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Bahrain: Kritik an Stationierung arabischer Truppen

Der Iran hat den Einmarsch saudiarabischer Truppen nach Bahrain scharf kritisiert. Das iranische Außenministerium rief das Königreich dazu auf, mit friedlichen Mitteln und ohne ausländische Einmischung auf die Demonstrationen zu antworten.

Die Stationierung arabischer Truppen in Bahrain ist international auf Kritik gestoßen. Sowohl die USA als auch der Iran und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnten vor einer weiteren Eskalation der Auseinandersetzung zwischen den vorwiegend schiitischen Demonstranten und der sunnitischen Herrscherfamilie um König Hamad bin Issa al-Chalifa.

"Wir glauben, dass die Forderungen des Volkes in Bahrain legitim sind", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, am Dienstag in Teheran. Jede Einmischung von außen mache die Situation nur noch komplizierter. Viele Beobachter am Golf sind der Meinung, dass die iranische Führung ihre schiitischen Glaubensbrüder in Bahrain und Saudi-Arabien gegen die sunnitischen Herrscher dieser Staaten aufwiegelt.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, rief die Staaten des Golfkooperationsrates dazu auf, "Zurückhaltung zu zeigen, die Rechte des Volkes von Bahrain zu respektieren und in einer Weise zu handeln, die den Dialog unterstützt und nicht untergräbt." Für die USA ist Bahrain von strategischer Bedeutung, da die 5. Flotte der US-Marine, dort ihren Stützpunkt hat. Der Stützpunkt ist Teil der westlichen Drohkulisse im Atomstreit mit dem Iran. Das US-Außenministerium rät derzeit von Reisen nach Bahrain ab.

Saudi-Arabien hatte am Montag rund 1000 Soldaten nach Bahrain geschickt. Die Vereinigten Arabischen Emirate entsandten etwa 500 Polizisten. Diese Truppe, die offiziell als Teil einer schnellen Eingreiftruppe des Golfkooperationsrates (GCC) gilt, hat nach Angaben arabischer Militärexperten die Aufgabe, im Notfall den Königspalast und die Behörden des Landes zu schützen. Sie sollen dem Vernehmen nach nicht gegen Demonstranten vorgehen. Dem Golfkooperationsrat gehören neben Saudi-Arabien und den Emiraten auch Bahrain, Kuwait, Oman und Katar an.

Reuters/DPA / DPA / Reuters