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Kolumbien: Präsident Velásquez protestiert gegen Chávez Kriegsrhetorik

Kolumbien will im Konflikt mit Venezuela die internationale Staatengemeinschaft einschalten. Regierungssprecher César Mauricio Velásquez sagte am Sonntag, Präsident Alvaro Uribe weise "die Kriegsdrohungen der venezolanischen Regierung" zurück und wolle beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Kolumbien will im Konflikt mit Venezuela die internationale Staatengemeinschaft einschalten. Regierungssprecher César Mauricio Velásquez sagte am Sonntag, Präsident Alvaro Uribe weise "die Kriegsdrohungen der venezolanischen Regierung" zurück und wolle beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Protest einlegen.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wies die Streitkräfte am Sonntag an, sich auf einen möglichen bewaffneten Konflikt mit dem Nachbarland einzustellen. "Sich darauf vorzubereiten, ist der beste Weg, den Krieg zu vermeiden", sagte Chávez in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Falls es zum bewaffneten Konflikt komme, "könnte sich dieser auf den ganzen Kontinent ausweiten". Nach einem neuerlichen Grenzzwischenfall in der vergangenen Woche hat Venezuela 15.000 Soldaten in die Grenzregion geschickt.

Hintergrund der Spannungen ist ein neues Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA. Beide Staaten haben erklärt, ihre militärische Zusammenarbeit richte sich allein gegen Drogenhändler und Guerilleros in Kolumbien.

Die Politikwissenschaftlerin Elsa Cardoso, Expertin für internationale Beziehungen an der Zentraluniversität von Venezuela, sagte, die erhitzte Rhetorik von Chávez sei ein Versuch, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den drängenden Problemen im eigenen Land abzulenken. Oppositionsführer Julio Borges rief Chávez zu Gesprächen mit Kolumbien auf.

AP / AP