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Funkkontakt abgebrochen: Russischer Raumfrachter außer Kontrolle

Der unbemannte russische Weltraum-Transporter "Progress 59" sollte eigentlich an der ISS andocken. Nun trudelt er außer Kontrolle durchs All. Ein Sturz auf die Erde ist wohl unvermeidbar.

Ein Raumfrachter des Typ "Progress" ist außer Kontrolle geraten und wird voraussichtlich Anfang Mai abstürzen.

Ein Raumfrachter des Typ "Progress" ist außer Kontrolle geraten und wird voraussichtlich Anfang Mai abstürzen.

Ein auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) in Schwierigkeiten geratener russischer Raumfrachter ist offenbar endgültig außer Kontrolle geraten. Der unbemannte "Progress"-Frachter habe damit begonnen, auf die Erde zu stürzen, sagte ein russischer Raumfahrtvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der Kontakt zu dem Transporter war am Vortag kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur verlorengegangen.

Sollten auch die letzten Versuche einer Kontaktaufnahme scheitern, stürze der unbemannte Frachter wohl zwischen dem 7. und 11. Mai unkontrolliert ab. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos erwartet für diesen Fall, dass der Progress M-27M mit rund 2,4 Tonnen Nachschub für die ISS an Bord fast völlig in der Atmosphäre verglüht. "Falls dies geschieht, können wir einige Stunden vorher sagen, wohin mögliche Trümmer fallen", sagte ein Roskosmos-Experte. Durch den Verlust entstehe ein Schaden von etwa 88 Millionen Euro.

Ein namentlich nicht genannter Experte der Flugleitzentrale von Roskosmos nannte die Panne bereits am Dienstag "beunruhigend", da sie bei einer Sojus-Rakete aufgetreten sei, die auch für bemannte Flüge genutzt werde. Möglicherweise werde der für den 26. Mai geplante Start von drei Raumfahrern zur ISS verschoben, um erst den Fehlschlag genau zu analysieren, hieß es.

Die Sojus hatte am Dienstag nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur die vorgesehene Umlaufbahn deutlich verfehlt. Hauptgrund war vermutlich ein Defekt an der dritten Stufe. Roskosmos zufolge hat die Raumstation vorerst noch genug Lebensmittel und technisches Material an Bord. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit sechs Besatzungsmitglieder.

DPA/AFP/lea / DPA
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