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Bruch mit dem Ex-Präsidenten Rechtsradikale Gruppe "Proud Boys" kehrt "extrem schwachem" Trump den Rücken

Sehen Sie im Video: Impressionen des Machtwechsels in Washington – Highlights der Amtseinführung von Joe Biden.






Washington D.C. / USA: Amtseinführung von Joe Biden und Kamala Harris. Biden schwört auf die Bibel. Viele ehemalige US-Präsidenten dabei. Lady Gaga und Jennifer Lopez singen. Kamala Harris erste Vizepräsidentin der USA.
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Donald Trump, ein Verräter? So offenbar ist die Lesart in der rechtsradikalen Gruppierung "Proud Boys", die einem Bericht zufolge enttäuscht vom Ex-Präsidenten sein soll – weil er das Weiße Haus gewaltlos geräumt hat.

Die rechtsradikale Gruppe "Proud Boys" geht nach Informationen der "New York Times" auf Distanz zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Bereitschaft, das Weiße Haus zu verlassen, werde als Verrat gewertet, berichtete die Zeitung am Freitag. Auch Äußerungen des republikanischen Politikers nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar hätten in der Gruppe für Unmut gesorgt. Trump hatte die Erstürmung nach einigem Zögern verurteilt. Die "New York Times" wertete bei ihren Recherchen insbesondere Nachrichten im Messenger-Dienst Telegram aus.

"Proud Boys" offenbar enttäuscht von Trump 

Der Bruch mit dem Ex-Präsidenten komme überraschend, schreibt das Blatt. Über Jahre hinweg seien die "Proud Boys" (wörtlich: Stolze Jungs) loyale Trump-Anhänger gewesen, auch über die verlorene Wahl im November hinaus. In einem Kanal bei Telegram habe die Gruppe etwa am 8. November aufgerufen, an Protesten teilzunehmen.

Nun gebe es bei Telegram und anderen Plattformen wie Gab jedoch Forderungen, Kundgebungen für Trump fernzubleiben. Vor der Vereidigung des neuen Präsidenten Joe Biden am Dienstag hätten einige "Proud Boys" Trump aufgefordert, sein Amt mit Gewalt zu verteidigen, so die "New York Times". Jetzt werde der Ex-Präsident bei Telegram als "extrem schwach" bezeichnet.

Im Wahlkampf hatte Trump mit Aussagen über die "Proud Boys" Begeisterung im rechten Spektrum ausgelöst. In einer TV-Debatte mit Biden weigerte er sich, rechtsradikale Gruppen klar zu verurteilen. Damals sagte er: "'Proud Boys' – haltet euch zurück und haltet euch bereit." Am Angriff auf das Kapitol hatten sich auch Mitglieder der "Proud Boys" beteiligt. Nach Berichten von US-Medien sollen sich mindestens fünf vor Gericht verantworten müssen.

fs DPA

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