HOME

Beschlagnahmte Schiffe: Klos aus Marineschiffen gestohlen? Moskau weist Vorwürfe der Ukraine zurück

Russland hat drei beschlagnahmte Marineschiffe der Ukraine zurückgegeben. Doch aus Kiew kommen schwere Vorwürfe: Russland hätte die Schiffe funktionsuntüchtig gemacht – und Kloschüsseln daraus gestohlen. Moskau will seine Unschuld mit einem Video beweisen.

Ein beschlagnahmtes ukrainisches Schiff (r) wird aus dem Hafen von Kertsch geschleppt

Ein beschlagnahmtes ukrainisches Schiff (r.) wird aus dem Hafen von Kertsch geschleppt

DPA

Nach der Rückgabe dreier beschlagnahmter Schiffe hat die Ukraine seinen Widersacher Russland beschuldigt, selbst Schiffstoiletten aus den Booten gestohlen zu haben. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wies den Vorwurf am Donnerstag zurück und legte als Beweis ein Video vor. In dem in russischen Medien präsentiertem Film ist der intakte Sanitärraum eines der an Kiew zurückgegebenen Schiffen deutlich zu sehen. Die Aufnahmen wurden angeblich kurz vor der Übergabe gemacht.

Tags zuvor hatte sich der ukrainische Marinechef Igor Worontschenko im lokalen Fernsehen heftig über den Zustand der drei Boote beschwert. "Sie können nicht selbst fahren, die Russen haben sie kaputtgemacht. Haben sogar die Deckenleuchten, die Steckdosen und Kloschüsseln rausgeholt." Belege wurden jedoch nicht vorgelegt.

Kremlsprecher: Anschuldigungen haben keinen Einfluss auf Ukraine-Gipfel

Moskau hatte am Montag nach fast einem Jahr drei vom Grenzschutz im Schwarzen Meer aufgebrachte ukrainische Marineschiffe an den Nachbarn übergeben. Der Vorfall hatte die Beziehungen zwischen den beiden seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verfeindeten Nachbarn weiter verschärft.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Tass zufolge, die Anschuldigungen der Ukraine hätten keinen Einfluss auf das für den 9. Dezember in Paris geplante Treffen zur Lösung des Ukraine-Konflikts. Russland und die Ukraine wollen dabei mit Deutschland und Frankreich nach Wegen für ein Ende des Kriegs im Donbass suchen.

rw / DPA