VG-Wort Pixel

Ärzte ohne Grenzen Ukraine-Krieg: Wie aus Zügen rollende Krankenhäuser werden

Sehen Sie im Video: Züge sind in der Ukraine als Krankenhäuser und Intensivstationen im Einsatz.




Ärzte ohne Grenzen hat zwei Züge, die zu Krankenstationen und einer Intensivstation umgebaut wurden.
Die Grundidee ist, Krankenhäuser an der Frontlinie im Osten des Landes zu entlasten, um sie im Westen der Ukraine weiter zu behandeln. Medizinisch schwierige Fälle müssen auch während der Fahrt betreut werden.
Die Züge fahren mittlerweile rund um die Uhr. Eine Rotation ca. dauert 20-30 Stunden. Wenn ein Zug in Lwiw angekommen ist, fährt er meist direkt zurück, um neue Patienten abzuholen. Das System von Zügen funktioniert weiter gut, eine Verlegung ist mit Zügen einfach am zuverlässigsten. Über 800 Menschen wurden bereits mit der Krankenstation auf Schienen transportiert. Ein ganzes Krankenhaus ersetzt der Zug aber nicht. Die intensivmedizinische Behandlung ist nämlich dort eingeschränkt, OPs werden dort auch nicht durchgeführt. Es geht darum, Menschen zu verlegen. Welche Patienten aus dem Kriegsgebiet geholt werden, entscheiden die Kliniken in der Ukraine. Sie übermitteln alle Daten. "Es ist leider oft so, dass man deutlich weniger anzubieten hat, als eigentlich gebraucht wird", berichtet Frisch.  Es müsse immer entschieden werden, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird. "Diese Art von medizinische Triage findet oft und immer statt in solchen Situationen", so Frisch.
Mehr
Im Gespräch mit n-tv erläutert Philipp Frisch von "Ärzte ohne Grenzen" die dramatische medizinische Lage in der Ukraine. Im Kriegsgebiet kommen auch zu Krankenhäusern und Intensivstationen umgebaute Züge zum Einsatz.

Videoquelle: n-tv.de


Mehr zum Thema



Newsticker