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Landesweiter Spott Plagiatsaffäre: Österreich macht sich über die zurückgetretene Arbeitsministerin lustig

Christine Aschbacher fühlt sich vorverurteilt
Christine Aschbacher fühlt sich vorverurteilt
© Helmut Fohringer / AFP
Die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher hat so offensichtlich in ihrer Dissertation geschummelt, dass sie umgehend zurückgetreten ist. Ihre kruden Fehler und Übersetzungspannen sorgen landesweit für Spott.

Die österreichische Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) ist in Zusammenhang mit einer Plagiatsaffäre zurückgetreten. Die konservative Politikerin erklärte am Samstag, sie habe sich zum "Schutz" ihrer Familie zu dem Schritt entschlossen. Die 37-Jährige wies die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und beklagte eine Vorverurteilung durch "politische Mitstreiter" und Medien.

Die offensichtliche Schummelei aufgedeckt hat der als "Plagiatsjäger" bekannte Blogger Stefan Weber. Er wirft ihr vor, zumindest ein Fünftel des Textes ihrer erst 2020 in der slowakischen Hauptstadt Bratislava eingereichten Dissertation ohne ordentliche Kennzeichnung aus anderen Quellen abgeschrieben zu haben. Bereits ihre Diplomarbeit von 2006 sei nicht nur von Plagiaten, sondern auch von mangelnden Kenntnissen der deutschen Sprache geprägt gewesen. In den Arbeiten geht es um Führungsstile in Unternehmen.

Nonsens-Übersetzungen aus dem Englischen

Die Fehler sind so hanebüchen, dass sich landesweit bereits Komiker darüber lustig machen, indem sie aus den Arbeiten vorlesen. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert einen Satz aus der Einleitung der Doktorarbeit: "Aufgrund der teilweise bewährten Führungsstile entsprechen die bisherigen Ergebnisse teilweise für Führungsstile oder Innovation in Industrieunternehmen."

Und als Beispiel für eine Nonsens-Übersetzung aus dem Englischen einen Satz des Virgin-Chefs Richard Branson: "Vielleicht, daher ist es seltsam, dass, wenn es irgendeine eine Phrase, die garantiert wird, um mich auf den Weg, es ist, wenn jemand zu mir sagt: 'Okay, fein. Du bist der Chef!'" Sagt Branson." "Was mich ärgert ist, dass in 90 Prozent der Fälle, wie, was diese Person wirklich sagen will, ist: 'Okay, dann, glaube ich nicht mit Ihnen einverstanden, aber ich werde rollen und tun es weil sie sagen mir zu."

Aschbacher: nach besten Wissen und Gewissen gearbeitet

Aschbacher erklärte hingegen, sie habe sowohl ihre Dissertation als auch ihre ebenfalls unter Plagiatsverdacht stehende Diplomarbeit an der FH Wiener Neustadt "nach bestem Wissen und Gewissen" verfasst. Sie habe nun erleben müssen, dass sie "medial in unvorstellbarer Weise" vorverurteilt worden sei. Die Angriffe hätten sich nicht nur auf sie, sondern auch auf ihre Kinder "entladen". 

tis AFP

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