HOME

Medienberichte: Trump soll Geheim-Informationen an Russland weitergegeben haben

Der nächste Skandal um Donald Trump: Laut Medienberichten hat der US-Präsident beim Treff mit Russlands Außenminister Lawrow geheime Informationen weitergegeben. Das berichten angeblich zwei US-Beamte.

Donald Trump trifft Sergej Lawrow und den russischen Botschaft im Oval Office

Mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kislyak, am 10. Mai im Weißen Haus: Bei diesem Treffen soll Trump die streng geheimen Informationen weitergegeben haben.

US-Präsident Donald Trump soll Berichten der "Washington Post" und des US-Portals "Buzzfeed" zufolge hochsensibles Geheimdienstmaterial an den russischen Botschafter Sergej Kislyak und den russischen Außenminister Sergej Lawrow weitergegeben haben. Es handele sich um Informationen eines mit den USA kooperierenden Geheimdienstes aus dem Ausland über den inneren Zirkel des Terrornetzwerkes Islamischer Staat.

Die Informationen seien in den USA als so vertraulich eingestuft worden, dass sie nicht einmal mit Verbündeten geteilt würden, berichtete das Blatt unter Berufung auf gegenwärtige und frühere Mitarbeiter des Weißen Hauses. Es habe keine Genehmigung des befreundeten Geheimdienstes für eine Weitergabe an Russland vorgelegen. Ein US-Gesetz, das dem Präsidenten die Weitergabe solcher Informationen verbietet, gibt es jedoch nicht.

Sicherheitsberater von Donald Trump dementiert

Dem Bericht zufolge handelte es sich um Informationen über eine mögliche Bedrohung durch IS-Terroristen, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Laptops an Bord von Flugzeugen stünden. Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster, der an der fraglichen Unterredung im Oval Office am vergangenen Mittwoch teilgenommen hatte, dementierte den Bericht in Teilen. Es seien bei der Unterredung keine Geheimnisse gelüftet worden, die nicht schon vorher öffentlich bekannt geworden waren, sagte er der "Washington Post".


dho / DPA