den Strand paddeln. Die Rettungskräfte sprachen von einer Hai-Attacke. Der Biss sei bis auf die Knochen gegangen. Die Blutung konnte unter Kontrolle gebracht werden. Laut Polizei wurde in der Gegend kein Hai gesehen. Der Strand bleibe geöffnet. Anfang Januar war im Westen Australiens ein Taucher von einem Hai tödlich verletzt worden.

+++ 4.06 Uhr: Rund 300 Schweine bei Stallbrand verendet +++

Rund 300 Mastschweine sind bei einem Stallbrand in Neualbenreuth in Bayern verendet. Das Feuer war aus zunächst ungeklärten Gründen in der Nacht ausgebrochen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Betroffen waren zwei Ställe mit insgesamt 500 Schweinen. Ein Stall brannte komplett ab, der Sachschaden beträgt rund 700.000 Euro.

+++ 0.33 Uhr: Tausend Flüchtlinge aus Honduras durchbrechen Grenze zu Guatemala +++

Nach dem Start eines neuen Flüchtlingsmarsches in Honduras haben mehr als tausend Menschen auf dem Weg Richtung USA die Grenze zu Guatemala durchbrochen. Sie überwanden laut dem Bericht eines AFP-Fotografen am Donnerstag (Ortszeit) eine Polizeisperre am Grenzübergang Agua Caliente nahe der Stadt Esquipulas und stürmten ohne jede Registrierung ins Nachbarland. Am Mittwoch hatten bereits rund 400 Honduraner in der Grenzstadt Corinto die Grenze zu Guatemala überwunden.

anb / DPA / AFP