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Tod des Staatschefs von Venezuela: Die letzte Ölung des Hugo "Jesus" Chávez

Er sah sich als Messias. Und wie ein Erlöser starb Hugo Chávez: Selbstlos, für eine bessere Welt. Das Schauspiel seines Sterbens ist Teil seiner Mystifizierung, sein Erbe nur ein schrottreifes Land.

Von Joachim Rienhardt

Der Tod von Hugo Chávez war zu erwarten, die Inszenierung seines Ablebens auch. Das Publikum wurde so lange es eben ging im Ungewissen gelassen über das wahre Befinden des Krebspatienten. Bis die Spannung nicht mehr zu halten war, weil selbst seine eigenen Anhänger ungeduldig nach Antworten drängten. Einen Tag vor dem großen "Showdown" ein erster Hinweis auf die Ausmaße seiner Krankheit. Und bereits wenige Stunden vor der Todesnachricht bereits die erste Verschwörungstheorie: Feinde hätten den Führer mit Krebs infiziert, man habe bereits gezielte Erkenntnisse. Dazu passend wurden zwei US-Diplomaten mit viel Trara des Landes verwiesen.

Das ist das Bild, das Chávez gerne von sich selbst zeichnet: Er sah sich als Messias. Einer, der das Heil nicht nur über sein Vaterland Venezuela bringt, sondern über ganz Lateinamerika und besser noch: über die ganze Welt. Entsprechend huldigt ihm nicht nur das venezolanische Blatt "Noticias24": "Hugo Chávez, der Christus der Armen in Lateinamerika, ist tot." Und jetzt sollen wir lernen: Ein Jesus stirbt nicht wie ein normaler Mensch. Ein Jesus geht nicht so einfach von dannen. Ein Chávez wird gemeuchelt. In seinem Fall hinterrücks, mit einer geheimen Giftwaffe, die ihm einen qualvollen Tod bescherte. Chávez, so die Lektion, hat es ertragen. Für die Armen, für eine bessere Welt. Selbstlos wie sonst keiner.

Zweifellos hat er den Armen eine Stimme gegeben

Dieses Schauspiel ist ein Teil der Mystifizierung von Hugo Chávez zum Heiligen, der bereits zu Lebzeiten für seine Anhänger ein Säulenheiliger war. Das hat gute Gründe. Sein ungeheures Verdienst ist und bleibt es, dass er den Armen im gesamten Lateinamerika Hoffnung und Stimme verlieh. Chávez hatte sehr Recht, wenn er sagte, dass auf dem gesamten Kontinent in Wahrheit auch sehr lange nach der Unabhängigkeit von den einstigen Eroberern nach wie vor noch koloniale Verhältnisse herrschen, immer noch das schreiende Unrecht der Verteilung zwischen arm und reich.

Chávez war es, der dies - mit Sicherheit guten Willens - als erster thematisierte und so als putschender Offizier Anfang der 1990er weltweit Berühmtheit erlangte, dazu Ansehen und sehr viele Vorschusslorbeeren. Er, der aufrechte Militär, der für seine Überzeugung Karriere und persönliche Freiheit aufs Spiel setzte. Er war ein Märtyrer von der ersten Stunde an, in der er aufstieg wie Phönix aus der Asche. Die Lichtgestalt, die personifizierte Hoffnung auf Gerechtigkeit und ein besseres Leben für so viele Millionen, die immer noch in bitterer Armut darben.

Er regierte nicht, er schlug Schlachten

Die Inszenierung seines Todes passt da vollkommen ins Bild. Denn Chávez war und blieb immer Militär. Er regierte nicht. Er kämpfte Schlachten, vornehmlich gegen die "Imperialisten" und "Aggressoren" in den USA. Und natürlich gegen deren Lakaien im eigenen Land, der venezolanischen Bourgeoisie, die seit jeher bestens unter den Verhältnissen lebt. Es musste so kommen, dass Chávez im Amt stirbt. Ein Militär stellt sich dem Kampf, er flieht nicht aus der Schlacht, er stellt sich auf dem Feld. Und er kämpft bis zum letzten Blutstropfen, der in seinen Adern fließt.

Was das Schauspiel über sein Ableben so bitter macht, ist die äußerst dürre Bilanz seiner unendlich scheinenden Herrschaft, die er sich durch willfährige Änderungen, der selbst geschriebenen Verfassung und insgesamt viermaligen Wiederwahl gesichert hat. Diese waren nicht immer frei und vor allem nicht besonders fair. Chávez hat private Sendeanstalten mundtot gemacht und die staatlichen Medien zu Propaganda-Instrumenten missbraucht. Vor allem aber hat er das Vertrauen seiner vielen Gefolgsleute hintergangen, die immer noch auf ihn setzen.

Demokratie gab es in Venezuela nur dem Anschein nach

Warum das so ist, kann man wohl nur mit deren Verzweiflung erklären, rational ist dies kaum zu begreifen. Denn Chávez hat zwar den einstigen Unrechtsstaat gründlich auseinandergenommen. Was er aber geschaffen hat, sind lediglich Parallelstrukturen, Institutionen, die ausschließlich auf sein Kommando hörten. Diese regierte er wie ein despotischer Großfürst. Demokratie? Nur dem Anschein nach. Kontrolle über die Milliarden aus dem Ölgeschäft? Keine Spur. Millionen und Abermillionen versickerten in den Taschen verdienter Chávistas. Die Reichtümer wurden nach Gutdünken verteilt - um Kritiker mundtot zu machen, um Konkurrenten ruhig zu stellen. Für das Volk blieb außer Almosen wenig übrig. Natürlich lasen sich die - selbst geführten - Armutsstatistiken besser. Natürlich gab es auch sozialen Wohnungsbau. Aber nachhaltig ist keine dieser Entwicklungen. Nicht die sozialistischen Produktionsbetriebe, die nie in einem freien Wettbewerb existieren könnten. Auch nicht die Gesundheitsprogramme, die hauptsächlich vom Einsatz kubanischer Ärzte in den Elendsvierteln profitieren.

Wie schlecht die Entwicklung jenseits chávistischer Statistik tatsächlich ist, lässt sich an der enormen Steigerung der Kriminalität im Lande ablesen. Die Hauptstadt Venezuelas ist inzwischen die vermutlich gefährlichste des Kontinents, manche Teile des Landes, vor allem in Grenznähe zu Kolumbien, sind außerhalb staatlicher Kontrolle. Hugo Chávez, der #http://www.stern.de/politik/geschichte/fidel-castro-90277542t.html;Fidel Castro# seit jeher als Vaterfigur vergötterte, hinterlässt, salopp formuliert, unterm Strich ein schrottreifes Land.

Die Castros an seinem Krankenbett

Vor allem Fidel Castro und seine Erben wird das Ableben des geliebten Ziehsohnes in höchste Unruhe versetzen. Chávez hat das marode Kuba Monat für Monat mit so viel Öl versorgt, dass auf der Insel nicht nur weiter die Lichter brannten. Die Kubaner konnten die Hälfte der Öllieferung sogar auf dem freien Markt verkaufen und so lebensnotwendige Devisen erwirtschaften.

Es war kein Zufall, dass Chávez sich in der festungsartig gesicherten Privatklinik in Havanna hat operieren lassen. Dort war er stets umgeben von den Castros persönlich. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass es gerade kubanische Ärzte gewesen sein sollen, die sein Ableben beschleunigt haben dürften. Dem Vernehmen nach soll ihnen bereits die erste Operation missglückt sein, woraufhin Ärzte aus Spanien und Brasilien eingeflogen worden sein sollen, um den Comandante wieder ins Leben zu holen.

Chávez ist tot, es lebe der Chávezmus

Die Öffentlichkeit wird wohl nie gesichert erfahren, wann Chávez tatsächlich starb. Man kann aber davon ausgehen, dass die Kubaner alles daran setzten, dass er so lange wie möglich am Leben blieb. Zumindest für die große Masse. Natürlich hat man bis zuletzt auch an der Strategie für den Übergang gebastelt. Für autokratische Systeme ist dies bekanntlich ein extrem schwieriger Akt.

Es gibt kein Zweifel, dass der von Chávez selbst auserkorene Nachfolger Nicolas Maduro die in Kürze anstehenden Neuwahlen gewinnen wird. Die Opposition ist so zerstritten wie eh und je und die Trauer bei den Chávez-Anhängern riesengroß. Noch größer aber ist weiterhin die Hoffnung auf den Chávismus. In Venezuela würde ein rot angestrichener Besenstil gewinnen, wenn nur ein Bild von Chávez daneben steht.

Ob es dem ehemaligen Busfahrer Maduro aber gelingt, die Chávisten auf Dauer geeint hinter sich zu sammeln, ist sehr zu bezweifeln. Zum Charisma eines Jesus fehlt ihm einfach viel zu viel

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(