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Ex-Präsident als Freizeitkünstler: George W. Bush schwärmt von seinem neuen Hobby

Nach dem von ihm begonnenen Irak-Krieg ist es noch immer nicht friedlich in der Region. Ex-US-Präsident Bush selbst hat sich sein Leben gemütlich eingerichtet. Er ist unter die Künstler gegangen.

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat in einem Interview geschwärmt, sein neues Hobby Malen habe sein Leben verändert. "Ich liebe es zu malen. Malen hat mein Leben auf unglaublich positive Weise verändert", sagte der 66-Jährige dem Sender ABC News in einem Interview zu der am Donnerstag stattfindenden Eröffnung der nach ihm benannten Bibliothek in seiner Heimatstadt Dallas. "Ich sehe Farben anders, und ich sehe Schatten", sagte Bush, der zugleich betonte, er sei sich der Grenzen seines Könnens bewusst. "Die Unterschrift ist wertvoller als das Gemälde."

Er male täglich, wobei er von einem "geduldigen" Lehrer unterstützt werde, sagte Bush. Sein Ziel sei es, wie sein Vater, der frühere US-Präsident George Bush, bis zuletzt aktiv zu bleiben. "Ich will nicht ruhen. Ich will dem Beispiel von Präsident 41 folgen", sagte Bush. Sein Vater ist trotz seiner 88 Jahre und einiger gesundheitlicher Probleme weiter aktiv. Seinen 85. Geburtstag feierte er sogar mit einem Fallschirmsprung.

Er stehe weiter zu seiner umstrittenen Entscheidung, im Frühjahr 2003 in den Irak einzumarschieren, sagte George W. Bush. "Ich bin im Reinen mit dem Entscheidungsprozess. Ich denke die Beseitigung von Saddam Hussein war die richtige Entscheidung nicht nur für unsere Sicherheit, sondern auch um den Leuten die Chance zu geben, in einer freien Gesellschaft zu leben", fügte der Vorgänger von US-Präsident Barack Obama hinzu.

Im Irak bis heute Terror und Gewalt

Zwar führte die Invasion rasch zum Sturz Saddam Husseins, doch wurden die US-Streitkräfte in einen zermürbenden Guerillakrieg verwickelt. Später versank das Land in einem blutigen Bürgerkrieg zwischen Konfessionen, der bis heute andauert. Allein in den vergangenen zwei Tagen starben im Irak 125 Menschen, die meisten von ihnen bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern. Seit 2003 wurden insgesamt mehrere zehntausend Iraker bei Kämpfen und Anschlägen getötet, zudem ließen mehr als 4400 US-Soldaten im Irak ihr Leben.

anb/AFP / AFP
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