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Gasflasche explodiert: Ausschreitungen im Flüchtlingslager von Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos hat sich ein Unfall ereignet, bei dem es zu einer Explosion kam. Aus Polizeikreisen hieß es, eine 60-jährige Kurdin aus dem Irak hätte gerade gekocht. Sie und ihr Enkelkind starben dabei.

In Lesbos ist bei einem Unfall eine Gasflasche explodiert

In einem Flüchtlingslager in Lesbos brannten nach einem Unfall, der eine Gasflasche explodieren ließ, mehrere Zelte.

Auf der griechischen Insel Lesbos ist es in einem der überfüllten Flüchtlingslager zu Ausschreitungen gekommen, nachdem sich ein Unfall mit zwei Todesopfern ereignete. Am Donnerstagabend gab es Konfrontationen von nordafrikanischen Migranten und der Polizei, berichtete das Staatsradio.

Zuvor war in dem Lager in der Stadt Moria eine Haushalts-Gasflasche explodiert. Dabei waren eine 60-jährige Frau und ihr Enkelkind getötet worden. Weitere acht Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Zwei von ihnen mussten mit einem Flugzeug in ein Spezialkrankenhaus in Athen gebracht werden.

Lesbos kann nicht genügend Menschen unterbringen

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Polizeikreisen erfuhr, hatte die 60-Jährige gerade gekocht, als sich die Explosion ereignete. Die Untersuchung sei aber noch nicht beendet, hieß es. Die Todesopfer waren aus dem Irak stammende Kurden.

Nach den Ausschreitungen beruhigte sich die Lage bis zum Freitagmorgen, berichteten Reporter auf der Insel. Aus Sicherheitsgründen wurden Minderjährige und einige Familien in andere Orte außerhalb des Lagers gebracht. Auf Lesbos harren zurzeit knapp 6400 Migranten und Flüchtlinge aus. Es gibt aber nur Unterbringungsmöglichkeiten für 3500 dieser Menschen.

mrk / DPA