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News von heute Unwetter: Feuerwehrmann stirbt in NRW – Katastrophenfall in Vulkaneifel – Autobahnen überflutet und unterspült

Nach Starkregen bahnen sich Autos ihren Weg über überflutete Straßen
Land unter in Aachen: Autos bahnen sich ihren Weg durch überflutete Straßen. Bei Köln wurde am Abend die A 1 gesperrt.
© Ralf Roeger / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

23.08 Uhr: Fahrbahn der A 61 unterspült - Vollsperrung Richtung Süden

Der Dauerregen im Westen und Südwesten Deutschlands führte am Abend zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Besonders schwer betroffen war weiterhin Nordrhein-Westfalen. Allein in Bonn rückten die Einsatzkräfte mehr als 200 Mal aus. In Rheinland-Pfalz und im Saarland warnte der Deutsche Wetterdienst vor überfluteten Kellern und Straßen sowie über die Ufer tretende Flüsse und Bäche. Die Autobahn A61 musste in Fahrtrichtung Süden auf der Höhe des Autobahndreiecks Bad Neuenahr-Ahrweiler komplett gesperrt werden. Grund war eine Fahrbahnunterspülung durch die starken Regenfälle. 

22.01 Uhr: Überflutete Autobahnen bei Köln - Sperrungen und Staus

Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat auf zahlreichen Autobahnen für überflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in Köln die A1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein überfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. Überflutete Fahrbahnen oder Unwetterschäden meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43, 44, 59, 61 und 553. Gegen 22 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern.

21.43 Uhr: Extreme Lage auch in Süd-Limburg an der Grenze zu Deutschland

Der Westen der Niederlande ist ebenfalls von schweren Regenfällen betroffen. Die Region Heerlen-Kerkrade, direkt an der Grenze zur Region Aachen steht seit zwei Tagen weitgehend unter Wasser. Keller und Erdgeschosse von Häusern sind überflutet, berichtet "De Volkskrant". Auch Straßen sind stark betroffen, auf der Autobahn A79 sei es sogar möglich gewesen, Jetski zu fahren. Die Sicherheitsbehörden der Provinz Süd-Limburg riet den Einwohnern, die Häuser möglichst nicht zu verlassen. Ein Regenrückhaltebecken bei Hoensbroek drohte den Berichten zufolge überzulaufen, wodurch benachbarte Häuser gefährdet würden. "Suchen Sie sich zu Hause einen sicheren Ort", riet die Behörde. "Stellen Sie Gas und Strom ab. Dies verhindert einen Brand oder Kurzschluss", hieß es.

21.11 Uhr: Katastrophenfall in der Vulkaneifel ausgerufen - Schulen  bleiben geschlossen

Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen hat der Kreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz den Katastrophenfall ausgerufen. "Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind", sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD) am Abend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben.

"Ich appelliere an die Bevölkerung, dass alle zuhause bleiben und sich schützen vor den Wassermassen", sagte Gieseking. Der Katastrophenfall ermögliche die Unterstützung der Bundeswehr. Es würden auch Fahrzeuge benötigt, um nicht mehr passierbare Straßen zu überwinden. Der Schwerpunkt der Einsätze liege in der Rettung von Menschen. Die Einsatzkräfte könnten sich zunächst kaum um überschwemmte Keller kümmern. "Es gibt so viele Einsatzorte, dass wir Prioritäten setzen müssen."

Der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD), Thomas Linnertz, sagte, er sei in die Vulkaneifel geeilt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Auch in benachbarten Kreisen sei die Lage aufgrund von Starkregen und Hochwasser schwierig.

Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Vulkaneifel, Harald Schmitz, sagte, es habe so starke Wassermassen gegeben, "dass komplette Bäche durch Orte fließen". In Hillesheim sei ein Teil des Altenheims geräumt worden. "Wir gehen davon aus, dass die Lage noch länger anhalten wird und deswegen haben wir die Unterstützung angefordert." Abgesehen von Schnittwunden gebe es aber bislang keine Meldungen von größeren Verletzungen Betroffener.

21.07 Uhr: Verkehr eingestellt – Bahn empfiehlt, Reisen nach NRW zu verschieben

Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat den Bahnverkehr massiv beeinträchtigt. Im Tagesverlauf wurde auf zahlreichen Linien der Betrieb eingestellt. Die Deutsche Bahn berichtete unter anderem von Verspätungen und Ausfällen von Zügen zwischen Köln und Düsseldorf sowie zwischen Köln und Wuppertal. Die Strecken Köln-Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. Auch auf der Strecke Köln-Aachen war kein Zugverkehr möglich. Am Abend stellte außerdem der vom Bahnunternehmen National Express betriebene RE6 zwischen Köln/Bonn Flughafen und Minden nach mehreren Unwetterschäden seinen Betrieb für den Rest des Tages ein. Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, den Bereich Nordrhein-Westfalen weiträumig zu umfahren. "Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach Möglichkeit auf die kommenden Tage", hieß es in einer Mitteilung.

20.50 Uhr: Katalonien plant Ausgangssperre in Barcelona und über 150 weiteren Gemeinden

Wegen sehr hoher Corona-Infektionszahlen will die katalanische Regionalregierung eine nächtliche Ausgehsperre für die Touristenmetropole Barcelona und 157 weitere Gemeinden der Region anordnen. Die Maßnahme, die jeweils von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr gelten soll, muss vom Obersten Landesgericht abgesegnet werden. Die Menschen dürften dann nur noch mit triftigem Grund aus dem Haus. Die Maßnahme betreffe nicht die gesamte Region im Nordosten Spaniens mit der Costa Brava, sondern nur Städte ab 5000 Einwohner mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 400 oder die von solchen umgeben seien, sagte Regionalregierungschef Pere Aragonès am Abend. "Die Lage ist sehr heikel", warnte er. Die Einschränkung zielt auf junge Leute, die davon abgehalten werden sollen, an Stränden, in Parks und auf öffentlichen Plätzen feuchtfröhliche Partys, sogenannte Botellones, zu feiern. Gerade die Infektionen junger Leute unter 30 haben die Ansteckungszahlen in die Höhe schießen lassen.

19.33 Uhr: Laschet beteuert, sachbezogenen Wahlkampf führen zu wollen

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will seine Kontrahenten im Bundestagswahlkampf unter  einen Umständen persönlich angreifen. "Von uns aus wird der Wahlkampf fair sein", sicherte der CDU-Politiker bei einer Podiumsdiskussion von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" in der Stuttgarter Liederhalle zu. Er wolle keine Schlammschlacht. "Wir kritisieren vielleicht einmal Sachvorschläge der anderen, aber Lebenslauf oder Promotion - das ist kein Thema für den Wahlkampf." Man werde keine Dinge machen, die auf die Person zielten, versprach Laschet und forderte: "Wir müssen langsam zu den Sachthemen zurückkommen." Die Medien seien im Moment kritisch zur Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock, so Laschet. Aber auch er sei schon heftig angegangen worden. "Das muss man halt ertragen, wenn man Spitzenkandidat ist."

Wassermassen wälzen sich durch Altena
Wassermassen rauschen durchs nordrhein-westfälische Altena. Ein Feuerwehrmann ertrank dort während eines Einsatzes.
© Markus Klümper / DPA

19.33 Uhr: Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten nach Starkregen in NRW

Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken. Der WDR hatte zuvor berichtet. In Altena haben die starken Regenfälle viele Schäden verursacht. Die Stadt war am Mittwoch "so gut wie nicht erreichbar", teilte die Polizei mit.

19.09 Uhr: Technikausfall am Klinikum Wolfenbüttel – Staatsanwalt ermittelt

Im Klinikum der niedersächsischen Stadt Wolfenbüttel sind die digitalen Systeme ausgefallen. Wie die Polizei in Braunschweig bestätigte, hatte das Krankenhaus auch keinen Zugang zum Internet mehr. Zuvor hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, dass der Grund ein Hacker-Angriff und eine mögliche Erpressung seien. Dazu wollte sich die Polizei nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, bestätigte eine Polizeisprecherin am Abend. Der medizinische Betrieb konnte laut NDR aber weiterlaufen.

18.27 Uhr: Dach eines Geschäfts stürzt im Starkregen ein – ein Mensch verletzt

Im Starkregen ist das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen eingestürzt. Eine verletzte Person habe sich selbst retten können, teilte die Stadt mit. "Vermutlich hat das Dach den Wassermassen (...) nicht standgehalten." Der Bereich sei mit Rettungshunden abgesucht worden, es wurden jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt. Der Komplex mit mehreren Geschäften wurde zunächst komplett geräumt. Nachdem das Gebäude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingestürzten Dach gesperrt.

18.12 Uhr: Organisationen fordern von Merkel Patentfreigabe bei Corona-Impfstoff

Zahlreiche Organisationen und Fachleute haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor ihrem Besuch bei US-Präsident Joe Biden in Washington aufgefordert, sich für eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe auszusprechen. "Jeder Mensch, egal wo, egal wie wohlhabend oder arm, muss die Chance bekommen, sich impfen zu lassen und gegen das Coronavirus zu schützen", sagte die Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland, Marion Lieser, in einer Online-Pressekonferenz. "Bei ihrem Treffen mit Präsident Biden in Washington muss sich Bundeskanzlerin Merkel nun entscheiden, ob sie als Hüterin von Monopolen und Profiten oder als Anwältin des Gemeinwohls in die Geschichte eingehen wird."

17.58 Uhr: EU-Kommission will Donnerstag Verfahren gegen Ungarn einleiten

Die Europäische Kommission wird am Donnerstag voraussichtlich ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn wegen seines umstrittenen Gesetzes zur Informationsbeschränkung über Homosexualität einleiten. Brüssel werde der Regierung Viktor Orbans einen Brief schicken und das Verfahren für das Vertragsverletzungsverfahren starten, wie ein hochrangiger EU-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das vergangene Woche in Kraft getretene Gesetz verbietet "Werbung" für Homo- und Transsexualität in Ungarn.

17.19 Uhr: Mann wegen Online-Beleidigung englischer Nationalspieler festgenommen

Weil er mutmaßlich eine strafrechtlich relevante Beleidigung gegen Spieler der englischen Fußball-Nationalmannschaft ins Netz gestellt hat, ist am Mittwoch ein Mann in Manchester festgenommen worden. Wie die Greater Manchester Police mitteilte, stellte sich der 37-Jährige selbst auf einer Polizeiwache in der nordwestenglischen Metropole. Er bleibe vorläufig in Gewahrsam, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Die Nationalspieler Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho, die beim 2:3 im Elfmeterschießen des EM-Finales zwischen England und Italien am Sonntagabend nicht getroffen hatten, hatten in den vergangenen Tagen eine Welle rassistischer Anfeindungen im Netz erlebt. Das löste große Empörung und eine Debatte über Rassismus im Internet in Großbritannien aus.

17 Uhr: US-Universität würdigt Merkel als "Leuchtfeuer für die Welt"

Die amerikanische Johns-Hopkins-Universität hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als "globale Führungspersönlichkeit von beispielloser Entschlossenheit und Integrität" gewürdigt. Die Hochschule verleiht der promovierten Physikerin Merkel bei deren Besuch in Washington an diesem Donnerstag die Ehrendoktorwürde. Zur Begründung teilte die Universität mit Sitz in Baltimore mit, Merkel habe nicht nur Deutschland geführt, "sondern war auch ein Leuchtfeuer für die Welt in Krisenzeiten, von der großen Rezession bis zur Covid-19-Pandemie".

16.42 Uhr: Merkel zu Besuch bei US-Präsident Biden abgeflogen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zu Gesprächen mit US-Präsident Joe Biden nach Washington abgeflogen. Das Treffen der beiden ist am Donnerstagnachmittag im Weißen Haus vorgesehen. Merkel wird zuvor auch mit der Ehrendoktorwürde der Johns Hopkins Universität ausgezeichnet. Zum Frühstück ist ein Gedankenaustausch mit Vizepräsidentin Kamala Harris geplant. Der Besuch soll den Neuanfang in den deutsch-amerikanischen Beziehungen nach einem Tiefpunkt in der Ära von Bidens Vorgänger Donald Trump markieren. 

16.14 Uhr: Britische Regierung plant Stadionverbot bei Online-Rassismus

Nach den rassistischen Beschimpfungen mehrerer Spieler der englischen Fußball-Nationalmannschaft im Internet will die britische Regierung künftig für Täter ein Stadionverbot verhängen. "Wenn jemand wegen rassistischer Beleidigungen im Internet für schuldig befunden wurde, wird er nicht zum Spiel gehen", sagte Premierminister Boris Johnson im Parlament. "Kein Wenn und Aber, keine Ausreden." Beim EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion am Sonntag hatten die Spieler Marcus Rashford, Jadon Sancho und Bukayo Saka hintereinander drei Elfmeter verschossen und wurden direkt nach Abpfiff in den Online-Netzwerken massiv beschimpft und rassistisch beleidigt.

15.43 Uhr: Bolsonaro wegen Dauer-Schluckaufs im Krankenhaus

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist in der Nacht wegen anhaltenden Schluckaufs ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er leide seit über zehn Tagen an Schluckauf, teilte das Präsidialbüro mit. Um die Ursachen zu ermitteln, werde er 24 bis 48 Stunden unter Beobachtung bleiben - nicht zwingend die gesamte Zeit im Krankenhaus. Die Beschwerden traten demnach nach einer Zahnimplantat-Operation auf.

Bolsonaro hatte vergangenen Donnerstag auf Facebook geschrieben: "Ich habe 24 Stunden am Tag Schluckauf." Der 66-Jährige vermutete, es könnte an Medikamenten liegen, die er einnimmt. Im Juli vergangenen Jahres war der rechtsextreme Präsident an Covid-19 erkrankt, wies jedoch nur leichte Symptome auf und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden.

15.40 Uhr: Greenpeace: Verbrenner-Ausstieg bis 2028 wäre notwendig

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat enttäuscht auf das Maßnahmenpaket der EU-Kommission zum Klimaschutz reagiert. Klimaexperte Tobias Austrup sagte, das vorgeschlagene "Enddatum" für den Verbrennungsmotor 2035 sei nicht mehr, als sich die meisten europäischen Autobauer ohnehin vorgenommen hätten. Um die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen, wäre ein europäischer Verbrenner-Ausstieg bis 2028 notwendig gewesen.

Die EU habe ihren notwendigen Beitrag zum Klimaschutz nicht geliefert, so Austrup. "Während die Erde unter enormem Hitzestress, Waldbränden und Überschwemmungen leidet, bleibt das Klimaziel der EU-Kommission weit hinter dem zurück, was die Wissenschaft fordert, um die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen."

15.37 Uhr: Merkel bittet Bundesbürger um Aufmerksamkeit für Mitmenschen in Coronakrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bundesbürger aufgerufen, trotz der derzeitigen Entspannung der Corona-Lage weiter aufmerksam und hilfsbereit gegenüber den Mitmenschen zu sein. Es gehe darum, "noch eine Weile hinzuschauen" und darauf zu achten, ob jemand im Abseits stehe oder sich schwer tue, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Gespräch mit jüngeren und älteren Menschen zum Thema "Miteinander der Generationen". 

Wichtig sei, "dass man noch eine Weile aufeinander zugeht und einfach sehr aufmerksam durch die Welt geht". Diejenigen, die am meisten Hilfe bräuchten, "die sind ganz still und verkriechen sich auch ein bisschen", sagte die Kanzlerin. "Da müssen wir gucken, dass wir möglichst viele ansprechen." Sie nannte als Beispiele den anstehenden Schulbeginn und die Rückkehr in die Universitäten.

15.35 Uhr: NRW-Minister: Lage in einigen Regionen "außerordentlich schwierig"

Die anhaltenden starken Regenfälle haben nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu einer "außerordentlich schwierigen Lage" in einigen Regionen des Landes geführt. "Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht mit Sicherheit absehbar", sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur. Seit Dienstag hätten landesweit rund 3900 Kräfte fast 2100 Einsätze bewältigt. "Viele von ihnen sind ehrenamtlich tätig und arbeiten gerade unermüdlich, um die Wassermassen zu bewältigen", so der Minister. Ihnen und allen anderen Helfern und Einsatzkräften in den betroffenen Regionen sei er sehr dankbar.

15.30 Uhr: Einbrecher verliert Reisepass am Tatort

Ein Einbrecher hat in Mönchengladbach am Tatort seinen Reisepass verloren. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am frühen Dienstagmorgen in einen Imbiss eingestiegen und hatte sich an der Kasse zu schaffen gemacht. Die Geräusche weckten den Inhaber auf, der im Nebenzimmer schlief. Als er im Verkaufsraum nachsehen ging, flüchtete der überraschte Dieb mit einer kleinen Menge Bargeld durch ein Fenster - und ließ seinen Pass zurück. Die Polizei leitete eine Fahndung nach dem wohnungslosen 30-Jährigen ein, die zunächst erfolglos blieb. In der Nacht zum Mittwoch wurde der Verdächtige jedoch festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen ihn.

15.19 Uhr: Kreml: Keine Kompromisse bei gleichgeschlechtlicher Ehe

Der Kreml hat mit Nachdruck eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen abgelehnt. Nach der russischen Verfassung sei das nicht zulässig, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Präsident Wladimir Putin und die russische Bevölkerung seien klar dagegen. "Nein, es ist nicht nötig, hier einen Kompromiss zu suchen", sagte er. Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Russland verurteilt, weil es keine offizielle Anerkennung für gleichgeschlechtliche Paare zugelassen hat.

15.18 Uhr: 54.000 neue Fälle: Indonesien wird "globales Zentrum" der Pandemie

Die Corona-Lage in Indonesien spitzt sich zu. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden mehr als 54 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Vor einem Monat lag die Zahl noch bei weniger als 10.000. Damit sei der südostasiatische Inselstaat mittlerweile "das globale Zentrum" der Viruskrise, berichtete die Zeitung "Jakarta Globe". Indonesien hat jetzt sogar Indien überholt, wo die Zahlen rückläufig sind und am Mittwoch rund 38 000 Fälle bestätigt wurden.

15.15 Uhr: Schulze zum EU-Klimapaket: Neue industrielle Revolution

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Bedeutung des von der EU-Kommission vorgelegten Maßnahmenpakets zur Umsetzung der verschärften Klimaziele hervorgehoben. Die SPD-Politikerin erklärte in Berlin: "Klimaschutz wird damit zum zentralen europäischen Zukunftsprojekt. Es geht um nichts weniger als eine neue industrielle Revolution, angeführt von der Europäischen Union."

Deutschland sei gut vorbereitet für die anstehenden Debatten, sagte Schulze mit Blick auf das geänderte Klimaschutzgesetz mit höheren Klimazielen. Die Bundesregierung werde die Vorschläge der EU-Kommission nun gründlich, aber auch zügig und konstruktiv prüfen. "Es wird sicher intensive Verhandlungen geben, und wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass eine ehrgeizige, faire und solidarische Einigung gelingt."

15.07 Uhr: Über 49 Millionen Menschen mit mindestens einer Corona-Impfung

In Deutschland sind mittlerweile 43,7 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand: 10.45 Uhr) wurden tags zuvor 736.031 Impfdosen verabreicht. Damit haben bundesweit rund 36,4 Millionen Personen den kompletten Impfschutz. Mehr als 49 Millionen Menschen sind mindestens einmal geimpft - das entspricht einer Quote von 58,9 Prozent.

In Bremen haben sogar schon mehr als 68 Prozent der Menschen zumindest eine Impfung erhalten. Damit liegt die Hansestadt unter allen 16 Bundesländern an der Spitze; Sachsen (50,1 Prozent) ist mit Abstand das Schlusslicht. Beim vollständigen Impfschutz hat das Saarland mit einer Quote von 47,9 Prozent knapp vor Nordrhein-Westfalen die Nase vorn; am Ende der Liste rangiert Brandenburg mit 40,0 Prozent.

14.31 Uhr: EU-Kommission fordert Ende des Verbrennungsmotors bis 2035

Die EU-Kommission hat sich für ein Verkaufsverbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 ausgesprochen. Bis dahin soll die gesamte Neuwagenflotte in der EU keine Treibhausgase mehr ausstoßen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Dies können nach derzeitigem Stand der Technik nur reine E-Autos leisten.

Zudem strebt die EU-Kommission die Einführung einer Importabgabe auf klimaschädliche Produkte aus Drittländern ab 2026 an. Von 2023 an sei zunächst eine Übergangsphase geplant, damit die Unternehmen sich auf die Neuerung einstellen können, erklärte die Brüsseler Behörde. Anschließend sollen Importeure von Stahl, Aluminium, Zement und Düngemittel CO2-Zertifikate entsprechend der Klimaschädlichkeit ihrer Einfuhren kaufen müssen.

Des Weiteren will die EU-Kommission eine Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge einführen. Die bestehende Ausnahme der Flugindustrie von der Kraftstoffsteuer soll über zehn Jahre hinweg schrittweise abgebaut werden, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Private Geschäftsflüge und der Frachtverkehr sollen demnach aber weiter von der Besteuerung ausgenommen sein.

14.21 Uhr: Tesla kann weiterbauen – Gericht weist Eilantrag von Verbänden ab

Der Naturschutzbund und die Grüne Liga Brandenburg sind mit einem Eilantrag gegen eine vorzeitige Genehmigung beim Bau der Fabrik des US-Elektroautokonzerns Tesla in Grünheide bei Berlin erneut gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies eine Beschwerde der Umweltverbände gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) vom Juni zurück (OVG 11 S 78/21). Damit kann Tesla Anlagen und Aggregate in der Gießerei, der Lackiererei und im Karosseriebau testen sowie Tanks zu Spül- und Testzwecken bauen und nutzen. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

14.10 Uhr: Razzia gegen mutmaßliche Schleuserbande – 34-Jähriger verhaftet

Die Bundespolizei hat mit einem Großaufgebot bei Razzien in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz knapp ein Dutzend Wohnungen einer mutmaßlichen Schleuserbande durchsucht. Dabei wurde der mutmaßliche Haupttäter der elfköpfigen Gruppe, ein 34 Jahre alter Mann, verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, mit der international agierenden Bande die Schleusung von Menschen aus Syrien nach Deutschland und in europäische Nachbarländer organisiert zu haben. Der Syrer sitzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich nun in Untersuchungshaft, wie ein Bundespolizeisprecher am Mittwoch sagte.

14.01 Uhr: London verbietet neue Lkw mit Verbrenner ab 2040

Die britische Regierung hat am Mittwoch weitere Vorgaben auf dem Weg des Landes zur Klimaneutralität veröffentlicht. Das Verkehrsministerium in London teilte mit, ab 2040 dürften keine neue Lastwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Ebenfalls bis 2040 sollen innerbritische Flüge und Flughäfen durch Ausgleichsmaßnahmen klimaneutral sein - der internationale Luftverkehr bis 2050. 

13.55 Uhr: Brand in irakischem Krankenhaus: Weniger Tote als zunächst angenommen

Bei dem Brand in einem Krankenhaus im Südirak hat es weniger Todesopfer gegeben als zunächst angenommen. Das Feuer am Montagabend in der Corona-Station des Krankenhauses in Nassirija habe 60 Menschenleben gefordert, teilte das irakische Gesundheitsministerium in Bagdad mit. Darunter seien 21 noch nicht identifizierte Opfer, hieß es laut Bericht der Staatsagentur INA.

Am Dienstag hatte die örtliche Gesundheitsbehörde noch von 92 Todesopfern gesprochen. Das Feuer war am späten Montagabend in einer Isolationsstation für Covid-19-Patienten in Nassirija ausgebrochen. Die Stadt liegt dreieinhalb Autostunden südlich von Bagdad. In der irakischen Hauptstadt war es im April in einem Krankenhaus ebenfalls zu einem verheerenden Brand gekommen, bei dem 82 Menschen starben.

13.45 Uhr: Merkel trifft in Washington auch Vizepräsidentin Harris

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird bei ihrer bevorstehenden USA-Reise auch von Vizepräsidentin Kamala Harris empfangen. Am Donnerstagmorgen wollten Merkel und Harris in Washington einen "Gedankenaustausch in der ganzen Breite der Beziehungen" führen, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag an. Am Donnerstagnachmittag kommt die Kanzlerin dann im Weißen Haus mit Präsident Joe Biden zusammen. Harris ist die erste Frau im Amt des US-Vizepräsidenten.

Eine Prognose zu den Themen von Merkels Gesprächen in Washington wollte Seibert nicht abgeben. "Einigermaßen sicher" könne er nur vorhersagen, dass das Verhältnis zur Volksrepublik China zur Sprache kommen werde. Weitere Themen wollte der Sprecher nicht nennen.

13.43 Uhr: 49 Corona-Infizierte nach Abend in Karlsruher Bar

Nach einem Abend in einem Karlsruher Lokal Anfang des Monats haben sich bisher fast 50 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Infektionen, die auf den Besuch am 2. Juli zurückgeführt werden, sei auf 49 gestiegen, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Das Lokal hat eine Konzession als Bar. Die bräuchte laut Stadt als gastronomische Einrichtung bis zu einer Inzidenz unter 35 keine Nachweise für Geimpfte, Genesene und Getestete - ein Club, in dem auch getanzt wird - schon.

13.35 Uhr: Bundeskabinett will mit höheren Schornsteinen die Luftverschmutzung bekämpfen

Mithilfe höherer Schornsteine will die Bundesregierung künftig insbesondere in Wohngebieten die Luftverschmutzung bekämpfen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch einen entsprechenden Verordnungsentwurf, wie das Bundesumweltministerium erklärte. Über den Entwurf müsse noch im Bundesrat abgestimmt werden. Ziel der Vorschrift sei es, die Abgase durch höhere Schornsteine direkt in die freie Luftströmung abzugeben. 

So soll verhindert werden, dass sich Abgase in dicht besiedelten Gebieten zwischen Häusern ansammeln. Die Luftschadstoffe sammelten sich dort am Boden und beeinträchtigten die Gesundheit von Kindern, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, erklärte das Bundesumweltministerium.

13.27 Uhr: Stadt Köln startet dreitägige Corona-Impfaktion am Dom

Die Stadt Köln startet am Freitag eine dreitägige Impfaktion am Dom. Im Schatten des Wahrzeichens der Stadt können sich über 16-Jährige gegen das Coronavirus impfen lassen, wie die Stadt mitteilte. Ein Impfbus steht demnach am Freitag und Samstag von 12 Uhr bis 22 Uhr und am Sonntag von 12 Uhr bis 18 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz bereit. Das Angebot richte sich auch an Nicht-Kölner.

13.20 Uhr: Kirchen zählen mehr als 440.000 Kirchenaustritte für vergangenes Jahr

Mehr als 440.000 Menschen christlichen Glaubens haben im vergangenen Jahr in Deutschland der Kirche den Rücken gekehrt. Das geht aus den aktuellen Statistiken der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Bonn und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover hervor. Demnach blieb die Zahl der Kirchenaustritte sowohl bei den Katholiken als auch bei den Protestanten auf hohem Niveau, ging aber zurück. Den Statistiken zufolge verzeichneten Katholiken und Protestanten jeweils rund 221.000 beziehungsweise 220.000 Austritte. Gemeinsam machten die Anhänger beider Kirchen 51 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

13.14 Uhr: Verwandter des Kremlchefs: Roman Putin will Abgeordneter werden

Der Unternehmer Roman Putin, ein Verwandter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, will bei der Parlamentswahl im Herbst Abgeordneter in der neuen Duma werden. Als Vorsitzender der Partei Russland ohne Korruption bewerbe er sich im Wahlkreis 214 in St. Petersburg als Einzelkandidat, teilte sein Sprecher der Staatsagentur Tass zufolge mit. Der 43-jährige Geschäftsmann sei der Sohn von Igor Putin, einem Cousin des Präsidenten, hieß es.

13.10 Uhr: Tief Bernd bringt weiter viel Regen – Im Norden und Osten sonniger

Tief Bernd bringt weiter teils heftige Niederschläge in einige Regionen Deutschlands. "Insgesamt befinden wir uns in einer mäßig-warmen bis warmen Luftmasse, die jedoch gebietsweise sehr feucht ist", sagte Meteorologe Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. "Sorgt "Bernd" dann für die nötigen Hebungsimpulse, kommt es zu schauerartigem Regen und teils kräftigen Gewittern."

Laut den Prognosen lassen die Regenfälle am Donnerstag im Westen nach und ziehen vermehrt in den Südwesten und Süden. "Dort sind dann wiederholt schauerartige Regenfälle und teils kräftige Gewitter möglich", erklärte der DWD. Allerdings seien die Mengen in der Fläche nicht mehr so ausgeprägt, wie sie am Mittwoch im Westen erwartet wurden. Unwetterartige Starkregenfälle könnten aber lokal nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Freundlicher sieht es am Donnerstag dagegen im Norden und Osten aus, wo sich laut DWD häufiger die Sonne zeigt. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 29 Grad im Osten und um 17 Grad im Schwarzwald.

12.58 Uhr: Webseite von Lösegeld-Hackergruppe REvil offline

Die Hackergruppe REvil, die jüngst mit zwei großen Lösegeld-Angriffen für Schlagzeilen sorgte, ist schlagartig aus dem Netz verschwunden. Unter anderem die Website, über die REvil Kontakt zu den Opfern ihrer Attacken hielt, ging am Dienstag offline, wie IT-Sicherheitsexperten berichteten. Die Gründe dafür blieben zunächst unklar. Die Gruppe wird von Experten in Russland verortet. US-Präsident Joe Biden hatte vergangene Woche nach Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Konsequenzen gedroht, falls die Regierung in Moskau nicht gegen kriminelle Hacker auf ihrem Boden vorgeht.

Bei Angriffen mit Erpressungs-Software - auch Ransomware genannt - werden die Daten auf Computern verschlüsselt, und die Hacker verlangen Geld für die Freigabe. REvil steckte zuletzt nach Einschätzung von Experten hinter der Attacke auf den amerikanischen IT-Dienstleister Kaseya, bei der Computer bei Dutzenden Kunden betroffen waren.

12.34 Uhr: RKI-Daten – Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle bei jungen Erwachsenen

Der leichte Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland vorige Woche scheint vor allem auf Corona-Infektionen bei jungen Erwachsenen zurückzugehen. Während sich die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in fast allen Altersgruppen über mehrere Wochen hinweg ungefähr konstant oder rückläufig entwickeln, haben sie bei den 20- bis 29-Jährigen vor allem in der vergangenen Woche zugenommen. Das geht aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagabend hervor. Am deutlichsten ist der Trend bei den 20- bis 24-Jährigen, mit einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz von 10 auf 19 binnen zwei Wochen. Zum Vergleich: Bei Senioren zwischen 75 und 84 Jahren stagnierte der Wert im gleichen Zeitraum bei 1.

12.20 Uhr: Bundestagswahl – Einflussversuche aus dem Ausland auf niedrigem Niveau

Damit die eigene Wahlentscheidung nicht von Falschinformationen beeinflusst wird, rät der Verfassungsschutz zur Nutzung aller verfügbaren Informationskanäle. Es sei wichtig für die Wähler, sich nicht nur in der eigenen "Blase" zu informieren, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, in Berlin. Bei zurückliegenden Wahlen in Deutschland seien Einflussversuche anderer Staaten beobachtet worden, berichtete der Behördenleiter. Die Sicherheitsbehörden sähen derzeit auch das Interesse bestimmter Staaten auf die Bundestagswahl am 26. September Einfluss zu nehmen. Die Intensität dieser Maßnahmen sei aber durchaus noch "auf einem niedrigen Niveau". Um welche Staaten es sich handelt, wollte Haldenwang nicht sagen.

12.05 Uhr: Krisenstab tagt in Hagen – Altenheim wird evakuiert

Im nordrhein-westfälischen Hagen ist ein Altenheim wegen einströmender Wassermassen evakuiert worden. "Das Seniorenheim ist sehr stark betroffen und unbewohnbar geworden", sagte ein Stadtsprecher. Die Maßnahme lief am Vormittag noch. Wie viele Senioren dort leben, war zunächst unklar. Zudem seien alle Eltern im gesamten Stadtgebiet am Morgen gebeten worden, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken und an dem Ferientag auch nicht die sonstige Betreuung der Grundschulen zu nutzen.

"Wir wollen so wenig Fahrten durch das Stadtgebiet haben wie möglich", betonte der Sprecher. Es gebe auch Schäden in einigen Kitas nach den starken Regenfällen in der Nacht. Eine verschüttete Person sei leicht verletzt gerettet, mehrere Fahrer seien aus ihren von Wassermassen eingeschlossenen Autos befreit worden, schilderte der Sprecher. Der Krisenstab tage. Eine genaue Übersicht habe man noch nicht. Es gebe mindestens 200 Einsatzorte. Besonders stark getroffen sei der Süden mit vier Stadtteilen, die zum Teil nicht mehr zu erreichen seien. 

11.46 Uhr: Pfleger soll 92-Jährige in Berlin vergewaltigt und getötet haben

In Zusammenhang mit dem Tod einer 92-Jährigen in Berlin wird der Pfleger der Frau verdächtigt, sie vergewaltigt und getötet zu haben. Der Tatverdächtige befinde sich wegen Sexualmordes und Vergewaltigung mit Todesfolge seit Dienstag in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Weitere Auskünfte könnten derzeit nicht erteilt werden.

Die 92-Jährige war nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagnachmittag von einem Angehörigen tot in ihrer Wohnung im Stadtteil Charlottenburg gefunden worden. Noch am selben Tag wurde der 41-jährige Pfleger der Seniorin in der Wohnung festgenommen. Die Auffindesituation deutete laut Ermittlern auf eine Gewalttat hin. Mordkommission und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf.

11.23 Uhr: Durchfahrtsverbot für große Kreuzfahrtschiffe in Venedigs Altstadt

Italiens Regierung hat ein Durchfahrtsverbot für große Kreuzfahrtschiffe durch einen Teil der Lagune von Venedig beschlossen. Die Maßnahme gelte für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 25.000 Bruttoregistertonnen oder einer Länge über 180 Metern beziehungsweise mehr als 35 Metern Höhe, teilte die Regierung in Rom mit. Auch Pötte, die gewisse Abgasnormen überschreiten, können demnach nicht mehr durch Teile der Lagune der Weltkulturerbestadt fahren. Die Regierung sieht in ihrer Entscheidung einen wichtigen Schritt zum Schutz der venezianischen Lagune.

10.42 Uhr: UN verzeichnen deutlich mehr Migranten auf Mittelmeerrouten

Auf den Migrationsrouten über das Mittelmeer sind nach UN-Zahlen von Januar bis Ende Juni mehr als doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen wie im gleichen Zeitraum 2020. Gleichzeitig versuchten in dem Sechsmonatszeitraum 58 Prozent mehr Menschen, das Mittelmeer Richtung Europa zu überqueren, insgesamt fast 76.000, wie die UN-Organisation für Migration (IOM) in Genf berichtete. Die nordafrikanischen Länder stoppten fast 37 Prozent mehr Flüchtende auf ihrem Weg nach Norden. Der starke Anstieg sei auch darauf zurückzuführen, dass die Zahl im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie relativ niedrig war. 2020 versuchten in den ersten sechs Monaten 17 Prozent weniger Menschen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen, als 2019.

10.21 Uhr: Bundespräsident Steinmeier – "Lassen Sie sich impfen!"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland eindringlich aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Jeden Tag, mit jeder Impfung befreien wir uns ein Stück mehr aus den Fängen der Pandemie und holen uns unser Leben zurück", sagte er in einer Videobotschaft. "Zeigen Sie Verantwortung für sich und für andere. Lassen Sie sich impfen!", forderte er. Steinmeier betonte, mehr Menschen müssten den vollständigen Impfschutz haben, um erneute Beschränkungen durch neue Virusvarianten zu vermeiden. 

10.03 Uhr: Coronakrise in Spanien spitzt sich weiter zu – Bericht: Inzidenz bei Jüngeren liegt bei mehr als 1000

Die Coronakrise in Spanien spitzt sich weiter zu: Fast 44.000 Neuinfektionen habe es in den vergangenen 24 Stunden gegeben, meldete das Gesundheitsministerium in Madrid laut einem Bericht von "El País". Damit sei das Infektionsgeschehen in dem beliebten Urlaubsland mit rund 47 Millionen Einwohnern wieder so hoch wie seit Februar nicht mehr. Vor allem Jugendliche und jüngere Erwachsene unter 30 Jahren steckten sich dem Bericht zufolge an: Unter ihnen liege der 14-Tage-Inzidenzwert – der in Spanien meist herangezogen wird – bei mehr als 1000. Aktuell meldet das Gesundheitsministerium eine landesweite 14-Tage-Inzidenz von 436 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Zeitung berichtete.

9.22 Uhr: US-Gericht kippt Verbot von Handfeuerwaffen für Menschen unter 21 Jahren

Ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia hat ein Bundesgesetz gekippt, das Menschen unter 21 Jahren den Kauf von Handfeuerwaffen verbietet. Schon 18-Jährige hätten das Recht zu wählen und seien, als die US-Verfassung geschrieben wurde, verpflichtet gewesen, mit ihren eigenen Waffen lokalen Milizen beizutreten, argumentierte Richter Julius Richardson vom Berufungsgericht Virginia in seiner Entscheidung. Richardson war von Ex-Präsident Donald Trump eingesetzt worden. 

8.52 Uhr: DWD – Schwere Unwetter in Teilen Deutschlands bis in den Donnerstag

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Teile Deutschlands Unwetter bis in den Donnerstag hinein voraus. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Teilen Hessens könne es zu extremen Unwettern kommen, teilten die Meteorologen in Offenbach mit. Extremer Dauerregen beziehungsweise länger anhaltender Starkregen könnten bis zum Donnerstagmorgen zu 50 bis 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter führen. Lokal seien bis zu 200 Liter möglich. "Die Auftrittswahrscheinlichkeit entsprechender Mengen sind dabei recht sicher, die Schwerpunkte sind allerdings weiter unsicher", heißt es beim DWD.

Extreme Hitze und heftige Tornados – Meteorologin erklärt, warum uns das auch in Deutschland erwartet

8.47 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate eröffnen Botschaft in Tel Aviv

Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine Botschaft in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv eröffnet. "Ein wichtiger Schritt für den gesamten Nahen Osten", sagte Israels Präsident Izchak Herzog laut dem israelischen Fernsehen in Anwesenheit des Botschafters der VAE, Mohammed al-Chadscha. Erst Ende Juni hatte Israels Außenminister Jair Lapid eine Botschaft in Abu Dhabi sowie ein Generalkonsulat in Dubai eröffnet.

8.24 Uhr: Britisches Parlament stimmt für Impfpflicht von Pflegern in Heimen

Das britische Parlament hat einer Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen in England zugestimmt. Von Oktober an müssen Heim-Mitarbeiter zwei Impfungen gegen das Virus vorweisen. Allerdings votierten mehrere Mitglieder der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson am Dienstagabend gegen das Vorhaben. Sie kritisierten, dass die Regierung vor der Abstimmung keine Bewertung der Auswirkungen veröffentlicht hat. Gesundheits-Staatssekretärin Helen Whately betonte, die Regierung arbeite daran. Zuvor hatte bereits Frankreich eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen von September an erlassen. Kanzlerin Angela Merkel lehnt einen solchen Schritt für Deutschland ab.

8.24 Uhr: Durchsuchungen in Hessen gegen mutmaßliche Unterstützer des IS

Gegen mutmaßliche Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist in Hessen eine landesweite Razzia angelaufen. Seit dem Morgen durchsuche die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt zahlreiche Objekte, hieß es in einem Tweet des Landeskriminalamtes. Nähere Angaben über den Umfang der Durchsuchungen konnte ein Sprecher am Morgen zunächst nicht machen. Der Staatsschutz sei involviert. "Es hat keine konkrete Anschlagsgefahr gegeben", sagte der Sprecher weiter.

8.11 Uhr: Lage nach heftigem Unwetter im Raum Hof entspannt sich

Nach dem heftigen Unwetter in der Nacht mit starken Überschwemmungen hat sich die Lage in Oberfranken in Bayern etwas entspannt. Die Helfer hätten die ganze Nacht durchgearbeitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hof am Morgen. Auch jetzt haben die Rettungskräfte in der gesamten Region immer noch viel zu tun. Sie müssen Keller auspumpen, die nach den extrem starken Regenfällen mit Wasser vollgelaufen waren. Auch einige Straßen seien noch gesperrt, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Hof. Die Grundschule in Selbitz sowie einige Kindertagesstätten in Selbitz, Köditz und Naila bleiben am Mittwoch geschlossen.

8.09 Uhr: In Hessen landesweiter Polizeieinsatz gegen Islamisten begonnen

In Hessen hat ein landesweiter Einsatz der Polizei gegen mutmaßliche Islamisten begonnen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) am Morgen im Onlinedienst Twitter mitteilte, durchsuchten LKA-Beamte gemeinsam mit Kollegen der Polizei Mittelhessen "zahlreiche Objekte" in ganz Hessen. Nähere Informationen wollte das LKA später mitteilen.

8.02 Uhr: Forsa-Umfrage – Union verharrt bei 30 Prozent, Grüne weiter unter 20

Gut zehn Wochen vor der Bundestagswahl hat sich die politische Stimmung laut einer Forsa-Umfrage für das RTL/NTV-Trendbarometer kaum verändert. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage weiterhin auf 30 Prozent. Sie hätte damit einen unveränderten Vorsprung von 15 Prozentpunkten vor der SPD (15 Prozent) und von 11 Prozentpunkten vor den Grünen, die bei 19 Prozent verharren. Die FDP gewinnt im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt auf 12 Prozent, die AfD (9 Prozent) verliert einen Prozentpunkt. Die Linke würde laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unverändert 7 Prozent erreichen.

7.42 Uhr: Sprecher: Strategisch wichtiger afghanischer Grenzübergang von Taliban erobert

Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben nach eigenen Angaben einen strategisch wichtigen Grenzübergang nach Pakistan eingenommen. Taliban-Kämpfer hätten die Grenzstadt Wesch in der südlichen Provinz Kanadahar eingenommen und damit die wichtige Straße zwischen dem Grenzübergang Spin Boldak und Schaman unter ihrer Kontrolle, erklärte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Mittwoch. Ein Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden bestätigte die Eroberung des Grenzübergangs.

7.18 Uhr: Vollgelaufene Keller – Rund 180 Feuerwehr-Einsätze in Düsseldorf

Aufgrund des Starkregens ist die Feuerwehr in Düsseldorf zu rund 180 Einsätzen ausgerückt. In der Nacht zum Mittwoch seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Deutsche Wetterdienst warnte auch für den Mittwoch vor Dauerregen in der Region mit Niederschlagsmengen von 70 bis 120 Liter pro Quadratmeter. Auch in Hagen führten heftige Regenfälle zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein.

6.39 Uhr: Nach Sturzflut in Sachsen – Mann weiterhin vermisst

Nach einer Sturzflut im sächsischen Jöhstadt im Erzgebirgskreis wird ein Mann weiterhin vermisst. Die Feuerwehr habe die Suchaktion in der Nacht zum Mittwoch vorerst abgebrochen, teilte die Polizei mit. Nach den Angaben vom Mittwochmorgen hatten Anwohner im Ortsteil Steinbach am Dienstagabend versucht, ihre Grundstücke gegen einen über die Ufer getretenen Fluss zu sichern. Einer der Anwohner wurde dabei von einer Sturzflut mitgerissen. Alle Rettungsversuche durch die Nachbarn schlugen fehl. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

6 Uhr: Mehr als 60 Prozent erwerbsfähigen Syrer in Deutschland bekommt Hartz IV

Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. Mit 65 Prozent war der Anteil der Bezieher staatlicher Unterstützung unter Zuwanderern aus Syrien im März dieses Jahres deutlich höher als unter Ausländern aus anderen Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern wie etwa Somalia oder Afghanistan. Wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit weiter hervorgeht, bezogen 37,1 Prozent der Somalier im erwerbsfähigen Alter im vergangenen März Hartz-IV-Leistungen. Unter den Afghanen lag der Anteil bei 43,7 Prozent.

Die Statistik der Bundesagentur bezieht sich auf das Ausländerzentralregister. Dort sind nicht nur Asylbewerber registriert, sondern alle in Deutschland lebenden Menschen, die Staatsbürger eines anderen Landes sind.

5:42 Uhr: Ein Toter bei regierungskritischen Protesten in Kuba

Bei den beispiellosen regierungskritischen Protesten in Kuba hat es einen Toten gegeben. Ein 36-jähriger Mann sei am Montag bei einer Demonstration am Stadtrand von Havanna gestorben, teilte das kubanische Innenministerium am Dienstag mit. Die Behörden des Karibikstaats gehen nach Aussagen von Aktivisten brutal gegen die Demonstranten vor. 144 Menschen wurden laut der Protestbewegung San Isidro festgenommen oder gelten als vermisst. 

5.20 Uhr: Altmaier warnt vor Verfall der politischen Kultur im Wahlkampf

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnt vor einem Verfall der politischen Kultur im Wahlkampf. Es habe in der Debatte über die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Netz verletzende Reaktionen geben, die "ihn persönlich sehr enttäuscht und abgestoßen haben", sagte Altmaier der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochsausgabe). Baerbock müsse sich natürlich gefallen lassen, "dass das, was sie sagt, und das, was sie schreibt, auch kritisch überprüft wird". Dies gehöre zu einer öffentlichen Debatte und zum Wahlkampf der Parteien.

"Aber es gibt darüber hinaus auf Twitter, auf Facebook, auf Instagram jeden Tag hunderttausende von Eintragungen, Kommentaren und anderem", sagte Altmaier. "Und da wird sowohl gegenüber Frau Baerbock wie gegenüber Armin Laschet derzeit oftmals auch unter Niveau gearbeitet", kritisierte der Minister. 

5.17 Uhr: Starkregen sorgt für über 200 Einsätze im Landkreis Hof

Aufgrund des Starkregens hat das Landratsamt Hof am späten Dienstagabend den Katastrophenfall ausgerufen. Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes hieß. Besonders stark vom Unwetter wurde die Stadt Selbitz getroffen. Dort mussten die Einsatzkräfte über 120 Mal anrücken. Weiter wurde mitgeteilt, dass die Grundschule in Selbitz am Mittwoch geschlossen bleibt. Auch eine in Köditz bleibe geschlossen, die Schule nach derzeitigem Stand jedoch geöffnet.

5.15 Uhr: Vergewaltiger mit Wolfsmaske will Urteil anfechten

Der im sogenannten Wolfsmasken-Prozess von München wegen der Vergewaltigung eines kleinen Mädchens verurteilte Mann will das Urteil gegen ihn anfechten. Sein Anwalt Adam Ahmed hat unmittelbar nach der Entscheidung des Landgerichts München I am Dienstag Rechtsmittel dagegen eingelegt, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Sein 45 Jahre alter Mandant war wegen der Vergewaltigung eines erst elfjährigen Mädchens zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Verteidiger Ahmed geht – im Gegensatz zu Staatsanwaltschaft und Gericht – von verminderter Schuldfähigkeit seines mehrfach einschlägig vorbestraften Mandanten aus und forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.  

4.56 Uhr: Inzidenz steigt auf 7,1 – 1548 Neuinfektionen

Seit mehr als einer Woche steigt die Sieben-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 7,1 – am Vortag betrug der Wert 6,5, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 985 Ansteckungen gelegen.

4.24 Uhr: Corona-Lockdown in Sydney wird um mindestens zwei Wochen verlängert

Der Corona-Lockdown in Australiens größter Stadt Sydney wird bis Ende Juli verlängert. Um die Ausbreitung der Delta-Variante unter Kontrolle zu bringen, bleiben die Beschränkungen für die gut fünf Millionen Einwohner der Metropole mindestens zwei weitere Wochen in Kraft, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Dienstag ankündigte. Ursprünglich sollten die Maßnahmen am Freitag aufgehoben werden.

4.11 Uhr: Asche von Zsa Zsa Gabor in Budapest beigesetzt

Fast fünf Jahre nach ihrem Tod in den USA hat die Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor eine Grabstätte in ihrer Geburtsstadt Budapest erhalten. In einer Zeremonie wurde am Dienstag eine Urne mit der Asche der weltberühmten Diva in der ungarischen Hauptstadt beigesetzt. "Während ihrer gesamten Karriere hat sie nie ihre Heimat vergessen", sagte Gabors letzter Mann, der deutsche Prinz Frederic von Anhalt. 

4.05 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel reist in die USA

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Mittwoch in die USA. In der Hauptstadt Washington wird sie am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Bei den Gesprächen dürfte es unter anderem um den Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gehen. Das Thema belastet weiterhin die deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich nach Bidens Amtsantritt im Januar und dem Abgang seines Vorgängers Donald Trump ansonsten spürbar verbessert haben.

Weitere Gesprächsthemen könnten US-Strafzölle, die Konflikte in Afghanistan und in der Ostukraine sowie das Atomprogramm des Iran sein. Zuletzt ist zudem der Druck auf Merkel gewachsen, das seit März 2020 wegen der Corona-Pandemie geltende US-Einreiseverbot für Europäer anzusprechen. Die EU hatte ihre Einreisebeschränkungen für Reisende aus den USA im Juni aufgehoben.

3.56 Uhr: Italien will große Kreuzfahrtschiffe aus Venedigs Altstadt raushalten

Große Kreuzfahrtschiffe sollen ab dem 1. August nicht mehr durch Teile der Lagune in Venedig fahren. Die Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi entschied am Dienstagabend über ein Durchfahrverbot für die Kreuzfahrtriesen. Konkret sollen die Schiffe nicht mehr durch den Canale della Giudecca, das Bacino di San Marco (Markus-Becken) und den Canale di San Marco im historischen Zentrum fahren. Es sei ein wichtiger Schritt zum Schutz der Lagune, hieß es in einer Mitteilung.

3.42 Uhr: Website von Hackergruppe Revil offline

Knapp zwei Wochen nach den massiven Cyberangriff auf die US-IT-Firma Kaseya ist die Website der hinter der Attacke vermuteten Hackergruppe offline gegangen. Die Gruppe Revil sei "offenbar aus dem Darknet verschwunden", schrieb der Cybersicherheits-Experte Allan Liska von der Firma Recorded Future auf Twitter. Die Website sei seit Dienstagmorgen nicht mehr erreichbar.

Es sei unklar, ob die Sicherheitsbehörden die Abschaltung initiiert hätten, sagte Brett Callow von der IT-Sicherheitsfirma Emsisoft. James Lewis vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington hält es neben anderen Möglichkeiten auch für denkbar, dass die Website der Hackergruppe auf Druck der russischen Behörden offline ging. Er glaube aber nicht, dass die USA dafür verantwortlich seien. 

Von dem Ransomware-Angriff auf die US-Firma Kaseya Anfang Juli waren Schätzungen zufolge weltweit 1500 Unternehmen betroffen. Kaseya mit Sitz in Miami liefert IT-Dienstleistungen an rund 40.000 Geschäftskunden in aller Welt. 

3.18 Uhr: Unwetter in Hagen: Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller

Heftige Regenfälle haben in Hagen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. "Die Leute sind verzweifelt", sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt.

3.18 Uhr: 160 weitere Gräber nahe Internat für indigene Kinder in Kanada entdeckt

In Kanada sind erneut dutzende anonyme Gräber auf dem Gelände eines ehemaligen Internats für Kinder von Ureinwohnern gefunden worden. Mehr als 160 Gräber seien auf dem früheren Schulgelände auf der Kuper-Insel entdeckt worden, erklärte der Chef des Stammes der Penelakut, Joan Brown. In dem Internat auf der Insel westlich von Vancouver waren vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1975 Kinder von Ureinwohnern unterrichtet worden.

In Kanada waren seit 1874 rund 150.000 Kinder von Ureinwohnern und gemischten Paaren von ihren Familien und ihrer Kultur getrennt und in kirchliche Heime gesteckt worden, um sie so zur Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft zu zwingen. Viele von ihnen wurden in den Heimen misshandelt oder sexuell missbraucht. Nach bisherigen Angaben starben mindestens 4000 dieser Kinder, viele von ihnen an Tuberkulose. Die letzten dieser Schulen schlossen erst in den

0.36 Uhr: Unwetter in Sachsen – Sturzflut reißt Person mit sich

Eine Sturzflut hat bei einem Unwetter im sächsischen Jöhstadt (Erzgebirgskreis) am Dienstag eine Person mit sich gerissen. Die Feuerwehr, die noch am späten Abend im Ortsteil Steinbach im Einsatz war, suchte zunächst ohne Erfolg nach der Person, wie die Polizei mitteilte. Weitere Einzelheiten zu dem Unglück konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht mitteilen. Die Hauptstraße in Steinbach sei infolge des starken Regens etwa eine Stunde unpassierbar gewesen, hieß es.

anb / fs DPA AFP

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