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Hitze als Auslöser?: Achtung, Ast fällt! Warum Bäume jetzt ganze Äste abwerfen

Plötzlich kracht es: Gerade im Sommer verlieren Bäume unvorhersehbar einzelne Äste, die in vollem Laub stehen. Für das Phänomen gibt es verschiedene Erklärungen.

Der abgefallene Ast einer Pappel liegt vor dem Baum

Phänomen Grünastbruch: Der abgefallene Ast einer Pappel liegt vor dem Baum

DPA

Nur ein kurzes Knacken kündigt die Gefahr an, dann stürzt plötzlich mit großer Wucht ein Ast auf den Boden: Vor allem an heißen Tagen kommt es bei augenscheinlich gesunden Bäumen immer wieder zu sogenannten Grünastbrüchen, die niemand vorhersehen kann. Ohne Sturm oder starken Regen, einfach so, brechen plötzlich starke Äste ab. Mit Folgen, wie das Beispiel aus der der brandenburgischen Stadt Neuruppin zeigt. 

Dort warf eine Eiche im Tempelgarten, einer historischen Gartenanlage, kürzlich einen neun Meter langen und etwa 300 bis 400 Kilogramm schweren Ast aus etwa zwölf Metern Höhe ab. "Er hat eine eiserne Feuerschale völlig demoliert und ein Festzelt beschädigt", erzählt der Vorsitzende des Vereins Tempelgarten Neuruppin, Peter Neiß. "Wir können froh sein, dass niemand unter dem Baum gestanden hat." Eigentlich sollte dort eine Veranstaltung stattfinden, diese sei auf ein sicheres Gelände verlegt worden. Die Stadt warnte daraufhin ihre Einwohner vor dem Phänomen. 

Kommunen warnen vor Astbruch

Auch andere Kommunen in Deutschland haben in den vergangenen Wochen vor der Gefahr durch herabfallende Äste gewarnt. So hatte etwa die Stadt Ahaus in Nordrhein-Westfalen den Schlossgarten zwei Tage lang für Besucher gesperrt, weil aus den Baumkronen Äste abbrechen könnten. Die Städte Gütersloh und Paderborn mahnten Fußgänger zu erhöhter Vorsicht unter Bäumen.

"In der jetzigen Hitzeperiode müsste das an vielen Bäumen passiert sein", sagt der Experte Ulrich Weihs mit Blick auf das Phänomen. Für die Ursachen von Astbrüchen gebe es verschiedene Erklärungen, sagt der Professor für Baumsachverständigenwesen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen. Die Hauptthese sei, dass durch die Erwärmung der Astoberfläche die Elastizität der äußeren Holzfasern nachlasse und der Ast versage. 

Betroffen seien vor allem waagerecht stehende Äste, erläutert Weihs. Durch die waagerechte Stellung sei die Hebelwirkung besonders groß. Am ehesten treten Astbrüche laut Weihs bei Weichholzarten wie etwa Pappeln auf. Die Rohdichte ihres Holzes sei geringer als die von Hartholzarten und somit auch weniger belastbar. 

Fachleute aus der Praxis wie Torsten Drübert vom Vorstand des Fachverbands geprüfter Baumpfleger berichten, dass sie in diesem Jahr aber trotz der lang anhaltenden Hitze keinen gravierenden Anstieg registriert haben. "Astbrüche gibt es immer wieder, aber nicht in Größenordnungen", sagt auch Jan Engel, Sprecher des Landeskompetenzzentrums Forst in Eberswalde. 

Im Waldbau seien die Abbrüche nicht so tragisch, auf Straßen oder in Gärten könnten sie schon eher unangenehm werden und seien ein Risiko, so Engel. Trotzdem müsse man jetzt nicht unbedingt Angst vor Bäumen haben. 

Auch in Berlin, mit rund 440.000 Straßenbäumen eine der grünsten Metropolen Europas, sei kein deutlicher Anstieg von Astbrüchen bekannt, berichtet Derk Ehlert, Referent in der Umweltverwaltung. Er ruft allerdings zur Vorsicht auf. "Man sollte aufmerksam in der Stadt unterwegs sein und damit rechnen, dass ein Ast vom Baum fallen kann."

Bäume trennen sich von nutzlosen Ästen

Laut Weihs gilt nicht nur Hitze als Ursache. Mitunter bräuchten Bäume einige Äste schlichtweg nicht mehr: Vor allem solche aus dem unteren Kronenbereich, die von höheren Ästen beschattet würden und keinen bedeutenden Beitrag zur Photosynthese mehr leisten könnten. "Diese Äste kosten mehr Energie, als sie selbst erzeugen. Deshalb trennen sich die Bäume von ihnen", so Weihs. 

"Man kann Astbrüche nicht auf eine Hypothese allein zurückführen. Es ist sicher eine Kombination aus verschiedenen Ursachen", so der Wissenschaftler. Mit der Trockenheit hätten die Abbrüche aber nichts zu tun: "Wenn man Holz trocknet, wird es deutlich tragfähiger", so Weihs. Schließlich werde Bauholz aus diesem Grunde extra getrocknet.

Aus Expertensicht können Bäume den Verlust von einzelnen Ästen gut verkraften. Astbrüche könnten auch positive Seiten haben, betont Stefan Adler, Referent für Waldpolitik beim Naturschutzbund (NABU): "Es entstehen Sonderstrukturen wie zum Beispiel Höhlen, in denen Fledermäuse oder Spechte leben." Werde die Abbruchstelle von einem Pilz befallen, beginne ein langsamer Zersetzungsprozess. Der locke wiederum selten gewordene Käfer und andere Kleintiere an, die darauf spezialisiert seien.

Wölfe in Deutschland: Die Rückkehr der legendären Räuber
Anja Sokolow/ikr / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.