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Finanzspritze im US-Wahlkampf Bloomberg gibt Biden millionenschwere Rückendeckung

Sehen Sie im Video: Biden attackiert Trump – "Runter von Twitter, machen Sie Ihren Job!"






Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat den amtierenden Präsidenten Trump dazu aufgefordert, endlich seinen Job zu machen und die Coronaviruspandemie besser zu managen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung am Mittwoch sagte er: „Hätte Präsident Trump und seine Regierung zu Beginn der Krise bessere Arbeit geleistet, könnten Schulen längst wieder öffnen. Wir befinden uns in einer nationalen Krise. Aber Präsident Trump hat noch immer keinen richtigen Plan dafür, wie das sichere öffnen von Schulen von statten gehen soll. Mr. President, wo sind Sie? Warum arbeiten Sie nicht daran? Wir brauchen Krisenhilfe für die Schulen, und zwar jetzt. Mr. President, das ist ihr Job. Darauf sollten Sie sich jetzt konzentrieren, die Kinder auf sicherem Weg zurück in die Schule zu schicken, und nicht Angst und Spaltung zu schüren, nicht auf das Anheizen von Gewalt. Verlassen Sie Twitter.“ Biden stellt die Viruspandemie aktuell besonders ins Zentrum seines Wahlkampfes. Die Präsidentschaftswahlen im November stellt Biden als Gelegenheit dar, über das schlechte Krisenmanagement der Trump-Regierung abzustimmen. Trump veranstaltete zeitgleich eine Wahlkampfveranstaltung in North Carolina, bei der nur wenige Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz trugen.
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Finanzspritze für den Wahlkampf in Florida: Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, bekommt von Milliardär Michael Bloomberg millionenschwere Rückendeckung.

Der US-Milliardär Michael Bloomberg wird den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im Rennen im wichtigen Bundesstaat Florida mit einer Finanzspritze von mindestens 100 Millionen Dollar (etwa 84 Millionen Euro) unterstützen. Dadurch ermögliche es der frühere New Yorker Bürgermeister der Demokratischen Partei, mehr Ressourcen in den Wahlkampf in anderen Staaten zu stecken, sagte der Bloomberg-Berater Kevin Sheekey der "Washington Post" in einem am Sonntag veröffentlichten Interview.    

Frisches Geld für Joe Biden – finanzieller Engpass bei Amtsinhaber Donald Trump?

Florida gilt als einer der wichtigsten Staaten bei der Wahl. Es ist einer der "swing states", die in den vergangenen Jahrzehnten mal für den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, mal für jenen der Demokraten gestimmt haben. Auch hat Florida einen relativ hohen Anteil der Wahlleute, die aufgrund der Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten letztlich den Präsidenten wählen. Vor vier Jahren hatte der Republikaner Trump in Florida gegen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton gewonnen, was einer der Bausteine seines überraschenden Wahltriumphs war. 

Nach Berichten über finanzielle Probleme seiner Kampagne hat US-Präsident Donald Trump erklärt, der in den landesweiten Umfragen zur Wahl am 3. November derzeit hinter Biden zurückliegt, für seine Wiederwahl notfalls auch Geld aus seinem Privatvermögen einsetzen zu wollen. "Ich würde das tun, wenn ich müsste, aber wir sind in einer sehr guten Lage", sagte Trump am Dienstag mit Blick auf die Finanzen seines Wahlkampfteams.

Die "New York Times" hatte in einem ausführlichen Artikel berichtet, dass die Kampagne wegen hoher Ausgaben weniger als zwei Monate vor der Wahl unter großem Kostendruck stehe. Auch andere US-Medien hatten berichtet, dass Trumps Kampagne trotz eines massiven Spendenaufkommens bereits einen Großteil ihrer Mittel ausgegeben habe. US-Kampagnen wenden in der Regel viel Geld für TV- und Online-Werbung auf.

Trump und seine Republikaner erhielten seit dem Beginn der Kampagne für Trumps Wiederwahl bis Ende Juli nach eigenen Angaben insgesamt 1,1 Milliarden Dollar (gut 900 Millionen Euro). Das Spendenaufkommen für August hat die Kampagne noch nicht bekanntgegeben. Trumps Herausforderer Joe Biden und die Demokraten konnten alleine im August 364,5 Millionen Dollar für ihren Wahlkampf einsammeln. Im Juni und Juli hatten die Demokraten jeweils rund 140 Millionen Dollar Spenden eingesammelt. 

Trump wirbt allerdings schon wesentlich länger als Biden hohe Spenden ein, weil es seit Langem als sicher galt, dass er sich für die Republikaner um eine zweite Amtszeit bewerben würde. Die hohen Spendensummen für beide Kandidaten lassen auch erkennen, wie umkämpft die Wahl vom 3. November weiterhin ist.

fs DPA AFP

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