KW 34/2005 Warum haben sich die Medien völlig abhängig von den Werbeeinnahmen gemacht? (Jens Lubbadeh, Hamburg)


Herr Honold aus Spanien meint: "Weil sich die Medien ohne Werbung nicht selbst finanzieren können. Der Verkauf einer Zeitung deckt nur den Bruchteil der laufenden Kosten. Wer würde sich dann einen 'Stern' kaufen, wenn dieser zwar ohne Werbung dafür aber um die 50 oder 60 Euro kosten würde?"

Von was sollen sie sich denn sonst finanzieren? Spenden? Oder sollen sie sich vom Staat abhängig machen?

Thomas, Wiesbaden

Weil sich Geld so am leichtesten "reinwaschen" lässt.

Klimke / Hamburg

Truwen(at)gmx.de

Mit den einnahmen scheint es sehr schlecht bestellt zu sein, wenn man sich anschaut, was so über den TV-schirm flimmert. besonders rtl,pro7,sat,nur, um die dämlichsten grinse-sender zu nennen.volksverarschung,verblödung und leider beeinflussung der "breiten" masse sind nicht vorprogrammiert, sondern bereits traurige realität.alle senden eine botschaft:einlullen,trallalla,alles wird gut...diktatur lässt grüssen! also,ihr milliarden-verwalter der industrie,haut den werbefritzen was aufs maul, damit im TV wieder gas gegeben wird!Gehirnschmalz für die masse! ein doofes volk kann nix erwirtschaften, und das ist für die industrie auf dauer die pleite!

Jürgen Krempowski , Bad Oeynhausen a.d.Weser

Die Frage ist umkehrbar: Warum haben sich die Werber so völlig abhängig von den Medien gemacht? Könnten sie nicht direkt werben? Nein. Jede Botschaft geht über einen Kanal, ein Medium. Im kapitalistischen System muss das Ziel des Handelns sein, Kapital zu erwirtschaften. D.h. wenn ich eine Botschaft über ein Medium sende, tue ich es, um Kapitel zu erwirtschaften. Wenn ich einen Kanal habe, werde ich Botschaften wählen, die Konsum bedeuten (Klingeltöne downloaden) oder zum Konsum anregen (Klingeltöne bewerben). Werbung kann sich also zum einen nur über Medien formulieren (es sei denn, dein Gehirn steckt in einer Art Gedanken-Projiziermaschine), und Medien, die jeden erreichen, sind gute Kandidaten für Werbebotschaften. Und wenn ich ein Medium besitze, werde ich versuchen, Leute zu finden, die meinen Kanal konsumieren. Dies sind die Werber. Sie bezahlen dafür, meinen Kanal zu nutzen. Um andere Leute zu finden, die ihre Produkte konsumieren. Alles dreht sich ! um diesen scheiß Konsum, leider. Am besten dreht man mal eine Runde an der frischen Luft. Das hilft meistens.

Nudge, Leipzig

sonstwo(at)gmx.de

Weil sich die Medien ohne Werbung nicht selbst finanzieren können. Der Verkauf einer Zeitung deckt nur den Bruchteil der laufenden Kosten. Wer würde sich dann einen Stern kaufen, wenn dieser zwar ohne Werbung dafür aber um die 50 oder 60 Euro kosten würde??

Honold, Spanien

mhonold(at)teleline.es

Die Monetarisierung der Contents/Inhalte ist notwendig, um die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten und weiterhin (teure) Produke (Produktionen) zu finanzieren. Weitere Einnahmequellen sind begrenzt (bspw. TV). Genau genommen handelt es sich um einen selbstverstärkenden Kreislauf: Werbeeinnahmen sammeln sich in attraktiven Umfeldern (die interessante Zielgruppen ansprechen können), gleichzeitig wächst der Druck, weiterhin noch aufwändigere Produktionen zu entwickeln.

Dr. Kai-Uwe Laag, Düsseldorf

kontakt(at)kaiuwelaag.de

1. Spezialisierte Medien erreichen weniger Leser als Generalisten. Die verkaufte Auflage deckt die Kosten nicht --> Werbeeinnahmen tun not. 2. Die "Generalisten" unter den Medien haben Mordskosten. Die verkaufte Auflage ... siehe 1. 3. Produktmanager ersetzen Verleger: Medien und -formate werden nicht kreiert, um Information zu transportieren, sondern um Vehikel für Werbepotenzial zu schaffen. 4. Auch Medienunternehmer haben ein erotisches Verhältnis zu noch mehr Geld. 5. Staatlich finanzierte und entsprechend gelenkte Medien wären werbeunabhängig. Aber wer will das lesen/sehen? Und wetten, dass auch dort Anzeigen/Spots zu sehen wären ...

Hans Fuchs, München

mucfuchs(at)aol.com

Es geht wie bei allem heute nur noch um Profit.Stellen Sie sich mal vor daß z.B keine Werbung mehr in der Bild Zeitung wäre,dann könnte man alle wichtigen Meldungen auf eine Seite bringen,und sie dürfte höchstens 5 Cent kosten.Oder das Fernsehen z.B Sat1,RTL,Pro7 u.s.w würden für den Mist den sie senden ohne Werbung Gebühren kassieren,dann würde wohl jeder Mensch in Deutschland dessen IQ über 50 ist sein Fernsehgerät abmelden.

G.S.Wersau

Aus Gier und Einfachheit, damit können die Medien mehr Geld verdienen.Damit aber verpasst man das Wesentliche über wichtigere Dingen über die Ereignisse der Welt wie z.B. über Ursache von Leid der Mitmenschen.

Sabet, Hamburg

Geld regiert die Welt. Medien werden für ihre Berichte bezahlt, nur für einige Schlagzahlen klingelt die Kasse eben etwas stärker.

Patrick, Remscheid/München

Andersherum gefragt: Wie hoch ist die Einflussnahme der zahlenden Kunden auf die differenzierte Berichterstattung der Medien?? Nehmen wir das Beispiel Nachrichtenagenturen. Das sind doch in der Regel Wirtschaftsunternehmen. Zeichnet sich ein gut geführtes Unternehmen nicht dadurch aus rentabel und wettbewerbsfähig zu sein?! Nachfrage bestimmt doch das Angebot. Warum lese ich jeden Tag nur Horrormeldungen aus dem Irak?! Warum bekomm ich nur Häppchenweise Informationen vom Afrikanischen Kontinent?! Die Manipulationen der Medien, sind doch für den Otto-Normal-Verbraucher gar nicht mehr zu durchschauen. Er muss sich ja mit täglich 3000 Werbebotschaften und dem Leben anderer Menschen auseinandersetzen, siehe Big-Broher und die ganzen anderen Realdokus. Nicht das die Menschen unmündig wären oder alle Medien zu verteufeln sind, weissgottnicht, ich wüsste nichts ohne die Medien. Aber wir überlassen es anderen für uns zu filtern und verlassen uns zu sehr auf deren Integrität. Das diese mitunter auch nicht immer das Gelbe vom Ei ist, darüber sind wir uns einig, gell??

Avelino Rodriguez Gallegos

Lindenkind(at)hawawii.com

Da die Medien durch den Verkaufspreis des Mediums selbst nicht überleben können, müssen die existenziellen Einnahmen eben über die Werbekunden einfliessen. Und da wir in einer Servicegesellschaft leben, wo der Kunde immer König ist, werden die Medien Schritt für Schritt abhängiger von den Anzeigenkunden. Auch wichitge Investitionen wie zum Beispiel in die Senderechte von Sport-events müssen sich rentieren, und da müssen die Werbeblöcke verkauft werden. Auch wenn es eine wirtschaftliche Abhängigkeit gibt, genau so wie auch ein Restaurantbetreiber abhängig von seinen Kunden ist, so kann das Medium trotzdem noch immer entscheiden ob die Inhalte voM Chef-Redakteur oder vom Chef-Verkäufer diktiert werden. Wohl dem der noch durch die Verkaufserlöse überleben kann.

Vic Hengel, Luxemburg

vhengel(at)binsfeld.lu

Wer behauptet denn sowas? Kommt doch mittlerweile mehr Werbung als sonst was im Fernsehen.

Puck

nix(at)gibts.de

weil sie nicht die Visionen haben ein eigenständiges Programm zu erstellen für das der Zuschauer einen vertretbaren Betrag zahlen würde, und sich durch werbung Geld ohne Rückmeldung der Zuschauer erwirtschaften läßt. Letztendlich machen die sender Fernsehen nur um Geld zu verdienen und nicht aus Spass an Ihrer arbeit, ohne die aber kein gutes Produkt entsteht.

Boeder Köln

mail(at)dktboeder.de

Wer soll das sonst bezahlen? Haben Sie eine IDEE?

Guenter YOGI Lauke 63599 Wirtheim

LaukeMedia-Presse(at)web.de

Es haben sich noch nicht alle Medien 'vollkommen abhängig' von der Werbung gemacht. Zum Beispiel nicht die öffentlich rechtlichen Medien in Deutschland, die zwar immer gerne das Zubrot der Werbung annehmen, denen man aber nicht nachsagen kann, dass das einen sehr großen Einfluss auf ihr Programm hat. Hätte nämlich Werbung einen großen Einfluss auf deren Programm, müssten die nämlich zeigen, was die Leute sich auch wirklich anschauen möchten. (Damit dann die Werbemillionen fließen). Statt dessen zeigt man uns dann statt dessen ein Programm, das die gerne unter den Motto "Kultur statt Quote" verkaufen. Wären die von der Werbung abhängig, kämen die vielleicht auf den Gedanken ein Programm "Kultur mit Quote" zu zeigen. Statt dessen macht man sich der 'Neutralität' wegen lieber vom politisch besetzten Rundfunkrat abhängig. Was dazu führt, dass man immer wieder den Polit-Sendungen auf den Öff-Rech-Sendern anmerkt, welche Partei sich bei welcher Sendung im Gremium durchgesetzt hat. Die Printmedien hingegen zeigen eine ganz andere Eigenschaft. Da sie ja ihre Leser kennen bzw. zu kennen glauben, schreiben die ihre politischen Artikel (und besonders die Kommentare) so, dass sie ihrer Leserschaft gefallen. Bei den privaten Fernsehsendern ist die Antwort auf die Frage übrigens sehr einfach: Wenn die mit Werbung nichts einnehmen, können die den Laden dicht machen. Man sollte sich also immer wenn man Fernsehn sieht oder Radio hört oder Zeitung liest im klaren sein, dass die Reportage einer Tatsache auf der Wahrnehmung selbiger geschieht. Da Wahrnehmungen jedoch subjektiv sind, sollte man auch immer die Motive des Berichtenden hinterfragen.

Michael, Koblenz

Weil Dein "Stern" sonst 7,40 Euro kosten würde.

Peter Brodmeier, Hamburg

ja(at)vorhanden.de

Werbung geht ja in beide Richtungen. Auch die Medien werden geworben, mit falschen Hoffnungen. Dass bei Werbeunternehmen ohne echte Zahlen, hochgerechneten Statistiken usw. gearbeitet wird grenzt doch an Spökenkiekerei. Der Haken sind die riesigen Kosten ohne echte Leistung. Werbung ist ein Un-ding, weg-schalten, weg-hören, weg-zappen, Medien-Umweltverschmutzung.

H.Pfuhler,München

hepfuhler(at)bpx.de

Es fing mit den ersten Zeitungen an die fat reine Werbezeitungen waren

Bernhad Derix,Düsseldorf

artxs(at)web.de

Das liegt an der extremen Kombination von Doofheit und Geldgier, die einem aus den Medien überall entgegenschreit!

Manfred Pusch

manfred_pusch(at)t-online.de

Was heißt gemacht? Wovon soll das Privatfernsehen denn sonst existieren? Und da der schöne amerikanische Gehirnkleister und das Proleten-TV nach Art von Big Brother ein Schweinegeld verschlingen, muss entsprechend geworben werden, denn schließlich soll ja von der Kohle auch noch was hängenbleiben. Werbung ist also beim Privatfernsehen quasi die Existenzvoraussetzung. Wer hier auf vornehme Bescheidenheit oder gar Rücksicht auf Zuschauerinteressen setzt, hat die Regeln unserer Wirtschaft nicht kapiert. Warum allerdings die mit fetten Rundfunkgebühren gemästeten öffentlich-rechtlichen Sender uns mit Ihren drittklassigen Programmen traktieren, bleibt mir ein Rätsel. Wer sich die dritten - werbefreien - Programme ansieht, kann derart ins Gähnen kommen, dass er sich nach ein bisschen Werbung schon fast sehnt. Also Leute: Nehmt euch ein Stück Freiheit zurück. Schafft den Fernseher ab und ihr werdet euch nie wieder Sorgen darüber machen, dass ihr eine Sendung versäumt. Die zurückgewonnene Freizeit wird euch wie ein Geschenk vorkommen und ihr werdet euch nie wieder über Werbung oder das Fernsehprogramm ärgern.

Stefan Maus, Neunkirchen

die.maeuse[a-t]onlinehome.de

Weil keiner bereit ist 10 Euro für einen Stern /Spiegel/Bunte in der Woche zu zahlen, gibt es Werbung in Zeitschriften. Weil keiner bereit ist nochmal 35 Euro für ein Pay-TV-Paket zu zahlen (gibt ja schon die GEZ) gibt es auch nicht so viele Pay-TV-Anbieter wie in den USA. Und für die Firmen ist es ja auch vorteilhaft Werbung zu schalten, weil sie dann ein Image aufbauen könnten, dass im Ladenregal (bei all den Wettberwerbern) kaum möglich wäre. Gäbe es keine Werbung, könnte Firmen wie BMW oder Mercedes nicht diese unverschämt hohen Preise für ihre Produkte verlangen.

Luis Rodrigues, Konschtanz

derhairstylist(at)yahoo.de

Weil die Werbung ebenfalls ein Medium darstellt, ob akustisch oder optisch, und Medien und Werbung somit einen identischen Nenner haben.

Jean Maurice Port, Neunkirchen/Saar

Klare Frage, klare Antwort: Weil Geld die Welt regiert !

Tommy, Deutschland

Es gibt zwei möglichkeiten, wie ein Fernsehsender Geld verdienen kann. Entweder lassen sie sich direkt von den Konsumenten bezahlen, die ihr Programm schauen wollen oder auch nicht(siehe GEZ) oder die Fernsehkanäle lassen sich indirekt von den Konsumenten bezahlen, indem sie Geld von Firmen für Werbung bekommen, wodurch die Firmen höhere Gewinne erzielen können. Entweder lässt sich der Medienkonzern von Konsumenten freiwillig bezahlen(Premiere) oder er verdient sein Geld mit Werbung. Zeitungen etc. gehen dabei den Mittelweg und lassen sich von Firmen für Werbung bezahlen und trotzdem muss man für die meisten Zeitungen als Kunde dennoch etwas zahlen. Aber ohne Werbung wäre die Zeitung teurer.

Joseph Ratzinger, Vatikan

papst(at)vatikan.it

Weil sie auch heute, wenn die Leserzahlen schwinden erstmal an ein paar Seiten Inhalt sparen wollen oder die Fotografen durch Amamteure ersetzen, die man ungeniert per Anzeige im eigenen Blatt sucht, um sich zu sanieren. Den Werbekunden macht das nichts und der Leser ist doch nicht der "Kunde" einer Zeitung?

Karlheinz, überall

karl(at)ueberall.de

Weil sie ihre Kosten ja irgendwie decken müssen. Ausserdem zahle ich immer noch für den Stern am Kiosk. Von einer völligen Abhängigkeit kann hier wirklich nicht gesprochen werden. Das Privatfernsehen ist im wesentlichen auf Werbeeinahmen angewiesen, weil die (Kabel, Satelliten)-Carrier sich weigern für die Programme Geld zu zahlen.

Herrliberg

strassner(at)bluewin.ch

Weil die privaten Medien lediglich als gewinnorientierte Unternehmen geführt werden. Die Bereiche, die die grössten Gewinnspannen eröffnen, bestimmen somit das tägliche Geschäft. Die Lücken zwischen der Werbung werden so kostengünstig wie möglich gefüllt. Der Anspruch dieser Füllungen richtet sich an dem Geschmack der Mehrheit aus. Was kein Gewinn sein musss...

Thomas Kunkel, Hansestadt Wismar

tom.rules(at)web.de

Das trifft nur auf die Medien (RTL, Bild, etc.) zu, bei denen die Symbiose perfekt ist: Es ist die gleiche Zielgruppe, die sowohl zu dumm ist, die gezielte Desinformation als auch die die eigene Manipulation zu erkennen!

Swen N., Waldbröl

buergermeister(at)freenet.de

es geht nur um eins: geldverdienen! wer "höhere" ziele hat, kann ja zur heilsarmee gehen.

F.

no!

pinunzen stinken nich und wer sie hat der hat das sagen.

H. A. Dummel

Naja, Geld regiert die Welt und wer Geld verdienen will, macht sich abhängig von einzelnen Lieferanten, Branchen, bestimmten Einnahmen. Je nachdem, wie groß die Einnahmequelle ist, wird die Abhängigkeit auch größer. Das ist kein in der Medienbrache nicht anders als anderswo.

Stefan, Koblenz

slengfe(at)web.de

Will man die privaten Sender wieder vom Geld des Staates oder der Zuschauer abhängig machen? Ich finde die GEZ Gebühren stellen eine absolute Frechheit dar, denn das was die öffentlich rechtlichen bieten ist ein Witz. Geld gibt die Möglichkeit ein breiteres Programm anzubieten und die Werbung bringt Geld.

Freyer, Berlin

Ein Super-Intellektueller antwortet: "Vielleicht weil sie das Geld dringend brauchen?"

Peter Kunde, Hamburg

kundepeter-hh(at)yahoo.de

naja,sei froh das die medien soviel bezahlen,oder willst du für ne zeitschrift 10 euro bezahlen oder fürs rtl gucken 5 euro im monat bezahlen?

andiantis

..weil 24h TV teuer ist.

Ralf P. Heier, Moers

ralf.p.heier(at)t-online.de

Offensichtlich lohnt es sich!

d.schipke 21244 buchholz

yahoo

Dass sich die "Medien" völlig in die Abhängigkeit der Werbung begeben haben, hat zwei einfache Gründe, Journalisten (und Kollegen), die ihr täglich Brot brauchen und Aktionäre, die ihre Dividende (meinen zu) brauchen. Die Folgen sind dramatisch: Es gibt keinen unabhängigen Journalismus mehr, außer in Form von Schülerzeitungen. Der Verbraucher, der die Werbung über den Konsum wiederum finanziert, muss sich mit eingefärbter und verzerrter Berichterstattung begnügen.

Andreas Göring, Obertshausen

Geld; Kies, Schotter sind der Grund der Situation. Dies zerstört die Moral, Ethik un den Karakter. Die Medienlandschaft hat alle diese Eigenschaften schon längst weggeworfen.

Gerd Mutter, Eimeldingen

gmutter(at)web.de

Schon die Frage ist falsch gestellt: wir, die Nutzer, also Leser bzw. Zuschauer haben unsere Medien so von der Werbung abhängig gemacht, weil wir nur die Zeitungen lesen, die "preiswert" sind, also weniger kosten, als sie müssten, weil sie sich aus Werbung kofinanzieren. Weil Fernsehwerbung so wahnsinnig hohe Werbeeinnahmen bringt, gibt es für die meisten Zuschauer auch keinen Grund, für das Fernsehen noch extra zu bezahlen. Also macht sich die Werbung durch ihre hohen Umsetze praktisch selbst unverzichtbar.

C. Neumann

neumaennchen(at)gmx.net

Weil die meisten Menschen in Deutschland kein Rückgrat mehr haben: Hauptsache, die Kohle stimmt!

anonym

gkx(at)weg.de

Weil es Klüngel zwischen Medien und Wirtschaft gibt. Weil die Journalisten immer weniger Zeit haben richtig zu recherchieren und sich am Mainstream orientieren, dessen Wertgefüge sich am Konsum und größtmöglichen Gewinnen orientiert. Weil die Leser immer weniger Geld haben und Abonnements kündigen. Weil- und das ist das Wichtigste - es auf die Wahrheit und Wirklichkeit nicht mehr so ankommt. Ich erinnere mich noch sehr gut, als ich eine Reportage über eine große Autofirma in München machen wollte zum Thema Mobbing, sagte mir ein Redakteur einer großen süddeutschen Zeitung: Schauen Sie doch mal, wieviele Autos von ... im Hof stehen. Die Ökonomie ist der Boss. Da müssen die Medien kuschen, weil sie Geld wollen. Es ist auch immer weniger Geld da für die Medien. Aber man könnte wirklich sparen. Die Medien sollten nicht so protzen und klotzen bei den Shows. Sie sollten Geld sparen z.B. beim Sport und auch nicht hinter den Sportsgrößen hinterher rennen, sondern warten, dass die ankommen. Für die guten Sendungn ist dann kein Geld da, oder zu wenig, weil kein Unternehmen daran Interesse hat.Es wird für manche Sendungen so viel Geld verpulvert die Aufmachung ist sehr oft einfach übertrieben. Ein bisschen Glitzer weniger, ein bisschen Kreativität und GEschmack könnte vieles ausgleichen. und für gute Reportagen kriegen Filmemacher wenig Geld, müssen sich wie verrückt eilen, fertig zu werden.Und wenn es gegen die Wirtschaft geht, dann läuft gleich gar nichts mehr. Es lebe der Mobilfunk. Also Tschüss!!!

Antje Bultmann, Wolfratshausen

Antje9(at)aol.com

Wie immer in der deutschen Wirtschaft: Management by making Mistakes

Sansiba, Regensburg

Ein Wort: Rundfunkstaatsvertrag. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Private Rundfunkveranstalter DUERFEN sich in Deutschland NUR durch Werbung finanzieren...

Manfred Schubert, Erfurt

Weil es in Deutschland kein Bezahlsystem für Medien gibt, wie zum Beispiel in Italien mit den PayTV-Sendern. Premiere ist hier zu Lande das absolute Ausnahmemodell, und schwierig zudem (man bedenke ich beinahe-Pleite). Alle Versuche im Internet-Markt Bezahlsysteme für Medien zu etablieren dümpeln eher dahin. Was bleibt sind Werbe-einnahmen.

Christian Wedtke, Paderborn

christian(at)wedtke.org

Weil die meisten Konsumenten nicht bereit sind, für Information und Unterhaltung mehr zu bezahlen. Jetzt kommt die Quittung mit gnadenlosen Werbeattacken. Demnächst werden vermutlich Fussballspiele 9*10 min statt 2*45 dauern. Dazwischen gibt es dann eine kleine Kaufanreizpause. In der Formel 1 (Qualifikation) wird das ja schon geübt.

Andy Rossol, Horgen (Schweiz)

andy.rossol [at] ro-it.ch


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