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Auf Nato-Gipfel Nach Lästereien über Trump: So rechtfertigen sich Trudeau und Johnson

Nach den Sprüchen über US-Präsident Donald trump beim Auftakt des Nato-Gipfels haben sich Kanadas Premier Justin Trudeau und sein britischer Amtskollege Boris Johnson den Medien gegenüber erklärt. Auf den Clip und Trudeaus Kommentare angesprochen, sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am Rande des Nato-Gipfels, Trudeau habe zwei Gesichter. Der kanadische Regierungschef sei ein "sehr netter Kerl". Aber Trudeau sei wohl nicht glücklich darüber, dass er (Trump) ihn wegen zu niedriger Rüstungsausgaben Kanadas kritisiert habe.
Johnson sagte auf die Frage einer Journalistin, ob er Trump nicht ernst nehme: "Das ist kompletter Unsinn. Ich weiß nicht, wo das herkommt."
Ebenfalls auf die Szene angesprochen, lieferte Trudeau schließlich eine Erklärung. Er habe eine Anspielung darauf gemacht, "dass es eine nicht geplante Pressekonferenz vor meinem Treffen mit Präsident Trump gab, und ich war froh, daran teilzunehmen, aber es war auf jeden Fall bemerkenswert", sagte Trudeau. Im Gespräch mit den Reportern habe es eine weitere Überraschung gegeben: Trumps Ankündigung, dass der G7-Gipfel im kommenden Jahr in Camp David am Landsitz des US-Präsidenten stattfinde. Darauf sei sein Kommentar mit der Kinnlade bezogen gewesen. "Wir waren alle überrascht", sagte Trudeau. "Ich denke die Leute wissen, dass die Beziehungen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten eng sind und weit über das Verhältnis von Premierminister und Präsident hinausgehen. [...] Wie Sie alle wissen, haben der Präsident und ich ein gutes und konstruktives Verhältnis. Das hat uns erlaubt, voranzuschreiten und unsere Arbeit fortzusetzen. Wir schützen unsere Arbeiter durch den erneuerten NAFTA-Deal, durch die Stahl-Zölle, die wir aufgehoben haben, durch viele Initiativen, an denen wir gemeinsam weiterarbeiten, in Amerika und auf der ganzen Welt. Das werden wir mit ausgezeichnetem Verhältnis fortsetzen."
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Beim Empfang zum Auftakt des Nato-Gipfel lästerten Kanadas Premier Justin Trudeau und sein britischer Amtskollege Boris Johnson vor laufenden Kameras über US-Präsident Donald Trump. Nun mussten sie sich dazu Fragen gefallen lassen.

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