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Januar 2017: Donald Trump - seine ersten Wochen als US-Präsident

Barack Obama wird US-Bürger ehrenhalber, das Kabinett per Casting-Show besetzt und die Grenze zu Mexiko mit Trump-Towern zugebaut - das passiert nach der Wahl des Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten. Vielleicht auch nicht.

Eine reine Spekulation von Niels Kruse

Trump und seine Familie

Donald Trump und seine Regierungsmannschaft Familie. Statt der Sarah-Palin-Trump, der künftigen Gattin des Moguls, ist hier noch Ehefrau Nummer drei, Melania Trump, irgendwo rechts, zu sehen

Der 20. Januar 2017 ist ein schöner Tag: kühle acht Grad aber sonnig, einer dieser typischen Inaugurationstage. Vielleicht etwas zu böig für den neugewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, der nun auf den Stufen des Kapitols steht und kurz davor ist, den Amtseid abzulegen. Mehr als eine Million Schaulustige haben sich vor dem Parlamentsgebäude versammelt, um sich zu vergewissern, dass sie tatsächlich diesen Mann gewählt haben, der an seinem großen Tag, wohl seinem größten, ein feines, feines Haarnetz trägt, um seine sensible Frisur zu schützen, von der niemand weiß, wie die eigentlich entsteht. Aber warum auch nicht - ein Mann seines Formats entstellt nichts. Donald Trump, der 45. Präsident ist 1,91 Meter groß, hat ordentlich was auf den Rippen und die Grimassen eines Gewinners - ein Leader, wie ihn die Trumps Amerikaner sich wünschen.

Palin wird endlich Vize-Präsidentin

Darunter auch Sarah Palin-Trump. Natürlich, seine Ehefrau, Nummer vier mittlerweile, die ihm, dem Wahlgewinner vom 8. November 2016, bereits per Twitter zum Sieg gratulierte, als längst nicht alle Stimmen ausgezählt waren. "Amerika bekommt endlich den Führer, den es verdient", schrieb sie huldvoll. Neider hatten zuvor von einer inszenierten Zweckehe gesprochen, und das nur, weil die kapriziöse Dame aus Alaska von ihrem Mann als künftige Vizepräsidentin nominiert worden war. Zusammen wollten sie "Amerika wieder großartig machen", wie ihr Erfolgsslogan lautete - wobei weder sie noch er präzisieren wollten, wie großartig genau. Die entscheidenden Stimmen jedenfalls kamen von den zahllosen Latinos des Landes, nachdem Donald Trump über sie gesagt hatte: "Ich liebe diese Leute, sie sind großartige Arbeiter" – womit er zwar nicht die Illegalen meinte, aber die durften ja ohnehin nicht wählen.

Donald Trump - seine ersten Wochen als US-Präsident 

  • Seine Regierungsmannschaft stellt Donald Trump mit Hilfe einer TV-Show zusammen: Bei "The Apprentice - White-House-Edition" bewerben sich die männlichen Kandidaten um einen Kabinettsposten. Sie bekommen allerdings, wie in der Originalserie auch, anschließend nur einen Einjahresvertrag als Minister.
  • Die weiblichen Anwärter auf ein Amt im Weißen Haus werden mit Hilfe einer Miss Wahl bestimmt, die Trump im Zuge seines Präsidentenwahlkampfs eigentlich aufgegeben hatte. Für die Jury sind bereits Silvio Berlusconi und Wladimir Putin im Gespräch. Dass die Wahl auf den russischen Präsidenten fiel, wird allgemein als Zeichen der Entspannung zwischen den USA und Russland gewertet.
  • Für die besonders wichtigen Kabinettsposten Finanzen, Verteidigung, Außenamt und Justiz organisiert Donald Trump ein Wrestling-Turnier. In dem einwöchigen Ausscheidungswettbewerb sollen die "stärksten, klügsten und eingeöltesten Menschen aller Zeiten" ermittelt werden.
  • Einer der ersten Amtshandlungen von US-Präsident Trump: Bau eines neuen Hochsicherheitszauns an der US-mexikanischen Grenze. Den Zuschlag für die Aufrüstung der 3300 Kilometer langen Staatenscheide bekommt zufälligerweise ein Bauunternehmen aus dem Firmen-Konglomerat von Donald Trump. Überzeugt hatte den Auftraggeber, dass der Grenzzaun aus abertausenden aneinandergereihten, 200 Meter hohen Türmen mit goldenen Fassaden bestehen soll.
  • Donald Trump widerruft Kraft seines Amtes sämtliche militärischen Ehrungen und Auszeichnungen für versehrte Veteranen. Seiner Ansicht nach hätten Soldaten besser aufpassen sollen und sich eben nicht verletzten lassen sollen.
  • Donald Trump macht sich unverzüglich daran, sein Wahlversprechen einzulösen, alle "Jobs aus China, Japan und jedem anderen Land, das uns fertigmacht" zurückzuholen. Die Arbeitslosigkeit sinkt daraufhin auf beispiellose 0,3 Prozent - allerdings nur für wenige Monate. Denn sämtliche Hersteller von elektronischen Geräten, Spielzeugen, Möbeln, Kleidungen und Autos gehen pleite, weil niemand die exorbitanten, neuen Preise zahlen kann.
  • Nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus wird Barack Obama von Trump zum "Amerikaner ehrenhalber" ernannt. Zwar zweifelt der neue starke Mann im Weißen Haus immer noch daran, dass sein Vorgänger tatsächlich in Hawaii geboren wurde, aber wegen seiner Verdienste um die nun florierenden Geschäfte mit dem Iran drückt der Immobilien-TV-Mogul mal ein Auge zu. 

Und falls Sie immer noch nicht glauben, dass so etwas passieren könnte, schauen Sie sich an, wie Donald Trump bei den Simpsons wegkommt.