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Konflikt in Mali: Al Kaida tötet angeblich französische Geisel

Der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerkes al Kaida hat den Tod eines entführten Franzosen gemeldet. Die Geisel war im November 2011 verschleppt worden.

Die Terrororganisation al Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) hat angeblich eine französische Geisel in Mali getötet. Der "Spion" Philippe Verdon sei am 10. März als Reaktion auf den französischen Militäreinsatz "hingerichtet" worden, sagte ein Aqmi-Sprecher namens "Al-Qairawani" am Dienstagabend der privaten Nachrichtenagentur ANI.

Der Franzose sei im November 2011 im Norden Malis entführt worden. Der Sprecher des französischen Außenministeriums, Philippe Lalliot, sagte in der Nacht zum Mittwoch, das Ministerium überprüfe die Meldung. Man habe keine zusätzlichen Informationen.

Frankreich hatte am 11. Januar militärisch in Mali eingegriffen, um ein Vordringen von Islamisten zu stoppen, die zuvor den gesamten Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sollen das französische Kontingent nun ablösen.

ds/DPA/AFP / DPA