HOME

Korea-Krise: Trump will sich bei Kim Jong Un einschmeicheln - und beleidigt ihn stattdessen

In der Nuklear-Krise um Nordkorea sieht Donald Trump alle Schuld bei seinem Widersacher Kim Jong Un. Nachdem der es wagte, ihn alt zu nennen, schlägt Trump nun bei Twitter zurück - mit gewohnt absurden Behauptungen.

Donald Trump fühlt sich von Kim Jong Un gemein behandelt

Donald Trump fühlt sich von Kim Jong Un gemein behandelt

"Little Rocket Man" - kleiner Raketenmann - so hatte Donald Trump den nordkoreanischen Despoten Kim Jong Un immer wieder genannt, unter anderem in einer Rede vor der UNO. Glaubt man aktuellen des US-Präsidenten, scheint der Spitzname aber eigentlich nur als Scherz unter Kumpeln gemeint gewesen zu sein. Trump beharrt gerade darauf, dass die Aggressionen eigentlich immer von Kim ausgingen. 

"Ich habe so sehr versucht, sein Freund zu sein", twitterte er von seinem aktuellen Trip in Asien. Er reagierte damit auf ein Statement des Präsidenten von Nordkorea. "Warum nennt er mich nun alt? Ich würde ihn niemals klein und dick nennen." Nur Donald Trump schafft es wohl, sich von Beleidigungen zu distanzieren - und dabei beleidigend zu sein.

  

Trump setzt auf Entspannung

Im eigentlichen Konflikt mit Nordkorea sieht Trump aber Bewegung. Der weitgehend isolierte Staat hatte im Sommer mehrfach Raketen und Nuklearsprengköpfe getestet und damit die Weltgemeinschaft provoziert. Nach einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping schrieb Trump nun bei Twitter: "Der chinesische Präsident Xi sagte mir, er will die Sanktionen gegen [Nordkorea] verschärfen. Er will nukleare Entspannung. Wir machen Fortschritte."

Trump hatte im Sommer die Krise noch kräftig angeheizt. Nordkoreas Säbelrasseln war von Experten nicht als ungewöhnlich bewertet worden, es galt als übliche Reaktion auf die gemeinsamen sommerlichen Militärmanöver Südkoreas und der USA im japanischen Meer. Trump ging dennoch auf die Provokation ein, drohte mehrfach mit einer Eskalation und einseitigem militärischen Eingreifen der USA. Jetzt scheint er auf eine Lösung mit Nordkoreas Nachbarn zu setzen.

Putin-Ärger

Auch sein umstrittenes Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin sah Trump als Schritt für Frieden in Nordkorea, der Ukraine und Syrien. "Wann werden es meine Gegner und Idioten einsehen, dass eine gute Beziehung zu Russland etwas Gutes ist und nicht etwas Schlechtes?" fragte Trump bei Twitter. Seinem Wahlkampfteam wird vorgeworfen, mit Hilfe russischer Geheimdienste die Wahl manipuliert zu haben.

mma

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren