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POSTRAUB: Flucht endete im Rollstuhl

Der legendäre britische Posträuber Ronald Biggs ist mehr als 30 Jahre nach seiner Flucht am Montag nach Großbritannien zurückgekehrt.

Der legendäre britische Posträuber Ronald Biggs ist mehr als 30 Jahre nach seiner Flucht am Montag nach Großbritannien zurückgekehrt. Ein von der Boulevardzeitung »Sun« gechartertes Flugzeug mit dem 71-Jährigen an Bord landete am Morgen aus Brasilien kommend auf dem Luftwaffenstützpunkt Northolt westlich von London. Dutzende Polizisten erwarteten die 14-sitzige Maschine vom Typ Dassault auf dem Rollfeld. Es wurde erwartet, dass Biggs in ein Gefängniskrankenhaus gebracht werden würde.

Er ist nach einem Schlaganfall schwer angeschlagen und kaum noch in der Lage zu sprechen. Biggs wurde auf dem Flug von seinem Sohn Michael begleitet. Ebenfalls mit an Bord war nach Angaben der Zeitung Biggs? ehemaliger Komplize bei dem Überfall auf einen Postzug 1963, Bruce Reynolds. Die genauen Gründe für die Rückkehr des 71-Jährigen sind nicht bekannt.

Biggs hatte am 8. August 1963 bei einem Überfall mit 16 Komplizen 2,6 Millionen Pfund erbeutet. Dies entsprach damals 31 Millionen Mark, nach heutiger Kaufkraft jedoch fast 100 Millionen Mark. 1965 floh er aus einem Gefängnis im Süden Londons, nachdem er 15 Monate seiner 30-jährigen Haftstrafe verbüßt hatte. Er zog mit seiner Familie zunächst nach Spanien. Später ging er nach Australien und zog 1970 nach Brasilien.