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Pegel steigen weiter: Hochwasserwellen bewegen sich stromabwärts

"Stündlich um einen Zentimeter" stieg der Pegel des Mains in der Nacht zu Dienstag, so ein Sprecher in Frankfurt. Auch an Elbe, Rhein und Kinzig bewegt sich die Hochwasserwelle weiter flussabwärts.

Die Lage in den Hochwassergebieten ist weiterhin angespannt. In Hessen erwarteten die Feuerwehren die Hochwasserwelle des Mains im Verlauf des Dienstags. In der Nacht schwoll der Fluss weiter an. "Stündlich um einen Zentimeter", sagte ein Sprecher in Frankfurt am frühen Morgen. Gegen Mittag solle das Wasser etwa 4,80 Meter erreichen. Ein Sprecher in Hanau berichtete ebenfalls von steigenden Pegelständen. "Sowohl die Kinzig als auch der Main werden weiterhin voller." Größere Probleme wegen des Hochwassers habe es in beiden Städten zunächst nicht gegeben.

Der Hochwasserscheitel der Elbe bewegte sich quer durch Sachsen flussabwärts. Am höchsten war die Elbe gegen 4.00 Uhr im Raum Riesa mit 7,54 Metern. In Torgau werde der Hochwasserscheitel im Laufe des Tages erwartet, sagte ein Sprecher des sächsischen Landeshochwasserzentrums.

Entsprechend stiegen die Pegelstände an der Elbe auch in Sachsen- Anhalt: In Barby im Salzlandkreis wurde in der Nacht die höchste Alarmstufe vier ausgerufen, in Wittenberg und Niegripp Alarmstufe drei. Der Elbe-Scheitel wird dort zur Wochenmitte erwartet.

Dagegen blieb das Hochwasser im überschwemmten Wertheim in Baden- Württemberg unter der Marke von sechs Metern. Am frühen Morgen sanken die Pegelstände bereits wieder. Zwischen 20.00 Uhr am Montag und 1.00 Uhr stand das Wasser in Wertheim mit 5,95 Metern am höchsten. Danach wurden einige Zentimeter weniger gemessen. "Im Moment ist eine nächste Welle nicht absehbar", sagte ein Feuerwehrsprecher. "Weitere Prognosen kann ich aber nicht machen." Probleme wegen des Hochwassers habe es in der Nacht nicht gegeben. Der Wasserstand in der 24 000 Einwohner zählenden Stadt am Zusammenfluss von Main und Tauber beträgt üblicherweise 1,50 Meter.

Leichte Entwarnung gab es etwa in Halle an der Saale, wo der Höchststand des Wassers am Montag erreicht worden war. Der Scheitel hatte einem Sprecher der Landeshochwasserzentrale Sachsen-Anhalt zufolge nachts Bernburg erreicht. Dort stand das Wasser auf 5,85 Metern.

DPA / DPA