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+++ Newsticker zur Flutkatastrophe +++: Menschen fliehen vor der Flut

Hochwasser bedroht Teile Deutschlands. Der Süden atmet auf, im Norden wird es eng. In vielen Städten werden Menschen evakuiert. In Halle geben Helfer einen Damm auf. Der stern.de-Newsticker.

+++ 21.07 Uhr: Evakuierungen an Donau, Saale und Elbe +++

Das Hochwasser auf Elbe, Donau und Saale hat am Mittwoch Tausende Menschen vertrieben. In Deggendorf müssen Menschen mit Hubschraubern von den Dächern ihrer vom Donauwasser eingeschlossenen Häuser gerettet werden. In Halle steigt die Saale auf ein Rekordhoch von 8,09 Metern, normal sind dort knapp zwei Meter. Teile der Stadt sind überflutet. Im schlimmsten Fall könnten 30.000 Menschen betroffen sein. Über 3300 Menschen haben in Sachsen-Anhalt schon ihre Häuser verlassen.

In Dresden werden mehrere hundert Menschen vor der Elbeflut in Sicherheit gebracht. Dort steigt das Wasser am Abend auf einen Pegelstand von 8,58 Metern. Mühlberg in Brandenburg beginnt damit, 2500 seiner 4000 Bürger aus der Gefahrenzone in Nähe der Elbe zu holen. Der Wasserstand erreicht 9,02 Meter und könnte bis Freitag auf 10,20 Meter steigen - höher als bei der Rekordflut vom August 2002. Die niedersächsischen Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg rufen wie zuvor Magdeburg Katastrophenalarm aus. Das schleswig-holsteinische Lauenburg, das an der Elbe kurz vor Hamburg liegt, evakuiert bis zu 150 Häuser in der Altstadt.

+++ 19.21 Uhr: Produktionsstopp bei Porsche Leipzig +++

Das Leipziger Porsche-Werk stoppt als Folge der Flut am Donnerstag vorübergehend die Produktion. Grund seien Lieferengpässe von Karosserien für Geländewagen aus Bratislava, teilte Porsche mit. Die Transportzüge könnten das vom Hochwasser schwer betroffene Tschechien nicht passieren. Das Leipziger Werk selbst ist von der Flut nicht betroffen. "Wann die Produktion wieder anlaufen kann, entscheiden wir abhängig von der Entwicklung in der Nachschublogistik", sagte der Werkschef.

+++ 19.12 Uhr: Historische Insel von Hitzacker wird geräumt +++

Die historische Stadtinsel von Hitzacker in Niedersachsen muss wegen des erwarteten Elbe-Hochwassers voraussichtlich am Freitag geräumt werden. "Das ist eine reine Vorsorgemaßnahme", sagt der Landrat des Kreises Lüchow-Dannenberg, Jürgen Schulz, am Rande einer Krisensitzung in Bleckede. Es sei unklar, ob der Hochwasserschutz den erwarteten Wassermassen standhalten könne. Die Maßnahme betrifft 250 Menschen. Hitzacker liegt am Rande der Elbe, zusätzlich wird die Stadt komplett von der Jeetzel umflossen.

+++ 18.35 Uhr: Helfer geben Damm zur Hallenser Neustadt auf +++

Die Wassermassen der Saale bauen in Halle so viel Druck auf, dass die Helfer einen Damm zum Schutz des Plattenbauviertels Neustadt aufgeben müssen. Die Behörden rufen die Bürger zum Verlassen ihrer Wohnungen auf - gerade der nördliche und der südliche Teil von Halle-Neustadt ist gefährdet. Jeder 20. Anwohner dort sei krank oder pflegebedürftig, sagt ein Arzt vom städtischen Rettungsdienst. Wer nicht aus eigener Kraft sein Haus verlassen kann, wird abgeholt. Auch in der Innenstadt auf der anderen Saale-Seite stehen Straßen unter Wasser. Der Fluss steht so hoch wie seit 400 Jahren nicht - auf einem Pegel von deutlich mehr als acht Metern.

+++ 18.12 Uhr: Neues Bauwerk bewahrt Leipzig vor dem Schlimmsten +++

Die Stadt Leipzig hat beim Hochwasser Glück im Unglück: Ein erst vor wenigen Wochen fertiggestelltes Hochwasserentlastungsbauwerk im Landkreis Leipzig bewahrt die Stadt nach Aussage eines Sprechers vor dem Schlimmsten. "Ohne das wären wir abgesoffen", sagt er. Durch den Überlauf wurde in den vergangenen Tagen Wasser aus der Weißen Elster in den Zwenkauer See geleitet - 130 Kubikmeter pro Sekunde. "Diese 130 Kubikmeter hätten die Deiche nicht mehr ausgehalten", sagte der Sprecher. So aber bleibt die Stadt weitgehend trocken.

+++ 16.51 Uhr: Weitere Kultureinrichtungen schließen +++

Im Elbtal in Sachsen kapitulieren weitere Kultureinrichtungen vor dem Hochwasser. Die Meißner Albrechtsburg bleibt bis auf Weiteres zu, die Eröffnung der Märchen- Sonderschau wird verschoben. In Dresden bleiben das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Pillnitz und das Kraszewski-Museum in der Neustadt bis Ende der Woche dicht.

Auch das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bleibt voraussichtlich bis 16. Juni geschlossen. Dessen Domizil Schloss Pillnitz liegt direkt an der Elbe. Das Finanzministerium rechnet dort ebenso wie an dem ebenfalls im Wasser stehenden Theater Meißen mit Schäden am Gebäude. Kunstschätze seien aber nicht betroffen, sagt eine Sprecherin des Kunstministeriums.

+++ 16.05 Uhr: E-Mailfach für Hilfsangebote in Halle +++

Die Stadtverwaltung Halle richtet aufgrund vermehrter Anfragen, wo Hilfsangebote gemeldet werden können, eine neue E-Mail-Adresse ein. Unter hochwasser@halle.de können ab sofort rund um die Uhr jegliche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten gemeldet werden.

+++ 15.39 Uhr: Sieben Donau-Kraftwerke abgeschaltet +++

Der österreichische Energiekonzern Verbund muss weitere Kraftwerke vom Netz nehmen. Von den zehn Wasserkraftwerken an der Donau seien nunmehr sieben abgeschaltet worden, teilt das Unternehmen mit. Gestern wurden bereits vier Kraftwerke stillgelegt. Dennoch sei die Stromversorgung gesichert. Wasserkraftwerke aus nicht betroffenen Landesteilen erzeugten ausreichend Strom, zudem gebe es Wärmekraftwerke als Reserve.

+++ 15.35 Uhr: DRK ruft zum Blutspenden auf +++

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes gerät in Bedrängnis. Das DRK ruft Spender in den nicht betroffenen Gebieten auf, verstärkt die bestehenden Termine wahrzunehmen. Nur so könne ausreichend Blut für die Patientenversorgung bereitgestellt werden. In Teilen von Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sei es zum Ausfall von Terminen gekommen und werde es auch weiterhin kommen. Bis zum Wochenende könnten auch entlang der Elbe in Sachsen-Anhalt und in Teilen von Niedersachsen Termine ausfallen.

+++ 15.13 Uhr: Lauenburg räumt erstmals Unterstadt +++

So schlimm war es noch nie: Das an Hochwasser gewöhnte Lauenburg evakuiert erstmals die Unterstadt. Betroffen sind bis zu 150 Häuser nahe am Fluss. Deren Bewohner müssen von Freitag neun Uhr an ihre Häuser verlassen, kündigt Bürgermeister Andreas Thiede an. Nach offiziellen Vorhersagen soll der Elbpegel am Wochenende auf mehr als neun Meter steigen, für Mittwoch nächster Woche wird ein historischer Höchststand von 10,35 Metern erwartet.

+++ 15.01 Uhr: Bayern erhalten 1500 Euro Sofortgeld +++

Hochwasseropfer in Bayern sollen Sofortgeld zur Linderung der gröbsten Schäden bekommen. Richtwert seien 1500 Euro - in besonderen Fällen könne es auch mehr sein, kündigt Ministerpräsident Horst Seehofer an. Die Auszahlungen sollen noch in dieser Woche beginnen.

+++ 14.28 Uhr: Polizei sichert treibende Gastanks +++

Gefahr gebannt: Die beiden im Wasser treibenden Gastanks aus Tschechien sind mithilfe des Windes von Hubschrauberrotoren in Schmilka und bei Bad Schandau ans Ufer getrieben worden, teilt die Bundespolizei in Pirna mit. Die Feuerwehr habe die Tanks dann dort befestigt. Der dritte Tank war zuvor bereits im tschechischen Hrensko gestoppt worden. Die tonnenschweren Behälter enthielten aber lediglich einen Rest Stickstoff. Sie hatten sich am Morgen im Hafen von Decin gelöst. Mit vier Hubschraubern sucht die Bundespolizei im Hochwasser der Elbe nun noch nach mehreren Containern aus dem Deciner Hafen.

+++ 14.10 Uhr: Fehler beim Flutschutz eingeräumt +++

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gibt Mängel beim Hochwasserschutz zu. Die Situation sei "regional sehr unterschiedlich", so Friedrich. In manchen Orten seien Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt worden. Andernorts seien sie "im Planfeststellungsverfahren stecken geblieben", oder das gesamte Konzept sei nicht umgesetzt worden.

Dort, wo nach der Flutkatastrophe von 2002 der Hochwasserschutz umgesetzt worden sei, zeige er auch Wirkung, betont der Minister. Mancherorts seien die Pegel diesmal höher gestiegen als 2002, und dennoch seien die Schäden geringer. Wo nichts geschehen sei, müssten sich die Menschen fragen: "Was habe ich falsch gemacht?"

+++ 14.05 Uhr: Millionenschaden im Greizer Park +++

Bestürzung in Thüringen: Der Greizer Landschaftspark ist vom Hochwasser der Weißen Elster verwüstet. Auch das dortige Sommerpalais ist schwer getroffen. "Es ist eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes", heißt es von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Der Park gleiche einer Mondlandschaft.

Das als national bedeutsames Denkmal eingestufte Ensemble aus Park und Palais war in den vergangenen Jahren mit Millionenaufwand saniert und rekonstruiert worden. Eine erste Bestandsaufnahme ergab Schäden von rund 2,6 Millionen Euro. Die Stiftung bittet um Spenden auf das Konto der Sparkasse Gera-Greiz, BLZ 830 500 00, Kontonummer 14175843.

13.49 Uhr: Bund legt Hilfsprogramm für Firmen vor +++

Die Bundesregierung will Unternehmen in den Hochwasserregionen mit einem 10-Punkte-Programm beim Wiederaufbau helfen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler legt ein Paket vor, dass unter anderem Kreditprogramme der staatlichen Förderbank KfW für Unternehmen, Privathaushalte sowie Kommunen im Volumen von 100 Millionen Euro vorsieht. Überlegt werde ferner, ein Sonderprogramm "Hochwasser" im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe aufzulegen. Auch solle die Frist für das Beantragen von Insolvenzverfahren verlängert werden.

+++ 14.05 Uhr: Halle evakuiert 30.000 Anwohner +++

In Halle spitzt sich die Lage gefährlich zu: Rund 30.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Fünf große Gebiete sind von der Flut bedroht. Notquartiere stehen bereit, um die Menschen aufzunehmen. Die Dämme seien durchgeweicht, Wasser trete an Sickerstellen aus und teils über die Deiche, heißt es. "Das Wasser läuft auf die ersten Häuser zu", schildert Oberbürgermeister Bernd Wiegand die Situation am Gimritzer und Passendorfer Damm. Der Druck auf die beiden Hauptdeiche sei extrem hoch.

+++ 13.59 Uhr: Grimma räumt auf +++

Im mittleren Sachsen hat sich das Hochwasser vielerorts zurückgezogen: In Döbeln und Grimma beginnt das große Aufräumen. Der Katastrophenalarm könne sicher bald aufgehoben werden, sagt Stadtsprecherin Marlen Rabold. Etwa 1000 freiwillige Helfer - auch von auswärts - helfen bei den Aufräumarbeiten. Für die Bewohner der wie schon bei der Flut 2002 überschwemmten Altstadt sei die Situation emotional sehr belastend. "In den letzten zehn Jahren haben wir alles schön gemacht. Und nun hat's uns wieder erwischt", klagt Rabold. Einige Betroffene müssen seelsorgerisch betreut werden.

+++ 13.45 Uhr: Gaffer behindern Einsatzkräfte +++

Schaulustige erschweren den Helfer zunehmend die Arbeit. "Die Einsatzkräfte vor Ort haben derzeit wahrlich anderes zu tun, als Touristen, die sich selber in Gefahr bringen, zu retten", moniert die niederbayerische Polizei. Bereits gestern hatte die bayerische Feuerwehr Geldstrafen für Gaffer gefordert, die Einsatzkräfte behindern.

+++ 12.39 Uhr: Soldaten der Nachbarländer helfen +++

Frankreich und die Niederlande schicken Soldaten zur Unterstützung. Dabei handelt es sich nach Bundeswehrangaben um etwa 200 Einsatzkräfte, darunter auch Pioniereinheiten, die sich für Einsätze in Sachsen bereit halten. Die Franzosen waren am Morgen als Teil der Deutsch-Französischen Brigade im bayrischen Deggendorf eingesetzt und wurden mit ihren deutschen Kameraden im Tagesverlauf nach Sachsen verlegt. Eine niederländische Einheit hält sich in Frankenberg bereit.

+++ 12.26 Uhr: Dörfer werden zwangsevakuiert +++

Dramatische Entwicklung in Nordsachsen: Wegen eines überlaufenden Sees werden mehrere Dörfer zwangsevakuiert. Die Bewohner von Löbnitz und Sausedlitz am Seelhausener See müssen alle ihre Häuser verlassen, teilt der Sprecher des Kreises mit. "Der See ist einfach voll, und er läuft über." Es bestehe die Gefahr, dass die Sogwelle abfließenden Wassers zu Erdabbrüchen führen könnte. Bereits am Dienstag war am Fluss Mulde ein Damm gesprengt worden, um weiteres Einfließen von Wasser in den randvollen Seelhausener See zu verhindern. Eventuell soll diese Stelle noch verbreitert werden, heißt es. Die Situation sei kritisch.

+++ 11.53 Uhr: Landrat ruft Katastrophenalarm aus +++

Katastrophenalarm im Kreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Prognosen deuten auf ein Szenario hin, das wir wirklich noch niemals gehabt haben", warnt Umweltminister Till Backhaus. Er gehe davon aus, dass am Montag, Dienstag, spätestens Mittwoch nächster Woche mit der vollen Wucht dieser Flut zu rechnen sei. "Wir müssen uns auf eine höchst komplexe und schwierige Lage vorbereiten."

+++ 11.43 Uhr: Rhein überschreitet Scheitelpunkt +++

Das Hochwasser am Rhein geht zurück. Am Oberrhein und bis Kaub in Rheinland-Pfalz ist der Fluss laut elektronischem Wasserstraßen Informationsservice (ELWIS) noch für die Schifffahrt gesperrt. Stromabwärts bestehen nur Einschränkungen wie verminderte Fahrgeschwindigkeit. In Köln liegt der Pegelstand bei 7,64 Metern - und damit mehr als einen halben Meter unter der kritischen Hochwassermarke II von 8,30 Metern. Ab diesem Stand ist der Rhein für die Schifffahrt gesperrt und es kommt zu größeren Überschwemmungen.

+++ 11.39 Uhr: Teile von Halle ohne Strom und Gas +++

Für die Menschen in Halle wird die Lage immer ungemütlicher: Der Katastrophenschutzstab empfiehlt Anwohnern der nordöstlichen Neustadt, ihre Häuser zu verlassen. Einige Straßenzüge stehen bereits unter Wasser. Die Strom- und Gasversorgung ist teilweise abgeschaltet.

Die von Sachsen-Anhalt angeforderte Panzerbrigade der Bundeswehr beginnt derweil mit der Sicherung von Deichen in Dessau. Insgesamt stehen 3000 Soldaten bereit. Die Bundeswehr ist bislang mit insgesamt 1200 Soldaten in Sachsen-Anhalt im Einsatz.

+++ 10.52 Uhr: Gascontainer schwimmen Elbe hinab +++

Glücklicherweise sind sie nicht gefüllt: Zwei tonnenschwere Gascontainer schwimmen an der deutsch-tschechischen Grenze die Elbe hinab. Die leeren Behälter sind je 14 Meter lang und 18 Tonnen schwer. Die Behörden in Deutschland sind informiert. Die Behälter gehören nach Angaben der Stadtverwaltung in Decin einer Firma, die Container für den Transport von Flüssiggasen herstellt. "Sie waren gut gesichert, haben sich aber dennoch losgerissen", hieß es.

+++ 10.37 Uhr: Sachsen schließt Flut wie 2002 aus +++

Leichte Entwarnung in Sachsen: Das Hochwasser der Elbe wird wohl doch nicht ganz die Dimension der Flutkatastrophe von 2002 erreichen. "Wir gehen von neun Meter plus aus, die 9,40 Meter sind inzwischen ausgeschlossen", heißt es aus dem Umweltministerium. Der Wasserstand soll aber noch weiter ansteigen. Der Höchststand bleibe dann mindestens vier Tage lang auf relativ hohem Niveau. Der Scheitel sei bisher noch nicht im tschechischen Usti durch. Diese Region grenzt an Sachsen.

+++ 10.31 Uhr: Entspannung in Baden-Württemberg +++

Das Hochwasser in Baden-Württemberg geht immer weiter zurück. "Die Wasserstände der Flüsse fallen kontinuierlich", teilt ein Sprecher der Hochwasservorhersagezentrale mit. Teilweise gebe es zwar noch deutlich erhöhte Wasserstände, die Lage entspanne sich aber zunehmend. Auch die vorhergesagten einzelnen Gewitter im Land sollen keine weiteren negativen Auswirkungen haben. Lediglich am Main bei Wertheim (Main-Tauber-Kreis) stagnieren die Messwerte, weil der Fluss derzeit enorme Wassermassen aus bayerischen Einzugsgebieten führt. Der Pegel des Mains wird voraussichtlich von Donnerstag an sinken.

+++ 9.51 Uhr: Passau hat wieder Trinkwasser +++

Aufatmen in Passau: Für 90 Prozent der Haushalte haben die Stadtwerke die Trinkwasserversorgung wieder aktiviert. Im Lauf des Tages sollen die restlichen Haushalte folgen. Im Zuge der Flut war das Trinkwasser wegen möglicher Verunreinigung der Brunnen abgestellt worden. Noch muss das Wasser aber nach Angaben der Stadt aus hygienischen Gründen mit Chlor aufbereitet werden. Vor der Zubereitung von Getränken oder Speisen sollte es sicherheitshalber auch noch abgekocht werden. Passau hatte in den letzten Tagen das schlimmste Hochwasser seit mehr als fünf Jahrhunderten erlebt.

+++ 9.13 Uhr: Elbe flutet Teile von Usti in Tschechien +++

Weite Teile der Industriestadt Usti (Aussig) im Norden Tschechiens stehen unter Wasser. Die Elbe strömte in der Nacht schneller als erwartet über die Hochwasserwände im Stadtteil Strekov. Bis zum Abend soll sie weiter anschwellen. Die Stadt mit fast 100.000 Einwohnern erwartet einen Pegelstand zwischen 11,1 und 11,5 Metern, normal sind etwa zwei Meter. Flussaufwärts in Melnik am Zusammenfluss von Elbe und Moldau steht das Wasser zeitweise nur wenige Zentimeter unter der Deichkrone. Helfer stapeln auch dort unermüdlich Sandsäcke, um Deiche zu sichern.

In Prag beginnt sich die Lage dagegen langsam zu entspannen, das U-Bahnnetz im Zentrum der Millionenstadt ist aber noch geschlossen. Auf der Prager Trabrennbahn in Velka Chuchle steht das Wasser Berichten zufolge zwei Meter hoch.

+++ 9.09 Uhr: Weitere Evakuierungen in Dresden +++

Immer mehr Menschen an der Elbe in Sachsen müssen sich vor den steigenden Fluten in Sicherheit bringen. In Dresden läuft ein Einsatz, um 660 Menschen im Stadtteil Gohlis in Sicherheit zu bringen. Auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bereitet weitere Evakuierungen vor. 11.000 Menschen wurden bislang in Sicherheit gebracht. In der Stadt Pirna musste das Rathaus geräumt werden, weil es wie die Altstadt unter Wasser steht.

Im Landkreis Nordsachsen gilt für die betroffenen Gebiete an der Elbe Katastrophenalarm. "Das Schlimmste steht uns noch bevor", erklärt ein Sprecher. Am Morgen wurden am Pegel in Torgau 7,90 Meter gemessen. Auch in Meißen dringt die Elbe weiter in die Stadt vor. Fast alle Straßen in die Altstadt sind mittlerweile gesperrt. Der Wasserstand liegt bei 9,17 Meter.

+++ 8.59 Uhr: Österreicher bangen um Schutzwälle +++

Die Menschen in Österreich bangen weiter um die Stabilität ihres Hochwasserschutzes. Zwar sinken in einigen Orten die Pegelstände, doch das Donauwasser soll noch Tage auf sehr hohem Niveau bleiben. Im niederösterreichischen Theiß bei Krems droht bereits ein Damm zu brechen, weil das seit Tagen drückende Wasser der dort in die Donau mündenden Krems ihn aufgeweicht hat. Hunderte Soldaten und Feuerwehrleute haben den Schutz mit Schotter und Sandsäcken verstärkt. 2000 Menschen in vier Orten sitzen auf gepackten Koffern. "Sollte das Wasser kommen, haben sie 10 bis 15 Minuten Zeit", berichtet ein Reporter.

Der Hochwasserhöhepunkt der Donau bewegt sich weiter auf Wien zu, er soll dort in der Nacht zum Donnerstag erreicht werden. In nahen Gemeinden wie Korneuburg mussten in der Nacht weiter Menschen ihre Häuser verlassen. Überall in Österreich sind infolge des Hochwassers wichtige Straßen und Bahnstrecken blockiert.

+++ 8.48 Uhr: Deichbruch an der Schwarzen Elster +++

Alarm bei Herzberg in Brandenburg: An der Schwarzen Elster ist auf 20 Meter Länge ein Deich gebrochen. Da das Gelände dort unzugänglich ist, bittet der Landkreis die Bundeswehr, per Hubschrauber Sandsäcke zur Schließung der Lücke dorthin zu fliegen. Neben der Schwarzen Elster macht die Hochwasserlage an der Elbe zunehmend Sorgen. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack sieht die Helfer aber gut vorbereitet, sagt sie im Inforadio des RBB. Der Höhepunkt der Flutwelle in Nordbrandenburg wird am Wochenende erwartet.

+++ 8.42 Uhr: Elbe in Sachsen steigt weiter +++

Die Wasserstände an den Pegeln der Elbe in Sachsen steigen stetig an. Am Pegel in Schöna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist die Zehn-Meter-Marke überschritten. In der Landeshauptstadt Dresden steht die Elbe bei 8,27 Metern, in Riesa bei 8,74 Metern und im nordsächsischen Torgau bei 7,90 Metern. Die Wasserstände steigen weiter - allerdings sehr langsam, sagt ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums. Wann der Scheitel erreicht werde, lasse sich noch nicht sagen.

+++ 7:26 Uhr: Hitzacker plant Evakuierung +++

Für die Kleinstadt Hitzacker wird abhängig von den Pegelständen der Elbe eine mögliche Evakuierung der Stadtinsel geplant. "Innerhalb der nächsten zwei Tage werden die Pegel rapide ansteigen", sagt ein Sprecher des Einsatzstabes. Mehrere Kreisstraßen an der Elbe seien wegen der Vorbereitungen gesperrt. Feuerwehrleute und freiwillige Helfer befüllten derzeit mehrere hunderttausend Sandsäcke zur Absicherung der Deiche. An der Elbe in Niedersachsen wird zum Wochenende ein Rekordhochwasser erwartet.

+++ 7:26 Uhr: Schulen in Niedersachsen geschlossen +++

In Niedersachsen spitzt sich die Lage zu: Für die Unterbringung von 2000 Einsatzkräften aus ganz Niedersachsen bleiben ab sofort fünf Schulen in den Gemeinden Lüchow, Gartow, Clenze und Dannenberg geschlossen, teilt der Einsatzstab des Landkreises mit. Mehrere hundert Schüler dürfen bis mindestens Freitag zu Hause bleiben. Wegen des erwarteten Rekordhochwassers an der Elbe herrscht im Landkreis Lüchow-Dannenberg seit Dienstagabend Katastrophenalarm.

+++ 7.00 Uhr: Experte befürchtet Mückenplage +++

Vielen Überschwemmungsgebieten in Deutschland droht in den kommenden Wochen eine Mückenplage. Die Gefahr an Elbe, Oder, Donau, Rhein und anderen Flüssen geht von sogenannten Überschwemmungsmücken aus. "Man kann davon ausgehen, dass es überall dort, wo es zu massiven Überschwemmungen gekommen ist und wo Auenbereiche da sind, oder auch Wiesen, die überschwemmt sind, dass es da zu Mückenplagen kommt", warnt der Biologe Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen werde es so weit sein.

+++ 5.01 Uhr: Bayerns Wirte beklagen Gästeschwund +++

Wegen des Hochwassers beklagen Bayerns Gastwirte auch außerhalb der überschwemmten Regionen sinkende Umsätze. "Es gibt viele Stornierungsanfragen in den Nachbarregionen ohne Hochwasser", klagt Rita Mautz vom Branchenverband Dehoga. So würden beispielsweise Gruppen ihre Reservierungen absagen, die eine Fahrradtour an den Flüssen des Freistaats geplant hatten. Auch Busunternehmen, deren Reiseangebot eine Schiffsreise auf der Donau beinhaltete, zögen die Buchungen zurück oder führen bestimmte Regionen erst gar nicht an.

+++ 4.40 Uhr: Aufatmen in Bayern und Thüringen +++

Vom Bayerischen Landesamt für Umwelt heißt es, in Regensburg habe der Pegel der Donau zu sinken begonnen. Weitere Niederschläge würden derzeit nicht erwartet, so dass das Hochwasser langsam abfließen könne. In Bayern war Passau besonders stark von dem Hochwasser getroffen gewesen, wo sich die Lage aber seit Dienstag wieder entspannt. Auch in Thüringen fallen die Pegelständen weiter. Nachdem der Katastrophenalarm am Dienstagabend bereits für den Landkreis Greiz zurückgenommen wurde, gilt der Katastrophenfall in Thüringen nur noch für den Saale-Holzland-Kreis.

+++ 3.20 Uhr: Deggendorf kaum noch zu erreichen +++

Der vom Donauhochwasser teilweise überschwemmte Landkreis Deggendorf ist nach der Teilsperrung der Autobahn 92 fast vollständig vom Umland abgeschnitten. Die Region ist nur noch über einige wenige Straßen für Helfer und Fahrzeuge zu erreichen, erklärt eine Landkreissprecherin. In der Nacht wurden weitere Häuser evakuiert - 50 bis 80 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Region Deggendorf und Straubing hatten bereits am Dienstag rund 6000 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwasser verlassen müssen.

+++ 2.15 Uhr: Dresden bereitet Evakuierungen vor +++

Die Elbe bereitet in Dresden zunehmend Sorge. "Da steigt der Pegel langsam, aber kontinuierlich", sagt eine Stadtsprecherin. Mehr als 600 Menschen sollen vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. Außerdem ist in einigen Straßenzügen der Strom abgeschaltet worden. Das Landeshochwasserzentrum teilt mit, dass der Pegel der Elbe einen Stand von 8,05 Metern erreicht hat - normal sind etwa zwei Meter. Es wird erwartet, dass die katastrophalen Pegel vom Jahrhunderhochwasser 2002 übertroffen werden könnten.

+++ 0.22 Uhr: Halle erlebt höchste Flut seit 400 Jahren +++

Mehr als 8 Meter beträgt der Pegelstand der Saale am Morgen in Halle. Normal ist ein Stand von weit unter 3 Metern. "Seit 400 Jahren ist das der höchste Stand", betont ein Sprecher. Teile der Innenstadt werden zunehmend überflutet. Ein Damm ist stark aufgeweicht. Einsatzkräfte versuchen, diesen mit Sandsäcken zu stabilisieren. Die Stadt hat Notquartiere eingerichtet - Evakuierungen sind aber momentan noch nicht angeordnet. In einigen Straßenzügen gibt es keinen Strom.

+++ 22:43 Uhr: Rotes Kreuz: Deiche nicht betreten! +++

Das Deutsche Rote Kreuz warnt eindringlich davor, in den Hochwassergebieten die Deiche zu betreten. "Es besteht Lebensgefahr!", heißt es in einer Mitteilung des DRK-Landesverbandes Dresden. Und weiter mit einem kleinen Seitenhieb in Richtung der Schaulustigen "Auch wenn das Interesse an den Wassermassen sehr groß ist, sollten Schaulustige sich und andere nicht unnötig in Gefahr bringen."

stern.de
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg