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Anschläge in Bagdad: Autobomben explodieren vor Luxushotels

Nach wie vor wird Iraks Hauptstadt von Anschlägen erschüttert. Auf Parkplätzen vor zwei Nobel-Hotels sind in der Nacht gleich mehrere Autobomben explodiert. Es gab mindestens fünf Tote.

Rauch steigt auf von dem Parkplatz, auf dem die Autobomben explodierten

Rauch steigt auf von dem Parkplatz, auf dem die Autobomben explodierten

Bei Bombenanschlägen in der Nähe von zwei Nobel-Hotels in Bagdad sind mindestens fünf Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden. Auf den Parkplätzen der beiden Hotels im Zentrum der irakischen Hauptstadt explodierten in der Nacht zu Freitag mehrere Autobomben, wie die Polizei mitteilte. Auf die beiden Gebäude waren bereits vor fünf Jahren gleichzeitig Anschläge verübt worden.

Die Explosion habe sich kurz vor Mitternacht (23.00 Uhr MESZ) ereignet, hieß es von der Polizei und aus dem Innenministerium. Die Explosion war im gesamten Zentrum von Bagdad zu hören.

Eine Autobombe war den Angaben zufolge auf dem Parkplatz des kürzlich renovierten Ischtar-Hotels platziert worden. Die Explosion zerstörte mehrere Autos und ließ mehrere Fensterscheiben des Hotels zerspringen. In der Umgebung des Ischtar-Hotel liegen auch das Hotel Palestine und ein angesagter und an Donnerstagabenden gut besuchter Club.

Eine weitere Explosion ereignete sich auf dem Parkplatz des ebenfalls vor kurzem renovierten Hotel Babylon im Viertel Dschadrija. Eine zweite auf dem Parkplatz entdeckte Autobombe sei entschärft worden, teilte die Polizei mit.

Im Januar 2010 waren schon einmal auf das Ischtar-Hotel, das damals Sheraton hieß, sowie auf das Babylon zeitgleich Anschläge verübt worden. Auch das Hamra-Hotel wurde damals angegriffen, nach dem Anschlag blieb es geschlossen. Bei den damaligen Selbstmordattentaten waren 36 Menschen getötet worden. Zu den Taten vor fünf Jahren bekannte sich das Terrornetzwerk Al-Kaida.

Bagdad wird nach wie vor von Anschlägen erschüttert, auch wenn ihre Zahl zuletzt deutlich sank. Oft steckt die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hinter den Attentaten. Im Februar hatten die Behörden eine seit Jahren für Bagdad geltende nächtliche Ausgangssperre aufgehoben.

jek/DPA / DPA