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US-Vorwahlkampf im Weltraum: Gingrich möchte US-Basis auf dem Mond stationieren

Wenige Tage vor der nächsten Etappe im US-Wahlkampf haben sich Mitt Romney und Newt Gingrich einen heftigen Schlagabtausch im TV geliefert. Beim Thema Raumfahrt gingen die Meinungen der Kandidaten weit auseinander.

In der letzten TV-Debatte vor den Vorwahlen der US-Republikaner in Florida haben sich die Rivalen Mitt Romney und Newt Gingrich einen gnadenlosen Schlagabtausch geliefert. Beinahe, ohne US-Präsident Barack Obama ins Visier zu nehmen, stritten die beiden aussichtsreichsten Kandidaten für die Abstimmung am Donnerstagabend vor allem über das Thema Einwanderung. Gingrich warf Romney vor, der "größte" Einwanderungsgegner unter den Kandidaten zu sein. Romney hatte etwa vorgeschlagen, dass alle Illegalen freiwillig ausreisen und einen offiziellen Wiedereinreiseantrag stellen.

In Florida, wo viele Hispanics leben und eine große Wählergruppe stellen, ist Einwanderung ein wichtiges Thema. Romney bezeichnete den Vorwurf an ihn als "abstoßend" und verlangte eine Entschuldigung von Gingrich. "Unser Problem sind elf Millionen Menschen, die Jobs bekommen, die viele US-Bürger und legal im Land lebende Einwanderer auch gern hätten", verteidigte er indes seine Haltung. Gingrich kritisierte zudem Romneys TV-Wahlkampfspots als "beleidigend" für ihn selbst. In Florida findet am Dienstag die Primary statt. Der Staat entsendet 50 Delegierte zur offiziellen Kandidatenkür und ist damit enorm wichtig.

Permanente US-Basis auf dem Mond

Die beiden republikanischen Präsidentschaftsanwärter gerieten außerdem über das Thema Raumfahrt in Streit - ebenfalls ein wichtiger Aspekt in dem US-Bundesstaat. Romney bezeichnete Gingrichs Vorschlag, eine permanente Basis auf dem Mond zu stationieren, als "vielleicht große, aber keine gute Idee". Über ihre privaten Investitionen stritten beide derart heftig, dass Mitbewerber Rick Santorum intervenierte und forderte, die Debatte wieder auf die wichtigen Themen zu lenken.

In drei Bundesstaaten, Iowa, New Hampshire und South Carolina, fanden bislang Vorwahlen statt. Dabei konnten Santorum, Romney und Gingrich jeweils eine Wahl für sich entscheiden. In Florida wird ein knappes Rennen zwischen Romney und Gingrich erwartet.

kave/AFP / AFP