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Proteste für schärfere Waffengesetze: "Lernt lieber Wiederbelebung": US-Politiker verhöhnt demonstrierende Schüler

Nach dem Schulmassaker in Parkland mit 17 Toten demonstrierten am Samstag Hunderttausende für schärfere Waffengesetze. Geht es nach Ex-Senator Rick Santorum, hätten sich die Protestler ihr Engagement sparen und besser einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen sollen.

Waffengesetze - Rick Santorum - Schüler - Parkland Shooting

Ex-US-Senator Rick Santorum

Getty Images / AFP

Es waren Hunderttausende Menschen, die am vergangenen Wochenende in verschiedenen Städten der USA auf die Straße gingen, um für striktere Waffengesetze zu demonstrieren. Viele Medien nannten die Massenproteste unter dem Motto "Marsch für unsere Leben" ("March for our lives")" historisch. So folgten allein in der US-Hauptstadt Washington Schätzungen zufolge mindestens eine halbe Million vorwiegend junge Menschen dem Aufruf, der mächtigen Waffenlobby NRA und Politikern, die sich ihr beugen, den Kampf anzusagen. 

In den Augen von Republikaner Rick Santorum hätten sich die Jugendlichen ihr Engagement sparen und besser einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen sollen. Statt schärfere Waffengesetze zu fordern, sollten sich die Schüler lieber in Wiederbelebungsmaßnahmen für Opfer schulen lassen, sagte der Ex-Präsidentschaftskandidat am Sonntag in der CNN-Sendung "State of the Union". Zudem könnten sie sich gegen Mobbing in ihren Gemeinden engagieren oder versuchen, selbst mit gewaltbereiten Schützen fertig zu werden, anstatt Abgeordnete um Gesetze für ihren Schutz zu bitten, führte der 59-jährige Ex-Senator von Pennsylvania aus.

Rick Santorum für Äußerungen in der Kritik

Solle es bei den Demonstrationen um mehr als Politik gehen, müsste es im Land eine breitere Debatte geben, die sich nicht nur um "heuchlerische Waffengesetze" drehe, die ohnehin nicht funktionierten, sagte Santorum, der mit seinen konservativen und christlich-fundamentalistischen Standpunkten schon mehrfach für Kontroversen gesorgt hat.

Die Schüler seien aktiv geworden, "um andere zu bitten, ein Gesetz zu verabschieden", sagte Santorum in Richtung der Protestler, die am Samstag von Überlebenden des Schulmassakers mit 17 Toten an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland (Florida) anführt wurden. "Sie wurden aber nicht aktiv in der Frage: 'Wie kann ich als Einzelner mit diesem Problem umgehen?'", so der Ex-Senator, dessen Äußerungen im Netz auf unterschiedlichen Kanälen heftig kritisiert wurden.

Santorum hatte sich 2012 und 2016 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben.

Mehr als eine Million Menschen: Die Bilder der größten Massenproteste in den USA seit Jahrzehnten
March for our lives

Hunderttausende demonstrierten in der Pennsylvania Avenue: In Washington D.C. verbindet die breite Straße das Weiße Haus mit dem Capitol Hill, das im Hintergrund zu sehen ist.

Getty Images


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