VG-Wort Pixel

News von heute Virologe Kekulé rät zu umfassender Maskenpflicht an Schulen

Der Haller Virologe Alexander Kekulé deutet mit dem Zeigefinger etwas an
Der Haller Virologe Alexander Kekulé 
© Picture Alliance
Schwere Explosionen erschüttern Beirut +++ Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei auf +++ Kalbitz lässt AfD Fraktionsvorsitz ruhen +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Top-Meldung: Virologe Kekulé fordert zu umfassender Maskenpflicht an Schulen

Der Virologe Alexander Kekulé rät zu einer umfassenden Maskenpflicht an Schulen. "Ja, klipp und klar. Wenn die Klasse voll ist und sie jetzt im Herbst die Fenster nicht mehr dauernd aufmachen können, ist die Maske das, was notwendig ist", sagte Kekulé im MDR. Andernfalls drohten Superspreading-Ereignisse, bei denen ein Schüler oder eine Schülerin viele andere anstecke.

Die weiteren Nachrichten des Tages: 

+++ 21.11 Uhr: Covid-19: Konzerte in Frankreich ab Mitte August wieder möglich +++

In Frankreich können unter bestimmten Bedingungen ab Mitte August wieder kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden. Ab dem 15. August dürften die zuständigen Präfekturen Veranstaltungen wie Konzerte und Festivals unter Einhaltung von Corona-Sicherheitsvorkehrungen wieder genehmigen, teilte das französische Kulturministerium am Dienstag mit. Demnach müssten zwischen Sitzplätzen genügend Abstand gehalten werden und das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend sein. Das Ministerium hatte bereits Ende Juli ein entsprechendes Dekret erlassen. 

+++ 20.49 Uhr: Spaniens Ex-König angeblich doch nicht in der Dominikanischen Republik +++

Der unter Korruptionsverdacht stehende frühere spanische König Juan Carlos ist anscheinend doch nicht in die Dominikanische Republik geflüchtet. Die Einwanderungsbehörde des Karibikstaates teilte mit, der 82-Jährige sei "nicht in das Staatsgebiet eingereist". Auch das Außenministerium der Dominikanischen Republik erklärte, es habe "keine Informationen", dass sich der Ex-König dort aufhalten könnte. Mehrere große spanische Zeitungen hatten zuvor berichtet, Juan Carlos habe Spanien am Montag verlassen und halte sich nun in der Dominikanischen Republik auf. Dazu zählte das dem spanischen Königshaus sehr nahestehende Blatt "ABC". Auch die konservativen Zeitungen "El Mundo" und "La Vanguardia" meldeten, der frühere König wolle für einige Zeit bei Freunden in dem Karibikstaat leben.

+++ 19.33 Uhr: Bolsonaro lehnt Entschädigung für Gesundheitspersonal ab +++

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine finanzielle Unterstützung für Gesundheitspersonal eingelegt, das durch seine Tätigkeit in der Corona-Krise arbeitsunfähig geworden ist. Die Entscheidung wurde im Amtsblatt "Diário Oficial" veröffentlicht. Bolsonaro begründete sein Veto nach brasilianischen Medienberichten damit, dass das Gesetzesprojekt verfassungswidrig sei, weil es fortwährende Ausgaben in einer Zeit des Finanznotstands bedeute. Zudem habe der Vorschlag keine Angabe über die entstehenden Ausgaben enthalten. Das Projekt, das der Kongress im Juli verabschiedet hatte, sah eine einmalige Zahlung von jeweils 50.000 Reais, umgerechnet etwa 8000 Euro, für Pfleger, Ärzte und anderes Gesundheitspersonal vor. Der Kongress kann Bolsonaros Einsprüche prüfen und diesen folgen oder sie zu Fall bringen.

+++ 18.33 Uhr: Schwere Explosion am Hafen von Beirut - Dutzende Verletzte +++

Bei zwei starken Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Dienstag dutzende Menschen verletzt worden. Die Detonationen ereigneten sich den Angaben zufolge im Hafenviertel. Örtliche Medien zeigten Bilder von unter Trümmern feststeckenden Menschen, einige von ihnen waren blutverschmiert. Die Ursache der Explosionen war zunächst unklar. Die Explosion in der Hafengegend war in mehreren Teilen der Stadt zu spüren. Am Himmel standen große Rauchwolken, zahlreiche Fensterscheiben in angrenzenden Gebäuden zersprangen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden alle Geschäfte im Quartier Hamra durch die Explosionen beschädigt. In den Straßen waren zudem ausgebrannte Autos zu sehen. 

+++ 18.17 Uhr: Infektionen verdoppelt - Maskenpflicht in Amsterdam und Rotterdam +++

Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. In der Innenstadt von Amsterdam darunter auch im Rotlichtviertel wurden bereits gelbe Warnschilder aufgestellt. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen. Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Ansteckungen gemeldet worden.

+++ 18.15 Uhr: Experten warnen vor unkontrolliertem Anstieg der Corona-Fallzahlen in Frankreich +++

In Frankreich haben Experten vor einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Fallzahlen gewarnt. Die Lage könne "jederzeit kippen", erklärte der Wissenschaftsrat, ein Beratergremium der französischen Regierung, in einer Stellungnahme. Die Situation sei zwar derzeit "unter Kontrolle, aber fragil". Langfristig sei eine zweite Welle im Herbst oder Winter "sehr wahrscheinlich". Um dies zu verhindern, empfahl der Rat den Behörden, insbesondere für die Großstädte Präventionspläne zu erstellen und die Corona-Tests zu beschleunigen. Die Stadt Toulouse kündigte eine Maskenpflicht an.

+++ 17.10 Uhr: Booking.com streicht Tausende Jobs wegen Coronakrise +++

Die Tourismus-Branche leidet wie wenige andere unter der Corona-Pandemie – der Online-Reisevermittler Booking.com reagiert nun mit einem großen Stellenabbau. Der Mutterkonzern Booking Holdings kündigte eine Reduzierung der Booking.com-Mitarbeiterzahl um rund 25 Prozent an. Derzeit werde mit Arbeitnehmervertretern verhandelt. Details sollen ab September verkündet werden. Weltweit hatte Booking.com zuletzt über 17.000 Angestellte.

+++ 17.08 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf +++

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

+++ 16.35 Uhr: Coronaregel-Verstoß: Bußgeld für Hamburger Innensenator +++

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) muss wegen eines Coronaregel-Verstoßes 1000 Euro Bußgeld sein. Das berichten zahlreiche Medien in der Hansestadt übereinstimmend. Der Politiker hatte sich im Juni nach seiner Wiederwahl mit rund 30 Freunden und Bekannten in einer Bar zu einem "Stehempfang" und einem "Getränk auf Abstand" getroffen, wie er immer wieder betonte. Das Treffen sei zwar "ein Fehler" gewesen, meinte Grote, aber rechtlich nicht zu beanstanden.

Dies sah nun die Bußgeldstelle der Innenbehörde offensichtlich anders. Der Empfang sei eine "verbotene private Zusammenkunft" gewesen, hieß es. Grote erklärte, er habe das Bußgeld umgehend überwiesen. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (ebenfalls SPD) hatte seinem Innensenator – zumindest öffentlich – den Rücken gestärkt, eine Entlassung schloss er bisher aus. Grote selbst erteilte Rücktrittsforderungen bislang stets eine Absage.

+++ 15.52 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern: Maskenpflicht in Schulen ab Klasse fünf +++

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler und Lehrer von diesem Mittwoch an auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Außerdem sollen die Corona-Tests ausgeweitet werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Kabinettssitzung mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verbänden sagte. Die Maskenpflicht gilt demnach ab Klasse fünf. Damit sind die Grundschulen befreit. Ausgenommen sind laut Schwesig auch die Klassenräume.

+++ 15.31 Uhr: Sexarbeit in Berlin nach Corona-Unterbrechung bald wieder erlaubt +++

Nach monatelangem Verbot wegen der Corona-Pandemie wird Sexarbeit in Berlin schrittweise wieder erlaubt. Das entschied der Berliner Senat. Demnach dürfen sexuelle Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr ab 8. August wieder angeboten werden. Das betrifft etwa Domina-Studios. Ab 1. September sollen dann unter strengen Hygieneauflagen auch sexuelle Dienstleistungen mit Geschlechtsverkehr wieder zulässig sein, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte.

+++ 15.30 Uhr: Iran meldet erneut Rekordzahl an Corona-Infektionen binnen eines Tages +++

Der Iran hat am Dienstag mehr als 2700 neue Coronavirus-Fälle binnen eines Tages verzeichnet und damit so viele wie seit zwei Monaten nicht. Innerhalb von 24 Stunden seien 2751 neue Fälle gemeldet worden, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums im Staatsfernsehen. Am 5. Juni waren es 2886 an einem Tag gewesen. Insgesamt gibt es nun nach offiziellen Angaben 314.786 Infektionsfälle. 

+++ 15.08 Uhr: Spaniens Ex-König offenbar in die Dominikanische Republik geflüchtet +++

Der unter Korruptionsverdacht stehende frühere spanische König Juan Carlos soll in die Dominikanische Republik geflüchtet sein. Wie mehrere große spanische Zeitungen berichteten, hatte der 82-Jährige Spanien noch am Montag verlassen. Das dem Königshaus nahestehende Blatt "ABC" berichtete auf der Titelseite, dass sich Juan Carlos nun in der Dominikanischen Republik aufhalte. Auch die konservativen Zeitungen "El Mundo" und "La Vanguardia" meldeten, der frühere König wolle für einige Zeit bei Freunden in dem Karibikstaat leben.

+++ 14.44 Uhr: Bundeswehr will mit Corona-Schutz größere Übungen möglich machen +++

Die Bundeswehr will die wegen der Corona-Pandemie auf ein Mindestmaß eingeschränkten Ausbildungen und Übungen wieder aufnehmen. Unter Beachtung umfangreicher Hygienekonzepte zum Schutz der Truppe vor möglichen Infektionen sei es "ab sofort wieder möglich, auch größere Übungsvorhaben durchzuführen", teilte die Bundeswehr mit. Dies sei für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte unerlässlich, insbesondere für eine Vorbereitung von Soldaten auf laufende Einsätze.

+++ 14.24 Uhr: Seenotretter fordern Freigabe ihrer blockierten Schiffe +++

Drei private Seenotrettungsgruppen haben an Italien appelliert, blockierte Rettungsschiffe freizugeben. Angesichts der stark gestiegenen Zahlen von Bootsmigranten im Mittelmeer müssten unter anderem die auf Sizilien gestoppten Schiffe "Ocean Viking" und "Sea-Watch 3" wieder auslaufen dürfen, forderten die deutschen Organisationen Sea-Eye und Sea-Watch sowie die internationale Gruppe SOS Méditerranée. Die Schiffe würden "mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert, um das Anlanden von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern", hieß es in dem in Berlin veröffentlichten Schreiben.

+++ 14.22 Uhr: Kalbitz lässt nach Rauswurf aus der AfD Fraktionsvorsitz ruhen +++

Nach seinem Rauswurf aus der Partei lässt der ehemalige Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz sein Amt als Fraktionschef im Landtag einstweilen ruhen. Zunächst solle eine erste juristische Klärung durch das Landgericht Berlin abgewartet werden, sagte Kalbitz nach einer fast vierstündigen Fraktions-Sondersitzung im Landtag. Die Fraktion habe sein entsprechendes Angebot einstimmig angenommen. Kalbitz hätte auch als Parteiloser Fraktionschef bleiben können, weil die Fraktion ihre Geschäftsordnung bereits nach der Annullierung der Parteimitgliedschaft von Kalbitz durch den Bundesvorstand entsprechend geändert hatte.

Doch Bundesparteichef Jörg Meuthen hatte sich strikt gegen den Verbleib von Kalbitz als Fraktionschef ausgesprochen, nachdem das Bundesschiedsgericht die Annullierung der AfD-Mitgliedschaft Ende Juli bestätigt hatte. Gegen diese Entscheidung will sich Kalbitz mit allen juristischen Mitteln zur Wehr setzen und hat bereits einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim Landgericht Berlin eingereicht. 

+++ 14.14 Uhr: Herzogin Kate würdigt Britisches Rotes Kreuz – und ihre Oma +++

Die Royals, allen voran die Queen, haben zum 150-jährigen Bestehen des Britischen Roten Kreuzes die Arbeit der vielen Helfer gelobt. Zu den Gratulanten gehörte auch Herzogin Kate, deren Großmutter und Urgroßmutter als Freiwillige bei der Hilfsorganisation als Krankenschwestern gearbeitet hatten. 

"Wie Sie und viele andere sind die beiden Teil der reichen Geschichte des Britischen Roten Kreuzes", schrieb die Herzogin von Cambridge in einem Brief an die Hilfsorganisation, die sich auch um verletzte Soldaten kümmerte. Kates Oma Valerie Middleton half im Zweiten Weltkrieg, Urgroßmutter Olive Middleton im Ersten Weltkrieg. 

+++ 13.56 Uhr: Lukaschenko setzt sich gegen Manipulationsvorwürfe zur Wehr +++

Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Belarus hat sich Staatschef Alexander Lukaschenko gegen Manipulationsvorwürfe der Opposition zur Wehr gesetzt. "Niemand wird hier Stimmen stehlen", sagte der Langzeit-Präsident in einer Rede, die live im Fernsehen übertragen wurde. Zugleich versprach er, bei der Wahl an diesem Sonntag jedes Ergebnis zu akzeptieren. Lukaschenko ist in der ehemaligen Sowjetrepublik seit mehr als einem Vierteljahrhundert an der Macht. Kritiker nennen ihn den "letzten Diktator Europas".

+++ 13.47 Uhr: Britische Regierung fürchtet Medikamenten-Engpass nach Brexit +++

Die britische Regierung hat Arzneimittel-Händler mit Blick auf den Brexit aufgefordert, ausreichende Medikamenten-Vorräte anzulegen. Die Unternehmen sollten Lagerbestände für sechs Wochen anlegen und sich auf mögliche Lieferstörungen an wichtigen Häfen wie Dover vorbereiten, hieß es in einem am Montagabend veröffentlichten Brief des britischen Gesundheitsministeriums. Schon jetzt stünden die weltweiten Lieferketten durch die Corona-Pandemie unter "erheblichem Druck".

+++ 13.37 Uhr: Erneut kenianischer Frachtflieger in Somalia verunglückt +++

Ein mit Nachschub für AU-Truppen beladener kenianischer Frachtflieger ist bei der Landung auf dem Flughafen der somalischen Grenzstadt Dhoobley verunglückt. Mindestens ein Insasse der zweimotorigen Turbopropmaschine kam nach den noch vorläufigen Angaben eines somalischen Sicherheitsbeamten ums Leben. Die genaue Unglücksursache war zunächst unklar. In diesem Jahr hat es bereits mehrere ähnliche Flugzeugunglücke in Somalia gegeben. 

+++ 13.19 Uhr: Interpol: Cyberkriminelle greifen vermehrt auch Krankenhäuser an +++

Cyberkriminelle haben nach Angaben von Interpol während der Coronavirus-Pandemie vermehrt auch große Unternehmen und wichtige Infrastrukturen ins Visier genommen. Mehrere Mitgliedsstaaten hätten Angriffe mit schädlicher Software auf Regierungs- und medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser gemeldet, teilte die internationale Polizeiorganisation mit. Die Geschwindigkeit, mit der die Attacken zunähmen, sei alarmierend, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Die wachsende Abhängigkeit vom Internet biete den Kriminellen neue Möglichkeiten, da die Online-Sicherheitsvorkehrungen vieler Unternehmen und Nutzer nicht auf dem neusten Stand seien, so Stock.

+++ 12.58 Uhr: Schweiz liefert gesuchten Raser nach Deutschland aus +++

Die Schweiz hat einen Mann ausgeliefert, der 2016 bei einem illegalen Straßenrennen in Baden-Württemberg einen schweren Unfall verursacht hat. Ein Gericht hatte den 25-Jährigen unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu 19 Monaten Haft verurteilt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Raser habe die Strafe aber nicht angetreten und das Land verlassen. Am Montag übergaben die Behörden aus der Schweiz den Gesuchten an die Bundespolizei.

+++ 12.45 Uhr: Bund sagt Kommunen Millionenhilfen für Wälder zu +++

Für den Unterhalt der von Trockenheit und Schädlingen gefährdeten Wälder können die Kommunen mit Millionenhilfen aus dem Konjunkturpaket des Bundes rechnen. In einem Brief an den Deutschen Städte- und Gemeindebund und den Gemeinsamen Forstausschuss "Deutscher Kommunalwald" schrieb Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), für Wald und Holz seien Mittel von insgesamt 700 Millionen Euro vorgesehen. Größter Posten sind Ausgaben für eine Prämie zur Erhaltung und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder mit 500 Millionen Euro.

+++ 12.34 Uhr: Zweiter Tag in Folge Rückgang der Corona-Neuinfektionen in den USA +++

In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden seien 46.321 neue Ansteckungen registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Zugleich habe es 532 weitere Todesfälle gegeben. US-Präsident Donald Trump genügten die Zahlen für einen optimistischen Blick in die Zukunft. In der vergangenen Woche waren US-weit an fünf Tagen hintereinander mehr als 60.000 neue Fälle registriert worden. Am Sonntag sank die Zahl dann auf 47.508, nun ging sie nochmals leicht zurück. Insgesamt wurden in den USA bisher mehr als 4,7 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 155.000 Menschen starben. Dies sind weltweit mit Abstand die meisten Opfer.

+++ 12.20 Uhr: Insolvenzverfahren: Mister Minit will rund 30 Filialen schließen +++

Der Reparatur- und Service-Dienstleister Mister Minit will im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung rund 30 seiner 148 Filialen in Deutschland schließen. "Diese Maßnahme ist für den Erhalt des Unternehmens unumgänglich", sagte der für die Eigenverwaltung in das Unternehmen berufene Sanierungsexperte Christoph Enkler. Denn der Geschäftsbetrieb in seiner derzeitigen Struktur sei nicht kostendeckend aufrechtzuerhalten.  

Die Minit Service GmbH hatte Ende April beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 1. August eröffnet. Mister Minit litt nicht nur unter der Coronakrise. Auch schon vor der Pandemie hatte sich der Markt für Schuh-Reparaturen schlecht entwickelt. Ein Grund dafür war der Trend zu günstigen Schuhen und Sneakern, die oft nicht mehr repariert werden. 

+++ 12.18 Uhr: SOS-Zeichen im Sand einer Insel im Westpazifik rettet Seglern das Leben +++

Durch ein riesiges SOS-Zeichen im Sand einer abgelegenen Insel im Westpazifik haben drei in Seenot geratene Männer ihr Leben retten können. Am Sonntag entdeckten australische Streitkräfte und US-Militärs den Notruf aus der Luft und konnten offiziellen Angaben zufolge die Bergung der Männer von der zu Mikronesien gehörenden Mini-Insel veranlassen.

Drei Tage zuvor waren die Männer mit einer sieben Meter langen Segeljolle in See gestochen, verloren aber zwischen den über 600 Inseln und Atollen Mikronesiens ihren Kurs. Als ihnen auch noch der Treibstoff ausging, konnten sie sich gerade noch auf die 190 Kilometer von ihrem Ausgangspunkt entfernte Insel retten, wo sie mit Hilfe des SOS-Zeichens auf baldige Bergung hofften. Die australische Marine versorgte die drei Schiffbrüchigen nach eigenen Angaben  per Helikopter umgehend  mit Wasser und Lebensmitteln. Anschließend rückte ein mikronesiches Patrouillenschiff aus, um sie zu bergen. Sie waren demnach bei ihrer Rettung in einem guten gesundheitlichen Zustand.

+++ 12.16 Uhr: Polizei: Schüsse bei versuchtem Banküberfall in Berlin +++

Mehrere Täter haben in Berlin-Wilmersdorf versucht, eine Bank zu überfallen. Dabei seien sie am Dienstagvormittag auf Sicherheitsleute gestoßen und es seien Schüsse gefallen, sagte ein Polizeisprecher vor Ort in der Detmolder Straße. Dabei sei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verletzt worden, Lebensgefahr bestehe nicht. Die Täter hätten daraufhin ihr eigenes Fahrzeug in Brand gesetzt und seien in unbekannte Richtung zu Fuß geflüchtet. Ein Sprecher der Feuerwehr hatte zuvor von einem brennenden Geldtransporter gesprochen. Laut Polizei war kein Geldtransporter vor Ort. Ob die Täter Beute machten, war zunächst ebenfalls unklar.

+++ 11.15 Uhr: Corona-Ausbruch in Niederbayern: 166 Infizierte in Konservenfabrik +++

Die Zahl der Corona-Infizierten im niederbayerischen Mamming steigt weiter an: 166 von 600 Mitarbeitern einer Konservenfabrik wurden positiv auf das Virus getestet. "Der gesamte Betrieb ist vorübergehend stillgelegt", teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Alle Beschäftigten befänden sich in Quarantäne, ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

Nach einer ersten Testung war am Wochenende bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte der Fabrik mit dem Coronavirus angesteckt haben. Um sicherzugehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung angeordnet.

+++ 11.03 Uhr: NRW-Ministerin zu Maskenpflicht: Schulverweis bei groben Verstößen +++

Wenn Schüler in NRW dauerhaft gegen die neue Maskenpflicht verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: "Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht – weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen – daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen."

+++ 10.24 Uhr: Mutmaßliche tadschikische Terrorzelle – Sechster Mann gefasst +++

Dreieinhalb Monate nach der Zerschlagung einer mutmaßlichen IS-Terrorzelle in Deutschland hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Verdächtigen gefasst. Der Tadschike sei bereits Ende April in Albanien festgenommen und nun ausgeliefert worden, teilte die oberste Strafverfolgungsbehörde in Karlsruhe mit. Der Mann wurde demnach am Montag am Frankfurter Flughafen festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittler hatten die mutmaßliche Terrorzelle Mitte April in Nordrhein-Westfalen ausgehoben und vier Verdächtige festgenommen. Die Gruppe soll einen Mordanschlag auf einen Islamkritiker und Angriffe auf US-Stützpunkte in Deutschland geplant haben.

+++ 10.21 Uhr: Polizei durchsucht Räume des Bankenverbands +++

Die Polizei durchsucht seit dem Morgen die Räumlichkeiten des Bankenverbands in Berlin und Frankfurt. Das sagte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR darüber berichtet. Deren Recherchen zufolge steht die Aktion im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Details wurde zunächst nicht bekannt.

+++ 10.12 Uhr: Schnee auf der Zugspitze +++

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, hat es geschneit. 20 Zentimeter Schnee meldete der Deutsche Wetterdienst am Morgen. Die Temperatur auf der Zugspitze wird die Nullgradgrenze zunächst nicht übersteigen.

+++ 10.09 Uhr: Laschet bricht Moria-Besuch aus Sicherheitsgründen ab +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat einen Besuch im überfüllten Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Laschet hatte nach dem Besuch des Container-Bereichs eine Visite im sogenannten wilden Teil außerhalb des Camps geplant. Auf Anraten des örtlichen Sicherheitschefs wurde der Besuch in dem Teil kurzfristig abgesagt. Zuvor hatten sich Gruppen von Flüchtlingen aus Afghanistan und Afrika versammelt und in Sprechchören "Free Moria" gerufen. Ein starkes Aufgebot an Sicherheitskräften schirmte die Flüchtlinge von Laschet ab.

+++ 10.00 Uhr: Drei Festnahmen in saarländischem Mordfall nach 29 Jahren +++

Rund 29 Jahre nach der Tat hat die Polizei im Saarland drei Männer festgenommen, die einen 27-Jährigen ermordet haben sollen. Die Männer im Alter zwischen 53 und 55 Jahren sollen einen seit September 1991 vermissten Mann aus Völklingen in einem Waldstück bei Wadgassen getötet und die Leiche anschließend dort vergraben haben, wie das Landespolizeipräsidium Saarland mitteilte.

Die damaligen Ermittlungen hatten nicht zu einem Erfolg geführt. Im Mai 2020 gab es laut Polizei jedoch Andeutungen aus dem Umfeld der nun Beschuldigten, dass diese für den Mord verantwortlich seien. Der Verdacht konnte durch umfangreiche Ermittlungen erhärtet werden. Die drei Männer wurden am Montag in Heusweiler, Riegelsberg und Berlin festgenommen. 

+++ 8.59 Uhr: Easyjet will Flugangebot für Sommer stärker hochfahren +++

Nach tiefroten Zahlen in der Coronakrise fährt der britische Billigflieger Easyjet sein Flugangebot stärker hoch als bisher geplant. "Unsere Buchungen für den Rest des Sommers entwickeln sich besser als erwartet", sagte Unternehmenschef Johan Lundgren abei der Vorlage der Quartalszahlen in Luton bei London. Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende September werde Easyjet nun voraussichtlich 40 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge anbieten. Bisher hatte das Management nur mit einer Kapazität von 30 Prozent geplant.

+++ 8.52 Uhr: Chrupalla begrüßt Corona-Großdemonstration in Berlin +++

Der AfD-Ko-Parteichef Tino Chrupalla hat die Großdemonstration gegen die Corona-Politik in Berlin am Samstag begrüßt. "Wenn man diese Bilder gesehen hat, ist es lobenswert, dass so viele Menschen auf den Straßen Berlins unterwegs waren und für ihre Grundrechte demonstriert haben", sagte Chrupalla im ARD-"Morgenmagazin". Dass der Veranstalter die Demonstration von sich aus beendet habe, sei ebenso lobenswert. "Bei Veranstaltungen dieser Größenlage ist es sicherlich schwierig, die Abstandsregeln einzuhalten", sagte Chrupalla. Auf die Kritik an der Demonstration wegen der Missachtung der Corona-Regeln verwies Chrupalla auf "unterschiedliche Meinungen bei Virologen und Ärzten". Die Infektionsgefahr sei unter freiem Himmel deutlich geringer als in geschlossenen Räumen. Chrupalla beklagte eine "Doppelmoral" von Politik und Medien und bezog sich damit auf die "Black Lives Matter" Demonstration vor einigen Wochen in Berlin. Dort sei im Anschluss nicht über Abstand und Mundschutzregel diskutiert worden, sagte Chrupalla. Bei dieser Demonstration hatten die Teilnehmer 

+++ 8.39 Uhr: Große Mehrheit für Strafen bei Missachtung von Corona-Auflagen bei Demos +++

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland würde es laut einer Umfrage befürworten, wenn bei der Missachtung von Abstandsregeln oder Maskenpflicht bei Demonstrationen Strafen verhängt werden. 77 Prozent sprachen sich in einer repräsentativen YouGov-Umfrage dafür aus. 14 Prozent lehnen Strafen ab. Der größte Zuspruch kommt von Wählern der Grünen (87 Prozent), der geringste von Wählern der AfD (45 Prozent). 

+++ 8.17 Uhr: Wegen Rechtsstreitigkeiten in den USA: Bayer weist Milliardenverluste aus +++

Der Chemiekonzern Bayer hat wegen des jüngst erzielten milliardenschweren Vergleichs im Streit um den Monsanto-Unkrautvernichter Roundup einen hohen Verlust im zweiten Quartal ausgewiesen: Das Konzernergebnis liege "durch Sondereinflüsse aus Rechtsfällen bei minus 9,548 Milliarden Euro", teilte Bayer mit. Abgesehen davon sei das Geschäft von April bis Juni trotz der Coronakrise "stabil" verlaufen. Bayer hatte den Vergleich Ende Juni erzielt; zur Beilegung von aktuell etwa 125.000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen von Roundup-Nutzern gegen die US-Tochter Monsanto will der Konzern bis zu 10,9 Milliarden Dollar (9,8 Milliarden Euro) zahlen. Dieser Vergleich steht allerdings auf der Kippe: Der Bundesrichter Vince Chhabria äußerte Anfang Juli Bedenken gegen Teile des Vergleichs. Die Streitparteien beschlossen daraufhin, ihren Antrag zurückzuziehen, um sich umfassend mit den Fragen des Gerichts befassen zu können. 

+++ 8.15 Uhr: Corona-Welle: Erneute Ausgangsbeschränkungen für Millionen Menschen auf den Philippinen +++

Wegen eines deutlichen Wiederanstiegs der Corona-Infektionsfälle gelten für Millionen Menschen auf den Philippinen ab sofort wieder strikte Ausgangsbeschränkungen. In der Hauptstadt Manila und vier angrenzenden Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser nach Vorgabe der Behörden nur noch für notwendige Einkäufe und Sport verlassen. Auch die meisten Geschäfte müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Mehr als 27 Millionen Menschen sind von der Regelung betroffen. Die Bevölkerung war nur rund 24 Stunden vor Inkrafttreten über die Auflagen informiert worden. Viele Menschen saßen deshalb in Manila fest und konnten nicht mehr in ihre Heimatstädte zurückkehren, nachdem der öffentliche Verkehr und alle Inlandsflüge eingestellt worden waren.

+++ 7.43 Uhr: Fraport erwartet nach Verlust lange Durststrecke +++

Der Einbruch des Flugverkehrs in der Coronakrise hat den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 182 Millionen Euro nach 127 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor, wie das im MDax gelistete Unternehmen in Frankfurt mitteilte. Vorstandschef Stefan Schulte rechnet für das laufende Jahr am Heimatstandort und an den Auslandsflughäfen mit Verkehrsrückgängen im hohen zweistelligen Prozentbereich. Auch im Gesamtjahr dürfte unter dem Strich ein deutlicher Verlust stehen. Fraport will deshalb wie angekündigt 3000 bis 4000 Jobs in Frankfurt abbauen.

+++ 7.34 Uhr: Taylor Swift bricht Rekord: Künstlerin mit meisten Songs in US-Charts +++

Pop-Star Taylor Swift, 30, hat den Rekord für die meisten "Billboard Hot 100"-Einträge von Frauen in der Geschichte der US-Charts gebrochen. Swift liegt mit 113 Liedern vor der US-Rapperin Nicki Minaj mit 110. Das berichtete das "Billboard"-Magazin, das die US-amerikanischen Charts veröffentlicht. Da alle 16 Songs von Swifts neuem Album "Folklore" ihr Debüt in den Charts feierten, stieg die Gesamtzahl von 97 auf 113 Titel. Minaj, 37, hatte die Bestmarke seit dem 1. April 2017 gehalten. Sie überholte damals die verstorbene Soul-Ikone Aretha Franklin, die mit 73 Liedern in den US-Charts fast 40 Jahre lang den Rekord gehalten hatte.

+++ 6.45 Uhr: Hurrikan "Isaias" trifft mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde auf US-Ostküste +++

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde ist Hurrikan "Isaias" auf die US-Ostküste getroffen. Der womöglich lebensbedrohliche Hurrikan habe North Carolina in der Nacht (Ortszeit) erreicht, teilte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mit. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand aus und mahnte die Bevölkerung zur Vorsicht. Das NHC warnte vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Sturmfluten, die potenziell tödlich sein könnten. Die Meteorologen gingen davon aus, dass der Hurrikan der Stufe 1 die US-Ostküste entlangziehen und am Dienstag stürmische Winde auch nach Washington, Philadelphia und New York bringen werde. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand für Florida sowie North und South Carolina aus und machte damit den Einsatz von Bundesmitteln möglich. "Jeder muss wachsam bleiben", warnte er auf einer Pressekonferenz.

+++ 5.12 Uhr: 879 neue Corona-Infektionen in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Coronakrise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Morgen meldete (Datenstand 4.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9156. Bis zum Morgen hatten 194.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

+++ 5.04 Uhr: Überwiegende Zustimmung für Abzug von US-Truppen +++

Während die Politik in Deutschland den geplanten Abzug von US-Truppen mehrheitlich ablehnt, trifft er in der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworten 47 Prozent eine Reduzierung der derzeit 36.000 Soldaten. Jeder Vierte meint sogar, die US-Streitkräfte sollten Deutschland ganz verlassen. Dagegen ist noch nicht einmal jeder Dritte (32 Prozent) dafür, dass die amerikanischen Truppen in der bisherigen Stärke bleiben (28 Prozent) oder sogar aufgestockt werden (4 Prozent) sollten. 21 Prozent machten keine Angaben. Von dem verkündeten Abzug von 12.000 Soldaten sind Standorte in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz betroffen.

+++ 4.04 Uhr: Ärzteverband: Zweite Corona-Welle schon da – Kliniken vorbereitet +++

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. "Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen". Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. "Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna. Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. 

+++ 3.47 Uhr: Waldbrand in Südkalifornien wohl durch defektes Fahrzeug verursacht +++

An dem ersten großen Waldbrand des Jahres im US-Bundesstaat Kalifornien könnte ein defektes Fahrzeug schuld sein. Nach Angaben der Behörden soll das Feuer im Bezirk Riverside County, rund 130 Kilometer östlich von Los Angeles, durch brennende Auspuff-Emissionen ausgelöst worden sein. Seit Ausbruch des Feuers am vergangenen Freitag hatten sich die Flammen in kurzer Zeit auf eine Fläche von gut 107 Quadratkilometern ausgedehnt. Nach Angaben der Feuerwehr waren knapp 2300 Helfer im Einsatz. Bisher konnte das Feuer nur zu fünf Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Knapp 8000 Einwohner mussten vorsichtshalber ihre Häuser verlassen, doch ein Übergreifen der Flammen auf Siedlungen konnte zunächst verhindert werden. 

+++ 3.39 Uhr: Zweiter Tag in Folge Rückgang der Corona-Neuinfektionen in den USA +++

In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden seien 46.321 neue Ansteckungen registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Zugleich habe es 532 weitere Todesfälle gegeben. In der vergangenen Woche waren an fünf Tagen hintereinander mehr als 60.000 neue Fälle registriert worden. Am Sonntag sank die Zahl dann auf 47.508, nun ging sie nochmals leicht zurück. Insgesamt wurden in den USA mehr als 4,7 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 155.000 Menschen starben. Dies sind weltweit mit Abstand die meisten Opfer.

+++ 3.33 Uhr: Nordkorea hat laut UN "wahrscheinlich" kleine Atomwaffen +++

Im Ringen um die Entwicklung von Atomwaffen macht Nordkorea Berichten zufolge Fortschritte. Mehrere Länder gehen davon aus, dass die Autokratie "wahrscheinlich kleine nukleare Vorrichtungen entwickelt" hat, die in die Sprengköpfe ballistischer Raketen passen, wie aus einem vertraulichen UN-Bericht hervorgeht, deren Inhalte der Deutschen Presse-Agentur am Montag (Ortszeit) aus Diplomatenkreisen bestätigt wurden. Das Dokument des Expertengremiums der Vereinten Nationen zur Einhaltung der Sanktionen gegen Nordkorea betonte dabei, dass die Einschätzungen auf Informationen eines Mitgliedslandes zurückgingen.

+++ 2.06 Uhr: Corona-App kommt in weiteren fünf Sprachen +++

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. "Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung", sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der "Rheinischen Post". Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär. Die Corona-Warn-App sei inzwischen in den App-Stores aller EU-Länder sowie der Türkei, der Schweiz und von Norwegen und Großbritannien freigegeben.

+++ 0.25 Uhr: Lambrecht gegen Verbote von Corona -Demos +++

+++ 0.07 Uhr: Israel greift Ziele im Süden Syriens an +++

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Ziele im Süden Syriens mit Kampfflugzeugen und -hubschraubern beschossen. Angegriffen worden seien unter anderem Beobachtungsposten sowie Kommando- und Kontrollsysteme auf Stützpunkten der syrischen Armee, teilte das Militär mit. Dies sei eine Reaktion auf den vereitelten Sprengstoffanschlag an der Grenze zu Syrien auf den Golanhöhen gewesen. "Die IDF machen die syrische Regierung für alle Aktivitäten auf syrischem Boden verantwortlich", hieß es.  Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte erfolgte der Angriff auf Militärstellungen in der Region Tel al-Ahmar in der Provinz Kuneitra.

+++ 0 Uhr: Trumps Finanzunterlagen: Ermittlungen umfassender als bisher bekannt +++

Die Staatsanwaltschaft in Manhattan pocht weiter auf die Einsicht in Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump. Sie erhofft sich davon offenbar Hinweise auf möglichen Versicherungs- und Bankbetrug durch Trumps Firma und dortige Angestellte, wie aus einem Schreiben von Staatsanwalt Cyrus Vance an ein Gericht hervorgeht. Bislang war bekannt, dass sich Ermittlungen von Vance' Behörde um angebliche Schweigegeldzahlungen drehten, die Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen dem Pornostar Stormy Daniels und dem ehemaligen Playmate Karen McDougal gezahlt haben soll. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben, was dieser dementiert.

+++ 0 Uhr: Kühnert gibt Juso-Vorsitz auf und will für Bundestag kandieren +++

Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert will sein Amt vorzeitig abgeben und 2021 für den Bundestag kandidieren. Der 31-Jährige stellt sein Amt beim Bundeskongress Ende November zur Verfügung, wie eine Sprecherin der SPD-Nachwuchsorganisation der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" darüber berichtet. Die Neuwahl des Juso-Vorsitzenden wird damit um ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der "bestmögliche Zeitpunkt", sagte Kühnert dem "Tagesspiegel". Seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger hätten es verdient, "dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken".

wue DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker