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Roy Moore: Ivanka Trump zum Missbrauchsskandal: "Es gibt in der Hölle einen besonderen Ort für diese Menschen"

Der Skandal um den ultrakonservativen US-Senatskandidaten Roy Moore zieht größere Kreise. Zwei weitere mutmaßliche Opfer von sexueller Belästigung meldeten sich bei einem US-Medium. Präsidententochter Ivanka Trump äußerte sich zu den Vorfällen.

Ivanka Trump schaltete sich in die Diskussion um Senatskandidat Roy Moore ein (Archivbild)

Ivanka Trump, Tocher und Beraterin des US-Präsidenten, schaltete sich in die Diskussion um Senatskandidat Roy Moore ein (Archivbild)

Zwei weitere Frauen haben Belästigungsvorwürfe gegen den republikanischen US-Senatskandidaten Roy Moore erhoben. Eine Frau aus Moores Heimatstadt Gadsden im Bundesstaat Alabama schilderte laut einem Bericht der Nachrichten-Webseite AL.com, wie der ultrakonservative Ex-Richter sie 1991 in seiner Anwaltskanzlei begrapschte.

Eine andere Frau wirft Moore vor, ihr 1982 Avancen gemacht zu haben, als er Mitte 30 und sie 17 Jahre alt war.

Der 70-jährige Moore wurde bisher von fünf Frauen beschuldigt, vor rund vier Jahrzehnten gegen sie übergriffig geworden zu sein oder ihnen nachgestellt zu haben, als sie noch Teenager waren. Er soll unter anderem ein 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt haben. Trotz der Aufforderung des Republikaner-Chefs im Senat, Mitch McConnell, weigert sich der Rechtsaußen-Politiker jedoch, seine Kandidatur bei einer Nachwahl im Dezember zurückzuziehen. Er weist die Anschuldigungen kategorisch zurück.


Moores Anwalt Phillip Jauregui dementierte am Mittwoch die Vorwürfe von Beverly Young Nelson. Sie hatte Moore am Montag vorgeworfen, sie 1977 mit seinem Auto mitgenommen und sexuell belästigt zu haben, als sie 16 Jahre alt gewesen sei. Jauregui präsentierte Journalisten nun ein Schuljahrbuch der Frau, das Moore offenbar signierte. Der Anwalt wertete die Unterschrift als Beleg dafür, dass die beiden sich kannten.

Ivanka Trump äußerte sich zur Causa "Roy Moore"

AL.com veröffentlichte nun die Aussagen von Tina Johnson, die nach eigenen Angaben 1991 als 28-Jährige in einem Streitfall Moores Büro aufsuchte. Moore habe in dem Gespräch zunächst mehrfach ihr Aussehen kommentiert und ihr später an den Po gefasst. "Er hat nicht gekniffen, er hat zugepackt", sagte Johnson. Die zweite Frau, Kelly Harrison Thorp, berichtete, Moore habe sie 1982 um eine Verabredung gebeten, als sie erst 17 Jahre alt gewesen sei. Moore habe dazu gesagt, er sei "ständig" mit Mädchen ihres Alters zusammen.

Unterdessen schaltete sich auch Ivanka Trump, Tochter von US-Präsident Donald, in die Diskussion um Moore ein. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte die 36-Jährige: "Es gibt in der Hölle einen besonderen Ort für Menschen, die Kinder zum Opfer machen." Sie habe keinen Grund an den Aussagen der Frauen zu zweifeln. Dennoch habe sie von Moore nicht gefordert, aus dem Rennen um den Senatsposten auszusteigen.

Ivanka Trump, Tochter des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, steht in einem ärmellosen, lachsfarbenen Kleid auf einer Bühne.


wue / AFP