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Demokraten triumphieren: Bittere Schlappe für Trump: Seine Republikaner verlieren Wahlen in zwei wichtigen Bundesstaaten

Rund ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl gibt es für Donald Trump und seine Republikaner eine bittere Pleite: Bei Wahlen in drei Bundesstaaten setzten sich zweimal die Demokraten durch – unter anderem in Kentucky, das seit Jahrzehnten fest in republikanischer Hand war.

Andy Beshear am Rednerpult

Ein Jahr vor der nächsten Präsidentschaftswahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump bei Wahlen in zwei Bundesstaaten einen Dämpfer erhalten: Die gegen Trump kämpfenden Demokraten setzten sich am Dienstag bei Wahlen in Virginia und Kentucky durch. Im Bundesstaat Mississippi siegte bei der Gouverneurswahl laut US-Medienberichten allerdings der republikanische Kandidat Tate Reeves.    

Mit besonderer Spannung erwartet wurde das Ergebnis der Gouverneurswahl im traditionell konservativen Bundesstaat Kentucky. Der amtierende republikanische Gouverneur Matt Bevin wurde dort nach dem offiziell vorliegenden Auszählungsergebnis mit einem halben Prozentpunkt vom demokratischen Herausforderer Andy Beshear geschlagen. Konkret soll Beshear nach Angaben der "New York Times" 5100 Stimmen mehr erhalten haben als Bevin.

Donald Trump bei einer Rede in Kentucky

Donald Trump kam extra nach Kentucky, um für die Republikaner Wahlkampf zu machen – geholfen hat es nichts

AFP

Der Noch-Amtsinhaber erkannte das Ergebnis zunächst nicht an: Er werde "auf keinen Fall" eine Niederlage einräumen, sagt Bevin. Gleichzeitig deutete er an, dass er das Ergebnis anfechten werde und sprach von "mehr als nur einigen Unregelmäßigkeiten". Bevin galt in Kentucky zuletzt als extrem unpopulär. Sein schwaches Abschneiden löste US-Medien zufolge Besorgnis unter seinen Parteikollegen aus.

"Peinliche" Niederlage in Kentucky, "historischer Sieg" in Virginia

Trump hatte bei einem Wahlkampfauftritt in Kentucky am Montagabend vor 20.000 Anhängern gesagt, wenn der Sieg an die Demokraten gehe, wäre dies eine "sehr schlechte Botschaft". Seine Anhänger könnten ihm das nicht antun. Entsprechend sprach beispielsweise die "Washington Post" in ihrer Online-Ausgabe am Mittwochmorgen von einem "peinlichen" Ergebnis für Trump in Kentucky. 

In Virginia errangen die Demokraten erstmals seit 25 Jahren die Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Der Parteichef der Demokraten, Tom Perez, sprach von einem "historischen Sieg", der Trump "und alle Republikaner bis ins Mark erschüttern" sollte. Die Demokraten würden nunmehr "in jedem Wahlgang in jedem Bundesstaat" mit "nie dagewesener Energie" um den Sieg ringen. Und so würden sie Trump im kommenden Jahr schlagen, fügte Perez hinzu. Im Unterhaus stehen den Demokraten in Zukunft mindestens fünf zusätzliche Mandate zu.

Donald Trump: keine Auftritte in Virginia

Trump hatte bei einer Großveranstaltung in Florida im Juni formell seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit verkündet. Vor den aktuellen Wahlen hatte er sich in Mississippi und Kentucky persönlich vor Ort in den Wahlkampf eingeschaltet, in Virginia jedoch nicht – da beließ er es bei Wahlkampfunterstützung für die Republikaner via Twitter.

Doch die Auftritte Trumps scheinen sich zumindest im Fall von Kentucky nicht ausgezahlt zu haben. So sagte etwa der Ex-Parteichef der Republikaner, Michael Steele: "Die bloße Tatsache, dass Trump auftaucht, bedeutet nicht mehr automatisch den Sieg." Bei der Präsidentenwahl 2016 hatte der Republikaner Trump in Kentucky knapp 30 Prozent mehr Stimmen erhalten als seine demokratische Rivalin Hillary Clinton.

Quellen: "Washington Post", New York Times

mik / AFP / DPA