Irak 29 Zivilisten bei Massaker getötet


Terror und Schrecken im Irak: In einem irakischen Dorf haben Terroristen ein Massaker verübt. Getarnt in Uniformen der irakischen Armee töteten sie die Bewohner in ihren Häusern, darunter auch Frauen und Kinder. In den kommenden Wochen will die Regierung einige Viertel in Bagdad abriegeln.

Terroristen in Uniformen der irakischen Armee haben in einem irakischen Dorf 29 Zivilisten massakriert. Aus Sicherheitskreisen in der Provinzhauptstadt Bakuba hieß es am Dienstag, die Angreifer hätten das Dorf Al-Duwailije nördlich von Bakuba überfallen und die Bewohner in ihren Häusern ermordet. Wenige Stunden später hätten bewaffnete Männer in der nahe gelegenen Ortschaft Al-Makdadija zwölf Angehörige einer Großfamilie ermordet, darunter mehrere Frauen und Kinder. Zwei weitere Frauen seien zudem in Al-Makdadija verletzt worden, als Unbekannte an einer Straßensperre das Feuer auf ihr Auto eröffnet hätten. Rund um die Stadt Bakuba, die 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad liegt, haben die amerikanischen und irakischen Truppen in den vergangenen Wochen ihre Razzien verstärkt, nachdem sich El-Kaida-Terroristen aus Bagdad und der Provinz Anbar dorthin zurückgezogen hatten.

Ausweise für bestimmte Viertel

In Bagdad sollen Bewohner so genannter "sicherer Viertel" in den kommenden Wochen neue Ausweise erhalten, die zum Betreten ihres Viertels berechtigen. Diese Viertel seien zuvor "von Terroristen gesäubert worden", nun würden sie abgeriegelt, so dass sie nur noch durch wenige Eingangstore betreten werden könnten, zitierten irakische Medien am Dienstag den Militärsprecher der Regierung, Kasim Atta. An diesen Eingängen müssten die Bewohner die Ausweise vorzeigen.

Das Büro von Staatspräsident Dschalal Talabani teilte unterdessen mit, die irakische Führung habe US-Präsident George W. Bush über die jüngsten Fortschritte in den Bereichen Sicherheit und nationale Versöhnung informiert. Die irakische Regierung hatte vor zwei Wochen berichtet, die Zahl der Gewaltopfer sei in Bagdad durch den amerikanisch-irakischen Sicherheitsplan, der im vergangenen Februar in Kraft getreten war, um 36 Prozent zurückgegangen. Einwohner der Hauptstadt führen dies jedoch zum Teil auf die zunehmende Abwanderung von Irakern ins Ausland und in Viertel, die sie für sicherer halten, zurück.

DPA DPA

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