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Mammutprogramm Vollgas-Finale: Das machen Trump und Biden am letzten Tag vor der Wahl

Joe Biden (l.) und Donald Trump reden bei Wahlkampfauftritten zu ihren Anhängern
Joe Biden (l.) und Donald Trump reden bei Wahlkampfauftritten zu ihren Anhängern
© Jim Watson / Brendan Smialowski / AFP
Beim Wahlkampfendspurt geben US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden nochmal alles. Vor allem der Amtsinhaber absolviert ein wahres Mammutprogramm. Biden setzt dagegen auf prominente Unterstützung.

Die Bürger in den USA werden morgen darüber entscheiden, ob Präsident Donald Trump für weitere vier Jahre als mächtigster Politiker der westlichen Welt die USA regiert oder ob sein demokratischer Herausforderer Joe Biden ins Weiße Haus einzieht. Viel mehr als sonst markiert der Wahltag - immer der erste Dienstag nach dem ersten Montag im November - in diesem Jahr allerdings nur noch das Ende eines wochenlangen Wahlprozesses. Denn mehr als 93 Millionen Amerikaner haben ihre Stimme bereits vorab per Brief oder persönlich in Wahllokalen abgegeben. Das entspricht laut dem "U.S. Elections Project" mehr als zwei Dritteln aller Wähler im Jahr 2016.

Ein langer Tag für Donald Trump

Doch obwohl ein bedeutender Teil der Bevölkerung sein Kreuz bereits gemacht hat, geben Trump und Biden am letzten Tag vor dem großen Finale noch einmal richtig Gas. Vor allem der Amtsinhaber, der in den Umfragen seit Monaten hinter seinem Kontrahenten zurückliegt, legt sich mächtig ins Zeug, um das Blatt noch zu wenden.  Nach fünf Wahlkampfauftritten in fünf verschiedenen Bundesstaaten am Sonntag will Trump am Montag erneut an fünf verschiedenen Orten in vier Bundesstaaten zu seinen Anhängern sprechen.

Laut dem offiziell zugänglichen Tagesplan des US-Präsidenten hatte dieser seinen letzten Auftritt am Sonntag am späten Abend um 23 Uhr (Ortszeit) in Opa-locka in Florida und war erst um 0.45 Uhr in seinem nur wenige Meilen entfernten Trump National Doral Golfresort eingetroffen, um dort die Nacht zu verbringen. Für 9.30 Uhr steht am Montag schon wieder die Abreise Richtung Fayetteville im Bundesstaat North Carolina auf dem Plan. Um 11.45 Uhr tritt der 74-Jährige dort etwa eine Stunde lang vor seinen Fans auf.

Anschließend folgen Kundgebungen in Bidens Geburtsort Scranton im Bundesstaat Pennsylvania, in Traverse City, Michigan, in Kenosha, Wisconsin, wo Polizisten am 23. August dem Schwarzen Jacob Blake sieben mal in den Rücken geschossen hatten und um 22.30 Uhr die letzte etwa einstündige Veranstaltung in Grand Rapis, Michigan.

Trump klappert bei seinem Marathonprogramm ausschließlich "Swing States" ab, also jene Staaten, die mal für einen Republikaner, mal für einen Demokraten stimmen und die für den Wahlausgang eine entscheidende Bedeutung haben. Auch Biden konzentriert sich bei seinem Wahlkampfendspurt auf Bundesstaaten, in denen das Rennen zwischen Republikanern und Demokraten auf der Kippe steht.

Obama und Lady Gaga werben für Biden

Für den 77-Jährigen steht am Montag zunächst ein Auftritt in Cleveland im hart umkämpften Bundesstaat Ohio an. Am Nachmittag hat er drei Termine in Pennsylvania auf dem Programm. Zunächst trifft er sich um 14.40 Uhr in Beaver County mit Gewerkschaftern, um 17.40 Uhr richtet er eine Drive-In-Veranstaltung mit afroamerikanischen Gemeindeführern in Pittsburgh aus und um 20.50 Uhr beendet er dort seine Kampagne mit einer Rede bei einem weiteren Drive-In-Event. Zu dieser Abschlusskundgebung hat sich auch die preisgekrönten Musikerin und Schauspielerin Lady Gaga angekündigt, die Bidens Kandidatur unterstützt.

Und Biden hat am letzten Wahlkampftag noch einen weiteren prominenten Helfer: Trumps Amtsvorgänger Barack Obama, der in den vergangenen Tagen bereits mehrere Auftritte für seinen ehemaligen Vizepräsidenten absolviert hat. Am Montag wirbt Obama zunächst auf einer Drive-In-Kundegebung zu Wählermobilisierung in Atlanta, Georgia für Biden. Am Abend hält er dann in Miami, Florida eine Wahlkampf-Abschlussrede.

Den Wahltag wird Donald Trump in Washington verbringen, Joe Biden wartet in seinem Heimatstaat Delaware auf die Resultate.

Quellen: Factbase"Blog4president""Dispatch", "Post Gazette", NBC


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