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Trotz Russlands Notlage: Finanzminister Schäuble setzt weiter auf Sanktionen

Bundesfinanzminister Schäuble bleibt in der Russlandfrage hart. Trotz der finanziellen Notlage des Landes hält er am Sanktionskurs fest. Eine Ratingagentur könnte derweil die Krise noch verschärfen.

Schäuble sieht Russland wegen der Rubel-Krise in der Verantwortung

Schäuble sieht Russland wegen der Rubel-Krise in der Verantwortung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht sich trotz Finanzkrise in Russland für eine Fortsetzung der EU-Sanktionen gegen den östlichen Nachbarn aus. "Natürlich machen wir uns wegen der Entwicklung in Russland Sorgen", sagte Schäuble der "Rheinischen Post". Es liege aber an Moskau, eine Staatspleite zu verhindern.

"Ich hoffe jeden Tag, dass Russland zur Kooperation mit dem Westen zurück findet. Solange halten wir aber an den Sanktionen gegen Russland fest." Die Rubel-Krise hatte zuletzt auch das Bankenwesen der Rohstoffmacht erfasst. Nun drohte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Russland mit der Herabstufung auf Ramschniveau.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte die Sorge geäußert, dass Russland destabilisiert werden könnte, falls Europa die Sanktionen nicht lockere. Wer Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen wolle, irre gewaltig, wenn er glaube, dass das zu mehr Sicherheit in Europa führen würde, sagte der SPD-Politiker in einem Interview.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht im Einklang mit der EU keine Grundlage für eine Rücknahme der Strafmaßnahmen, die als Reaktion auf die Annexion der Krim und die Rolle Moskaus im Ukraine-Konflikt verhängt worden waren.

fin/DPA / DPA