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Attentat auf Kanadas Parlament: Angeschossener Soldat stirbt an Verletzungen

Mehr als 20 Schüsse sollen gefallen sein, ein mutmaßlicher Angreifer wurde getötet: Kanadas Hauptstadt ist derzeit offenbar das Ziel eines Terroranschlags.

In der kanadischen Hauptstadt Ottawa hat ein Bewaffneter am Mittwoch zuerst einen Soldaten niedergeschossen und ist anschließend in das Parlamentsgebäude gestürmt. Dabei kam es zu heftigen Schusswechseln mit Sicherheitskräften. Die Polizei riegelte das gesamte Viertel ab und brachte Ministerpräsident Stephen Harper in Sicherheit. Zunächst blieb unklar, ob der Täter Helfer hatte und ob er sich noch im Gebäude verschanzt hielt.

Der Sender CBC berichtete, der Täter sei erschossen worden. Die Polizei bestätigte vier Stunden nach der Attacke, dass ein Schütze tot sei. Unklar blieb, ob er Komplizen hatte. Der Täter hatte einen Soldaten an einem Weltkriegsdenkmal getötet. Schon am Montagabend hatte ein mutmaßlicher Islamist einen Soldaten in der Provinz Quebec getötet, bevor er selbst erschossen wurde.

Nach Berichten von Medien und Augenzeugen schoss ein oder mehrere Unbekannte zunächst einen Soldaten am Kriegerdenkmal in Ottawa nieder. Bei der anschließenden Schießerei im nahe gelegenen Parlament erschossen Sicherheitskräfte einen Schützen nach dem Bericht des Senders CBC. Unklar war zunächst, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Attentäter handelte. Die Polizei erklärte, es werde nach einem oder mehreren weiteren Verdächtigen gefahndet. Der Sender CBC berichtete, es würden drei Schießereien in Ottawa untersucht: Eine am Kriegerdenkmal, eine im Parlament und eine in einer Einkaufspassage. Die Polizei stellte später klar, dass es in dem Einkaufszentrum entgegen anderslautenden Berichten nicht zu einer Schießerei gekommen war. Weitere Details bleiben zunächst offen.

Der angeschossene Wachsoldat ist seinen Verletzungen erlegen. Arbeitsminister Jason Kennedy schrieb am Mittwoch auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, er kondoliere der Familie des getöteten Soldaten und bete für einen weiteren verletzten Parlamentswachmann. Der getötete Soldat war ein Reservist. Der Mann stamme aus Hamilton bei Toronto, 500 Kilometer westlich von Ottawa, wie der Sender CBC meldete.

Ein Bauarbeiter sagte Reuters, er habe bei dem Mahnmal Schüsse gehört und dann einen schwarz gekleideten Mann mit ein mit einem Schal verhülltem Gesicht in Richtung Parlament laufen sehen. Schwarze Kleidung ist die übliche Uniform der Kämpfer des Islamischen Staates, die in Syrien und im Irak ein Kalifat errichten wollen. Der IS bedroht Andersgläubige mit dem Tod, der radikalislamischen Organisation werden Gräueltaten und Massenmorde vorgeworfen. Kanada beteiligt sich mit sechs Kampfflugzeugen am Kampf gegen den IS im Irak.

Attentäter kaperte Wagen

Der Bauarbeiter Scott Walsh berichtete weiter, der schwarz gekleidete Mann habe einen Wagen gekapert. Der Fahrer konnte sein Fahrzeug unverletzt verlassen, dann sei der Schütze zum Parlamentsgebäude gefahren. Zwei Journalisten berichteten über den Kurznachrichtendienst Twitter aus dem Gebäude, mindestens ein Schütze sei in das Parlament eingebrochen und habe das Feuer eröffnet.

Ministerpräsident Stephen Harper konnte das Gebäude nach einem TV-Bericht unverletzt verlassen. Der Komplex wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt. Die Polizei forderte Passanten im Regierungsviertel auf, die Straßen zu verlassen. Nach Medienberichten gab es auch Schusswechsel außerhalb des Parlamentsgebäudes. Der angeschossene Soldat wurde zunächst in einen Krankenwagen gebracht, wo Sanitäter Wiederbelebungsmaßnahmen einleiteten.

#ottnews Tweets

CSU-Politiker erleben Drama mit

Abgeordnete der CSU haben den bewaffneten Angriff auf das kanadische Parlament vor Ort miterlebt. Zum Zeitpunkt der Attacke in Ottawa habe die Delegation gerade ihr Hotel neben dem Parlamentsgebäude verlassen, sagte Richard Teltschik von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. "Es kamen aus allen Straßen fast parallel Polizeiautos gefahren."

Die Delegation sei mit einem Kleinbus vom Hotel abgefahren. "Wir wussten gar nicht, was los war", sagte Teltschik. Erst kurze Zeit später seien die Eilmeldungen auf den Handys eingegangen. Die Schüsse habe die Delegation nicht gehört. Ein geplantes Mittagessen mit Abgeordneten des kanadischen Parlaments wurde abgesagt. Noch am Mittwoch sollte die Delegation planmäßig zurück nach Deutschland fliegen.

Die CSU-Politiker hielten sich im Rahmen eines deutsch-kanadischen Dialogprogramms der Hanns-Seidel-Stiftung in Ottawa auf. Der Delegation gehörten der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber, der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl und der CSU-Landtagsabgeordnete Otmar Bernhard an.

Einen für den Nachmittag geplanten Termin mit der frisch gekürten pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai sagte Ministerpräsident Harper nach den Schießereien kurzfristig ab. Yousafzai hätte bei dem Termin die Ehrenstaatsbürgerschaft Kanadas verliehen bekommen sollen.

Geheimdienst warnte seit Jahren

Am Montag hatte ein Konvertit einen Soldaten mit seinem Auto in Saint-Jean-sur-Richelieu rund 40 Kilometer südöstlich von Montreal überfahren und getötet. Der 25 Jahre alte Fahrer wurde nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen radikalisierten Muslim handelt.

Der kanadische Geheimdienst CSIS warnt seit Jahren vor den Gefahren durch die Radikalisierung junger Menschen. Sorgen bereite die erfolgreiche Werbung des IS in sozialen Medien, die radikalisierte Moslems zu Attentaten in Kanada anstacheln könnten, erklärte der führende CSIS-Mitarbeiter Jeff Yaworski. Nach Erkenntnissen des Geheimdienstes haben sich über 50 Kanadier dem IS oder anderen extremistischen Gruppen im Nahen Osten angeschlossen. Nach früheren Angaben der Polizei werden rund 90 Personen beobachtet, die sich entweder den extremistischen Gruppen in Nahost anschließen wollten oder die nach Kanada zurückgekehrt seien, nachdem sie sich im Ausland an terroristischen Aktivitäten beteiligt hätten.

mka/Reuters/AFP/DPA / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?