Die USA haben eine Teilblockade der Straße von Hormus begonnen. Vizepräsident Vance blickt überraschend positiv auf die Gespräche mit dem Iran. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Moritz Dickentmann
Die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine "schwere Verletzung" der "Souveränität und territorialen Integrität" des Iran dar. Die "rechtswidrige" Blockade sei außerdem "eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts", schrieb Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani in einem an UN-Generalsekretär António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) vorlag.
Iravani schrieb weiter, die US-Teilblockade "stellt eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dar und verschärft offensichtlich das Eskalationsrisiko in einer bereits hochgradig instabilen Region." In einem zweiten Brief rief er zudem die Länder der Region, die US-Militärstützpunkte beherbergen, dazu auf, "ihre völkerrechtswidrigen Handlungen einzustellen".
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Alexandra Kraft

Der Iran habe in den Verhandlungen mit den USA angeboten, für fünf Jahre auf die Anreicherung von Uran zu verzichten – das berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Regierungskreise. Die Verhandlungsführer der USA hätten aber auf einen Verzicht für 20 Jahre bestanden.
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Alexandra Kraft

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt – jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagt Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“ Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm.
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Rune Weichert
Die USA fordern den Iran Medienberichten zufolge dazu auf, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran schlägt nach Informationen der US-Medien seinerseits vor, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran aus dem Land entfernt werden solle, lehnen die Iraner den Berichten zufolge ab.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran schlägt nach Informationen der US-Medien seinerseits vor, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran aus dem Land entfernt werden solle, lehnen die Iraner den Berichten zufolge ab.
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Rune Weichert
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefoniert kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. „Der Bundeskanzler ermutigte Premierminister Netanjahu zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung. Er sprach sich dafür aus, die Kampfhandlungen im Süden des Libanon zu beenden“, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit. Die Hisbollah müsse die Waffen niederlegen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefoniert derweil mit seinem libanesischen Amtskollegen Jussef Radschi. Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „können ein wichtiger erster Schritt in eine Zukunft sein, in der beides geachtet wird: Israels legitime Sicherheitsinteressen & Libanons Recht auf territoriale Integrität & Souveränität“, heißt es in einem Posting auf X. Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssten aufhören. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene aufnehmen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefoniert derweil mit seinem libanesischen Amtskollegen Jussef Radschi. Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „können ein wichtiger erster Schritt in eine Zukunft sein, in der beides geachtet wird: Israels legitime Sicherheitsinteressen & Libanons Recht auf territoriale Integrität & Souveränität“, heißt es in einem Posting auf X. Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssten aufhören. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene aufnehmen.
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Rune Weichert
Hisbollah-Chef Naim Kassim ruft kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter zum Abbruch der anstehenden Gespräche zwischen dem Libanon und Israel auf. Kassim ruft die Regierung in Beirut in einer im Fernsehen übertragenen Rede dazu auf, eine „historischen Haltung“ einzunehmen. Sie solle das Treffen absagen.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah im Libanon an. Die libanesische Regierung will zunächst vor allem eine Waffenruhe im derzeitigen Krieg und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen. Die Hisbollah hat sich bisher gegen die Forderungen Israels gestellt.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah im Libanon an. Die libanesische Regierung will zunächst vor allem eine Waffenruhe im derzeitigen Krieg und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen. Die Hisbollah hat sich bisher gegen die Forderungen Israels gestellt.
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Tim Schulze
Trump: Der Iran hat angerufen, „wollen einen Deal machen“
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran melden sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA.
„Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden“, sagt Trump in der US-Hauptstadt Washington. „Sie wollen einen Deal machen“ – und zwar unbedingt. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gibt es zunächst nicht.
„Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden“, sagt Trump in der US-Hauptstadt Washington. „Sie wollen einen Deal machen“ – und zwar unbedingt. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gibt es zunächst nicht.
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Rune Weichert
Die iranische Regierung warnt vor einer Eskalation in der für die Schifffahrt überaus wichtigen Straße von Hormus. Jegliche Militärintervention durch ausländische Mächte in der Meerenge würde die Krise verschärfen und die weltweite Energieversorgung weiter destabilisieren, sagt ein Sprecher des iranischen Verteidigungsministeriums. US-Präsident Donald Trump werde mit jedem Versuch scheitern, militärisch in der Straße von Hormus und im Golf von Oman einzugreifen. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, der wiederum ans Arabische Meer grenzt.
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Rune Weichert
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat nach Angaben des Vermittlers Pakistan trotz der vorerst gescheiterten Verhandlungen Bestand. „Die Waffenruhe hält weiterhin“, sagt der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif nach einer Kabinettssitzung in Islamabad. Es werde „mit aller Kraft daran gearbeitet“, die noch offenen Streitpunkte zwischen Washington und Teheran beizulegen.
Hochrangige Vertreter der USA und des Iran hatten am Samstag in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Verhandlungen über eine Friedenslösung aufgenommen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte die Gespräche aber am Sonntag nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert.
Hochrangige Vertreter der USA und des Iran hatten am Samstag in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Verhandlungen über eine Friedenslösung aufgenommen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte die Gespräche aber am Sonntag nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert.
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Rune Weichert
Die US-Blockade der Straße von Hormus ist – zumindest offiziell – seit 16 Uhr in Kraft. US-Präsident Donald Trump lässt es sich nicht nehmen, auf seiner Plattform Truth Social in GROßBUCHSTABEN mit der Vernichtung von iranischen Schnellbooten zu drohen, die sich der Blockade näherten.
„Die iranische Marine liegt am Meeresgrund, vollständig vernichtet – 158 Schiffe. Was wir nicht getroffen haben, sind ihre wenigen sogenannten „Schnellangriffsschiffe“, da wir sie nicht als nennenswerte Bedrohung angesehen haben. Warnung: Sollte sich eines dieser Schiffe auch nur annähernd unserer BLOCKADE nähern, wird es sofort ELIMINIERT, und zwar mit demselben Vernichtungssystem, das wir gegen die Drogenhändler auf Booten auf See anwenden. Es ist schnell und brutal. “Donald Trump auf Truth Social
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Rune Weichert
US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren
Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormus soll früheren Ankündigungen zufolge am Nachmittag in Kraft getreten sein. Unklar bleibt zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) tatsächlich seit 16 Uhr deutscher Zeit bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hindert.
Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte Centcom am Sonntag (Ortszeit) mit. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.
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Tim Schulze
Die israelische Armee kesselt nach eigenen Angaben die Stadt Bint Dschbeil im Süden des Libanon vollständig ein. „Die Streitkräfte der 98. Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Dschbeil abgeschlossen und mit einem Angriff auf sie begonnen“, teilt der Armeesprecher Avichay Adraee mit. In der vergangenen Woche hatten israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen in der Stadt und ihrer Umgebung mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.
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Jessica Kröll
Die Bundesregierung setzt nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen im Iran-Krieg und der angedrohten Teilblockade der Straße von Hormus durch die USA weiterhin auf eine Verhandlungslösung. „Diese diplomatische Lösung ist der einzige Weg, diesen Konflikt jetzt zu beruhigen und zu einem Ende zu führen“, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Er betont die Bereitschaft der Bundesregierung, sich an der Stabilisierung einer Friedenslösung unter Bedingungen zu beteiligen.
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Jessica Kröll
Der Iran hat mit Angriffen auf Häfen in den Golfstaaten gedroht, sollte die US-Marine iranische Schiffe bei der Fahrt über die Straße von Hormus blockieren. Das zuständige US-Regionalkommando (Centcom) teilt mit, die Blockade beginne am Montag um 16 Uhr (MESZ). Sie richte sich unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen, die iranische Häfen und Küstengebiete am Persischen Golf und am Golf von Oman anliefen oder verließen.
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Jessica Kröll
Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. „Die Justizbehörde befindet sich bis auf weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung“, sagt Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach „entschlossen und beschleunigt“ bearbeitet. Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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