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Konflikt im Gazastreifen: Türkei legt israelischem Botschafter Ausreise nahe

Die Beziehung zwischen der Türkei und Israel ist aktuell mehr als angespannt: Nachdem Erdogan Israel des Genozids im Gazastreifen bezichtigt hat, soll der israelische Botschafter nun besser das Land verlassen.

Eitan Naeh ist israelischer Botschafter in der Türkei

Der israelische Botschafter Eitan Naeh wurde ins türkische Außenminister bestellt

AFP

Die türkische Regierung sieht das harte Vorgehen Israels im kritisch. Der israelische Botschafter war wegen der Zusammenstöße mit Dutzenden getöteten Palästinensern ins Außenministerium in Ankara einbestellt worden. Medienberichten zufolge wurde Eitan Naeh dabei zur Ausreise aufgefordert.

Das habe dem Botschafter übermittelt, dass es "angemessen ist, wenn er für einige Zeit in sein Land zurückkehrt", meldeten die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu und weitere Medien am Dienstag. Damit scheint es sich aber nicht um eine förmliche Ausweisung zu handeln.

Gewaltsame Proteste im Gazastreifen

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte das Vorgehen Israels im Gazastreifen zuvor als "Genozid" bezeichnet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte Erdogan daraufhin "einen der größten Unterstützer der Hamas, daher gibt es keinen Zweifel, dass er sich gut auskennt mit Terror und Massakern".

Am Montag hatten die USA ihre Botschaft in Jerusalem eröffnet. Im Gazastreifen kam es parallel zu gewaltsamen Protesten, bei denen israelische Soldaten 60 Palästinenser töteten und mehr als 2700 verletzten. Aus Protest zog die Türkei ihre Botschafter aus Washington und Tel Aviv ab und ordnete drei Tage Trauer für die getöteten Palästinenser an.

fri / DPA