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Barack Obama: Ein Mann der Träume

Schon jetzt gilt er als Gewinner der amerikanischen Vorwahlen: Barack Obame. Je größer seine Chancen sind, als erster Schwarzer ins Weiße Haus einzuziehen, umso lauter wird die Frage: Was wird er mit der Macht anfangen, wenn er sie denn bekommt?

Jetzt werden selbst Kongresszentren zu klein. Alle wollen ihn sehen, ihn hören, aufgehen in seiner Erlöser-Show. Convention Center Fort Worth, Texas. Ganze Straßenblocks sind abgesperrt, berittene Polizei steht bereit. Schnüffelhunde, Metalldetektoren, Secret-Service-Agenten. Seit zehn Monaten beschützt ihn ein Kommando der Leibgarde, die sonst nur für Präsidenten abgestellt wird. Zwei Stunden vor Barack Obamas Ankunft sind die 13 000 Plätze besetzt. Gesichter jeden Alters, jeder Hautfarbe, TShirts mit Aufdrucken wie: "Der Traum wird wahr", "Mütter für Obama", "Männer für Obama". Ein Gospelchor singt, ein Sopran stimmt die Nationalhymne an. Dann lässt die Regie seine Stimme aus Lautsprechern erschallen. Im Jubel sind nur Satzfetzen zu verstehen. "Von Nord nach Süd." "Von Ozean zu Ozean." "Zukunft." Immer lauter skandieren die Menschen jene drei Wörter, mit denen er das Land verändern will: "Yes. We. Can!" Ja. Wir können es schaffen. Erst jetzt taucht er auf. Aus einem Meer blauer Wahlplakate.

Obama füllt die ganz großen Säle

Barack Obama hat eine knappe Stunde. Und er weiß, es ist höchste Zeit, die Wirklichkeit in seinen Wahlkampf einzuführen. Also bemüht er sich an diesem Abend in Fort Worth, all die Erwartungen auf Erlösung zu dämpfen und das Wort "Hoffnung" zu vermeiden. Erklärt, dass er den Irak-Krieg "verantwortungsvoll" beenden und in Afghanistan ganz sicher al Qaeda besiegen wird. Präsentiert seine Ideen zur Energiepolitik und zur Reform der Krankenversicherung. Und dann sagt er noch, dass er selbst als Präsident wohl nicht alles erreichen könne, was er sich vorgenommen habe. "Aber wir können einen Anfang machen."

Doch seine Anhänger in der großen Halle wollen etwas anderes. Sie wollen Seelennahrung. Wort-Pralinen. "Ehrlichkeit." "Vertrauen." "Inspiration." Dann jubeln sie: "Yes. We. Can!"

Texas, Ohio, Rhode Island - überall im Land füllt Barack Obama die ganz großen Säle. Und doch scheint es in diesen Tagen manchmal, als werde er von seiner eigenen Botschaft überrollt. Ob er seinen Höhepunkt schon überschritten habe, wollen Reporter plötzlich von ihm wissen. Ob die Leute seiner Predigten nicht überdrüssig seien? "Ich werde von der Inspiration meiner Wähler getragen", sagt er dann ungnädig. "Und ich bringe sie dazu, sich zu engagieren. Das ist nicht dumm oder romantisch. Sind meine Wähler etwa geistig umnachtet? Oder habe ich sie übertölpelt?"

Es ist sein 383. Tag in diesem mörderischen Vorwahlkampf. Barack Obama, 46, hat mittlerweile vor Hunderttausenden gesprochen, Hunderte Veranstaltungen absolviert, in 20 Fernsehdebatten diskutiert. Seit Monaten ernährt er sich vor allem von Sandwiches mit gegrilltem Huhn. Sein Jackett schlackert, die Falten im Gesicht haben sich tiefer eingegraben. Das macht ihn älter, erfahrener, ernsthafter. Besser.

"Eine neue Art des Populismus"

Schon jetzt hat er Geschichte geschrieben. Er verwandelte die langweiligen Vorwahlen in eine Dauerparty der Demokratie. Noch nie gingen so viele Menschen zu den Wahlen, vor allem die Erstwähler stürmen die Wahllokale. "Er vertritt eine ganz neue Art des Populismus", heißt es im "Wall Street Journal". "Eine Wir-Bewegung gegen den Groll und die Verbitterung. Es gibt keine Bewegung in der amerikanischen Politik, die mehr Einheit schaffen könnte."

Bis zum "Super Tuesday" am 5. Februar hat Barack Obama in zehn Bundesstaaten in Folge gegen Hillary Clinton gewonnen. Sein Wahlkampfteam wird längst als "genial" gerühmt, er schlägt alle Spendenrekorde. Knapp 200 Millionen Dollar bislang, allein im vergangenen Monat erhielt er wohl mehr als 50 Millionen. "Wer in so kurzer Zeit solch eine Organisation auf die Beine stellen kann", lobt ein Parteitagsdelegierter, "der kann allemal eine gute Regierung bilden." Es scheint, als könne Hillary Clinton seinen Siegeszug nicht mehr stoppen.

"Wer nimmt den Hörer ab, wenn schlimmes passiert?"

Zuletzt hatten ihre Leute ein Foto Obamas in afrikanischer Volkstracht lanciert. Wollten suggerieren, er sei nicht amerikanisch genug, vielleicht doch ein Muslim? Schließlich hatten sie es noch mit einer furchteinflößenden Fernsehwerbung im Stil der Republikaner versucht: ein schlafendes Kind in tiefdunkler Nacht, eine besorgte Stimme. Wer nimmt im Weißen Haus den Hörer ab, wenn Schlimmes passiert? Bloß nicht Unerfahrene wie Obama, suggerierte der Spot.

Nur wenige Stunden später kam sein Konter: Sollte sich etwa Hillary Clinton melden, die angeblich so Erfahrene, die doch für den Irak-Krieg gestimmt hatte? Die Bilder zeigten einen nachdenklichen Obama auf dem Rasen vor dem Weißen Haus. Noch am selben Vormittag ließ er sich bei einer Diskussion mit texanischen Kriegsveteranen filmen. Um zu zeigen, dass er sich in Fragen der nationalen Sicherheit von niemandem verleumden lässt.

Denn je näher die Entscheidung rückt, desto lauter werden die Kritiker: Hatte Obama bislang nur Glück, weil Hillary Clinton so viele Fehler machte? Hat er überhaupt ein Programm? Ist er erfahren und hart genug, um gegen einen Kriegshelden wie John McCain zu bestehen? "Seine politische Bilanz ist erstaunlich dünn", schreibt der konservative Kolumnist Charles Krauthammer, "er macht Versprechen, die er nie einlösen kann. Er besitzt bestenfalls die Kühnheit, Hoffnung zu verkaufen." Das Nachrichtenmagazin "Time" stellt fest: "In Obamas Wahlkampf geht es immer mehr darum, wie wunderbar Obamas Wahlkampf ist." Um solche Vorwürfe zu widerlegen, hat sich der Kandidat in der vergangenen Woche Amerikas Verbündete vorgenommen und von ihnen mehr Einsatz im Krieg gegen den Terror, vor allem gegen die Taliban verlangt. Und seine Wahlkampfstrategen arbeiten fieberhaft daran, ihren Star zu einer klaren Position in der Handelspolitik zu bewegen. Denn selbst Wohlmeinende mokieren sich im Internet über seinen Aufstieg zum universalen Superhelden: Ist er Pharaobama? Showbama? Oder gar No-Bama?

"The Plan"

Noch nie wurde der Aufstieg eines Politikers so perfekt geplant wie der des Barack Hussein Obama. Es ist die Geschichte eines kühl kalkulierenden Mannes, der sich lässig gibt, aber ein eisenharter Politiker ist, getrieben von Ego und Ehrgeiz. "Meine Rastlosigkeit" nennt er das. "Auch wenn er es nicht zugab, er wollte schon lange Präsident werden", sagt seine Beraterin Valerie Jarrett, eine Unternehmerin aus Chicago. "Schon vor Jahren sagte er mir, er glaube, er habe ein paar ganz besondere Talente, und es wäre eine Schande, sie nicht zu nutzen."

Im Dezember 2002 klingelt das Telefon bei David Axelrod, 52, einem renommierten Politstrategen aus Chicago. Barack Obama ist dran, damals Senator im Bundesstaat Illinois. Er redet nicht lange herum. Er wolle nach Washington, sagt er, in den US-Senat.

Der ehemalige Zeitungsreporter Axelrod weiß, wie man Politikern ins Amt verhilft. Zu seinen Kunden gehörte einst auch Hillary Clinton. "Wir können Ihnen helfen, Geschichte zu schreiben", wirbt er mit seiner Firma AKP+D, "ob Sie nun Favorit sind oder Underdog." Axelrod weiß, wie man Politiker massentauglich macht. Und genau das braucht Barack Obama.

Der hat alles auf eine Karte gesetzt. Nach einer Niederlage bei Kongresswahlen war er pleite, seine Kreditkarte so überzogen, dass man ihm am Flughafen den Mietwagen verweigerte. Jetzt musste er seiner Frau versprechen, es sei sein letzter Versuch, Karriere zu machen.

"Yes.We.Can!"

Axelrod kennt Obama seit Jahren. Weiß, dass er furchtlos ist und Charisma hat. In den kommenden fünf Jahren wird er aus ihm einen Superstar formen. Einen Kandidaten. Und sein Slogan für Obamas Wahlkämpfe wird sein: "Yes. We. Can!"

Von nun an begleiten Kamerateams Obama jeden Tag, filmen jeden Auftritt, jedes Gespräch - Material für die ganz persönlich wirkenden Werbebotschaften, mit denen Barack Obama später landesweit bekannt wird. Material für den Plan.

"The Plan". So nennen seine Berater die Strategie, mit der sie Obamas ungewöhnliche Geschichte präsentieren wollen. Die Biografie eines jungen Mannes, der lange mit dem amerikanischen Traum haderte.

"Es ist gegen jede Wahrscheinlichkeit, dass ich heute vor Ihnen stehe", stellt sich Barack Obama auf Wahlveranstaltungen gern vor, "denn eigentlich sprach alles gegen mich: ein schwarzes, vaterloses Kind mit merkwürdigem Namen. Wir hatten kein Geld, und als ich zur Welt kam, war meine Mutter noch ein Teenager." Barack wurde er genannt - der Gesegnete.

Obamas Kindheit und Jugend

Der Vater verliess die Familie, als sein Sohn zwei Jahre alt war. Wenn der ihm Briefe schreiben wollte, wusste er nicht, wie er ihn ansprechen sollte. "Lieber Vater." "Lieber Papa." "Lieber Dr. Obama." Barack war schon erwachsen, als ihn an einem Herbsttag 1982 ein Anruf aus Kenia erreichte. Eine ihm unbekannte Tante war am Apparat: "Barack, dein Vater hatte einen Autounfall, er ist tot."

Später erfuhr er die traurige Wahrheit über den Vater. Dessen ständige Selbstüberschätzung, der Alkohol, die anderen Frauen. Seine Mutter dagegen war eine romantische Frau, die stets an das Gute glaubte. Sie hatte Anthropologie studiert, verdiente Geld mit Englischunterricht, reiste durch die Welt, half Frauen in Entwicklungsländern. Sie schwärmte für die Gospels von Mahalia Jackson und schenkte ihrem Sohn Bücher mit den Reden von Martin Luther King. Manchmal weckte sie ihre beiden Kinder mitten in der Nacht, um ihnen einen besonders schönen Sternenhimmel zu zeigen. "Sie entdeckte überall Wunder", schreibt Obama über seine Mutter. "Sie erfreute sich an der Außergewöhnlichkeit des Lebens." Stanley Ann Dunham war 52 Jahre alt, als sie 1995 an Krebs starb.

Die Großmutter, erste Vizepräsidentin der Bank of Hawaii, war zuständig für den Alltag. Sie brachte Barack an einer renommierten High School in Honolulu unter. Hier war der Junge einer von nur drei Schwarzen. Man nannte ihn "Barry". Manchmal hänselte man ihn wegen seines fernen Vaters in Afrika. Trotzdem war Barack kein Außenseiter, er sang im Chor und spielte in der Basketball-Mannschaft. Ein Foto zeigt die neunte Klasse in bunten Aloha-Hemden, freundliche Kinder mit offenen Gesichtern. Und am breitesten in die Kamera lacht er.

Als Teenager las Obama Bücher des militanten Schwarzenführers Malcom X, rauchte Marihuana, und wenn er genug Geld hatte, schnupfte er auch mal Kokain. Seine ehemaligen Kommilitonen vom Occidental College in Los Angeles erinnern sich an einen ehrgeizigen und engagierten Mitstudenten, der in der Cafeteria stundenlang über Nietzsche und über die Erfolge der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika diskutierte.

Lange haderte Barack mit seiner Hautfarbe und mit dem Rassismus in seinem Land. Galt nicht auch er letztlich nur als ein "gewöhnlicher Nigger", wenn auch mit College-Ausbildung, allenfalls geduldet in der netten Welt der Weißen? "Meine Identität beginnt mit meiner Hautfarbe, aber dort darf sie nicht enden", schreibt er in einem seiner Bücher. "Ich wollte eine Spur hinterlassen."

Sie beginnt in Altgeld Gardens, Chicago. In den Sozialwohnungsblocks an der South Side leben vor allem Afroamerikaner. Hier schuftet Barack Obama nach seinem Politikstudium drei Jahre als Sozialarbeiter. "Ich hatte nur einen Anzug und Löcher in den Schuhen", sagt er heute auf seinen Wahlveranstaltungen über diese Zeit. "Ihr wisst ja, wie das ist. Denn ihr alle wart ja einmal dort, wo ich war." Doch die kleinen Erfolge dort sind ihm nicht genug: "Ich brauche ein Jurastudium. Sonst kann ich überhaupt nichts erreichen."

Er wird in Harvard aufgenommen, der Eliteschule der Nation. Die Professoren sind begeistert von seiner Ernsthaftigkeit, seiner Wissbegierde, der Kraft seiner Argumente und seiner enormen Selbstbeherrschung. Ein Magna-cum-laude-Student.

Auch die junge Anwältin Michelle Robinson ist beeindruckt von seinem Charme, seiner Intelligenz und seinen Manieren. Auch sie kommt aus Chicagos South Side, auch sie hat in Harvard studiert, ein schwarzes Mädchen in der Welt der Weißen, das an den Erfolg von Disziplin und harter Arbeit glaubt. Zunächst widersteht sie seinem Drängen auf ein Rendezvous. Er nimmt sie mit zu einem seiner Vorträge über Sozialarbeit in den Armenvierteln. Sie sitzt im Kellerraum einer Kirche und denkt: "Dieser Junge ist anders." Später lädt er sie zum Eisessen ein. Sie sitzen auf dem Bürgersteig, und der erste Kuss schmeckt nach Schokolade.

Streben nach mehr

Michelle Robinson gibt Barack Obama die Familie, die ihm gefehlt hat. Und die ihn erdet. Noch Jahre später, wenn er am Telefon mit seinen Erfolgen im Senat prahlt, erzählt sie ihm von Ameisen im Bad und fordert ihn auf, gefälligst Insektenfallen zu kaufen.

Barack folgt seinem "brennenden Ehrgeiz", bis er 1996 Senator von Illinois wird. Dort sind die Demokraten in der Minderheit. Und er beweist zum ersten Mal sein Geschick als Politiker. Schmiedet Koalitionen mit den Republikanern, stimmt für Kompromisse, weil er glaubt, ein Kompromiss sei besser als gar keine Veränderung. Man mag diesen verbindlichen, klugen Kerl, der dazu noch gut Poker spielt. Auch dieses Leben reicht ihm noch nicht.

Washington? Der US-Senat? Lächerlich, sagt seine Frau, wir haben Schulden, das können wir uns nicht leisten.

Obama-Fans

Doch er ruft bei David Axelrod an. Von nun an hängt Obama fünf Stunden pro Tag am Telefon und treibt Spenden ein. Die Milliardärin und Hotelmagnatin Penny Pritzker gehört zu seinen ersten Förderern. "Er ist bedächtig und klug", sagte sie dem Obama-Biografen David Mendell. "Er besitzt enorme intellektuelle Kapazität und Lernbereitschaft. Und er ist selbstbewusst. Sehr selbstbewusst."

Nach seiner Wahl zum US-Senator 2004 erobert Barack Obama nach und nach das Establishment: David Wilhelm, einst Wahlkampfmanager von Bill Clinton, Finanzmogul in Chicago. George Soros, Milliardär und globaler Wohltäter. Vernon Jordan, einst Rechtsberater von Bill Clinton, einer der einflussreichsten Anwälte des Landes. Ökonomieprofessoren, Washingtoner Strippenzieher wie die Senatoren John Kerry und Edward Kennedy - sie alle werden Obama-Fans. Und im Außenpolitischen Ausschuss des Senats macht er die republikanischen Granden Richard Lugar und Chuck Hagel zu seinen Freunden.

Obama wird unterschätzt

Brav absolviert er seinen Antrittsbesuch bei Hillary Clinton, der Präsidentin im Wartestand. Bleib bescheiden, rät sie dem Lehrling. Sie unterschätzt Obamas Entschlossenheit. Schon früh hatte Terry McAuliffe, Wahlkampfleiter von Hillary Clinton, seine Chefin gewarnt: "Dieser Mann telefoniert wie ein Verrückter. Er absolviert drei- bis viermal so viele Veranstaltungen wie Sie. Und es ist ganz egal, wen ich anrufe, dieser Obama hat schon angerufen, und zwar schon drei- oder viermal." In Hillaryland nimmt man diese Warnungen nicht ernst. Bis Obama im Januar Iowa gewinnt. Und die Obama-Welle das Land überrollt.

Obamas Wahlkampfteam nennt seine Frau Michelle "The Closer". Die, die das Geschäft mit den Wählern abschließt. Offen, direkt, eine Umarmung zum Schluss. Manchmal stellt sie ihren Mann auf Veranstaltungen vor. High Heels von Jimmy Choo, elegantes Kostüm, schön und selbstbewusst. "Ich mach es kurz", sagt sie. "Er ist die Liebe meines Lebens, der Vater meiner Kinder." Und meistens zieht er sie dann an sich, küsst sie, jene genau kalkulierte Sekunde länger, als es sich Bill bei Hillary je trauen würde. So präsentiert sich ein neues amerikanisches Traumpaar, so romantisch wie glamourös, so bodenständig wie unbefangen, dazu zwei süße Töchter, mit denen Papa begeistert "Uno" spielt - eine mediale Idealbesetzung fürs Weiße Haus.

Er rückt Hillary den Stuhl zurecht

Und der Kandidat kann es sich mittlerweile leisten, den Gentleman zu geben. Er rückt Hillary Clinton den Stuhl bei den Fernsehdebatten zurecht. Und säuselt höflich: "Wir werden Freunde bleiben."

In den vergangenen Wochen haben die Großspender der Demokratischen Partei miteinander telefoniert. Sie überlegten, wie man Hillary Clinton davon überzeugen könne, den Wahlkampf zu beenden, selbst wenn sie in Texas und Ohio noch gewinnen sollte. Denn würde sich der Vorwahlkampf noch hinziehen bis zu einem Showdown beim Parteitag im August, könnten die Demokraten Schaden nehmen - und mit ihnen auch Barack Obama. Dann wäre der Kampf entschieden, noch bevor die wahre Schlacht begonnen hat.

Denn da draußen wartet schon der eigentliche Gegner, der Republikaner John McCain. Und dessen Motto lautet: "Ergib dich nie!"

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