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TV-Debatte der Demokraten Clinton nennt Trump "besten IS-Rekrutierer"


Ex-First-Lady Hillary Clinton steuert praktisch ungebremst auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur zu. So richtet sie ihr Augenmerk bereits hauptsächlich auf die republikanischen Rivalen - und vor allem auf Trump.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat dem US-Milliardär Donald Trump vorgeworfen, mit seinen Tiraden gegen Muslime "zum besten Rekrutierer" der Terrormiliz Islamischer Staat zu werden. Der IS benutze Videos mit Trumps Beleidigungen von Muslimen zur Anwerbung radikaler Dschihadisten, sagte Clinton in der dritten TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in Manchester (New Hampshire).

Die Republikaner und insbesondere Trump schürten mit ihrer Rhetorik die "Flammen der Radikalisierung" weltweit, so die Ex-Außenministerin weiter. Trump, der  das Kandidatenfeld auf der republikanischen Seite anführt, hatte vor knapp zwei Wochen ein USA-Einreiseverbot für alle Muslime gefordert.

Ungebremst Richtung Spitzenkandidatur

Seine Forderung kam wenige Tage nach einer Terrorattacke im kalifornischen San Bernardino, bei der 14 Menschen von einem muslimischen Ehepaar erschossen worden waren. Die Frau hatte sich kurz zuvor als IS-Anhängerin offenbart.

Der Kampf gegen Terrorismus stand im Vordergrund der Diskussion zwischen Clinton, dem unabhängigen Senator Bernie Sanders und Marylands Ex-Gouverneur Martin O'Malley am Samstagabend (Ortszeit). Clinton führt in Umfragen mit etwa 2:1 vor Sanders und steuert damit praktisch ungebremst auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei zu. Sie konzentrierte sich daher in der Debatte weniger auf eine Abgrenzung von ihren demokratischen Rivalen, als darauf, die Unterschiede zu den Republikanern deutlich zu machen.

Streitthema US-Waffengesetze und Syrien-Strategie

Untereinander stritten die demokratischen Bewerber vor allem über die Syrien-Strategie, eine Verschärfung der US-Waffengesetze und die künftige Besteuerung der Mittelschicht. Aber insgesamt stimmten sie in den meisten Punkten überein - und die Debatte blieb im Ton bei weitem höflicher und freundlicher als die bisherigen Fernsehdiskussionen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber.

So entschuldigte sich Sanders bei Clinton dafür, dass Wahlkampfmitarbeiter eine Sicherheitslücke bei gespeicherten Wählerdateien zum Zugang zu Informationen des Clinton-Lagers genutzt hatten. Einer dieser Mitarbeiter ist inzwischen entlassen, zwei weitere wurden suspendiert.

amt DPA

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