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Selbstmordattentat im Irak: Bombe reißt Dutzende in den Tod

Vor den Parlamentswahlen im Irak häufen sich die verheerenden Attentate: Erneut ist in Bagdad ein Bus explodiert. Augenzeugen berichten von einem grausigem Anblick.

Eine Woche vor der Parlamentswahl im Irak sind bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad bis zu 30 Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden. Der Täter zündete den Sprengsatz am Donnerstag in einem Bus, der in den schiitischen Südirak fahren wollte. Die Schiiten stellen die Bevölkerungsmehrheit im Irak und sind nach dem Sturz des Sunniten Saddam Hussein erstmals in der Geschichte des Landes maßgeblich an der Regierung beteiligt.

Der Selbstmordattentäter saß nach Polizeiangaben in einem Auto und sprang in letzter Minute auf den schon anfahrenden Bus auf. Auf diese Weise umging er die Sicherheitskontrollen. Dann zündete er den Sprengsatz an seinem Körper. Der Bus ging sofort in Flammen auf. Den Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. Die verkohlten Leichen der Fahrgäste saßen auf ihren Plätzen, die Gesichter den zerbrochenen Fensterscheiben zugewandt.

"Der Busfahrer wollte den Mann aufhalten, aber er beharrte darauf mitzufahren", sagte der Polizeibeamte Wisam Hakim. "Er setzte sich in die Mitte des Busses und dann kam es zur Explosion."

Der Busbahnhof war bereits im August Schauplatz eines dreifachen Autobombenanschlags, bei dem 43 Menschen getötet wurden. Erst am Dienstag waren bei einem Anschlag auf eine Polizeischule in Bagdad 43 Beamte und Kadetten getötet worden.

AP / AP