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News des Tages: "Pokemon Go" in Kirche: Untersuchungshaft für russischen Blogger

Drei Menschen nach Flugzeugabsturz bei Usedom vermisst +++ Steinmeier fordert von Moskau Zustimmung zu Waffenruhe für Syrien +++ Angelique Kerber zum zweiten Mal im Viertelfinale der US Open +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Newsticker.

Pokemon Go

Pokemon Go in der Kirche - das könnte religiöse Gefühle verletzen, meint die russische Justiz

Die News des Tages im Überblick:

+++ 17.05 Uhr: "Pokemon Go" in Kirche: Untersuchungshaft für russischen Blogger +++

Die russische Justiz hat zwei Monate Untersuchungshaft gegen einen 22-jährigen Blogger verhängt, der in einer orthodoxen Kirche "Pokemon Go" gespielt hat und sich dabei filmen ließ. Die Behörden beriefen sich dabei auch auf weitere Clips, in denen Ruslan S. die Glaubensgemeinschaft kritisiert. Sollte ein Gericht den Vorwurf der Volksverhetzung und der Verletzung religiöser Gefühle bestätigen, drohe dem jungen Mann eine mehrjährige Gefängnisstrafe, berichtete die Moskauer Zeitung "Moskowski Komsomolez" am Montag unter Berufung auf die Ermittler in Jekaterinburg.

Die Opposition kritisierte die Justiz scharf, zumal der Blogger wegen der Haft nicht seine behinderte Mutter betreuen könne. Ein Sprecher der orthodoxen Kirche sagte, er wolle sich für den jungen Mann einsetzen, falls dieser den Clip im Internet lösche. Ein anderer Geistlicher sprach sich dafür aus, den 22-Jährigen auf Kaution freizulassen und gemeinnützige Arbeit verrichten zu lassen. Ruslan S. stimmte einem Dialog zu. "Ich bin doch kein Extremist", sagte er. 

+++ 16.56 Uhr: Mehr als 800 Geschäfte im Iran wegen "unangemessener" Kleidung geschlossen +++

Die iranische Polizei hat hunderte Geschäfte geschlossen, weil in diesen "unangemessene" Mäntel verkauft wurden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, verwarnten die Beamten zunächst mehr als 3000 Läden. Von ihnen seien dann in den vergangenen eineinhalb Monaten gut 800 geschlossen worden, weil sie die Verwarnung missachteten. Im Iran sind seit geraumer Zeit Mäntel mit englischen Aufdrucken wie "Keep Calm. I'm the Queen" ("Bleib Ruhig. Ich bin die Königin") in Mode. Außerdem zogen vorn offene Mäntel ohne Knöpfe oder Kleidungsstücke mit kurzen Ärmeln den Unmut der Behörden auf sich. Die Polizei verbot daraufhin den Verkauf und das Tragen dieser Mäntel. Nach iranischem Gesetz müssen Frauen in der Öffentlichkeit Haare und Körper verbergen, meist nutzen sie dazu einen Tschador. Seit etwa fünfzehn Jahren kommen aber auch immer kürzere und engere Mäntel in Mode.

+++ 16.21 Uhr: AKP-Abgeordneter stellt Strafanzeige in Deutschland wegen Morddrohung +++

Der türkische AKP-Abgeordnete Mustafa Yeneroglu hat in Deutschland Strafanzeige wegen einer Morddrohung eines Anhängers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gestellt. Der deutsch-türkische Parlamentarier teilte am Montag mit, er habe den Twitter-Nutzer "PKKKURDISTAN" bei den Staatsanwaltschaften in Hamburg und Köln angezeigt. Der entsprechende Tweet war am Montag auf dem Nutzerkonto nicht mehr auffindbar. "Deutschland wird immer hemmungsloser von der PKK und ihren Ersatzorganisationen als Plattform für ihre Propaganda genutzt", kritisierte der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Parlament in Ankara. Yeneroglu hatte scharfe Kritik an der Kurden-Demonstration am Samstag in Köln geübt.

+++ 15.55 Uhr: USA und Russland verpassen Syrien-Einigung bei G20 +++

Die USA und Russland haben sich beim G20-Gipfel nicht auf eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland Syrien einigen können. Präsident Barack Obama und Wladimir Putin konnten ihre Differenzen bei einem ihrer seltenen Treffen am Montag in der chinesischen Stadt Hangzhou nicht ausräumen. "Angesichts der bestehenden Lücken im gegenseitigen Vertrauen sind das harte Verhandlungen", sagte Obama. Zweitägige Verhandlungen der Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow hatten zuvor kein Abkommen über ein koordiniertes Vorgehen in Syrien zustande gebracht. Die Gespräche der beiden sollen jetzt aber in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

+++ 15.22 Uhr: Explosionen erschüttern Kabul +++

Zwei Explosionen haben am Montagnachmittag die afghanische Hauptstadt Kabul erschüttert. 24 Menschen seien getötet und 91 weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Bomben explodierten in der Nähe des Eingangs zum Verwaltungsbüro des Präsidenten, wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zur Tat - bei dem Sprengstoffanschlag und darauf folgenden Selbstmordattentat seien zehn Soldaten und Offiziere getötet worden, twitterte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid.

+++ 14.47 Uhr: Italienische Marine rettet 500 Flüchtlinge im Mittelmeer +++

Die italienische Marine hat knapp 500 Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet, doch konnten fünf Menschen nur noch tot geborgen werden. Die Patrouillenboote "Orione" und "Borsini" seien sechs Flüchtlingsbooten zu Hilfe gekommen, darunter ein Schlauchboot, von dem mehrere Insassen ins Wasser gefallen waren, teilte die Marine mit. Bislang seien sechs Leichen geborgen worden, doch dauere die Suche nach weiteren Toten und Überlebenden an. Die italienische Marine ist mit mehreren Schiffen vor der libyschen Küste im Einsatz, um gegen Schlepper zu kämpfen und Flüchtlingen in Seenot zu Hilfe zu kommen. Ende August kamen besonders viele Flüchtlinge nach Italien. So wurden binnen fünf Tagen rund 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. 

+++ 14.33 Uhr: Baden-Württemberg führt Wohnsitzauflage für Flüchtlinge ein +++

Anerkannte Asylbewerber in Baden-Württemberg können ihren Wohnsitz grundsätzlich nicht mehr frei wählen. Nach Bayern hat auch Baden-Württemberg die Wohnsitzauflage eingeführt. Innenminister Thomas Strobl informierte die Ausländerbehörden über die neuen Regelungen, die auf der Grundlage des vor einigen Wochen beschlossenen Integrationsgesetzes des Bundes erlassen wurden. Ziel ist es, anerkannte Asylbewerber gleichmäßig auf das Land zu verteilen und zu vermeiden, dass sich Ghettos bilden. Wer sich nicht am zugewiesenen Wohnort aufhalte, bekomme keine Sozialleistungen mehr, teilte das Ministerium mit. Ausgenommen von der Regelung seien anerkannte Flüchtlinge, die bereits eine Ausbildung absolvieren oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Sie müssten mindestens 15 Wochenarbeitsstunden mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von mindestens 712 Euro nachweisen. 

+++ 14.19 Uhr: Lebenslang für Mord an Anneli - Lange Haft für Komplizen +++

Das Landgericht Dresden hat den Entführer und Mörder der 17-jährigen Anneli-Marie zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Sein Komplize erhielt am Montag achteinhalb Jahre ebenfalls wegen Mordes in Tateineinheit mit erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge.


+++ 13.40 Uhr: Merkel übernimmt Verantwortung für CDU-Niederlage im Nordosten +++

CDU-Chefin Angela Merkel hat die Verantwortung für die Niederlage ihrer Partei bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern übernommen, aber ihre Flüchtlingspolitik vehement verteidigt. "Natürlich hat das was mit der Flüchtungspolitik zu tun", sagte die Kanzlerin, betonte aber zugleich: "Ich halte dennoch die Entscheidungen, so wie sie getroffen wurden, für richtig." 

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+++ 11.58 Uhr: Kran stürzt in Tel Aviv auf Parkhaus - Suche nach Verschütteten +++

In Tel Aviv ist ein Kran auf ein unterirdisches Parkhaus gestürzt. Das Gebäude, das sich noch im Bau befand, brach dabei zusammen, wie der israelische Rundfunk berichtete. Dabei seien sechs Menschen verletzt worden. Man befürchte, mehr als 20 Menschen könnten verschüttet sein. Rettungskräfte suchten nach Überlebenden. Die Polizei sperrte den Unfallort in Ramat Hachajal im Norden Tel Avivs weiträumig ab und forderte Schaulustige auf, sich zu entfernen. Die Polizei warnte vor einer weiteren Einsturzgefahr. Rettungskräfte und Krankenhäuser in der Umgebung stellten sich auf einen Vorfall mit vielen Opfern ein. Bei dem Einsturz des Parkhauses seien möglicherweise Bauarbeiter eingeschlossen worden, berichtete der Rundfunk. Eine Augenzeugin sagte dem Sender, sie habe einen lauten Knall gehört. "Es fühlte sich an wie ein Erdbeben." 


+++ 11.46 Uhr: Präsidentenwahl in Österreich: Fehlerhafte Wahlkarten entdeckt +++

Vier Wochen vor der Neuwahl des Bundespräsidenten hat Österreich erneut mit Pannen zu kämpfen: Nach Angaben des Innenministeriums wurden mehrere schadhafte Wahlkarten entdeckt. Die Kuverts waren mit einem defekten Klebestreifen versehen. In einem Schreiben wurden nun alle Gemeinden ersucht, die Wahlkarten "idealer Weise systematisch, zumindest aber stichprobenweise" auf Produktionsfehler zu untersuchen, hieß es am Montag. Auf Facebook forderte die Behörde alle Betroffenen auf, sich zu melden.

Der Verfassungsgerichtshof hatte die Stichwahl vom 22. Mai in einem bisher einmaligen Vorgang wegen zahlreicher Prozedurfehler aufgehoben. Bei der Auszählung der Stimmen der Briefwähler war es laut dem Urteil zu keinem Wahlbetrug gekommen. Allerdings waren Vorgänge wie das vorzeitige Öffnen und vorschriftswidrige Lagern der Kuverts sowie das teilweise Auszählen durch Unbefugte Grund genug für eine Neuauflage. Somit kommt es am 2. Oktober erneut zu einem Duell zwischen dem von den Grünen unterstützten Alexander Van der Bellen und dem Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer. Van der Bellen siegte im zweiten Durchgang mit einem knappen Vorsprung von 31.000 Stimmen.

+++ 11.38 Uhr: Mutmaßlicher IS-Terrorist in Stuttgart vor Gericht +++

Ein mutmaßliches Mitglied des IS aus dem südbadischen Waldshut-Tiengen muss sich vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht verantworten. Dem 20 Jahre alten Deutschen wird vorgeworfen, Anfang 2015 nach Syrien gereist zu sein und sich dort den Terroristen angeschlossen zu haben.

Laut Anklage wurde er an Waffen ausgebildet und einer Kampfeinheit zugeteilt. Nur aus Sorge um den Gesundheitszustand seiner Mutter und auf Druck seines Vater habe er Syrien verlassen. Dem jungen Mann gelang die Flucht in die Türkei, wo er verhaftet wurde. Nach seiner Abschiebung wurde er auf dem Flughafen Stuttgart festgenommen. Der 20-Jährige ist inzwischen auf freiem Fuß. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Das Verfahren wurde vor Verlesung der Anklage unterbrochen. Auf Antrag des Verteidigers sollte geklärt werden, ob die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden kann. Das Gericht hat für das Verfahren zunächst 27 Termine bis zum 23. Dezember vorgesehen.

+++ 11.23 Uhr: Autobahn-Blockade gegen Flüchtlingscamp von Calais +++

Mit Blockaden auf der Autobahn haben französische Lastwagenfahrer und Landwirte die Räumung des wilden Flüchtlingscamps von Calais gefordert. "Wir wollen, dass die öffentliche Ordnung hier wiederhergestellt wird", sagte die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Hafenstadt, Natacha Bouchart, dem Sender BFMTV. "Wir wollen ein Datum", forderte ein Lastwagenfahrer. Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Freitag angekündigt, dass die Hüttensiedlung auf einem Brachland in der Nähe des Hafens letztlich aufgelöst wird. Er sagte aber nicht, wann dies geschehen solle.

+++ 10.36 Uhr: Ermittler suchen nach Motiv für Gewaltverbrechen an Zehnjähriger +++

Im Fall des gewaltsam getöteten Mädchens in Mannheim suchen die Ermittler weiter nach dem Motiv für die Tat. "Da stehen wir noch ganz am Anfang", sagte ein Sprecher der Mannheimer Polizei. Auch der genaue Ablauf des Verbrechens sei noch unklar. "Wir schauen, wer war zu welchem Zeitpunkt wo?" Tatverdächtig ist die 38 Jahre alte Mutter der Zehnjährigen. Sie war am Tatort festgenommen worden und ist wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Frau soll das Mädchen zu Hause mit mehreren Messerstichen getötet haben. Wo der Vater während der Tat in der Nacht zu Freitag war, werde ebenfalls noch ermittelt, sagte der Polizeisprecher. Aufschluss geben könne möglicherweise das familiäre Umfeld.

+++ 10.34 Uhr: Anschlagsdrohungen an Braunschweiger Schulen - Keine akute Gefahr +++

Unbekannte haben an sechs Schulen in Braunschweig mit Anschlägen gedroht. Die Polizei geht inzwischen von keiner akuten Gefahr mehr aus, sagte ein Sprecher am Morgen. Die Drohungen seien in der Nacht zu Montag per Mail eingegangen. Betroffen sind demnach mehrere Gymnasien und auch die teilweise daran angeschlossenen Grundschulen. Einige Schulleiter schickten ihre Schüler am Morgen wieder nach Hause. In der Mail sei mit einem Anschlag für neun Uhr gedroht worden. Derzeit werde versucht, den Urheber der Mail zu ermitteln. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz sei eingeschaltet worden. Die Evakuierung der Schulen sei ruhig und problemlos abgelaufen, sagte der Polizeisprecher.

+++ 10.15 Uhr: Viele Tote bei Anschlagsserie in Syrien +++

Bei einer Serie von Anschlägen in Syrien sind viele Menschen getötet worden. Alleine bei zwei Explosionen in der loyal zur Regierung stehenden Hafenstadt Tartus am Mittelmeer seien 26 Menschen gestorben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Wenigstens 40 Personen seien verwundet worden. In der nordöstlichen Stadt Hasaka im Kurdengebiet wurden bei einer Detonation zudem fünf Menschen getötet. Eine Bombe nahe Damaskus brachte wenigstens drei Personen um. In der zentralsyrischen Stadt Homs kamen zwei Soldaten bei einer Explosion ums Leben. Die Terrormiliz IS hatte gestern ihre letzten Gebiete an der syrisch-türkischen Grenze verloren. Die Dschihadisten sind nach Niederlangen für Vergeltungsmaßnahmen bekannt.

+++ 9.57 Uhr: Deutlich mehr Menschen erhalten Asylbewerberleistungen +++

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland als Asylbewerber Geld- und Sachleistungen erhalten, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte, bezogen zum Jahresende 2015 rund 975.000 Asylbewerber entsprechende Hilfe. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um 169 Prozent. Die staatlichen Ausgaben für Hilfen für Asylbewerber stiegen um rund 120 Prozent auf fast 5,3 Milliarden. Aus Asien stammten insgesamt 616.000 Empfänger von Hilfe. Sie stellten mit 63 Prozent den größten Teil der Asylbewerber mit Anspruch auf Leistungen. Die Hälfte dieser Gruppe waren Syrer, etwa 115.000 kamen aus Afghanistan und rund 80.000 aus dem Irak. Die weiteren Asylbewerber, die Hilfe für Lebensunterhalt, Kleidung, Gesundheit oder Unterbringung erhielten, kamen aus Europa (22 Prozent) und Afrika (13 Prozent).

+++ 8.50 Uhr: Aufräumarbeiten nach Tornado in Göttingen +++

Nach dem Tornado im Kreis Göttingen gibt es noch keine genaue Bilanz der Schäden. Das sagte der Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf, Sören Steinberg (SPD), am Montag. Dafür sei zunächst eine genaue Bestandsaufnahme nötig. Der Tornado hatte am Sonntagnachmittag im Rosdorfer Ortsteil Dramfeld die Dächer von mehr als 20 Häusern und acht Scheunen beschädigt. Auch mehrere Autos wurden durch herabfallende Ziegel demoliert. Rund zwei Dutzend Bäume knickten ab. 

Fragen. Verstehen.  : So entstehen gefährliche Tornados in Deutschland

+++ 7.32 Uhr: Obama, Merkel und Hollande beraten über Ukraine-Konflikt +++

US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Francois Hollande am Rande des G20-Gipfels zu Beratungen über den Ukraine-Konflikt zusammengekommen. Zu den Inhalten wurde im chinesischen Hangzhou zunächst nichts bekannt. Merkel und Putin hatten bereits am Sonntagabend fast zwei Stunden miteinander geredet. Dabei sei es "sehr konkret" darum gegangen, wie der Friedensprozess von Minsk fortgesetzt werden könne, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert anschließend. In der Ostukraine bekämpfen sich Regierungstruppen und prorussische Separatisten.  

+++ 7 Uhr: Drei Menschen nach Flugzeugabsturz bei Usedom vermisst  +++

Am Stettiner Haff beginnt am Montag die Suche nach Wrackteilen eines vermissten Kleinflugzeuges, das auf der Ostsee-Insel Usedom gestartet war. Eine Tauchereinheit werde mit der Bergung jener Teile beginnen, die am Sonntag südlich der Ortschaft Neverow im Wasser entdeckt worden waren, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Die Wrackteile gehören wohl zu dem Kleinflugzeug, das am Sonntag in Heringsdorf auf Usedom gestartet war. Die Maschine stürzte vermutlich am Vormittag über dem Stettiner Haff ab, wie die Polizei mitteilte. In dem Flugzeug vom Typ TB 20 saßen eine Frau und zwei Männer aus Hessen. An der Suche waren zwei Hubschrauber und zwei Schiffe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger beteiligt. Die im Wasser gefundenen Wrackteile konnten am Sonntagabend wegen einsetzender Dunkelheit nicht mehr geborgen werden.

+++ 6.58 Uhr: Adventsgebäck startet bereits im Herbst durch +++

Printen, Spekulatius und Dominosteine stehen pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang in den Läden. Dass das sogenannte Herbstgebäck immer früher angeboten werde, sei eine Mär, teilte der Handelsverband Deutschland mit. Erfahrungsgemäß gebe es Anfang September bereits eine ausreichend große Nachfrage. Das eigentliche Massengeschäft komme aber erst noch.


+++ 6.33 Uhr: Letzter Tag des G20-Gipfels in China - Aufforderung zu Flüchtlingshilfe +++

Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) haben ihr Gipfeltreffen in der Volksrepublik China fortgesetzt und die Flüchtlingskrise abermals als gemeinsame Herausforderung bezeichnet. Noch kann man sich aber nicht auf verbindliche Lösungsschritte einigen. In dem Entwurf für die Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Hangzhou heißt es, der Schutz der Flüchtlinge und die Fluchtursachenbekämpfung müsse zusammen bewältigt werden. Allerdings handelt es sich wie beim G20-Gipfel vor einem Jahr im türkischen Antalya nur um einen Appell.

Die G20-Staaten werden gebeten, nach ihren individuellen Möglichkeiten zu helfen. Mit dieser Unverbindlichkeit blieben die Lasten in den vergangenen Monaten sehr unterschiedlich verteilt.
Deutschland nahm 2015 eine Million Flüchtlinge auf, darunter einen Großteil aus Syrien. Die drei größten G20-Länder USA, Russland und China ließen dagegen nur wenige oder gar keine Flüchtlinge aus Syrien ins Land. 

+++ 6.27 Uhr: Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort +++

Trotz Warnungen der Vereinten Nationen hat Nordkorea nach Angaben Südkoreas seine Tests mit ballistischen Raketen fortgesetzt. Drei Raketen seien im Südwesten Nordkoreas in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Wie weit die Raketen flogen und um welchen Raketentyp es sich handelte, war zunächst unklar. Der UN-Sicherheitsrat hatte Ende August den zwei Tage zuvor erfolgten Start einer nordkoreanischen Rakete von einem U-Boot aus sowie drei weitere Tests ballistischer Raketen im Juli und August als "gravierende Verletzungen" von UN-Resolutionen verurteilt. 

+++ 5.05 Uhr: Abgas-Rückruf für 630.000 Wagen startet mit Porsche Macan +++

Als Konsequenz aus dem VW-Skandal kommen nun auch versprochene Abgas-Nachbesserungen für bis zu 630.000 Autos deutscher Hersteller in Gang. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat als erstes die Umrüstung des Geländewagens Macan von Porsche freigegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundesverkehrsministerium erfuhr. Betroffen sind 10.500 zugelassene Diesel-Fahrzeuge. Mit der Umrüstung soll die Abgasreinigung bereits ab fünf Grad Außentemperatur in vollem Umfang arbeiten - und nicht erst wie bisher über 17 Grad. Dies soll auch bei allen Modellen des Typs greifen, die neu zugelassen werden.

+++ 4.06 Uhr: Angelique Kerber zum zweiten Mal im Viertelfinale der US Open +++

Angelique Kerber steht zum zweiten Mal nach 2011 im Viertelfinale der US Open. Die Weltranglisten-Zweite aus Kiel entschied am Sonntag das Duell der Linkshänderinnen mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova mit 6:3, 7:5 für sich. Nach 1:28 Stunden im ersten Match der Night Session profitierte Kerber bei ihrem ersten Matchball von einem Doppelfehler Kvitovas. Im neunten Vergleich mit der Tschechin feierte die 28 Jahre alte Australian-Open-Siegerin und Olympia-Zweite ihren fünften Sieg. Kerber spielt beim vierten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison jetzt gegen die Vorjahresfinalistin Roberta Vinci aus Italien.

+++ 3.18 Uhr: Steinmeier fordert von Moskau Zustimmung zu Waffenruhe für Syrien +++

Bundesaußenminister Steinmeier hat die russische Regierung zur Unterstützung einer Waffenruhe für Syrien aufgefordert. "Das Angebot der USA steht; Russland kann jetzt zeigen, dass es tatsächlich an einem Ende der Kämpfe in Syrien interessiert ist", sagte Steinmeier den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch Russland könne kein Interesse daran haben, dass in Syrien endlos weitergekämpft werde, sagte der SPD-Politiker. "In Moskau weiß man wie überall sonst auch, dass es keine militärische Lösung für den Konflikt in Syrien gibt", fügte Steinmeier hinzu. Nach Angaben von US-Seite wollen sich die Außenminister Kerry und Lawrow heute am Rande des G20-Gipfels in  Hangzhou zu weiteren Verhandlungen über eine Waffenruhe treffen. 

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jen / DPA / AFP