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Russlands Präsident: "Forbes" kürt Putin erneut zum mächtigsten Mann der Welt

Wladimir Putin ist zum mächtigsten Mann der Welt gewählt worden. Nach Ansicht des Magazins "Forbes" hat Russlands Präsident weltweit den größten Einfluss. Angela Merkel liegt auf Rang Fünf.

Russlands Präsident Putin wird für seine Haltung zum Ukraine-Konflikt scharf vom Westen kritisiert

Russlands Präsident Putin wird für seine Haltung zum Ukraine-Konflikt scharf vom Westen kritisiert

Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Ansicht des Magazins "Forbes" der mächtigste Mensch der Welt. Das New Yorker Wirtschaftsmagazin setzte Putin erneut auf Platz Eins seiner jährlichen Liste der Mächtigsten der Erde. US-Präsident Obama kommt auf Platz zwei. Die ersten fünf sind die gleichen wie im vergangenen Jahr, bei unveränderter Reihenfolge. Auf Platz drei kommt Chinas Präsident Xi Jinping gefolgt von Papst Franziskus und auf Platz fünf die erste Frau, Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Normalerweise ist der Spitzenplatz dem US-Präsidenten vorbehalten, aber es gab immer wieder Ausnahmen. Jetzt ist Putin schon das zweite Mal ganz vorn. "Niemand würde ihn als einen der Guten bezeichnen", heißt es bei "Forbes" in der Begründung. "Aber er hat sich der Krim bemächtigt und führt einen schmutzigen Stellvertreterkrieg in der benachbarten Ukraine, in dem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine von Russland zur Verfügung gestellte Rakete ein ziviles Passagierflugzeug abgeschossen hat. Als unumstrittener und unberechenbarer Führer eines energiereichen, atombewaffneten Staates käme niemand auf die Idee, ihn schwach zu nennen."

Obama laut "Forbes" zu zögerlich

Obama habe in der Ebola-Krise und anfangs auch im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat unentschlossen gewirkt. Zudem hätten Krawalle wie in Ferguson in Missouri sein Konzept des Wandels der Gesellschaft unterminiert. "Er hat Macht, aber er scheint zu zögerlich bei ihrer Anwendung." Das Debakel von Obamas Demokraten bei den Kongresswahlen am Mittwoch floss in die Beurteilung nicht ein.

Merkel sei so weit vorn, weil sie auf der internationalen Bühne gewachsen sei und sehr reif agiere. "Sie nutzt ihre Macht im Kampf gegen IS - und bricht mit der Waffenlieferung an die Kurden das Nachkriegstabu, sich nirgendwo militärisch einzumischen." Und sie habe sich russischen Drohungen widersetzt. "Und Deutschland ist weiter die Finanzlokomotive Europas." "Forbes" betont auch, dass Merkel mit der Wiederwahl zur dienstältesten Regierungschefin eines EU-Staates wurde.

IS-Chef auf Platz 54

Eine Platzierung auf den hinteren Rängen der Aufstellung sorgt derweil für Aufsehen: IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi landete auf Platz 54. Der Anführer der Terrormiliz rief vor wenigen Monaten das Kalifat in Teilen Syriens und des Iraks aus und destabilsiert die Region seitdem mit seinen Anhängern.

Die Entscheidung über ihr Ranking treffen die Redakteure des Magazins anhand finanzieller Ressourcen sowie Umfang und Einsatz der Macht sowie der Einflusssphäre der jeweiligen Person.

fin/DPA / DPA